VPV Betriebs­haftpflicht­versicherung

Tarife, Testergebnisse und Erfahrungen.

Das erwartet Sie hier

Die VPV aus Stuttgart war lange ein Versicherer für Privatkunden und bietet erst seit 2025 Gewerbe­versicherungen an. Ihre Betriebs­haftpflicht ist trotzdem auf Anhieb in sechs Branchen an die Spitze unserer Gesamtauswertung gekommen. Für welche Betriebe sich der Tarif eignet und wo er an Grenzen stößt, lesen Sie hier.

Inhalt dieser Seite
  1. Auf einen Blick
  2. Aktuelle Testergebnisse
  3. Tarife und Leistungen
  4. Für Ihre Gruppe
  5. Preise
  6. Stärken und Schwächen
  7. Erfahrungen und Beschwerden
  8. Unsere Einschätzung
  9. Häufige Fragen
Foto von Mario Müller
Zuletzt aktualisiert am

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Betriebs­haftpflicht­versicherung der VPV erreicht in unserer Gesamtauswertung in sechs von zwölf Branchen 100 von 100 Punkten und teilt sich dort jeweils Rang eins mit anderen Anbietern.
  • Die VPV führt drei Tarife mit Stand 05.2025: die Betriebs­haftpflicht, eine Variante für Handwerker- und Baubetriebe und die Vereins­haftpflicht.
  • Die Versicherungssumme reicht bis 10 Millionen € für Personen-, Sach- und Vermögensschäden, der Plus-Schutz verlängert die Nachhaftung auf bis zu 30 Jahre.
  • Für Handwerk, Bau, Dienstleister, IT und Vereine passt der Tarif, für Gastronomie und Heilberufe weniger: Dort fehlt ein Tarif mit Bestnote.
  • Gewerbekunden versichert die VPV erst seit 2025, abgeschlossen wird über einen der rund 500 Berater oder über Vermittler.

VPV auf einen Blick

Wie gut ist die VPV?

100 von 100 Punkten
in unserer Gesamtauswertung

  • Franke und Bornberg 2026: „Hervorragend“ (FFF+) für Handwerk
  • Franke und Bornberg 2026: „Hervorragend“ (FFF+) für Bau
  • Franke und Bornberg 2026: „Hervorragend“ (FFF+) für Vereine

Franke und Bornberg bewertet 2026 zehn Tarifvarianten der VPV mit „Hervorragend“ (FFF+), verteilt auf acht Branchen vom Bau bis zu Vereinen. Grundlage sind die Betriebs­haftpflicht, die Variante für Handwerker- und Baubetriebe und die Vereins­haftpflicht.

In unserer Gesamtauswertung erreicht die VPV in sechs Branchen 100 Punkte und liegt dort punktgleich auf Rang eins, getragen allein vom Tarifrating. Für Gastronomie, Heilberufe, Handel, Kfz-Gewerbe, Landwirtschaft und Produktion steht sie nicht unter den zehn besten.


Was kostet sie?

Den Beitrag der VPV legt ein Berater fest, er hängt von Branche, Tätigkeit und Umsatz ab, dazu von der gewählten Versicherungssumme und davon, ob der Plus-Schutz dazukommt. Öffentliche Beitragsbeispiele für die Betriebs­haftpflicht nennt die VPV nicht.

Den Preis erfahren Sie deshalb erst im persönlichen Angebot der VPV. Günstiger wird es laut Anbieter, wenn Sie mehrere Gewerbe­versicherungen kombinieren: Dafür gibt es einen Paketnachlass von bis zu 20 Prozent, Gründer erhalten zusätzlich einen Neugründernachlass.


Für wen passt sie?

  • Handwerk: eigene Variante für Handwerker- und Baubetriebe, mit und ohne Plus-Schutz mit Bestnote
  • Bau: 100 Punkte, Subunternehmer und Schlüsselverlust bis 10 Millionen € versichert
  • IT und Freelancer: 100 Punkte bei IT-Unternehmen, Dienstleistern und freien Berufen
  • Vereine: eigene Vereins­haftpflicht mit Bestnote, Veranstaltungen mitversichert
  • Gastro: Branchenlösung vorhanden, aber kein Tarif mit Bestnote in dieser Branche

Was hinter jeder Einordnung steckt, steht mit Konditionen und Stolperfallen im Kapitel Für Ihre Gruppe.


