uniVersa Betriebliche Kranken­versicherung

Tarife, Testergebnisse und Erfahrungen.

Das erwartet Sie hier

Welche Tarife die uniVersa in der betrieblichen Kranken­versicherung anbietet, was Vorsorge, Zahn und Krankenhaus je Mitarbeiter kosten, wie die uniVersa in den Tests abschneidet und für welche Betriebe sie passt.

Inhalt dieser Seite
  1. Auf einen Blick
  2. Aktuelle Testergebnisse
  3. Im Vergleich
  4. Tarife und Leistungen
  5. Für Ihre Gruppe
  6. Preise
  7. Stärken und Schwächen
  8. Erfahrungen und Beschwerden
  9. Unsere Einschätzung
  10. Häufige Fragen
Foto von Mario Müller
Zuletzt aktualisiert am

Das Wichtigste in Kürze

  • Die betriebliche Kranken­versicherung der uniVersa ist in unserer Gesamtauswertung nicht vertreten, weil ihr ein Tariftest von IVFP oder Focus Money fehlt.
  • Die uniVersa bietet sechs Tarifstufen für Vorsorge, Zahnbehandlung, Zahnersatz und Krankenhaus, einen Budgettarif führt sie nicht.
  • Der Einstieg kostet 6,83 Euro im Monat je Mitarbeiter für Vorsorge und Schutzimpfungen bis 250 Euro in zwei Kalenderjahren.
  • Vom Arbeitgeber angemeldete Mitarbeiter versichert die uniVersa ohne Gesundheitsprüfung und ohne Wartezeiten.
  • Für mittelständische Unternehmen, Großunternehmen und Mitarbeiter mit Familie passt die uniVersa, für Kleinbetriebe und privat Versicherte nicht: Sie verlangt mindestens zehn Mitarbeiter und versichert nur gesetzlich Versicherte.
  • Die uniVersa Kranken­versicherung a.G. meldet eine Solvenzquote von 916,8 Prozent zum Ende 2025.

uniVersa auf einen Blick

Wie gut ist die uniVersa?

Nicht in unserer Gesamtauswertung

  • ServiceValue 2023, Fairness: „Sehr gut“
  • Keine Gesundheitsprüfung und keine Wartezeiten
  • Zweibettzimmer und Chefarzt im Tarif uni-bKH

ServiceValue bewertet die uniVersa im Kundenurteil zur Fairness 2023 mit „Sehr gut“. Tarifleistung, Kundenkommunikation und Service erhalten „Sehr gut“, das Preis-Leistungs-Verhältnis „Gut“.

Die uniVersa steht nicht in unserer Gesamtauswertung, weil ihr ein Tariftest von IVFP oder Focus Money fehlt. Als Ergebnisse bleiben das ServiceValue-Urteil „Sehr gut“ und die BaFin-Beschwerdequote von 3,68 (2025).


Was kostet sie?

Die uniVersa verlangt für alle Mitarbeiter von 16 Jahren bis zur gesetzlichen Regelaltersgrenze denselben Beitrag je Tarif. Gesundheit, Geschlecht und Betriebsgröße spielen keine Rolle, nur für Kinder und für Versicherte über der Regelaltersgrenze gelten eigene Beiträge.

ProfilLeistungBeitrag im Monat
Mitarbeiter, 16 Jahre bis Regelaltersgrenzeuni-bVO 250, Vorsorge bis 250 € in zwei Kalenderjahren6,83 €
Mitarbeiter, 16 Jahre bis Regelaltersgrenzeuni-bZE, Zahnersatz mit 100 % Regelversorgung19,70 €
Mitarbeiter, 16 Jahre bis Regelaltersgrenzeuni-bKH, Zweibettzimmer und Chefarzt23,08 €

Die Beispiele stammen aus der Tarif- und Beitragsübersicht der uniVersa (Stand 01/2026). Beim kleinsten Vorsorgetarif zahlt der Arbeitgeber in zwei Jahren 163,92 Euro für höchstens 250 Euro Leistung, das sind knapp zwei Drittel. In der Stufe uni-bVO 750 sind es 265,44 Euro und damit gut ein Drittel der möglichen Leistung.


