Das erwartet Sie hier
Was die D&O-Versicherung der VOV für Unternehmen, einzelne Organmitglieder und Vereine leistet, wie das getestete VEMA-Deckungskonzept in unserem Expertentest abschneidet, was die persönliche ChefSache kostet und wer hinter dem Kölner D&O-Spezialisten steht.
Inhalt dieser SeiteDas Wichtigste in Kürze
- Die D&O-Versicherung der VOV erhält im Expertentest von transparent-beraten.de für Service und Schadenbearbeitung jeweils die Note 2, eine Gesamtwertung bildet der Test nicht.
- Getestet ist das VEMA-Deckungskonzept D&O für Unternehmen: 7,5 Millionen € Versicherungssumme ohne Anfrage, die höchste im Test, aber keine 2-fache Maximierung.
- Die persönliche D&O ChefSache bietet laut VOV zwölf Jahre unverfallbare Nachmeldefrist, bis zu fünf Mandate in einem Vertrag und die telefonische Rechtsberatung ChefLine.
- Hinter der VOV steht ein Konsortium aus vier Versicherern: Generali, HDI Global Specialty, Inter und Nürnberger, die VOV GmbH in Köln führt die Verträge.
- Für Geschäftsführer einer GmbH, Aufsichtsräte und Organe mit mehreren Mandaten passt die VOV, für Start-ups nicht: Das Antragsverfahren setzt zwei Jahre in der jetzigen Rechtsform voraus.
- Die VEMA-Konzepte gibt es nur über Vermittler der VEMA eG, die öffentliche ChefSache auch direkt online bei der VOV.
VOV auf einen Blick
Wie gut ist die VOV?
Testurteile im Überblick
- Expertentest transparent-beraten.de 2023: Service Note 2 („gut“)
- Expertentest transparent-beraten.de 2023: Schadenbearbeitung Note 2 („gut“)
- 7,5 Millionen € Versicherungssumme ohne Anfrage im VEMA-Deckungskonzept D&O
Im Expertentest von transparent-beraten.de erhält das VEMA-Deckungskonzept D&O der VOV für Service und Schadenbearbeitung jeweils die Note 2 (Erhebung 2023). Es bietet mit 7,5 Millionen Euro die höchste Versicherungssumme ohne Anfrage im Test, eine 2-fache Maximierung fehlt.
Der Test bildet keine Gesamtwertung und keinen Rang, deshalb kürt er keinen Testsieger. Getestet ist nur die Unternehmens-D&O, nicht die persönliche ChefSache.
Was kostet sie?
Der Beitrag hängt vor allem von der Versicherungssumme ab, bei der persönlichen D&O zusätzlich von der Zahl der Mandate. Für das Antragsverfahren der Unternehmens-D&O nennt die VOV feste Jahresbeiträge je Summe, gültig für Unternehmen mit weniger als 250 Millionen Euro Jahresumsatz. Für die ChefSache im VEMA-Antrag gilt eine eigene Tabelle je Summe.
| Profil | Versicherungssumme | Jahresnettobeitrag |
|---|---|---|
| Unternehmen unter 250 Millionen € Umsatz, Standardtarif VOV D&O-Versicherung | 1 Million € | 950 € |
| Unternehmen unter 250 Millionen € Umsatz, VEMA-Deckungskonzept D&O | 7,5 Millionen € | 6.750 € |
| Geschäftsführer mit einem Mandat, VOV VEMA ChefSache | 1 Million € | 1.100 € |
Alle Beträge sind Nettobeiträge laut VOV, dazu kommen 19 Prozent Versicherungsteuer. Stand ist der Deckungsantrag 05/2024 beim Standardtarif, der Fragebogen 01/2024 beim VEMA-Deckungskonzept und 08/2026 bei der ChefSache. Nachlässe gewährt die VOV laut unserem Test keine.
Für wen passt sie?