Wer steckt hinter der VPV?

Risikoträger ist die VPV Allgemeine Versicherungs-AG mit Sitz in Stuttgart, eine Tochter der VPV Holding AG, die ihrerseits dem Versicherungsverein Vereinigte Post­versicherung VVaG gehört. Die Solvenzquote lag Ende 2025 bei 150 Prozent, nach 171 Prozent im Vorjahr (Quelle: Bericht über Solvabilität und Finanzlage 2025 der VPV Allgemeine Versicherungs-AG). Übergangs­maßnahmen nutzt die Gesellschaft dafür nicht, die aufsichtsrechtliche Mindestanforderung liegt bei 100 Prozent.

Laut demselben Bericht versichert die Gesellschaft vorwiegend Privatkunden, Produkte für Gewerbekunden sind 2025 hinzugekommen. Auf Trustpilot kommt die VPV auf 2,7 von 5 Sternen bei 118 Bewertungen über alle Sparten, abgerufen am 30.09.2026.

  • Risikoträger
    VPV Allgemeine Versicherungs-AG, Stuttgart, VPV Versicherungen (Vereinigte Post­versicherung VVaG)
  • Tarife
    Betriebs­haftpflicht, Betriebs­haftpflicht für Handwerker- und Baubetriebe, Vereins­haftpflicht (je Stand 05.2025), Plus-Schutz; Versicherungssumme bis 10 Millionen €
  • Finanzstärke
    Solvenzquote 150 % (2025), Vorjahr 171 %; kein aktuelles Finanzstärke-Rating einer Agentur
  • Neugeschäft
    Offen seit 2025, Abschluss über VPV-Berater und Vermittler

Betriebs­haftpflicht­versicherung der VPV im Test (2026)

Die Punkte der VPV stützen sich allein auf das Rating von Franke und Bornberg 2026, das je Branche getrennt vergeben wird.

Gesamtwertung aus allen Testergebnissen

Die VPV Betriebs­haftpflicht­versicherung erhält von möglichen 100 Punkten:

100

Diesen Wert erreicht sie in sechs der zwölf Branchen-Wertungen: bei Bauunternehmen, Dienstleistern, freien Berufen, Handwerksbetrieben, IT-Unternehmen und Vereinen, jeweils punktgleich auf Rang eins der zehn gezeigten Anbieter. ServiceValue hat die VPV in der Fairness-Studie 2026 für Firmen­versicherer nicht untersucht. In den Branchen Gastronomie und Beherbergung, Handel, Heil- und Heilnebenberufe, Kfz-Gewerbe, Landwirtschaft und produzierendes Gewerbe steht die VPV nicht unter den zehn besten.

Die Gesamtwertung fasst je Branche das Rating von Franke und Bornberg (2026) und das Fairness-Urteil von ServiceValue (2026) zusammen. Wurde ein Anbieter in einem Test nicht bewertet, fließt dieser Test nicht in seine Gesamtwertung ein.

Zur Gesamtauswertung der Betriebs­haftpflicht­versicherung


Der Franke und Bornberg Test

Franke und Bornberg bewertet Betriebs­haftpflicht-Tarife getrennt nach zwölf Branchen, Grundlage ist die Bewertungsrichtlinie von September 2025 mit 66 bis 118 Kriterien je Branche. Geprüft werden die Bedingungswerke, nicht Beitrag, Service oder Schadenregulierung. Die Noten reichen in sieben Stufen von FFF+ (hervorragend) bis F- (ungenügend).