Für wen passt sie?

  • Mittelständische Unternehmen: Ab zehn Mitarbeitern stehen Vorsorge und beide Zahntarife offen, zu einem Einheitsbeitrag
  • Großunternehmen: Ab 50 Mitarbeitern kommt der Krankenhaustarif hinzu, verschiedene Gruppen dürfen verschiedene Tarife erhalten
  • Mitarbeiter mit Familie: Partner und Kinder bis 27 Jahre sind in drei der vier Tarife versicherbar

Was hinter jeder Einordnung steckt, steht mit Konditionen und Stolperfallen im Kapitel Für Ihre Gruppe.


Wer steckt hinter der uniVersa?

Risikoträger ist die uniVersa Kranken­versicherung a.G., ein Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit mit Sitz in Nürnberg, gegründet 1843. Sie ist laut Festlegung der BaFin das Mutterunternehmen der uniVersa Versicherungsgruppe. Ihre Solvenzquote lag zum 31.12.2025 bei 916,8 Prozent, im Vorjahr bei 954,2 Prozent, ohne Übergangs­maßnahmen (Bericht über Solvabilität und Finanzlage 2025 der Gesellschaft).

Die BaFin-Beschwerdequote der Gesellschaft lag 2025 bei 3,68 je 100.000 versicherte Personen, der Branchendurchschnitt bei 6,27 (Quelle: BaFin). Die Statistik gilt für die gesamte Kranken­versicherung der Gesellschaft, nicht nur für die bKV.

  • Risikoträger
    uniVersa Kranken­versicherung a.G., Nürnberg, Mutterunternehmen der uniVersa Versicherungsgruppe
  • Tarife
    uni-bVO 250, 500 und 750 (Vorsorge), uni-bZB (Zahnbehandlung), uni-bZE (Zahnersatz), uni-bKH (Krankenhaus)
  • Finanzstärke
    Solvenzquote 916,8 % (SFCR 2025, Vorjahr 954,2 %)
  • Neugeschäft
    Offen, ab zehn Mitarbeitern, Krankenhaustarif ab 50 Mitarbeitern

Betriebliche Kranken­versicherung der uniVersa im Test (2026)

Für die uniVersa liegen zwei Ergebnisse vor: das Kundenurteil zur Fairness von ServiceValue 2023 und die BaFin-Beschwerdestatistik 2025.

Gesamtwertung aus allen Testergebnissen

Die uniVersa betriebliche Kranken­versicherung steht nicht in unserer Gesamtauswertung. Im Kompetenzrating des IVFP 2024 und im Focus-Money-Test 2025 ist sie nicht vertreten, und in die Gesamtauswertung kommen nur Anbieter mit mindestens einem Tariftest von einem dieser beiden Institute.

Zur Gesamtauswertung der betrieblichen Kranken­versicherung


Das ServiceValue-Kundenurteil zur Fairness

ServiceValue hat 2023 Kunden betrieblicher Kranken­versicherer online nach der erlebten Fairness gefragt, das Ranking umfasst 20 Versicherer. Gemessen wird die Wahrnehmung der Kunden in vier Teilbereichen, nicht die Tarifleistung laut Bedingungen und nicht der Beitrag (Quelle: ServiceValue).

TeilbereichUrteil
TarifleistungSehr gut
KundenkommunikationSehr gut
ServiceSehr gut
Preis-Leistungs-VerhältnisGut
GesamtwertungSehr gut

In drei von vier Teilbereichen vergeben die Kunden „Sehr gut“, nur das Preis-Leistungs-Verhältnis bewerten sie mit „Gut“.

