Das erwartet Sie hier
Ob sich die Rürup-Rente mit ETF lohnt, was sie gegenüber dem ETF-Sparplan bringt und was sie kostet.
Inhalt dieser Seite- Was ist eine Rürup-Rente mit ETF?
- Rürup-Rente mit ETF oder ETF-Sparplan: Was ist der Unterschied?
- Wie werden Rürup-Rente mit ETF und ETF-Sparplan besteuert?
- Was kostet eine Rürup-Rente mit ETF?
- Wie flexibel sind Sie mit einer Rürup-Rente mit ETF?
- Für wen lohnt sich die Rürup-Rente mit ETF, für wen der Sparplan?
- Häufige Fragen (FAQ)
Das Wichtigste in Kürze
- Eine fondsgebundene Basisrente mit ETFs lohnt sich gegenüber dem Sparplan nur, wenn der Steuervorteil zählt und das Geld bis zur Rente gebunden sein darf.
- Bis 30.826 € im Jahr setzen Sie 2026 ab, gemeinsam mit gesetzlicher Rente oder Versorgungswerk. In den Sparplan zahlen Sie aus versteuertem Geld.
- 84 % der Rente sind bei Rentenbeginn 2026 steuerpflichtig. Beim Sparplan kosten nur die Erträge 25 % Abgeltungsteuer plus Solidaritätszuschlag.
- Als Faustregel raten wir erst ab etwa 30 % Grenzsteuersatz zur Basisrente. Der Sparplan bleibt dafür jederzeit verfügbar und vererbbar.

Veit Novotny
Unser Experte für die Rürup-Rente
Bei der Rürup-Rente mit ETF entscheidet selten der ETF, sondern alles drumherum …
… denn das ETF-Angebot ist in vielen Tarifen gut, die Kosten des Vertrags und die feste Bindung sind es oft weniger. Eine Rürup-Rente mit ETF verbindet einen hohen Steuerabzug mit einer Anlage in Indexfonds. Dafür bleibt das Geld bis zur Rente gebunden und kommt nur als lebenslange Rente zurück. Ein ETF-Sparplan ist jederzeit verfügbar, wird aber nicht gefördert. Was sich für Sie mehr lohnt, hängt vor allem an Ihrem Steuersatz. Genauso wichtig ist, ob Sie das Geld vor der Rente brauchen könnten. Wir zeigen, wie sich beide Wege bei Steuer, Kosten und Flexibilität unterscheiden und für wen welcher passt.
Was ist eine Rürup-Rente mit ETF?
Eine Rürup-Rente mit ETF ist eine fondsgebundene Basisrente, deren Beiträge in ETFs fließen, also in börsengehandelte Indexfonds. Für sie gelten dieselben Regeln wie für jede Rürup-Rente: Ihre Beiträge setzen Sie von der Steuer ab. Im Alter bekommen Sie eine lebenslange Rente ab frühestens 62. Kündigen oder vererben können Sie den Vertrag nicht.
Zwei Formen: Versicherung oder Bank-Fondssparplan
Als fondsgebundene Rentenversicherung schließen Sie die ETF-Basisrente bei einem Versicherer ab. Ihre Beiträge legen Sie in ETFs aus dem Fondsangebot des Tarifs an. Überschüsse, die die Rente erhöhen können, gibt es nur bei Versicherungstarifen.
Daneben gibt es die Basisrente als Bank-Fondssparplan. In der Ansparphase sparen Sie dort direkt in Fonds, ohne Versicherung und ohne Überschussbeteiligung. Zum Rentenbeginn wird das Kapital in eine lebenslange Rente umgewandelt. Beide Formen sind zertifizierte Basisrenten und werden steuerlich gleich behandelt (Quelle: § 10 EStG).
Wann sich die ETF-Basisrente für Sie rechnet
Ob sie sich gegenüber einem ETF-Sparplan lohnt, entscheidet vor allem Ihr Grenzsteuersatz, also der Steuersatz auf Ihren letzten verdienten Euro. Unser Berater Veit Novotny empfiehlt die Basisrente erst ab etwa 30 Prozent, besser mehr. Das ist eine Praxisregel, keine gesetzliche Grenze. Außerdem müssen Sie das Geld bis zur Rente entbehren können.
