Die Bayerische Gebäude­versicherung

Tarife, Testergebnisse und Erfahrungen.

Das erwartet Sie hier

Welche Tarife die Bayerische für Ein- und Zweifamilienhäuser anbietet, wie ihre Gebäude­versicherung im Test abschneidet und welche Erfahrungen Kunden mit dem Münchener Versicherer machen.

Inhalt dieser Seite
  1. Auf einen Blick
  2. Aktuelle Testergebnisse
  3. Im Vergleich
  4. Tarife und Leistungen
  5. Für Ihre Gruppe
  6. Preise
  7. Stärken und Schwächen
  8. Erfahrungen und Beschwerden
  9. Unsere Einschätzung
  10. Häufige Fragen
Foto von Mario Müller
Zuletzt aktualisiert am

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Gebäude­versicherung der Bayerischen ist in unserer Gesamtauswertung nicht vertreten, die Testseite zeigt die zehn bestplatzierten Gebäude­versicherer.
  • Franke und Bornberg bewertet die Tarife Prestige und PrimeHome mit der Bestnote „Hervorragend“ (FFF+).
  • Der Elementarschutz ist in den Tarifen Smart, Komfort und Prestige automatisch enthalten, mit 10 % Selbstbehalt, mindestens 500 € und höchstens 5.000 €.
  • Für Eigentümer von Einfamilienhäusern, Bauherren und Besitzer einer Photovoltaik­anlage passt die Bayerische, für Eigentümer­gemeinschaften und Mehrfamilienhäuser nicht: Das Einfamilienhauskonzept endet beim Zweifamilienhaus mit 400 m² Wohnfläche.
  • Die BaFin-Beschwerdequote der Bayerischen liegt 2025 bei 0,99 je 100.000 Verträge, der Branchendurchschnitt bei 2,97.

Die Bayerische auf einen Blick

Wie gut ist die Bayerische?

Nicht in unserer Gesamtauswertung

  • Franke und Bornberg 08/2026: „Hervorragend“ (FFF+) für Prestige und PrimeHome
  • Elementarschutz in allen Tarifen des Einfamilienhauskonzepts enthalten
  • Unter­versicherungsverzicht über das Quadratmeter-Modell

Franke und Bornberg zeichnet im Rating mit Stand 08/2026 zwei Tarife der Bayerischen mit „Hervorragend“ aus: Prestige und die PrimeHome-Police. Das Rating prüft allein die Versicherungs­bedingungen.

Unter den zehn Anbietern unserer Gesamtauswertung fehlt die Bayerische. Die Auswertung rechnet mit dem Durchschnitt aller bewerteten Tarife eines Anbieters und bezieht Kundenurteil und BaFin-Quote ein.


Was kostet sie?

Der Beitrag errechnet sich aus der Wohnfläche des Hauses mal einem Beitrag je Quadratmeter, dazu zählen Gebäudetyp, Bauausführung, Ausstattung, Nutzung und das Alter des Gebäudes. Eine öffentliche Beispielrechnung nennt die Bayerische nicht, den Beitrag zeigt erst das Angebot über den Online-Rechner oder einen Berater.

Für junge Gebäude gibt die Bayerische einen Rabatt auf den Grundbeitrag: 60 Prozent im ersten Jahr nach der Bezugsfertigstellung, danach jedes Jahr zwei Prozentpunkte weniger, bis er bei Häusern über 30 Jahren ganz entfällt.


Für wen passt sie?

  • Eigentümer­gemeinschaften: das Einfamilienhauskonzept versichert nur Ein- und Zweifamilienhäuser bis 400 Quadratmeter
  • Altbau: Ableitungsrohre in Komfort ohne Dichtigkeitsprüfung nur bis 1.000 Euro, in Smart gar nicht

Was hinter jeder Einordnung steckt, steht mit Konditionen und Stolperfallen im Kapitel Für Ihre Gruppe.


Wer steckt hinter der Bayerischen?

Risikoträger ist die BA die Bayerische Allgemeine Versicherung AG mit Sitz in München, der Sach­versicherer der Versicherungsgruppe die Bayerische unter dem Dach des Versicherungsvereins BY die Bayerische Vorsorge Lebens­versicherung a.G. Ihre Solvenzquote liegt zum Jahresende 2025 bei 243 Prozent nach 154 Prozent im Vorjahr, das Haus hält also mehr als das Doppelte der geforderten Eigenmittel vor (Quelle: Bericht über Solvabilität und Finanzlage 2025).