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  • Auch für kleine Betriebe, je nach Anbieter schon ab drei Mitarbeitern
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Experte für Gesundheitsvorsorge

Im Vergleich zu anderen betrieblichen Kranken­versicherungen

uniVersa im Marktvergleich

IVFP
Kompetenz
Focus
Money
ServiceValue
Fairness
BaFin-Beschwerde­quoteGesamtwertung
von 100
Logo AllianzAllianz–HervorragendSehr gut2,9194
Logo DKV Deutsche Krankenversicherung AGDKVExzellent–Sehr gut3,4694
Logo SDK UnternehmensgruppeSDKExzellentSehr gutSehr gut2,7492
Logo R+V Allgemeine Versicherung AGR+VExzellentSehr gutGut0,1785
Logo Württembergische Versicherung AGWürttembergischeExzellentGutSehr gut0,3985
Logo Continentale VersicherungsverbundContinentaleExzellentHervorragendOhne Auszeichnung3,9481
Logo AXA Konzern AGAxaExzellentHervorragendGut9,8777
Logo Barmenia Versicherungen a.G.BarmeniaExzellent–Ohne Auszeichnung4,1272
Logo Versicherungskammer BayernBayerische BeamtenkrankenkasseExzellent–Ohne Auszeichnung3,5972
Logo HallescheHallescheExzellent–Ohne Auszeichnung4,3972
Quelle: IVFP Kompetenzrating, Focus Money, ServiceValue Kundenurteil Fairness, BaFin, www.transparent-beraten.de; für die Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität der Angaben wird keine Gewähr und keine Haftung übernommen

Ein Strich heißt: In dieser Erhebung wurde der Anbieter nicht untersucht.

Die uniVersa ist nicht Teil unserer Gesamtauswertung, denn ihr fehlt jedes Ergebnis von IVFP und Focus Money. Ihr Fairness-Urteil von ServiceValue ist so gut wie das der Allianz, der DKV und der SDK.

Wer ein belegtes Tarifurteil sucht, findet bei der Allianz ein „Hervorragend“ von Focus Money 2025. Die SDK verbindet das IVFP-„Exzellent“ mit einem Focus-Money-„Sehr gut“ und einer Beschwerdequote von 2,74. Die DKV erreicht beim IVFP in allen vier Teilbereichen „Exzellent“.

Alle betrieblichen Kranken­versicherungen im Vergleich

Tarife und Leistungen der betrieblichen Kranken­versicherung der uniVersa

Die uniVersa verkauft ihre bKV unter dem Namen businessline als Bausteinmodell mit vier Tarifen in sechs Stufen. Ein Budgettarif und ambulante Leistungen wie Sehhilfen oder Heilpraktiker gehören nicht dazu.

TarifBereichAb MitarbeiternHöchstleistungAngehörige versicherbar
uni-bVOVorsorge und Schutzimpfungen10250, 500 oder 750 € in zwei KalenderjahrenNein
uni-bZBZahnbehandlung und Prophylaxe101.000 € je Kalenderjahr, dazu 75 € für ZahnreinigungJa, Partner und Kinder bis 27
uni-bZEZahnersatz10750 € im ersten Jahr, ab dem fünften Jahr ohne GrenzeJa, Partner und Kinder bis 27
uni-bKHKrankenhaus50Zweibettzimmer und Chefarzt, auch über den GOÄ-HöchstsatzJa, Partner und Kinder bis 27

uni-bVO

Der Vorsorgetarif zahlt 100 Prozent für ärztliche Vorsorgeuntersuchungen und Schutzimpfungen, je nach Stufe bis 250, 500 oder 750 Euro innerhalb von zwei Kalenderjahren. Dazu zählen der Gesundheits- und der Manager-Check-up, Ultraschall-, Haut- und Darmkrebsvorsorge, Knochendichtemessung und Glaukomfrüherkennung. Bei den Impfungen sind Reise-, FSME- und Grippeschutzimpfungen eingeschlossen.