Ihre Rürup-Rente mit ETF berechnen
Unser Rechner zeigt Ihre voraussichtliche Monatsrente mit 67. Danach prüft Veit Novotny mit Ihnen, ob sich die Basisrente bei Ihrem Steuersatz lohnt.
- Monatsrente mit 67 sofort berechnen
- Fondsgebundene Tarife mit ETF-Auswahl mehrerer Versicherer im Vergleich
- Persönliche Beratung durch Veit Novotny
Rürup-Rente mit ETF oder ETF-Sparplan: Was ist der Unterschied?
Die Rürup-Rente mit ETF bringt einen hohen Steuerabzug, bindet das Geld aber bis zur Rente. Ein ETF-Sparplan wird nicht gefördert, dafür kommen Sie jederzeit an Ihr Geld und können es vererben. Beide legen Ihr Geld in ETFs an. Verschieden ist alles, was der Vertrag um die Fonds herum regelt.
Die Unterschiede auf einen Blick
Die Basisrente ist einer von mehreren Wegen der Altersvorsorge mit ETFs. Vom Sparplan unterscheidet sie sich in fünf Punkten grundlegend. Die Werte gelten für das Steuerjahr 2026.
| Merkmal | Rürup-Rente mit ETF | ETF-Sparplan |
|---|---|---|
| Förderung | Beiträge bis 30.826 € absetzbar, zusammenveranlagt 61.652 € | Keine, Einzahlung aus versteuertem Geld |
| Zugriff auf das Geld | Nicht kündbar, kein Rückkaufswert | Jederzeit verfügbar |
| Vererbung | Nicht vererblich, nur Hinterbliebenenrente für Ehe- oder eingetragene Lebenspartner und Kinder mit Kindergeld | Vollständig vererbbar |
| Auszahlung | Lebenslange Rente ab frühestens 62 | Keine Rente, Sie entnehmen selbst |
| Schutz | Pfändungsschutz bis 340.000 € Kapital, beim Grundsicherungsgeld kein Vermögen | Kein Schutz nach § 851c ZPO, beim Grundsicherungsgeld nur im Rahmen der Freibeträge |
Lebenslange Rente oder eigene Entnahme
Die Basisrente zahlt Ihnen eine lebenslange Rente, auch wenn Sie sehr alt werden. Beim Sparplan entscheiden Sie selbst, wie viel Sie entnehmen. Reicht das Geld nicht bis zum Lebensende, trägt dieses Risiko niemand für Sie. Dafür bleibt beim Sparplan übrig, was Sie nicht verbrauchen, und geht an Ihre Erben.
Wie werden Rürup-Rente mit ETF und ETF-Sparplan besteuert?
Die Rürup-Rente wird nachgelagert besteuert: Ihre Beiträge setzen Sie heute ab, die Rente versteuern Sie später. Beim ETF-Sparplan ist es umgekehrt. Sie zahlen aus versteuertem Einkommen ein, später fällt nur auf die Erträge Abgeltungsteuer an. Welcher Weg steuerlich besser ist, hängt an Ihrem Steuersatz heute und im Alter.
Ansparphase: Steuerabzug gegen versteuertes Geld
2026 sind Beiträge zur Basisrente bis 30.826 Euro als Sonderausgaben abziehbar, bei Zusammenveranlagung 61.652 Euro. Der Höchstbetrag gilt für gesetzliche Rente, Versorgungswerk und Basisrente zusammen. Bei Angestellten geht deshalb ihr gesamter Rentenbeitrag davon ab, Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil (Quelle: § 10 EStG). In einen ETF-Sparplan zahlen Sie dagegen aus Ihrem Nettoeinkommen ein.
Wie viel Sie mit der Rürup-Rente Steuern sparen, hängt an Ihrem Grenzsteuersatz. Bei 50.000 Euro zu versteuerndem Einkommen liegt er 2026 bei rund 35 Prozent. Dann holen Sie rund ein Drittel des Beitrags über die Steuer zurück, beim ETF-Sparplan nichts. Unsere Angaben zur Steuer sind keine Steuerberatung und ohne Gewähr.