Bei der BaFin ging 2025 zur Wohngebäude­versicherung der Bayerischen eine Beschwerde ein, das sind 0,99 je 100.000 Verträge bei einem Branchendurchschnitt von 2,97. Auf Trustpilot bewerten Kunden die Bayerische über alle Sparten mit 2,7 von 5 Sternen bei 898 Bewertungen, abgerufen am 05.10.2026.

  • Risikoträger
    BA die Bayerische Allgemeine Versicherung AG, München, Versicherungsgruppe die Bayerische (BY die Bayerische Vorsorge Lebens­versicherung a.G.)
  • Tarife
    Einfamilienhauskonzept Smart, Komfort und Prestige über asspario, Wohngebäude-Baustein der PrimeHome-Police, Ersatz zum Neuwert
  • Finanzstärke
    Solvenzquote 243 % (2025), Vorjahr 154 %
  • Neugeschäft
    Offen, Einfamilienhauskonzept online und über Berater, PrimeHome-Police über Berater

Gebäude­versicherung der Bayerischen im Test (2026)

Gesamtwertung aus allen Testergebnissen

In die Gesamtauswertung der Gebäude­versicherung fließen das Rating von Franke und Bornberg mit Stand 08/2026, das ServiceValue-Kundenurteil zur Fairness 2026 und die BaFin-Beschwerdestatistik 2025 ein. Die Bayerische ist in der aktuellen Auswertung nicht vertreten, gezeigt werden die zehn bestplatzierten Anbieter. Die Gesamtwertung rechnet mit dem Durchschnitt aller bewerteten Tarife eines Anbieters, nicht mit seinem besten Tarif.

Die Anbieter der Gebäude­versicherung und ihre Produkte werden in regelmäßigen Abständen von unabhängigen Ratingagenturen und Instituten getestet. Wir haben für Sie alle Ergebnisse dieser Tests zusammengetragen und nach unserem eigens dafür erstellten Bewertungsschlüssel ausgewertet. In unserer Gesamtwertung können die Anbieter einen Wert von maximal 100 erreichen.

Zur Gesamtauswertung der Gebäude­versicherung


Der Franke und Bornberg Test

Franke und Bornberg bewertet ausschließlich die rechtsverbindlichen Versicherungs­bedingungen, Beitrag, Service und Schadenregulierung fließen nicht ein. Grundlage ist die Bewertungsrichtlinie mit Stand 08/2026, die Noten reichen in sieben Stufen von FFF+ bis F-. Die Bestnote verlangt unter anderem Ableitungsrohre auf und außerhalb des Grundstücks ohne gesonderte Kündigungsregel und einen Elementar-Selbstbehalt von höchstens 10.000 Euro (Quelle: Franke und Bornberg).

TarifRatingnote
PrestigeHervorragend
PrimeHomeHervorragend

Mit zwei Tarifen gehört die Bayerische zu den 23 Anbietern, die Franke und Bornberg im Rating mit Stand 08/2026 ohne Zusatzbaustein mit „Hervorragend“ bewertet, insgesamt sind es 46 Tarife.

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Im Vergleich zu anderen Gebäude­versicherern

Die Bayerische im Marktvergleich

AnbieterFranke und
Bornberg Ø
ServiceValue
Fairness
Beschwerde­quoteGesamtwertung
von 100
Logo DOMCURA AGDomcuraFFF+––100
Logo R+V Allgemeine Versicherung AGR+VFFFSehr gut1,4096
Logo Sparkassen-Versicherung SachsenSparkassen-Versicherung SachsenFFF+––95
Logo Debeka-GruppeDebekaFFFSehr gut0,6194
Logo ING-DiBa AGINGFFF+––93
Logo Interlloyd Versicherungs-AGInterlloydFFF+––93
Logo Neuendorfer Brand-Bau-GildeNeuendorfer Brand-Bau-GildeFFF+––93
Logo Öffentliche Versicherung BraunschweigÖffentliche BraunschweigFFF+––93
Logo Generali Deutschland AGGeneraliFF+Sehr gut1,2887
Logo RheinLand Versicherungs AGRheinLandFF+–1,4386
Quelle: Franke und Bornberg, ServiceValue Fairness, BaFin, www.transparent-beraten.de; für die Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität der Angaben wird keine Gewähr und keine Haftung übernommen

Ein Strich heißt: In dieser Erhebung wurde der Anbieter nicht untersucht.