Vorsorge nach gesetzlichen Programmen erstattet die uniVersa ohne Altersgrenzen und ohne festgelegte Zeitabstände. Zahnärztliche Vorsorge ist ausgenommen, sie gehört in den Tarif uni-bZB. Versichern lassen sich im Vorsorgetarif nur die Mitarbeiter selbst, nicht ihre Angehörigen.


uni-bZB

Der Tarif uni-bZB zahlt für die professionelle Zahnreinigung und Prophylaxe bis 75 Euro im Kalenderjahr. Für hochwertige Füllungen, Inlays aus Metall, Kunststoff oder Keramik und funktionsanalytische Leistungen erstattet er zusammen mit der Krankenkasse 85 Prozent, höchstens 1.000 Euro im Kalenderjahr.

Zahlt die Krankenkasse nichts, rechnet die uniVersa pauschal 20 Prozent als Kassenleistung an. Behandlungen, die bei Vertragsschluss schon begonnen oder angeraten waren, sind nicht versichert. Beginnt der Tarif nicht am 1. Januar, sinkt der Höchstbetrag im ersten Jahr um ein Zwölftel je fehlendem Monat.


uni-bZE

Beim Zahnersatz erstattet der Tarif uni-bZE zusammen mit der Krankenkasse 100 Prozent der Regelversorgung. Für hochwertigen Zahnersatz wie Kronen, Brücken, Onlays, Veneers und Implantate einschließlich Knochenaufbau sind es 80 Prozent, auch Aufbiss- und Knirscherschienen sind eingeschlossen.

In den ersten vier Jahren gilt eine Zahnstaffel: 750 Euro im ersten Kalenderjahr, 1.500 Euro für die ersten beiden, 2.250 Euro für die ersten drei und 3.000 Euro für die ersten vier Jahre zusammen. Ab dem fünften Jahr entfällt die Grenze, nach einem Unfall gilt sie von Anfang an nicht. Zähne, die bei Vertragsschluss schon fehlten, sind nicht versichert.


uni-bKH

Der Krankenhaustarif zahlt die Mehrkosten für das Zweibettzimmer und die Behandlung durch den Chefarzt, bei freier Wahl unter allen Krankenhäusern einschließlich Privatkliniken. Wenn medizinisch notwendig, erstattet er auch über die Höchstsätze der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) hinaus. Ambulante Operationen im Krankenhaus sind eingeschlossen.

Wer auf das Zweibettzimmer verzichtet, erhält 30 Euro Krankenhaustagegeld je Tag, wer auf den Chefarzt verzichtet, 60 Euro. Ohne jede andere Leistung aus dem Tarif sind es 90 Euro je Tag. Stationäre Psychotherapie ist auf 30 Tage im Kalenderjahr begrenzt. Den Tarif gibt es erst ab 50 versicherten Mitarbeitern.


Aufnahme, Wartezeiten und Fortführung

Meldet der Arbeitgeber die Mitarbeiter an, verzichtet die uniVersa auf Gesundheitsprüfung und Wartezeiten. Voraussetzung ist, dass mindestens 90 Prozent der gesetzlich versicherten Mitarbeiter versichert werden, entweder der ganzen Belegschaft oder einer abgegrenzten Gruppe wie Führungskräfte oder einzelne Filialen. Gezahlt wird jährlich oder ohne Zuschlag monatlich, vierteljährlich oder halbjährlich.

Der Vertrag läuft zunächst zwei Jahre und verlängert sich dann um jeweils ein Jahr, die Kündigungsfrist beträgt drei Monate. Die uniVersa selbst verzichtet auf ihr ordentliches Kündigungsrecht. Eine Beitragsbefreiung in entgeltfreien Zeiten sehen die Bedingungen nicht vor: Endet oder ruht das Arbeitsverhältnis, endet auch der Schutz aus dem Gruppenvertrag.

Wer ausscheidet, kann den Schutz auf eigene Rechnung fortführen. Bei Rente, Erwerbsunfähigkeit oder ruhendem Arbeitsverhältnis gelten die bisherigen Tarife, bei Kündigung in vergleichbaren Tarifen der uniVersa. Der Antrag muss innerhalb von zwei Monaten gestellt werden.