BrancheTarife der VPVErgebnis
BauBetriebs­haftpflicht für Handwerker- und Baubetriebe; Betriebs­haftpflicht für Handwerker- und Baubetriebe + Plus-Baustein für Betriebe (je Stand 05.2025)Hervorragend
Freie BerufeBetriebs­haftpflicht, Stand 05.2025Hervorragend
DienstleistungBetriebs­haftpflicht, Stand 05.2025Hervorragend
HandelBetriebs­haftpflicht + Plus-Baustein für Betriebe (je Stand 05.2025)Hervorragend
HandwerkBetriebs­haftpflicht für Handwerker- und Baubetriebe; Betriebs­haftpflicht für Handwerker- und Baubetriebe + Plus-Baustein für Betriebe (je Stand 05.2025)Hervorragend
IT-UnternehmenBetriebs­haftpflicht + Plus-Baustein für Betriebe (je Stand 05.2025)Hervorragend
Produzierendes GewerbeBetriebs­haftpflicht + Plus-Baustein für Betriebe (je Stand 05.2025)Hervorragend
VereineVereins­haftpflicht, Stand 05.2025Hervorragend

Bemerkenswert ist die Treffsicherheit eines neuen Tarifs: Die VPV hat ihre Gewerbe-Bedingungen erst 2025 aufgelegt und erreicht in acht der zwölf Kategorien die Bestnote. Bei Handel, IT-Unternehmen und produzierendem Gewerbe gilt das allerdings nur mit dem Plus-Baustein, der Grundtarif allein ist dort nicht mit „Hervorragend“ gelistet.

Betriebs­haftpflicht­versicherung für Ihre Branche vergleichen

Mit wenigen Angaben zu Ihrem Betrieb sehen Sie im Vergleich, welche Tarife mehrerer Versicherer infrage kommen und was sie kosten.

Tarife und Leistungen der Betriebs­haftpflicht­versicherung der VPV

Alle drei Tarife der VPV decken Personen-, Sach- und Vermögensschäden bis zu einer Versicherungssumme von zehn Millionen Euro und wehren unberechtigte Forderungen ab. Verkauft werden sie über Berater, einen Online-Abschluss bietet die VPV nicht an.

TarifGedacht fürBesondere Leistungen
Betriebs­haftpflichtDienstleister, freie Berufe, Handel, IT, Produktion, GastronomieMietsachschäden, Schlüsselverlust, Umweltrisiko, Haus- und Grundbesitz
Betriebs­haftpflicht für Handwerker- und BaubetriebeHandwerk und BauTätigkeitsschäden, Nebenkosten der Mängelbeseitigung, Subunternehmer
Vereins­haftpflichtMusik-, Tanz-, Sport- und andere VereineVeranstaltungen, Vereinsgrundstücke und -räume, Sachen von Gästen

Betriebs­haftpflicht

Die Betriebs­haftpflicht in der Fassung Stand 05.2025 ist der Grundtarif der VPV für Betriebe aus Handel, Dienstleistung und den freien Berufen. Eingeschlossen sind laut Infoblatt Tätigkeitsschäden an fremden Sachen, Schäden an gemieteten und geliehenen Räumen und beweglichen Sachen sowie die Kosten nach dem Verlust fremder Schlüssel, vom Notschloss bis zur neuen Schließanlage.

Dazu kommen der Schutz als Eigentümer, Mieter oder Pächter betrieblich genutzter Grundstücke und Räume und eine Umweltrisiko­versicherung. Subunternehmer sind mitversichert, soweit sie in Ihrem Auftrag handeln und selbst nicht ausreichend abgesichert sind. In der Branchenlösung für Handel und Dienstleistung nennt die VPV für Mietsachschäden, Schlüsselverlust und abhandengekommene Sachen von Mitarbeitern und Besuchern jeweils bis zu zehn Millionen Euro.


Betriebs­haftpflicht für Handwerker- und Baubetriebe

Für Handwerk und Bau führt die VPV eine eigene Variante, ebenfalls Stand 05.2025. Sie versichert Tätigkeitsschäden, die Ihr Personal bei der Arbeit an fremden Sachen verursacht, und übernimmt die Nebenkosten der Mängelbeseitigung, also Kosten, die beim Nachbessern eines Fehlers an anderen Sachen entstehen.

Schäden an gemieteten Sachen, Ansprüche aus der Beauftragung von Subunternehmern und der Verlust fremder Schlüssel sind laut Branchenlösung jeweils bis zu zehn Millionen Euro versichert. Die VPV nennt als typische Kunden Maler, Elektro- und Sanitärinstallateure, Trockenbauer, Schreinereien sowie Garten- und Landschaftsbauer.