Die Bayerische ist in dieser Auswertung nicht vertreten. An der Spitze stehen Domcura mit 100 und die R+V mit 96 Punkten. Bei der BaFin-Beschwerdequote liegt die Bayerische mit 0,99 vor Generali (1,28), R+V (1,40) und RheinLand (1,43), die in der Tabelle stehen, niedriger ist dort nur die Debeka mit 0,61.

Alle Gebäude­versicherer im Vergleich

Tarife und Leistungen der Gebäude­versicherung der Bayerischen

Alle drei Stufen des Einfamilienhauskonzepts ersetzen Schäden zum Neuwert nach dem Quadratmeter-Modell und enthalten Elementarschutz mit zehn Prozent Selbstbehalt, mindestens 500 und höchstens 5.000 Euro. Verwaltet wird das Konzept vom Kooperationspartner asspario, Risikoträger bleibt die BA die Bayerische Allgemeine Versicherung AG.

TarifVertragsformLeistungsstufeDeckungsprinzip
Tarif SmartEinzelvertrag im EinfamilienhauskonzeptEinstiegsstufeBenannte Gefahren
Tarif KomfortEinzelvertrag im EinfamilienhauskonzeptMittlere StufeBenannte Gefahren
Tarif PrestigeEinzelvertrag im EinfamilienhauskonzeptHöchste StufeBenannte Gefahren, Allgefahren-Baustein wählbar
PrimeHome-PoliceBaustein im Paket mit Hausrat und Privat­haftpflichtTarifvariante Prestige PlusAllgefahrendeckung mit umgekehrter Beweislast

Tarif Smart

Smart deckt Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel sowie die Elementargefahren und ersetzt Nutzwärmeschäden, Überspannung durch Blitz und Schäden durch Blindgänger. Zuleitungsrohre außerhalb des Grundstücks sind versichert, Ableitungsrohre dagegen nicht. Der Rohbau ist bis 24 Monate beitragsfrei gegen Feuer versichert.

Wird das Haus unbewohnbar, zahlt Smart Hotelkosten von 50 Euro je Tag für höchstens 30 Tage, Mietausfall ersetzt der Tarif bis 24 Monate. Aufräum- und Abbruchkosten sind bis 50.000 Euro gedeckt. Einen Verzicht auf die Einrede der groben Fahrlässigkeit enthält Smart nicht, die Bayerische darf bei grob fahrlässig verursachten Schäden kürzen (Quelle: Tarifübersicht Wohngebäude­versicherung Einfamilienhauskonzept 2025, Stand 09.2026).


Tarif Komfort

Komfort leistet bei grob fahrlässig herbeigeführten Schäden ohne Kürzung und schützt den Rohbau bis 24 Monate auch gegen Sturm und Hagel. Dazu kommen Rauch-, Ruß-, Seng- und Schmorschäden, Wasser aus Regenrohren, Schwimmbecken und Saugrobotern sowie Bruchschäden an Armaturen bis 500 Euro. Vandalismus, Einbruchschäden am Gebäude und innere Unruhen sind jeweils bis 10.000 Euro versichert.

Hotelkosten übernimmt Komfort mit 100 Euro je Tag für bis zu 200 Tage, Aufräum- und Abbruchkosten bis eine Million Euro. Ableitungsrohre auf und außerhalb des Grundstücks sind bis 5.000 Euro versichert, wenn das Haus nicht älter als 30 Jahre ist oder in den letzten zehn Jahren eine Dichtigkeitsprüfung hatte, sonst bis 1.000 Euro. Kleine Schäden bis 2.500 Euro reguliert die Bayerische hier ohne Prüfung einer Unter­versicherung.