Auszahlphase: Besteuerungsanteil gegen Abgeltungsteuer
Die Besteuerung der Rürup-Rente richtet sich nach dem Jahr des Rentenbeginns. Bei Rentenbeginn 2026 sind 84 Prozent steuerpflichtig, bei Beginn 2027 sind es 84,5 Prozent und ab Beginn 2058 die volle Rente (Quelle: § 22 EStG). Ihr Steuersatz im Alter ist häufig niedriger als heute, sicher ist das aber nicht.
Beim ETF-Sparplan zahlen Sie auf Erträge Abgeltungsteuer von 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag, gegebenenfalls auch Kirchensteuer (Quelle: § 32d EStG). Bei Aktien-ETFs bleiben 30 Prozent der Erträge steuerfrei, die sogenannte Teilfreistellung. Erträge bis 1.000 Euro im Jahr sind über den Sparer-Pauschbetrag frei, bei Zusammenveranlagung bis 2.000 Euro. Ihre Einzahlungen versteuern Sie nicht noch einmal.
Was kostet eine Rürup-Rente mit ETF?
Eine Rürup-Rente mit ETF kostet mehr als die ETFs allein. Zu den Fondskosten kommen Abschluss-, Vertriebs- und Verwaltungskosten des Vertrags und Kosten in der Rentenphase. Wie stark alle Kosten zusammen die Rendite mindern, zeigen die Effektivkosten im Produktinformationsblatt. Sie unterscheiden sich von Tarif zu Tarif stark.
Die Kostenbausteine eines ETF-Tarifs
Drei Muster-Produktinformationsblätter fondsgebundener Basisrenten ohne Garantie zeigen, woraus sich die Kosten zusammensetzen. Gerechnet ist mit 100 Euro im Monat über 30 Jahre, Stand Dezember 2025 bis Juli 2026.
| Kostenbaustein | Was er bezahlt | Werte in den 3 Mustern |
|---|---|---|
| Abschluss und Vertrieb | Vertragsabschluss und Vertrieb | 2,5 bis 5,07 % der Beitragssumme |
| Verwaltung | Laufende Kosten des Vertrags | Je nach Tarif bis zu 13,87 % der Beiträge |
| Fonds | Laufende Kosten der gewählten Fonds | 2,65 % im Jahr für die Musterfonds eines Tarifs, dort ab 0,30 % mit günstigen Fonds |
| Rentenphase | Verwaltung der laufenden Rente | 1,50 % jeder gezahlten Rente |
| Alle Kosten zusammen | Minderung der jährlichen Rendite | 1,81 bis 4,39 Prozentpunkte |
Die Muster rechnen mit einer Fondsauswahl, die der Anbieter festlegt, und mit unterschiedlicher Wertentwicklung. Wählen Sie im Tarif günstige ETFs, liegen die Kosten deutlich niedriger. Je länger die Laufzeit, desto geringer fällt die Kostenwirkung pro Jahr aus. Eine Rangliste der Tarife lässt sich aus den Mustern deshalb nicht ablesen.
Tarife vergleichen Sie besser anhand der Tests der Rürup-Rente. Bei Stiftung Warentest Finanzen 6/2026 war das ETF-Angebot der 29 Fondspolicen meist gut bis sehr gut. Bei den Kosten erreichte nur eine die Note gut.
Was ein ETF-Sparplan dagegen kostet
Beim ETF-Sparplan fallen keine Versicherungskosten an. Sie zahlen die laufenden Kosten der ETFs und je nach Bank Gebühren für Depot und Sparplan. Der Steuervorteil der Basisrente muss also ihre höheren Kosten aufwiegen.
Nettotarife ohne Abschlusskosten
Es gibt auch Basisrenten ohne Abschlusskosten. Das Muster-Produktinformationsblatt eines Bank-Fondssparplans nennt 36 Euro im Jahr plus 0,40 Prozent (Stand Januar 2026). Die Effektivkosten lagen dort über 40 Jahre trotzdem bei 2,32 Prozentpunkten. Der Grund sind die Musterfonds mit Kosten von 1,75 Prozent im Jahr.