- Geschäftsführer GmbH: Antragsverfahren bis 7,5 Millionen Euro ohne Anfrage, Steuerhaftung nach der Abgabenordnung eingeschlossen
- Vorstände und Aufsichtsräte: eigene Produkte für den Pflicht-Selbstbehalt und eine Summe nur für Kontrollorgane
- Ausscheidende Organe und Mehrfachmandate: ChefSache mit zwölf Jahren unverfallbarer Nachmeldefrist und bis zu fünf Mandaten
- Vereine und Stiftungen: eigener Vereinstarif bis zwei Millionen Euro Versicherungssumme, Ehrenämter in der ChefSache ohne Mehrbeitrag
- Start-ups: Das Antragsverfahren verlangt zwei Jahre in der jetzigen Rechtsform, jünger geht es nur per Einzelangebot
Was hinter jeder Einordnung steckt, steht mit Konditionen und Stolperfallen im Kapitel Für Ihre Gruppe.
Wer steckt hinter der VOV?
Risikoträger ist die VOV Versicherungsgemeinschaft, ein Konsortium aus vier Versicherern: Generali Deutschland Versicherung AG, HDI Global Specialty SE, INTER Allgemeine Versicherung AG und NÜRNBERGER Allgemeine Versicherungs-AG. Sie haften nicht gesamtschuldnerisch, sondern mit ihren Anteilen laut Versicherungsschein, verklagt wird im Streit nur der führende Versicherer. Die Continentale hat den Verbund zum 01.01.2024 verlassen.
Die Verträge führt die VOV GmbH mit Sitz in Köln und einem Standort in Hamburg. Sie ist kein Versicherer, sondern vertritt die Gemeinschaft als Assekuradeur, also als Versicherungsvertreter mit Erlaubnis nach der Gewerbeordnung. Die Versicherungsgemeinschaft besteht seit 1996, eine eigene Schadenabteilung prüft die Fälle.
- Risikoträger
VOV Versicherungsgemeinschaft aus Generali Deutschland Versicherung AG (München), HDI Global Specialty SE (Hannover), INTER Allgemeine Versicherung AG (Mannheim) und NÜRNBERGER Allgemeine Versicherungs-AG (Nürnberg), vertreten durch die VOV GmbH, Köln - Tarife
Unternehmens-D&O als Standardtarif und als VEMA-Deckungskonzept, persönliche D&O ChefSache und VOV VEMA ChefSache, D&O für Vereine, Aufsichtsrat+, Selbstbehalt+; im Antragsverfahren bis 7,5 Millionen Euro Versicherungssumme - Neugeschäft
Offen für alle Produkte; VEMA-Deckungskonzepte nur über Vermittler der VEMA eG, ChefSache auch online direkt bei der VOV
D&O-Versicherung der VOV im Test (2026)
Gesamtwertung aus allen Testergebnissen
Unsere Untersuchung zur D&O-Versicherung ergibt keine Gesamtpunktzahl, kein Gesamturteil und keine Rangliste. Deshalb küren wir keinen Testsieger. Die D&O-Versicherung ist ein sehr spezifisches und individuelles Versicherungsprodukt, auf das sich kein standardisiertes Bewertungssystem anwenden lässt.
Unser Test der D&O-Versicherung beruht auf zwei Bausteinen. Das sind die Noten unserer Fachberater für Service und Schadenbearbeitung und die Prüfung von Bedingungen, Anträgen und Unterlagen der Versicherer. Eine Gesamtnote vergeben wir nicht. Die Noten stammen aus unserer Erhebung 2023, Tarifmerkmale und Risikofragen haben wir im Oktober 2026 neu geprüft, soweit aktuelle Unterlagen vorlagen.
Getestet ist bei der VOV das VEMA-Deckungskonzept D&O für Unternehmen. Tarife der persönlichen D&O-Versicherung, also auch die ChefSache, sind nicht Teil des Tests.