Tarif Prestige

Prestige verzichtet zusätzlich bei grob fahrlässig verletzten Obliegenheiten bis 50.000 Euro auf Kürzungen und versichert Ableitungsrohre ohne Obergrenze, solange das Haus jünger als 30 Jahre ist oder eine Dichtigkeitsprüfung aus den letzten zehn Jahren vorliegt, sonst bis 20.000 Euro. Rohrverstopfungen, Leckortung bis 5.000 Euro und eindringender Regen oder Schnee bis 5.000 Euro sind ebenfalls gedeckt.

Hotelkosten zahlt Prestige mit 200 Euro je Tag für bis zu 360 Tage, Mietausfall bis 36 Monate, Aufräum- und Abbruchkosten ohne Grenze. Für vermietete Häuser sind Reinigung und Schädlingsbekämpfung nach Mietnomaden oder Messies bis 10.000 Euro versichert. Nur in Prestige lässt sich die Allgefahren-Deckung für Gebäude und Grundstück mit 250 Euro Selbstbehalt und einer Marktgarantie bis 250.000 Euro hinzunehmen.


PrimeHome-Police

Die PrimeHome-Police bündelt seit 2026 Privat­haftpflicht und Hausrat als Pflichtbausteine mit weiteren Bausteinen in einem Vertrag, die Wohngebäude­versicherung ist einer davon. Sie läuft in der Tarifvariante Prestige Plus als Allgefahrendeckung: Versichert ist, was nicht ausdrücklich ausgeschlossen ist, und im Schadenfall gilt eine umgekehrte Beweislast.

Für Vorsorge am Haus erstattet die Bayerische aus einem Vorsorgebudget bis 300 Euro innerhalb von drei Jahren, etwa für Rückstauklappen, Hochwasserschutz oder die Wartung von Heizung und Photovoltaik­anlage. Auf Wunsch gibt es ohne Mehrbeitrag das Wasserstoppsystem GROHE Sense Guard im Wert von rund 1.000 Euro. Kombinierte Bausteine senken den Wohngebäude-Beitrag um bis zu zehn Prozent (Quelle: Besondere Bedingungen PrimeHome-Police 2026, Stand 09.2026).


Quadratmeter-Modell und versicherte Gebäude

Die Versicherungssumme ergibt sich aus der Wohn- und Nutzfläche, zu der auch Hobbyräume, Wintergärten und Saunen zählen, Garagen, Terrassen und nicht ausgebaute Keller dagegen nicht. Stimmen die Angaben zu Fläche, Ausstattung und Gebäudemerkmalen, gilt der vereinbarte Unter­versicherungsverzicht. Versicherbar sind Ein- und Zweifamilienhäuser, Reihenhäuser, Doppelhaushälften, Ferienhäuser und denkmalgeschützte Häuser bis 400 Quadratmeter.

Garagen und Carports sind beitragsfrei mitversichert, solange sie höchstens 500 Meter Luftlinie vom Grundstück entfernt stehen. Nebengebäude wie Gerätehaus oder Sauna sind bis 50 Quadratmeter beitragsfrei dabei. Für Mehrfamilienhäuser verweist die Bayerische auf ihre Berater, das Einfamilienhauskonzept gilt dafür nicht.

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Die Gebäude­versicherung der Bayerischen für Ihre Gruppe

Einfamilienhaus-Eigentümer

Für das Einfamilienhaus ist das Konzept der Bayerischen gebaut: Die Summe folgt der Wohnfläche, eine Wertermittlung entfällt, und Elementarschutz ist in jeder Stufe enthalten. Wer Hausrat und Privat­haftpflicht ohnehin braucht, bekommt mit der PrimeHome-Police eine Allgefahrendeckung und das Vorsorgebudget. Als Mindeststufe empfiehlt sich Komfort, denn Smart kürzt bei grober Fahrlässigkeit und versichert keine Ableitungsrohre.


Vermieter

Vermietete Ein- und Zweifamilienhäuser versichert die Bayerische im selben Konzept. Der Mietausfall samt fortlaufender Mietnebenkosten ist in Smart und Komfort bis 24 Monate gedeckt, in Prestige bis 36 Monate, auch für gewerblich genutzte Räume. Nur Prestige zahlt bis 10.000 Euro für Reinigung und Schädlingsbekämpfung nach Mietnomaden. Für Vermieter eines Mehrfamilienhauses ist das Konzept nicht gedacht, dafür ist ein Berater der Bayerischen der Weg.