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  • Auch für kleine Betriebe, je nach Anbieter schon ab drei Mitarbeitern
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Experte für Gesundheitsvorsorge

Die betriebliche Kranken­versicherung der uniVersa für Ihre Gruppe

Kleine Betriebe

Für Kleinbetriebe taugt die uniVersa nur bedingt, denn sie verlangt mindestens zehn versicherte Mitarbeiter. Ein Betrieb mit sieben Beschäftigten kommt also gar nicht in den Gruppenvertrag. Sonderkonditionen für kleine Betriebe nennt die uniVersa nicht.

Die Stolperfalle liegt in der Quote: Mindestens 90 Prozent der gesetzlich versicherten Mitarbeiter müssen mitmachen. Wer knapp über zehn Mitarbeitern liegt und einige privat Versicherte beschäftigt, kann die Mindestzahl schnell verfehlen. Anbieter mit Tarifen ab fünf Mitarbeitern stehen im Vergleich der bKV-Anbieter.


Mittelständische Unternehmen

Ab zehn Mitarbeitern stehen der Vorsorgetarif in drei Stufen und beide Zahntarife offen. Der Beitrag ist für alle Mitarbeiter bis zur Regelaltersgrenze gleich, das erleichtert die Kalkulation. Für verschiedene Gruppen lassen sich verschiedene Tarife wählen, etwa Vorsorge für alle und Zahnersatz nur für eine Abteilung.

Zu beachten: Die uniVersa bietet kein Gesundheitsbudget, das Mitarbeiter frei einsetzen. Sehhilfen, Heilpraktiker oder Arzneimittel sind in keinem Tarif enthalten. Wer seiner Belegschaft genau diese Alltagsleistungen bieten will, findet sie bei der uniVersa nicht.


Großunternehmen

Große Belegschaften bekommen bei der uniVersa ab 50 Mitarbeitern zusätzlich den Krankenhaustarif mit Zweibettzimmer und Chefarzt. Die Anmeldung läuft über eine Liste, der Arbeitgeber erhält jeden Monat eine Bestandsübersicht und für jeden Mitarbeiter eine Anmeldebestätigung. Die Abrechnung erledigen die Mitarbeiter direkt mit der uniVersa, auch über Kundenportal und RechnungsApp.

Die Stolperfalle: Ein Krankentagegeld gehört nicht zum bKV-Angebot, und für den Krankenhaustarif zählen die 50 versicherten Mitarbeiter in der gewählten Gruppe. Wer nur Führungskräfte stationär absichern will, braucht also eine entsprechend große Führungsebene.


Mitarbeiter mit Familie

In den Tarifen uni-bZB, uni-bZE und uni-bKH können Ehe- und Lebenspartner sowie Kinder bis zum 27. Geburtstag mitversichert werden, sofern sie gesetzlich versichert sind. Die uniVersa nennt dafür Sonderkonditionen. Neugeborene sind ohne Wartezeit versichert, wenn ein Elternteil seit drei Monaten versichert ist und das Kind binnen zwei Monaten angemeldet wird.

Die Stolperfalle: Der Verzicht auf Wartezeiten beim Zahn gilt nur für die vom Arbeitgeber angemeldeten Mitarbeiter. Für Angehörige bleibt es bei acht Monaten Wartezeit für Zahnbehandlung und Zahnersatz. Endet der Schutz des Mitarbeiters, endet auch der seiner Angehörigen.


Privat versicherte Mitarbeiter

Für privat versicherte Mitarbeiter ist die bKV der uniVersa nicht gedacht: Versicherungsfähig sind in allen vier Tarifen nur gesetzlich Versicherte. Mitarbeiter über der Versicherungspflicht­grenze verweist die uniVersa auf ihre private Kranken­versicherung.

Die Stolperfalle liegt in der Mindestzahl. Privat Versicherte zählen nicht mit, wenn es um die zehn beziehungsweise 50 versicherten Mitarbeiter geht. In Betrieben mit vielen Gutverdienern kann das den Abschluss verhindern.