Vereins­haftpflicht

Die Vereins­haftpflicht, Stand 05.2025, schützt Vorstand und Mitglieder vor Schadensersatzansprüchen Dritter. Mitversichert sind nach Angaben der VPV Veranstaltungen, auch über das klassische Vereinsfest hinaus, und der Schutz als Eigentümer, Mieter oder Pächter von Vereinsgrundstücken, Gebäuden und Räumen.

Schäden an gemieteten und geliehenen Sachen, etwa an einer ausgeliehenen Musikanlage, und das Abhandenkommen von Sachen der Gäste und Besucher deckt der Tarif laut Branchenlösung bis zu zehn Millionen Euro.


Plus-Schutz und Branchenlösungen

Jeden der drei Tarife können Sie um den Plus-Schutz erweitern. Er ersetzt abhandengekommene Wertsachen von Mitarbeitern und Besuchern wie Bargeld, Karten und Schmuck bis zu zehn Millionen Euro, zahlt Schäden durch Falschbetankung an gemieteten oder geliehenen Fahrzeugen bis 10.000 Euro und verlängert die Nachhaftung auf bis zu 30 Jahre nach vollständiger Betriebsaufgabe.

Statt vieler Einzelkonzepte bündelt die VPV ihr Gewerbeangebot in vier Branchenlösungen: Handwerk und Bau, Handel und Dienstleistung, Gastronomie und Hotellerie sowie Vereine. Ergänzend bietet sie Inhalts-, Ertragsausfall-, Gebäude- und Firmen­rechtsschutz­versicherungen an, eine Cyber-Versicherung gehört nicht zum Gewerbeangebot.

Tarife und Bausteine selbst gegenüberstellen

Im Online-Vergleich wählen Sie Versicherungssumme und Selbst­beteiligung selbst und sehen, welche Tarife verschiedener Versicherer zu Ihrem Betrieb passen.

Die Betriebs­haftpflicht­versicherung der VPV für Ihre Gruppe

IT und Freelancer

Für IT-Unternehmen, Dienstleister und freie Berufe gehört die VPV zu den am besten bewerteten Anbietern: In allen drei Branchen erreicht sie 100 Punkte. Die freien Berufe und Dienstleister sind schon mit dem Grundtarif bestbewertet.

Stolperfalle für IT-Betriebe: Hier trägt der Tarif die Bestnote nur zusammen mit dem Plus-Baustein. Echte Vermögensschäden aus Programmier- oder Beratungsfehlern und die Folgen von Hackerangriffen sind eigene Risiken. Eine Cyber-Versicherung bietet die VPV nicht an, sie muss bei einem anderen Versicherer abgeschlossen werden.


Handwerk

Handwerk und Bau ist eine von vier Zielbranchen der VPV im Gewerbe: Die Variante für Handwerker- und Baubetriebe ist mit und ohne Plus-Baustein mit „Hervorragend“ bewertet, in der Branchenwertung erreicht das Haus 100 Punkte. Tätigkeitsschäden und die Nebenkosten einer Nachbesserung sind eingeschlossen.

Stolperfalle ist die Nachbesserung selbst: Die Kosten, einen eigenen Mangel zu beheben, zahlt eine Betriebs­haftpflicht nicht, versichert sind nur die Begleitkosten drumherum. Wer häufig nachbessern muss, sollte sich diese Grenze vor Abschluss erklären lassen.


Bau

Auch Bauunternehmen versichert die VPV über die Variante für Handwerker- und Baubetriebe, in der Branchenwertung Bau kommt sie auf 100 Punkte. Ansprüche aus der Beauftragung von Subunternehmern sind bis zu zehn Millionen Euro mitversichert.

Zwei Stolperfallen: Der Subunternehmer-Schutz greift nur, wenn der Subunternehmer selbst nicht ausreichend versichert ist, und die Versicherungssumme endet bei zehn Millionen Euro. Größere Summen für umfangreiche Bauvorhaben nennt die VPV nicht. Angaben zu Arbeitsmaschinen und Asbestrisiken fehlen in den öffentlichen Unterlagen.