Versicherer bieten ebenfalls Nettotarife an, in die keine Abschlusskosten eingerechnet sind. Die Beratung bezahlen Sie dann über ein gesondertes Honorar, das im Produktinformationsblatt nicht steht. Vergleichen Sie deshalb immer die Kosten von Tarif und Honorar zusammen.
Wie flexibel sind Sie mit einer Rürup-Rente mit ETF?
Mit einer Rürup-Rente mit ETF sind Sie wenig flexibel. Bis zur Rente kommen Sie nicht an das Geld, der Vertrag ist nicht kündbar und hat keinen Rückkaufswert. Ändern können Sie vor allem die Beitragszahlung und je nach Tarif die Fondsauswahl. Ein ETF-Sparplan ist dagegen jederzeit verfügbar.
Was im Vertrag gebunden bleibt
Das gesetzliche Kündigungsrecht für Lebensversicherungen gilt für zertifizierte Basisrenten nicht (Quelle: § 168 VVG). Auch beleihen, verkaufen oder vererben können Sie den Vertrag nicht. Eine Kapitalauszahlung gibt es nur bei sehr kleinen Renten. Weitere Nachteile der Rürup-Rente betreffen Kosten und Steuer im Alter.
Was Sie trotzdem ändern können
Können Sie die Beiträge nicht mehr zahlen, verlangen Sie beim Versicherer die Beitragsfreistellung (Quelle: § 165 VVG). Ob Sie Beiträge senken, pausieren oder Zuzahlungen leisten können, regelt Ihr Tarif. Das Kapital lässt sich steuerfrei auf eine andere zertifizierte Basisrente übertragen, wenn Ihr Vertrag das vorsieht. Wie oft Sie die ETFs im Vertrag wechseln können, steht in den Vertragsbedingungen.
Beim ETF-Sparplan bleiben Sie frei
Einen ETF-Sparplan können Sie jederzeit aussetzen, verkaufen oder vererben. Brauchen Sie das Geld womöglich vor der Rente, passt der Sparplan deshalb besser. Dafür fehlen ihm Steuerabzug, lebenslange Rente und der gesetzliche Pfändungsschutz der Basisrente. Beim Grundsicherungsgeld ist ein Depot nur im Rahmen der Vermögensfreibeträge geschützt.
Für wen lohnt sich die Rürup-Rente mit ETF, für wen der Sparplan?
Die Rürup-Rente mit ETF lohnt sich für Menschen mit hohem Steuersatz, die Rücklagen haben und das Geld bis zur Rente nicht brauchen. Erste Wahl ist sie für Selbständige ohne Versorgungswerk und Menschen kurz vor der Rente, wenn der Steuersatz passt. Sinnvoll ist sie auch für gut verdienende Angestellte und Selbständige mit Versorgungswerk. Bei Beamten kürzt ein fiktiver Rentenbeitrag von 18,6 Prozent den Spielraum, sie passt dort eher weniger. Geringverdienern und Menschen ohne Rücklagen empfehlen wir sie in keinem Fall.
Drei Voraussetzungen für die Basisrente
Unser Berater Veit Novotny empfiehlt eine Basisrente nur, wenn drei Dinge zusammenkommen. Fehlt eines davon, raten wir zu anderen Wegen der Vorsorge.
Relevanter Steuervorteil
Als Praxisregel sollte Ihr Grenzsteuersatz bei etwa 30 Prozent liegen, besser höher. Ohne Einkommensteuer gibt es keinen Vorteil.
Reine Verrentung passt
Sie akzeptieren, dass das Geld nur als lebenslange Rente zurückkommt, frühestens ab 62.
Offen für Fondsanlage
Veit Novotny empfiehlt die Basisrente fondsgebunden. Klassische Tarife rechnen sich aus seiner Sicht nicht besonders.
Wer zum Sparplan oder Altersvorsorgedepot greift
Rücklagen für Notfälle gehören nicht in die Basisrente. Dafür eignet sich ein Sparplan, an den Sie jederzeit herankommen.