Preise der betrieblichen Kranken­versicherung der uniVersa

Die uniVersa veröffentlicht ihre bKV-Beiträge in der Tarif- und Beitragsübersicht zur businessline, Stand 01/2026. Für Mitarbeiter von 16 Jahren bis zur Regelaltersgrenze kostet der Vorsorgetarif 6,83 Euro in der Stufe 250, 10,07 Euro in der Stufe 500 und 11,06 Euro in der Stufe 750. Die Zahnbehandlung kostet 7,66 Euro, der Zahnersatz 19,70 Euro und der Krankenhaustarif 23,08 Euro im Monat.

Rechenbeispiel: Ein Betrieb mit 20 Mitarbeitern, der Vorsorge in der Stufe 500 und die Zahnbehandlung versichert, zahlt 17,73 Euro je Kopf und damit 354,60 Euro im Monat. Die dreifache Vorsorgeleistung der Stufe 750 kostet nur 4,23 Euro mehr als die Stufe 250.

Teurer wird es für Mitarbeiter, die über die Regelaltersgrenze hinaus arbeiten: Der Zahnersatz kostet dann 45,92 Euro statt 19,70 Euro, mehr als das Doppelte, und der Krankenhaustarif 64,08 Euro. Für Kinder bis 15 Jahre liegt der Zahnersatz bei 3,02 Euro und der Krankenhaustarif bei 8,50 Euro.

Wer alle vier Tarife in der höchsten Vorsorgestufe kombiniert, zahlt 61,50 Euro je Mitarbeiter und liegt damit über der 50-Euro-Grenze für steuerfreie Sachbezüge. Ohne den Krankenhaustarif sind es 38,42 Euro. Wie der Arbeitgeber darüber hinausgehende Beiträge versteuert, erklärt unser Ratgeber zur Steuer in der bKV.

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Stärken und Schwächen

Wichtige Leistungen einer betrieblichen Kranken­versicherung

Eine betriebliche Kranken­versicherung ist eine private Zusatz­versicherung, die der Arbeitgeber als Gruppenvertrag für seine Mitarbeiter abschließt. Sie ergänzt die gesetzliche Kranken­versicherung um Leistungen wie Zahnbehandlung und Zahnersatz, Sehhilfen, Vorsorgeuntersuchungen, Heilpraktiker, stationäre Wahlleistungen oder ein Krankentagegeld. Angeboten wird sie als Bausteinmodell mit festen Leistungen oder als Budgettarif, bei dem jeder Mitarbeiter ein jährliches Gesundheitsbudget frei einsetzt. Wichtig sind die Mindestzahl versicherter Mitarbeiter und der Verzicht auf Gesundheitsprüfung und Wartezeiten. Ebenso zählt, ob Angehörige mitversichert werden können und ob der Vertrag in Elternzeit, Pflegezeit oder nach einem Jobwechsel weiterläuft.

Stärken der uniVersa

  • Keine Gesundheitsprüfung und keine Wartezeiten für vom Arbeitgeber angemeldete Mitarbeiter
  • Einheitlicher Beitrag für alle Mitarbeiter von 16 Jahren bis zur Regelaltersgrenze
  • Vorsorge nach gesetzlichen Programmen ohne Altersgrenzen und ohne feste Zeitabstände
  • Zahnersatz ab dem fünften Jahr ohne Summengrenze, nach Unfällen von Anfang an
  • Krankenhaustarif mit freier Klinikwahl einschließlich Privatkliniken und Chefarzt auch über den GOÄ-Höchstsatz
  • Partner und Kinder bis 27 Jahre in drei Tarifen versicherbar
  • Verzicht der uniVersa auf das ordentliche Kündigungsrecht
  • Öffentlich einsehbare Beiträge für alle Tarife

Schwächen der uniVersa

  • Kein Budgettarif und keine ambulanten Leistungen wie Sehhilfen, Heilpraktiker oder Arzneimittel
  • Abschluss erst ab zehn Mitarbeitern, Krankenhaustarif erst ab 50
  • Nur gesetzlich versicherte Mitarbeiter ­versicherungsfähig
  • Zahnstaffel in den ersten vier Jahren, im ersten Jahr höchstens 750 Euro für Zahnersatz
  • Fehlende Zähne und schon begonnene Behandlungen nicht versichert
  • Keine Beitragsbefreiung: Ruht das Arbeitsverhältnis, endet der Gruppenschutz
  • Kein Krankentagegeld im bKV-Angebot
  • Für Angehörige gelten beim Zahn acht Monate Wartezeit