Handel

Im Handel ist die Betriebs­haftpflicht mit Plus-Baustein bei Franke und Bornberg mit „Hervorragend“ bewertet. In der Branchenwertung Handel gehört die VPV trotzdem nicht zu den zehn gezeigten Anbietern, stärker aufgestellt sind dort etwa andsafe mit 100 und die Allianz mit 97 Punkten.

Stolperfalle für Händler: Wer Waren importiert oder unter eigenem Namen vertreibt, braucht eine erweiterte Produkt­haftpflicht. Ob und in welcher Höhe die VPV sie und Rückrufkosten einschließt, steht in den öffentlichen Unterlagen nicht und gehört ins Beratungsgespräch.


Gastro

Für Gastronomie und Hotellerie hat die VPV eine eigene Branchenlösung. Sie schließt Schäden an gemieteten Räumen und geliehenen Geräten ein, das Abhandenkommen von Sachen der Gäste bis zu zehn Millionen Euro und den Verkauf selbst hergestellter Lebensmittel wie Marmeladen oder Spirituosen.

Einen Tarif mit Bestnote hat die VPV in dieser Branche aber nicht, in der Branchenwertung Gastronomie und Beherbergung steht sie nicht unter den zehn besten. Bei den Bedingungen stärker sind hier die Allianz mit 96 und andsafe mit 93 Punkten.


Produktion

Für das produzierende Gewerbe ist die Betriebs­haftpflicht mit Plus-Baustein bei Franke und Bornberg mit „Hervorragend“ bewertet. Eine eigene Branchenlösung für Produktionsbetriebe führt die VPV nicht, und in der Branchenwertung steht sie nicht unter den zehn besten.

Wer exportiert oder Umweltanlagen betreibt, braucht eine erweiterte Produkt­haftpflicht, Auslandsdeckung und eine passende Umweltdeckung. Die VPV nennt öffentlich nur die Umweltrisiko­versicherung im Grundtarif, alles Weitere muss im Angebot ausdrücklich stehen.


Vereine

Für Vereine hat die VPV eine eigene Vereins­haftpflicht, die Franke und Bornberg mit „Hervorragend“ bewertet. In der Branchenwertung Vereine erreicht das Haus 100 Punkte. Veranstaltungen sind mitversichert, auch wenn sie über das übliche Vereinsfest hinausgehen.

Stolperfalle ist die persönliche Haftung des Vorstands für Vermögensschäden des Vereins, etwa nach einer Fehlentscheidung bei den Finanzen. Sie deckt eine Haftpflicht gegenüber Dritten nicht ab, und eine Manager­haftpflicht gehört nicht zum Gewerbeangebot der VPV.


Betriebs­haftpflicht­versicherung für Ihre Berufsgruppe

Preise der Betriebs­haftpflicht­versicherung der VPV

Die VPV veröffentlicht für ihre Betriebs­haftpflicht keine Beitragsbeispiele und bietet keinen Online-Rechner an. Den Beitrag ermittelt ein Berater aus Branche, Tätigkeit, Umsatz, Versicherungssumme und dem Plus-Schutz, er steht erst im persönlichen Angebot fest.

Sparen können Sie laut Prospekt der VPV über den Paketnachlass: Wer die Betriebs­haftpflicht mit weiteren Gewerbe­versicherungen des Hauses kombiniert, zahlt bis zu 20 Prozent weniger. Für die Gründungsphase gibt es einen Neugründernachlass, dessen Höhe die VPV nicht nennt. Wovon der Beitrag einer Betriebs­haftpflicht allgemein abhängt, erklärt unsere Seite zur Betriebs­haftpflicht­versicherung.

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Stärken und Schwächen

Wichtige Leistungen einer Betriebs­haftpflicht­versicherung

Eine Betriebs­haftpflicht­versicherung zahlt, wenn Ihr Betrieb Dritten einen Personen- oder Sachschaden zufügt, und übernimmt auch die Vermögensfolgeschäden daraus. Unberechtigte Forderungen wehrt der Versicherer als passiven Rechtsschutz ab, notfalls vor Gericht. Mitversichert sind in der Regel Mitarbeiter und Aushilfen, je nach Vertrag auch Subunternehmer. Echte Vermögensschäden, etwa aus einer Fehlberatung, deckt sie nicht, dafür braucht es eine Vermögensschaden­haftpflicht. Entscheidend sind eine ausreichende Deckungssumme, passende Branchenbausteine und möglichst wenige Sublimits.