Ab dem 01.01.2027 gibt es außerdem das geförderte Altersvorsorgedepot, ab dann auch für Selbständige mit Gewinneinkünften. Anders als ein ETF-Sparplan bringt es Zulagen bis 540 Euro im Jahr, zahlt aber frühestens ab 65 aus. Es läuft neben der Basisrente mit eigenem Abzug. Angestellte können zusätzlich über die betriebliche Altersvorsorge mit ETF vorsorgen, 2026 steuerfrei bis 8.112 Euro im Jahr.
Experten-Tipp:
Auf das Fondsangebot des Tarifs kommt es an
„Ein ETF im Vertrag macht noch keine gute Basisrente. Ich empfehle sie fondsgebunden. Ein guter Tarif erlaubt ein strukturiertes Portfolio aus ETFs, Dimensional-Fonds und günstigen Themenfonds, die sich mit ETFs nicht abbilden lassen. Wer vor allem flexibel bleiben will, wird mit einer Versicherungslösung allerdings schwerer glücklich. Mein Rat: Vergleichen Sie vor dem Abschluss das Fondsangebot der Tarife.“
Passen Steuersatz und Rücklagen, empfehlen wir für die fondsgebundene Basisrente die Continentale, die LV 1871 und den Volkswohl Bund. Den Ausschlag geben für Veit Novotny das Fondsangebot und die Verrentungsoptionen, bei Franke und Bornberg haben alle drei für ihre fondsgebundenen Tarife die Bestnote FFF+. Im Rechner sehen Sie zuerst, welche Monatsrente Ihr Sparbetrag ergeben kann. Danach vergleicht Veit Novotny mit Ihnen passende Tarife.
Mit uns die passende Basisrente mit ETFs finden
Geben Sie Sparbetrag, Geburtsjahr und Ihre Renditechance ein und sehen Sie Ihre voraussichtliche Monatsrente mit 67. Im Gespräch prüfen wir, ob sich der Vertrag für Sie lohnt.
- Steuerersparnis mit Ihrem tatsächlichen Grenzsteuersatz gerechnet
- Fondsgebundene Tarife mit ETF-Auswahl mehrerer Versicherer im Vergleich
- Haftung nach § 63 VVG
Die häufigsten Fragen zur Rürup-Rente mit ETF
Was ist eine Rürup-Rente mit ETF?
Eine fondsgebundene Basisrente, deren Beiträge in ETFs angelegt werden. Die Beiträge setzen Sie von der Steuer ab, ab frühestens 62 bekommen Sie eine lebenslange Rente. Den Vertrag gibt es als fondsgebundene Rentenversicherung oder als Bank-Fondssparplan, der zum Rentenbeginn verrentet wird. Kündigen und vererben lässt er sich nicht.
Was ist besser, Rürup-Rente oder ETF-Sparplan?
Das hängt an Ihrem Steuersatz und daran, ob Sie das Geld vor der Rente brauchen. Mit hohem Grenzsteuersatz holen Sie mit der Basisrente einen großen Teil des Beitrags über die Steuer zurück, das Geld ist aber bis zur Rente gebunden. Der Sparplan bleibt jederzeit verfügbar und vererbbar, wird aber nicht gefördert. Beide lassen sich auch kombinieren.
Wie viel Steuern spare ich mit einer Rürup-Rente mit ETF?
Das hängt an Ihrem Grenzsteuersatz. Bei 50.000 Euro zu versteuerndem Einkommen bringen 500 Euro Beitrag im Monat im Steuerjahr 2026 eine Ersparnis von 2.045 Euro, für Ledige ohne Kirchensteuer. Abziehbar sind 2026 bis 30.826 Euro, gemeinsam mit gesetzlicher Rente oder Versorgungswerk. Die Rente ist später steuerpflichtig, bei Rentenbeginn 2026 zu 84 Prozent.
Wie wird ein ETF-Sparplan im Vergleich besteuert?