Erfahrungen und Beschwerden

Beschwerden bei der BaFin

Die BaFin-Beschwerdequote der uniVersa Kranken­versicherung a.G. lag 2025 bei 3,68 je 100.000 versicherte Personen. Das sind knapp 60 Prozent des Branchendurchschnitts von 6,27 (Quelle: BaFin).

Die Statistik gilt für die gesamte Kranken­versicherung der Gesellschaft, also auch für die private Voll­versicherung, nicht nur für die bKV. Ob eine Beschwerde berechtigt war, zeigt sie nicht.

Unsere Einschätzung als Experten

Einordnung

Die uniVersa bietet eine schlanke Baustein-bKV mit klaren Leistungen bei Vorsorge, Zahn und Krankenhaus. Ihre Kunden bewerten sie bei ServiceValue 2023 mit „Sehr gut“, die Beschwerdequote liegt unter dem Branchendurchschnitt. In unserer Gesamtauswertung ist sie nicht vertreten.

Was ihr fehlt, ist ein belegtes Tarifurteil: Weder IVFP noch Focus Money führen die uniVersa. Auch beim Angebot bleibt sie schmal, ein Budgettarif und ambulante Leistungen wie Sehhilfen fehlen.


Für wen ja, für wen nein

Die uniVersa ist eine gute Wahl für Arbeitgeber ab zehn Mitarbeitern, die gezielt Zahn und Vorsorge absichern wollen und einen festen, öffentlich einsehbaren Einheitsbeitrag schätzen. Ab 50 Mitarbeitern lohnt der Blick auf den Krankenhaustarif, auch weil Angehörige dort ohne Wartezeit mitkommen.

Weniger geeignet ist sie für Arbeitgeber, die ein frei verfügbares Gesundheitsbudget suchen oder ihre Mitarbeiter in Elternzeit und langer Krankheit beitragsfrei weiterversichern wollen. Wer ein Tarifurteil von Focus Money sehen will, sollte die Allianz oder die SDK daneben prüfen.

Mit uns die ideale betriebliche Kranken­versicherung finden

Unsere Experten vergleichen die Tarife der großen Anbieter und finden das Konzept, das zu Ihrer Belegschaft und Ihrem Budget passt. Die Berechnung ist für Sie kostenfrei:

  • Leistungen, die Ihr Team wirklich nutzt, von der Brille bis zur Zahnreinigung
  • Steuerliche Vorteile nutzen und Lohnnebenkosten senken
  • Auch für kleine Betriebe, je nach Anbieter schon ab drei Mitarbeitern
Foto von Robert Böhrk
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Häufige Fragen zur betrieblichen Kranken­versicherung der uniVersa

Ab wie vielen Mitarbeitern bietet die uniVersa eine betriebliche Kranken­versicherung an?

Die uniVersa schließt die bKV ab zehn versicherten Mitarbeitern ab, für den Krankenhaustarif uni-bKH ab 50. Zusätzlich müssen mindestens 90 Prozent der gesetzlich versicherten Mitarbeiter versichert werden, entweder der ganzen Belegschaft oder einer abgegrenzten Gruppe wie Führungskräfte oder einzelne Abteilungen.

Hat die uniVersa einen Budgettarif für die bKV?

Nein, die uniVersa bietet nur Bausteine: den Vorsorgetarif in drei Stufen sowie Tarife für Zahnbehandlung, Zahnersatz und Krankenhaus. Am ehesten einem Budget ähnelt der Vorsorgetarif uni-bVO, weil er einen Höchstbetrag über zwei Kalenderjahre setzt. Er gilt aber nur für Vorsorgeuntersuchungen und Schutzimpfungen.

Was passiert mit der uniVersa-bKV in der Elternzeit?