Stärken der VPV

  • Tätigkeitsschäden, Mietsachschäden, Schlüsselverlust und Umweltrisiko sind schon im Grundschutz enthalten
  • Eigene Variante für Handwerker- und Baubetriebe mit Nebenkosten der Mängelbeseitigung
  • Schlüsselverlust, Mietsachschäden und Subunternehmer jeweils bis zu 10 Millionen Euro versichert
  • Plus-Schutz mit Nachhaftung bis zu 30 Jahre nach Betriebsaufgabe
  • Paketnachlass bis 20 % und ein Neugründernachlass, dazu rund 500 Berater vor Ort

Schwächen der VPV

  • Versicherungssumme endet bei 10 Millionen €, für große Bauvorhaben kann das zu knapp sein
  • Subunternehmer nur mitversichert, wenn sie selbst nicht ausreichend abgesichert sind
  • Keine öffentlichen Beiträge und kein Online-Abschluss, der Weg führt immer über einen Berater
  • Erst seit 2025 im Gewerbegeschäft, Erfahrungswerte mit der Regulierung von Gewerbeschäden fehlen noch
  • Keine Cyber-Versicherung und keine Manager­haftpflicht im Gewerbeangebot, keine Branchenlösung für Heilberufe

Erfahrungen und Beschwerden

Bewertungen auf Bewertungsplattformen

Auf Trustpilot erreicht die VPV 2,7 von 5 Sternen bei 118 Bewertungen, abgerufen am 30.09.2026. Das Profil vpv.de bewertet das ganze Haus über alle Sparten, von der Lebens- und Renten­versicherung bis zum Rechtsschutz, nicht die Betriebs­haftpflicht. Nach Angaben der Plattform lädt die VPV ihre Kunden nicht systematisch zur Bewertung ein.

Das Publikumsurteil fällt deutlich schwächer aus als das Tarifrating, weil dort vor allem Ärger mit Bestandsverträgen bewertet wird. Über die Gewerbetarife, die es erst seit 2025 gibt, sagt es kaum etwas.


Was Kunden berichten

Das Muster der kritischen Bewertungen ist deutlich: Am häufigsten beklagen sie schlechte telefonische Erreichbarkeit, lange Bearbeitungszeiten bei Schäden und ausbleibende Rückmeldungen. Die jüngsten Einträge betreffen die Renten­versicherung und den Rechtsschutz. Positive Bewertungen loben eine schnelle, unkomplizierte Bearbeitung und die persönliche Beratung einzelner Geschäftsstellen.

Unsere Einschätzung als Experten

Einordnung

Die VPV ist ein Neueinsteiger im Gewerbegeschäft, der mit frisch geschriebenen Bedingungen gleich an die Spitze der Auswertung gekommen ist. Ihre Betriebs­haftpflicht deckt die typischen Risiken kleiner Betriebe mit hohen Summen statt kleiner Sublimits ab und ist für Handwerk, Bau und Vereine klar zugeschnitten.

Offen ist, wie sich das Haus im Schadenfall bei Gewerbekunden bewährt: Dafür ist das Geschäft noch zu jung, und die Publikumsbewertungen des Hauses sind durchwachsen. Die Solvenzquote von 150 Prozent erfüllt die Aufsichtsanforderung, ist gegenüber 171 Prozent im Vorjahr aber gesunken.


Für wen ja, für wen nein

Überzeugend ist die VPV für kleine und mittlere Handwerks- und Baubetriebe, Dienstleister, Büro- und IT-Betriebe sowie Vereine, die eine persönliche Beratung vor Ort suchen und mehrere Gewerbe­versicherungen bündeln wollen. Den Plus-Schutz sollten IT-Betriebe und Händler gleich mit abschließen.

Restaurants, Hotels und Praxen finden in ihrer Branche Tarife mit besserer Wertung, etwa bei andsafe. Wer Versicherungssummen über zehn Millionen Euro braucht oder lieber selbst online vergleicht, ist bei einem großen Gewerbe­versicherer wie der R+V oder in einer Beratung zur Betriebs­haftpflicht besser aufgehoben.