Zum Test der D&O-Versicherung mit allen neun Anbietern
Der Expertentest von transparent-beraten.de
Unsere Fachberater benoten Service und Schadenbearbeitung nach Schulnoten von 1 bis 6, beim Service zählen Erreichbarkeit, Antwortzeit und die Zeit bis zum Versicherungsschein. Die Tarifmerkmale sind beschreibend und tragen keine Note. Bei der VOV haben wir das VEMA-Deckungskonzept bewertet, einen Tarif mit Sondervereinbarungen, den die VOV über die VEMA eG anbietet, einen Zusammenschluss von Versicherungsvermittlern, dem auch wir angehören.
| Merkmal | VEMA-Deckungskonzept D&O |
|---|---|
| Service | 2 |
| Schadenbearbeitung | 2 |
| Start-ups versicherbar? | Ja (Individualanfrage) |
| Strafrechtsschutz enthalten? | Ja |
| 2-fache Maximierung möglich? | Nein |
| Wiederauffüllung der Versicherungssumme möglich? | Ja |
| Höchste Versicherungssumme ohne Anfrage | 7,5 Millionen € |
| Versicherbarer Höchst-Jahresumsatz | 250 Millionen € |
| Nachmeldefrist | 8 Jahre, Zukauf bis 12 Jahre |
| Weitere Nachlässe möglich? | Keine |
Noten Erhebung 2023, Tarifmerkmale geprüft im Oktober 2026.
Beim Service erhält die VOV wie AIG, Allianz, Ergo, Hiscox und Zurich die Note 2, in der Schadenbearbeitung erhalten alle neun Anbieter die Note 2. Die höchste Summe ohne Anfrage bietet die VOV mit 7,5 Millionen Euro, bis 250 Millionen Euro Jahresumsatz versichern im Antragsmodell sonst nur Markel und AIG. Die 2-fache Maximierung bieten nur R+V und VOV nicht an.
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- Begleitung im Schadenfall
Tarife und Leistungen der D&O-Versicherung der VOV
Die VOV ist auf D&O-Versicherungen spezialisiert und trennt die Verträge nach Versicherungsnehmer: Unternehmen, einzelnes Organmitglied oder Verein. Für Unternehmen und Organe gibt es je einen öffentlichen Tarif und ein Deckungskonzept, das nur Vermittler der VEMA eG anbieten.
| Tarif | Versicherungsnehmer | Höchste Summe im Antragsverfahren | Maximierung | Nachmeldefrist |
|---|---|---|---|---|
| VEMA-Deckungskonzept D&O | Unternehmen | 7,5 Millionen € | Keine, nur Wiederauffüllung | 8 Jahre, Zukauf bis 12 Jahre |
| VOV D&O-Versicherung | Unternehmen | 5 Millionen € | 2-fach gegen 15 % Zuschlag | 6 bis 8 Jahre, Zukauf bis 12 Jahre |
| ChefSache | Organmitglied persönlich | 5 Millionen € | 2-fach | 12 Jahre, unverfallbar |
| VOV VEMA ChefSache | Organmitglied persönlich | 5 Millionen € | 2-fach | 12 Jahre, unverfallbar |
| D&O für Vereine | Verein | 2 Millionen € | Einfach | 6 Jahre, gegen Zusatzbeitrag 10 Jahre |
VEMA-Deckungskonzept D&O
Das ist der Tarif aus unserem Expertentest. Im Antragsverfahren versichert die VOV Unternehmen mit weniger als 250 Millionen Euro Jahresumsatz bis 7,5 Millionen Euro Versicherungssumme, höhere Summen gibt es per Einzelangebot. Nach einem Schaden lässt sich die Summe einmal je Versicherungsjahr wiederauffüllen, gegen 100 Prozent des letzten Jahresbeitrags innerhalb von drei Monaten. Eine 2-fache Maximierung sehen die Unterlagen nicht vor.
Die Nachmeldefrist beträgt acht Jahre. Gegen einen Einmalbeitrag von 50 Prozent verlängern Sie sie innerhalb von 30 Tagen nach Vertragsende auf zwölf Jahre. Nach den VEMA-Unterlagen der VOV entfällt sie weder bei Beitragsverzug noch beim Wechsel des Versicherers, die Rückwärtsdeckung ist unbegrenzt.