Ruht das Arbeitsverhältnis, endet nach den Bedingungen der uniVersa auch der Schutz aus dem Gruppenvertrag. Der Mitarbeiter kann die bisherigen Tarife auf eigene Rechnung fortführen, wenn er das innerhalb von zwei Monaten beantragt. Mehr zu solchen Fällen steht im Ratgeber zu Auszeiten in der bKV.

Kann ich die uniVersa-bKV behalten, wenn ich den Arbeitgeber verlasse?

Ja, wer den Betrieb verlässt, kann den Schutz in vergleichbaren Tarifen der uniVersa auf eigene Rechnung weiterführen, sofern die tariflichen Voraussetzungen erfüllt sind. Beim Eintritt in die Rente gelten die bisherigen bKV-Tarife weiter. In beiden Fällen muss der Antrag innerhalb von zwei Monaten gestellt werden.

Können Partner und Kinder in der uniVersa-bKV mitversichert werden?

Ja, in den Tarifen für Zahnbehandlung, Zahnersatz und Krankenhaus können gesetzlich versicherte Ehe- und Lebenspartner sowie Kinder bis zum 27. Geburtstag mitversichert werden. Im Vorsorgetarif ist das nicht möglich. Für Angehörige gelten beim Zahn acht Monate Wartezeit, im Krankenhaustarif entfallen die Wartezeiten für alle.

Zahlt die uniVersa den Zahnersatz ab dem ersten Tag?

Für vom Arbeitgeber angemeldete Mitarbeiter gibt es keine Wartezeit, die Leistung ist in den ersten vier Jahren aber gestaffelt. Im ersten Kalenderjahr erstattet der Tarif uni-bZE höchstens 750 Euro, ab dem fünften Jahr ohne Grenze. Zähne, die bei Vertragsschluss schon fehlten, sind nicht versichert.

Sind die Beiträge der uniVersa-bKV nach Alter gestaffelt?

Für Mitarbeiter von 16 Jahren bis zur gesetzlichen Regelaltersgrenze gilt je Tarif ein einheitlicher Beitrag. Eigene Beiträge gibt es für Kinder bis 15 Jahre und für Versicherte ab der Regelaltersgrenze, danach bis 70 Jahre und weiter in Fünf-Jahres-Schritten. Wer über die Regelaltersgrenze hinaus arbeitet, zahlt beim Zahnersatz und im Krankenhaus deutlich mehr.

Wie lange läuft ein bKV-Vertrag bei der uniVersa?

Der Gruppenvertrag läuft zunächst zwei Jahre und verlängert sich danach jeweils um ein Jahr, wenn der Arbeitgeber nicht mit drei Monaten Frist kündigt. Die uniVersa verzichtet auf ihr ordentliches Kündigungsrecht. Kündigt der Arbeitgeber, können die Versicherten den Vertrag innerhalb von zwei Monaten selbst fortsetzen.

Wie reichen Mitarbeiter Rechnungen bei der uniVersa ein?

Die Mitarbeiter rechnen direkt mit der uniVersa ab, der Arbeitgeber ist daran nicht beteiligt. Belege lassen sich über das Kundenportal oder die RechnungsApp der uniVersa hochladen. Zahlt die Krankenkasse mit, muss ihr Erstattungsvermerk auf der Originalrechnung stehen.

Bleibt die uniVersa-bKV unter der 50-Euro-Grenze für Sachbezüge?

Einzelne Tarife und die meisten Kombinationen ja, alle vier Tarife zusammen nicht: Sie kosten in der höchsten Vorsorgestufe 61,50 Euro im Monat. Steuer- und beitragsfrei bleibt der Sachbezug laut § 8 EStG nur, wenn alle Sachbezüge des Mitarbeiters im Monat zusammen unter dieser Grenze liegen.

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Lena Mierbach
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Regelaltersgrenze Das gesetzlich festgelegte Renteneintrittsalter, ab dem eine Person ohne Abschläge die reguläre Altersrente beziehen kann. Aktuell liegt dies bei 67 Jahren.
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