Eigentümer­gemeinschaften

Für Eigentümer­gemeinschaften passt das Angebot nicht. Das Einfamilienhauskonzept endet beim Zweifamilienhaus bis 400 Quadratmeter, und in der PrimeHome-Police gilt die automatische Vorsorge-Versicherung ausdrücklich nicht für Mehrfamilienhäuser und nicht für Häuser, die Teil einer Eigentümer­gemeinschaft sind. Bedingungen für Mehrfamilienhäuser veröffentlicht die Bayerische nicht, sie laufen über ihre Berater.


Bauherren und Neubau

Bauherren erhalten eine beitragsfreie Rohbau­versicherung bis 24 Monate, in Smart gegen Feuer, in Komfort und Prestige auch gegen Sturm und Hagel. Nach dem Einzug sinkt der Beitrag durch den Gebäudealter-Rabatt von 60 Prozent auf den Grundbeitrag im ersten Jahr. Der Rabatt baut sich jedes Jahr um zwei Prozentpunkte ab, der Beitrag steigt deshalb auch ohne Leistungsänderung jährlich, und für zusätzliche Bausteine gilt er nicht.


Altbau

Ältere Häuser versichert die Bayerische ohne Rabatt, er entfällt ab einem Gebäudealter von über 30 Jahren. Die Stolperfalle sind die Abwasserleitungen: Ableitungsrohre sind in Smart gar nicht versichert, in Komfort ohne Dichtigkeitsprüfung aus den letzten zehn Jahren nur bis 1.000 Euro und in Prestige bis 20.000 Euro. Wer ein älteres Haus versichert, sollte die Leitungen prüfen lassen, dann gelten 5.000 Euro in Komfort und keine Obergrenze in Prestige. Fachwerk- und denkmalgeschützte Häuser sind im Konzept versicherbar.


Photovoltaik und Wärmepumpe

Photovoltaik- und Solarthermieanlagen, oberflächennahe Geothermie, Wärmepumpen und Windkraftkleinanlagen sind in jedem Tarif mitversichert, gegen die Gefahren des Vertrags. Gegen Diebstahl der Außeneinheit oder technische Defekte schützt der Baustein Allgefahren-Deckung für Anlagen der erneuerbaren Energien mit 250 Euro Selbstbehalt. Er ersetzt auch den Ertragsausfall der Photovoltaik­anlage mit 2,50 Euro je Kilowatt-Peak und Tag, verlangt aber eine Wartung durch einen Fachbetrieb im vom Hersteller empfohlenen Abstand.


Elementar-Risikozonen

Überschwemmung, Rückstau, Erdbeben, Erdsenkung, Erdrutsch, Schneedruck, Lawinen und Vulkanausbruch sind bei der Bayerischen automatisch versichert. Je Schaden trägt der Kunde zehn Prozent selbst, mindestens 500 und höchstens 5.000 Euro. Wasser, das bei Starkregen oder Teilüberschwemmung über Fenster, Türen oder andere Gebäudeteile eindringt, ist nur mit der optionalen Erweiterung versichert. Abflussleitungen auf dem Grundstück müssen freigehalten werden, mehr zur Elementarschaden­versicherung steht im Ratgeber.


Ferienhaus

Ein Ferienhaus ist im Einfamilienhauskonzept ausdrücklich versicherbar. Bei selbst bewohnten Häusern gilt ein Leerstand von bis zu 120 Tagen nicht als Gefahrerhöhung, für Ferienhäuser, die im Versicherungsschein als überwiegend unbewohnt geführt sind, greift diese Regel nicht. Dort zählen die Obliegenheiten: das Haus häufig genug kontrollieren, in der kalten Jahreszeit beheizen oder wasserführende Leitungen absperren und entleeren.

Preise der Gebäude­versicherung der Bayerischen

Was die Wohngebäude­versicherung der Bayerischen kostet, hängt von Wohnfläche, Gebäudetyp, Bauausführung, Ausstattung, Nutzung und Gebäudealter ab, dazu von Tarifstufe und Bausteinen wie Allgefahren oder Zukunft-Plus. Ein öffentlich belegtes Beitragsbeispiel nennt die Bayerische nicht, den Beitrag erfahren Sie im Angebot.