Abwehrkosten zahlt die VOV nach Verbrauch der Summe zusätzlich bis 50 Prozent, höchstens zwei Millionen Euro, dazu kommt ein persönliches Zusatzlimit von 20 Prozent, ebenfalls höchstens zwei Millionen Euro. Eingeschlossen sind eine Eigenschadendeckung nach § 31a BGB bis 50 Prozent der Summe, höchstens 500.000 Euro, und Gehaltsfortzahlung für zwölf Monate bis 250.000 Euro.
Beim Strafrechtsschutz zahlt das Konzept schon die anwaltliche Beratung vor Einleitung eines Verfahrens bis 100.000 Euro und unterstützt im laufenden Straf- oder Ordnungswidrigkeitenverfahren. Sofortkosten trägt die VOV bis 100.000 Euro, für Restrukturierungsberatung in der Krise stehen 40 Arbeitsstunden bereit.
VOV D&O-Versicherung
Der öffentliche Standardtarif für Unternehmen ist nicht der getestete Tarif. Sein vereinfachtes Antragsverfahren reicht bis fünf Millionen Euro Versicherungssumme, ebenfalls bei weniger als 250 Millionen Euro Jahresumsatz und mindestens zwei Jahren in der jetzigen Rechtsform. Anders als das VEMA-Konzept lässt sich die Summe gegen 15 Prozent Zuschlag 2-fach maximieren, die Wiederauffüllung kostet 100 Prozent des letzten Jahresbeitrags.
Unverfallbar ist die Nachmeldefrist nach der ersten Versicherungsperiode für sechs Jahre, nach der zweiten für acht Jahre. Gegen Zuschläge von 25 und weiteren 50 Prozent lässt sie sich auf acht und dann auf zwölf Jahre verlängern. Wer aus Alters- oder Gesundheitsgründen ausscheidet, hat persönlich zwölf Jahre.
Die Rückwärtsdeckung ist unbegrenzt, der Strafrechtsschutz läuft ohne eigenes Sublimit. Der Vertrag läuft ein Jahr oder bis zu 18 Monate (Bedingungen AVB-VOV 5.0 und Deckungsantrag 05/2024 der VOV).
ChefSache
Die ChefSache ist der eigene Vertrag des Organmitglieds: Versicherungsnehmer ist die Person, nicht das Unternehmen. Sie gilt für Geschäftsführer, Vorstände, Aufsichtsräte, Beiräte, Prokuristen und leitende Angestellte in GmbH, AG, Genossenschaft und Verein. Wählbar sind 100.000 Euro bis fünf Millionen Euro, die Summe steht je Versicherungsjahr zweimal zur Verfügung.
Die Nachmeldefrist beträgt zwölf Jahre unverfallbar, auch wenn Sie später anderswo versichert sind, sofern die erste Versicherungsperiode mindestens ein Jahr gedauert hat. Bis zu fünf Mandate passen in einen Vertrag. Tochterunternehmen und Ehrenämter nach § 31a BGB sind ohne Mehrbeitrag dabei, neue Mandate bis zur nächsten Fälligkeit mit 20 Prozent der Summe vorsorglich mitversichert.
Über die ChefLine erreichen Sie schon vor einer Inanspruchnahme telefonisch eine Kanzlei, die nicht zur VOV gehört, und erhalten bis zu fünf Stunden anwaltliche Beratung. Sofortmaßnahmen ohne Abstimmung zahlt die VOV bis 15 Prozent der Summe, höchstens 150.000 Euro, Abwehrkosten nach Verbrauch der Summe zusätzlich bis 50 Prozent, höchstens eine Million Euro.