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Häufige Fragen zur Betriebs­haftpflicht­versicherung der VPV

Wie schließe ich die Betriebs­haftpflicht der VPV ab?

Abgeschlossen wird über einen Berater der VPV oder über einen Vermittler, einen Online-Abschluss bietet die VPV für die Betriebs­haftpflicht nicht an. Über die Beratersuche auf vpv.de finden Sie einen der rund 500 Berater in Ihrer Nähe. Wo und wann das Gespräch stattfindet, können Sie nach Angaben des Hauses frei wählen.

Seit wann bietet die VPV Gewerbe­versicherungen an?

Das Gewerbegeschäft hat die VPV 2025 gestartet, ihr Sachgeschäft bestand bis dahin vorwiegend aus Privatkunden. Zum Start gab es Betriebs­haftpflicht, Inhalts- und Ertragsausfall­versicherung. Inzwischen führt das Haus auch Gebäude-, Firmen­rechtsschutz- und geschäftliche Kfz-Versicherungen.

Was leistet der Plus-Schutz der VPV?

Der Plus-Schutz erweitert jeden Betriebs­haftpflicht-Tarif um drei Leistungen: Ersatz abhandengekommener Wertsachen von Mitarbeitern und Besuchern, Schäden durch Falschbetankung an gemieteten Fahrzeugen bis 10.000 Euro und eine Nachhaftung von bis zu 30 Jahren nach Betriebsaufgabe. In einigen Branchen erreicht der Tarif die Bestnote bei Franke und Bornberg erst mit diesem Baustein.

Zahlt die Betriebs­haftpflicht der VPV, wenn ich einen Mangel nachbessern muss?

Die Nachbesserung selbst zahlt sie nicht, nur die Nebenkosten, die dabei an fremden Sachen entstehen. Das entspricht der Rechtsprechung: Das Oberlandesgericht Nürnberg hat mit Beschluss vom 16. Januar 2023 (8 U 2921/22) entschieden, dass Kosten der Mängelbeseitigung nur bei ausdrücklicher Vereinbarung versichert sind. In der Variante für Handwerker- und Baubetriebe sind die Nebenkosten der Mängelbeseitigung eingeschlossen.

Wie melde ich einen Haftpflichtschaden bei der VPV?

Sie füllen die Schadenanzeige für Gewerbekunden und Vereine aus, die auf vpv.de zum Download bereitsteht, und senden sie per E‑Mail an info@vpv.de oder per Post an VPV Versicherungen, Mittlerer Pfad 19, 70499 Stuttgart. Fragen beantwortet das Service-Telefon unter 0711/1391-6006, montags bis freitags von acht bis 18 Uhr. Erkennen Sie gegenüber dem Geschädigten keine Schuld an, bevor die VPV den Fall geprüft hat.

Wie kündige ich meine Betriebs­haftpflicht bei der VPV?

Kündigen können Sie schriftlich zum Ende der Versicherungsperiode, meist zum Ablauf des Versicherungsjahres. Die Kündigungsfrist beträgt laut § 11 VVG mindestens einen und höchstens drei Monate, maßgeblich ist die Frist in Ihrem Vertrag. Verträge mit mehr als drei Jahren Laufzeit können Sie zum Ende des dritten Jahres mit drei Monaten Frist beenden.

Kann die VPV nach einem Schaden kündigen?

Ja, nach einem Haftpflichtschaden haben beide Seiten ein Sonderkündigungsrecht. Es gilt laut § 111 VVG, sobald der Versicherer den Anspruch anerkannt oder abgelehnt hat, und muss innerhalb eines Monats ausgeübt werden. Auch Sie können dann ohne Rücksicht auf die normale Laufzeit wechseln.

Brauche ich neben der Betriebs­haftpflicht der VPV weitere Verträge?

Das hängt von Ihrem Betrieb ab. Echte Vermögensschäden aus Beratung oder Planung deckt eine Betriebs­haftpflicht nicht, dafür gibt es die Vermögensschaden­haftpflicht. Schäden durch Hackerangriffe sichert eine Cyber-Versicherung ab, die die VPV nicht im Angebot hat.

Haben Sie alles gefunden?

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Foto von Lena Mierbach
Lena Mierbach
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