Der Jahresbeitrag ist der Grundbeitrag mal einem Anpassungsfaktor. Dieser ändert sich jedes Jahr zum 1. Januar mit dem Baupreisindex für Wohngebäude, der zu 80 Prozent zählt, und dem Tariflohnindex für das Baugewerbe mit 20 Prozent, beide vom Statistischen Bundesamt. Einer Erhöhung können Sie innerhalb eines Monats widersprechen, dann zahlt die Bayerische im Schadenfall aber nur anteilig.

Für neue Häuser senkt der Gebäudealter-Rabatt den Grundbeitrag im ersten Jahr um 60 Prozent, danach jedes Jahr um zwei Prozentpunkte weniger bis zum 30. Gebäudejahr. In der PrimeHome-Police sinkt der Wohngebäude-Beitrag mit jeder weiteren Sparte im Paket, um fünf Prozent bei drei Sparten und um zehn Prozent ab vier Sparten.

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Stärken und Schwächen

Wichtige Leistungen einer Gebäude­versicherung

Eine Wohngebäude­versicherung muss die vier Grundgefahren Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel abdecken und das Haus zum Neubauwert ersetzen, damit nach einem Totalschaden der Wiederaufbau ohne Obergrenze bezahlt wird. Dazu gehören fest verbaute Teile wie Einbauküche, Heizung und Photovoltaik­anlage sowie Nebengebäude, Garagen und Carports. Wichtig sind ein Unter­versicherungsverzicht, der Verzicht auf die Einrede der groben Fahrlässigkeit, Ableitungsrohre auf und außerhalb des Grundstücks sowie Aufräum-, Abbruch- und Hotelkosten ohne enge Grenzen. Elementarschäden durch Überschwemmung, Starkregen, Rückstau, Schneedruck oder Erdbeben sind in der Regel ein eigener Baustein, der je nach Lage des Hauses dazugehört. Eine beitragsfreie Rohbau­versicherung und eine Innovationsklausel, die künftige Verbesserungen der Bedingungen automatisch einschließt, runden einen guten Tarif ab.

Stärken der Bayerischen

  • Elementarschutz in allen drei Stufen automatisch enthalten, Selbstbehalt höchstens 5.000 Euro
  • Ersatz zum Neuwert nach dem Quadratmeter-Modell mit Unter­versicherungsverzicht bei zutreffenden Angaben
  • Photovoltaik, Solarthermie, Wärmepumpe und Windkraftkleinanlagen in jedem Tarif mitversichert
  • Beitragsfreie Rohbau­versicherung bis 24 Monate, in Komfort und Prestige auch gegen Sturm und Hagel
  • Prestige mit Ableitungsrohren ohne Obergrenze, Hotelkosten bis 200 Euro je Tag für 360 Tage und Mietausfall bis 36 Monate
  • Innovationsgarantie und Konditionsdifferenzdeckung in allen Tarifen, beim Wechsel gilt der neue Schutz schon während des Altvertrags
  • Gebäudealter-Rabatt von 60 Prozent auf den Grundbeitrag für Neubauten

Schwächen der Bayerischen

  • Smart ohne Verzicht auf die Einrede der groben Fahrlässigkeit und ohne Schutz für Ableitungsrohre
  • Ableitungsrohre in Komfort höchstens 5.000 Euro, bei Häusern über 30 Jahren ohne Dichtigkeitsprüfung nur 1.000 Euro
  • Starkregen, der über Gebäudeteile eindringt, nur mit optionaler Erweiterung versichert
  • Allgefahrendeckung für das Gebäude nur als Baustein in Prestige oder im Paket der PrimeHome-Police mit Hausrat und Privat­haftpflicht
  • Konzept nur für Ein- und Zweifamilienhäuser bis 400 Quadratmeter, Mehrfamilienhäuser nur über Berater ohne veröffentlichte Bedingungen
  • Wer einer Beitragsanpassung widerspricht, erhält im Schadenfall nur eine anteilige Entschädigung

Erfahrungen und Beschwerden

Bewertungen auf Bewertungsplattformen

Auf Trustpilot kommt die Bayerische auf 2,7 von 5 Sternen bei 898 Bewertungen, abgerufen am 05.10.2026. Das Profil diebayerische.de gilt für das ganze Unternehmen über alle Sparten, nicht für die Wohngebäude­versicherung allein.