Für die Restrukturierung in der Krise stehen 40 Arbeitsstunden eines Spezialisten bereit. Der Strafrechtsschutz greift nachrangig, also erst nach einer bestehenden Strafrechtsschutzversicherung (Bedingungen AVB-ChefSache 1.0, Stand 05/2025). Abschließen können Sie die ChefSache über Vermittler oder online direkt bei der VOV.
VOV VEMA ChefSache
Seit 2026 bietet die VOV die ChefSache auch als exklusives Deckungskonzept für Vermittler an, die der VEMA eG angehören. Laut VOV gelten drei Erweiterungen gegenüber der öffentlichen ChefSache: 50 statt 40 Beratungsstunden im Restrukturierungs-Baustein, Sofortkosten ohne Abstimmung bis 20 Prozent der Summe, höchstens 250.000 Euro, und eine Besitzstandsklausel, nach der Leistungen des Vorversicherers drei Jahre erhalten bleiben.
Die übrigen Eckwerte entsprechen nach den VEMA-Unterlagen der VOV der ChefSache: zweifach maximierte Summe bis fünf Millionen Euro, zwölf Jahre unverfallbare Nachmeldefrist, ChefLine und bis zu fünf Mandate. Voraussetzung ist ein Wohnsitz in der EU. Wer eine Antragsfrage nicht bejahen kann, erhält ein individuelles Angebot, der Vertrag läuft ein Jahr oder bis zu 18 Monate.
D&O für Vereine
Für Vereinsvorstände, auch im Ehrenamt, gibt es ein einfaches Antragsverfahren bis zwei Millionen Euro Versicherungssumme, einfach maximiert. Es gilt für Vereine mit einem Umsatz oder einer Haushaltssumme bis zwei Millionen Euro, größere erhalten ein Einzelangebot. Der Verein muss mindestens ein Jahr im Vereinsregister stehen.
Haftet ein Vorstand nur wegen der Haftungserleichterung nach § 31a BGB nicht, zahlt die VOV den Schaden an den Verein. Droht die Aberkennung der Gemeinnützigkeit, übernimmt sie die Kosten der Verteidigung. Die Nachmeldefrist beträgt sechs Jahre, gegen 100 Prozent Zusatzbeitrag zehn Jahre, persönlich zehn Jahre bei Ausscheiden aus Gesundheitsgründen. Der Vertrag läuft ein Jahr (Bedingungen AVB-VOV Vereine 5.0, Deckungsantrag Vereine 06/2026).
Aufsichtsrat+ und Selbstbehalt+
Mit Aufsichtsrat+ bekommen Aufsichtsräte und Beiräte eine eigene Versicherungssumme, die über der Unternehmens-D&O liegt und nur ihnen zusteht. Dazu kommen eine Erstberatung, wenn der Grundversicherer die Deckung ablehnt, und sechs Assistance-Leistungen mit dem Arbeitskreis deutscher Aufsichtsrat (AdAR) e.V.
Selbstbehalt+ sichert den gesetzlichen Pflicht-Selbstbehalt von AG-Vorständen ab: mindestens zehn Prozent des Schadens bis mindestens zum Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung (Quelle: AktG § 93). Hinzu kommt ein separater Schutz für Abwehrkosten, eine Risikoprüfung per Fragebogen entfällt.
Annahme und Risikofragen
Im Antragsverfahren des VEMA-Deckungskonzepts stellt die VOV 14 Fragen, die alle mit Ja beantwortet werden müssen, sonst erstellt sie ein individuelles Angebot. Gefragt wird unter anderem nach Börsennotierung, Branche, Sitz in Deutschland, Töchtern in den USA, Kanada oder dem Vereinigten Königreich und nach zwei Jahren in der jetzigen Rechtsform.
Dazu kommen Kennzahlen: Eigenkapitalquote mindestens 15 Prozent, ein positives Jahresergebnis und ein positives vorläufiges Ergebnis laut betriebswirtschaftlicher Auswertung (BWA), Liquidität für zwölf Monate, kein Insolvenzgrund, keine bekannten Pflichtverletzungen oder Rechtsstreitigkeiten. Ausgeschlossen sind Finanzdienstleistung, Rechts- und Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung, Profisport und Solarindustrie.