Auf Erträge fallen 25 Prozent Abgeltungsteuer plus Solidaritätszuschlag an, laut § 32d EStG. Bei Aktien-ETFs sind 30 Prozent der Erträge steuerfrei. Dazu kommt der Sparer-Pauschbetrag von 1.000 Euro, zusammenveranlagt 2.000 Euro. Die Einzahlungen selbst sind nicht absetzbar.
Welche Kosten hat eine Rürup-Rente mit ETF?
Neben den Kosten der ETFs fallen Abschluss-, Verwaltungs- und Rentenkosten des Vertrags an. In drei Muster-Produktinformationsblättern minderten alle Kosten zusammen die Rendite bei 30 Jahren um 1,81 bis 4,39 Prozentpunkte im Jahr. Die Muster rechnen mit teureren Fonds, mit günstigen ETFs sind die Kosten deutlich niedriger. Bei Stiftung Warentest schnitten die Fondspolicen 2026 bei den Kosten meist schwächer ab als beim ETF-Angebot.
Wann kann ich die ETFs in meiner Rürup-Rente wechseln?
Das regelt Ihr Tarif. In den Vertragsbedingungen steht, wie oft Sie Fonds wechseln oder künftige Beiträge in andere Fonds lenken können und ob das etwas kostet. Achten Sie schon vor dem Abschluss auf ein breites Fondsangebot mit günstigen ETFs.
Welche Rolle spielt der garantierte Rentenfaktor bei einer Rürup-Rente mit ETF?
Der Rentenfaktor legt fest, wie viel Monatsrente es je 10.000 Euro Kapital gibt. In Muster-Produktinformationsblättern lag der garantierte Faktor 2026 bei rund 25 bis 30 Euro. Bei Fondstarifen gilt er oft nur bis zu einer Kapitalgrenze oder unter Vorbehalt. Nach der Erfahrung unseres Beraters Veit Novotny spielt er bei der Anbieterwahl eine untergeordnete Rolle, wichtiger sind Kosten und Fondsangebot.
Wie gut ist eine Rürup-Rente mit ETF bei Pfändung geschützt?
In der Ansparphase gut: Angespartes Kapital ist bis 340.000 Euro vor Gläubigern geschützt, laut § 851c ZPO. Der Schutz gilt kraft Gesetz, auch wenn das Geld in ETFs steckt. Ein normaler ETF-Sparplan hat diesen Schutz nicht. In der Rentenphase ist die Rente wie Arbeitseinkommen pfändbar.
Was passiert mit dem ETF-Guthaben, wenn ich vor Rentenbeginn sterbe?
Ohne vereinbarte Hinterbliebenenrente bekommen die Erben nichts. Das Kapital kommt der Gemeinschaft der übrigen Versicherten oder Sparer zugute. Eine Hinterbliebenenrente ist nur für Ehe- oder eingetragene Lebenspartner und Kinder mit Kindergeldanspruch möglich. Ein ETF-Sparplan geht dagegen vollständig an die Erben.
Welche geförderte Alternative mit ETFs gibt es ab 2027?
Ab dem 01.01.2027 das Altersvorsorgedepot. Es wird mit Zulagen bis 540 Euro im Jahr und einem eigenen Sonderausgabenabzug gefördert und zahlt frühestens ab 65 aus. Ab 2027 dürfen es auch Selbständige mit Gewinneinkünften nutzen. Es läuft neben der Basisrente, ein Wechsel aus der Basisrente ins Depot ist nicht vorgesehen.
Ab welchem Steuersatz lohnt sich eine Rürup-Rente mit ETF?
Eine gesetzliche Grenze gibt es nicht. Als Faustregel nennt unser Berater Veit Novotny einen Grenzsteuersatz ab etwa 30 Prozent, besser mehr. Bei 50.000 Euro zu versteuerndem Einkommen liegt er 2026 für Ledige bei rund 35 Prozent. Wer keine Einkommensteuer zahlt, hat gar keinen Vorteil.
Haben Sie alles gefunden?
Hier finden Sie weitere interessante Inhalte zum Thema:
Schnelle Frage, Kritik oder Feedback?
Wir helfen Ihnen gern. Professionelle Beratung von echten Menschen. Rufen Sie uns zum Ortstarif an oder schreiben Sie uns per E‑Mail.