Die Publikumsbewertung fällt damit deutlich schwächer aus als das Bedingungsrating von Franke und Bornberg. Das ist bei Versicherern häufig, weil auf Bewertungsplattformen vor allem Ärger mit Leistungsfällen, Service und Beiträgen landet, während das Rating nur die Bedingungen prüft.


Was Kunden berichten

Stimmen zur Wohngebäude­versicherung sind auf Trustpilot selten, die meisten Bewertungen betreffen andere Sparten. Wiederkehrende Kritik gilt unbeantworteten E‑Mails, langen Bearbeitungszeiten und überraschenden Beitragserhöhungen. Lob gibt es für die zügige Abwicklung kleinerer Schäden und für freundliche Hilfe am Telefon.


Beschwerden bei der BaFin

Für 2025 meldet die BaFin zur Wohngebäude­versicherung der BA die Bayerische Allgemeine Versicherung AG eine Beschwerde bei 100.752 Verträgen, das ergibt eine Quote von 0,99 je 100.000 Verträge. Der Branchendurchschnitt liegt bei 2,97 (Quelle: BaFin-Beschwerdestatistik 2025).

Damit liegt die Quote bei einem Drittel des Branchendurchschnitts. Gezählt werden Beschwerden je 100.000 Verträge, nicht Beschwerden absolut, und bei einer einzigen Beschwerde sagt die Statistik nichts darüber, ob sie berechtigt war.

Vollständige BaFin-Beschwerdestatistik der Gebäude­versicherung

Unsere Einschätzung als Experten

Einordnung

Die Bayerische hat für Ein- und Zweifamilienhäuser ein modernes Bedingungswerk von 2024 mit automatischem Elementarschutz, Innovationsgarantie und Flächenmodell ohne Unter­versicherung. Mit Prestige und der PrimeHome-Police tragen zwei Tarife die Bestnote von Franke und Bornberg, die unter anderem Ableitungsrohre ohne gesonderte Kündigungsregel verlangt.

Die Unterschiede zwischen den Stufen sind groß. Smart ist ein reiner Grundschutz ohne Schutz bei grober Fahrlässigkeit, Komfort deckt das Wichtige mit engen Grenzen bei den Abwasserrohren, erst Prestige schöpft das Bedingungswerk aus. Die niedrige BaFin-Quote von 0,99 für 2025 stützt das Bild, bei einer einzigen Beschwerde aber nur schwach.


Für wen ja, für wen nein

Wir empfehlen die Bayerische Eigentümern eines Ein- oder Zweifamilienhauses, die Prestige wählen oder Haus, Hausrat und Haftpflicht in der PrimeHome-Police bündeln wollen. Für Neubauten lohnt der Blick wegen des hohen Gebäudealter-Rabatts, für Häuser mit Photovoltaik und Wärmepumpe wegen des Einschlusses in jeder Stufe.

Abraten würden wir von Smart für jedes Haus und von Komfort bei älteren Häusern ohne geprüfte Abwasserleitungen. Für Mehrfamilienhäuser und Eigentümer­gemeinschaften gibt es kein veröffentlichtes Angebot, dort sind andere Versicherer mit eigenen Konzepten die bessere Adresse.

Mit uns die ideale Gebäude­versicherung finden

Gemeinsam mit unserem langjährigen Partner Mr-Money bieten wir einen transparenten Vergleich zu Gebäude­versicherungen an. Tarife mehrerer Versicherer im direkten Vergleich:

  • Günstige Varianten schon ab attraktiven Einstiegspreisen
  • Leistungsstarke Varianten zu vernünftigen Preisen
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Häufige Fragen zur Gebäude­versicherung der Bayerischen

Wie kündige ich meine Wohngebäude­versicherung bei der Bayerischen?

Sie können den Vertrag nach den Vertragsgrundlagen jederzeit in Textform kündigen, also per E‑Mail, Fax oder Brief. Haben Sie eine mehrjährige Laufzeit vereinbart, ist die Kündigung erstmals zum vereinbarten Ablauf möglich. Wirksam wird sie zu dem Zeitpunkt, den Sie angeben, frühestens mit dem Eingang beim Versicherer. Mehr zu Fristen und Sonderkündigung steht im Ratgeber zur Kündigung der Gebäude­versicherung.

Warum steigt der Beitrag meiner Gebäude­versicherung bei der Bayerischen?

Der Beitrag folgt jedes Jahr zum 1. Januar einem Anpassungsfaktor, der sich zu 80 Prozent nach dem Baupreisindex für Wohngebäude und zu 20 Prozent nach dem Tariflohnindex für das Baugewerbe richtet. Bei jüngeren Häusern kommt hinzu, dass der Gebäudealter-Rabatt jedes Jahr um zwei Prozentpunkte sinkt. Einer Erhöhung können Sie innerhalb eines Monats widersprechen, dann wird ein Schaden allerdings nur anteilig ersetzt.

Ist Starkregen bei der Wohngebäude­versicherung der Bayerischen versichert?

Teilweise. Überschwemmung und Rückstau, auch nach Starkregen, sind über den automatisch enthaltenen Elementarschutz versichert, mit zehn Prozent Selbstbehalt, mindestens 500 und höchstens 5.000 Euro. Dringt Regenwasser bei Starkregen oder Teilüberschwemmung über Fenster, Türen oder andere Gebäudeteile ein, braucht es die optionale Erweiterung.

Ist meine Photovoltaik­anlage bei der Bayerischen mitversichert?

Ja, Photovoltaik­anlagen, Solarthermie, Wärmepumpen und Windkraftkleinanlagen sind in Smart, Komfort und Prestige gegen die Gefahren des Vertrags versichert. Gegen Diebstahl und technische Schäden schützt der zusätzliche Baustein Allgefahren-Deckung für Anlagen der erneuerbaren Energien mit 250 Euro Selbstbehalt. Er ersetzt auch den Ertragsausfall mit 2,50 Euro je Kilowatt-Peak und Tag, setzt aber eine regelmäßige Wartung durch einen Fachbetrieb voraus.

Kann ich ein Mehrfamilienhaus bei der Bayerischen versichern?

Nicht im Einfamilienhauskonzept, das nur Ein- und Zweifamilienhäuser, Reihenhäuser, Doppelhaushälften und Ferienhäuser bis 400 Quadratmeter Wohn- und Nutzfläche versichert. Für ein Mehrfamilienhaus verweist die Bayerische an ihre Berater. Konditionen dafür veröffentlicht sie nicht.

Was gilt, wenn mein Haus bei der Bayerischen länger leer steht?

Steht ein selbst genutztes Haus bis zu 120 Tage leer, gilt das nicht als Gefahrerhöhung, solange Sie die Obliegenheiten erfüllen. Dazu gehört, das Haus häufig genug zu kontrollieren und im Winter zu beheizen oder alle wasserführenden Leitungen abzusperren und zu entleeren. Für Ferienhäuser, die schon bei Abschluss als überwiegend unbewohnt eingetragen sind, gilt die 120-Tage-Regel nicht, dort zählen allein die Obliegenheiten.

Wie melde ich der Bayerischen einen Schaden am Haus?

Schäden aus dem Einfamilienhauskonzept melden Sie telefonisch unter 0671 88765276 oder per E‑Mail an schaden_ba@asspario.de. Halten Sie den Schaden zuerst möglichst klein, etwa indem Sie bei einem Rohrbruch das Wasser abstellen. Fotos oder Videos vom Schaden beschleunigen die Regulierung, reparieren Sie möglichst erst nach Rücksprache.

Wer ist asspario, und was hat die Firma mit meiner Gebäude­versicherung zu tun?

Die asspario Versicherungsdienst GmbH in Bad Kreuznach verwaltet das Einfamilienhauskonzept der Bayerischen als bevollmächtigter Kooperationspartner. Sie nimmt Schadenmeldungen, Fragen und Beschwerden entgegen. Versicherer und damit Vertragspartner für die Leistung bleibt die BA die Bayerische Allgemeine Versicherung AG in München.

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Foto von Lena Mierbach
Lena Mierbach
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