Für das Wissen des Unternehmens zählen nur bestimmte Repräsentanten, etwa die Vorsitzenden von Geschäftsführung und Aufsichtsrat, abweichend vom Gesetz (Quelle: VVG § 47). Von den 23 häufigsten Risikofragen in unserem Test stellt die VOV elf. Bei der ChefSache prüft sie das Mandatsunternehmen: nicht börsennotiert, kein Sitz in den USA, konsolidierte Bilanzsumme unter 300 Millionen Euro, kein Straf- oder Ordnungswidrigkeitenverfahren in den letzten zwei Jahren.
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Die D&O-Versicherung der VOV für Ihre Gruppe
Geschäftsführer GmbH
Für die GmbH bietet das VEMA-Deckungskonzept die höchste Summe ohne Anfrage im Test, bis 7,5 Millionen Euro im Antragsverfahren. In den öffentlichen Bedingungen der VOV sind auch Ansprüche des Finanzamts nach §§ 34 und 69 der Abgabenordnung eingeschlossen, also die Haftung für nicht abgeführte Steuern (Quelle: AO § 69).
Wer zusätzlich einen eigenen Vertrag will, ergänzt die ChefSache. Die Stolperfalle liegt in der Annahme: Eine Eigenkapitalquote unter 15 Prozent, ein negatives Jahresergebnis oder eine ungesicherte Liquidität führen aus dem Antragsverfahren heraus, gerade in Krisenjahren also in die Einzelprüfung.
Vorstände und Aufsichtsräte
Für AG-Vorstände sichert Selbstbehalt+ den Teil des Schadens ab, den das Aktiengesetz bei der Unternehmens-D&O als Selbstbehalt vorschreibt. Aufsichtsräte und Beiräte erhalten mit Aufsichtsrat+ eine eigene Summe, die sie nicht mit der Geschäftsführung teilen müssen.
Die Stolperfalle: Ist das Unternehmen oder eine Tochter börsennotiert, scheidet das Antragsverfahren aus, bei der Unternehmens-D&O ebenso wie bei der ChefSache. Dann bleibt nur ein individuelles Angebot.
Start-ups
Für junge Unternehmen taugt die VOV im Antragsverfahren nicht. Das VEMA-Deckungskonzept und der Standardtarif setzen zwei Jahre in der jetzigen Rechtsform voraus, eine eigene Start-up-Lösung hat die VOV nicht. Jünger geht es nur per Individualanfrage.
Die Stolperfalle: Auch Gründer, die schon zwei Jahre als Einzelunternehmen tätig waren, beginnen mit der neuen GmbH von vorn, weil die Rechtsform zählt. Worauf Gründer sonst achten sollten, steht auf unserer Seite zur D&O-Versicherung für Start-ups.
Vereine und Stiftungen
Vereinsvorstände sichert die VOV mit einem eigenen Vereinstarif bis zwei Millionen Euro ab, für Vereine mit einer Haushaltssumme bis zwei Millionen Euro. Wer schon eine ChefSache hat, versichert Ehrenämter nach § 31a BGB darin ohne Mehrbeitrag. Das Haftungsprivileg dieser Vorschrift gilt nur bis 3.300 Euro Vergütung im Jahr und nicht bei grober Fahrlässigkeit (Quelle: BGB § 31a).
Die Stolperfalle: Der Vereinstarif verlangt ein Jahr im Vereinsregister und nimmt keine Vereine mit Profisport, mit Förderung politischer oder religiöser Ziele oder mit negativem Vereinsvermögen. Für Stiftungen nennt der Antrag kein eigenes Verfahren. Mehr zur Haftung im Ehrenamt steht auf unserer Seite zur D&O-Versicherung für Vereine.
Ausscheidende Organe und Mehrfachmandate
Wer ausscheidet, bleibt für frühere Entscheidungen haftbar. Die ChefSache schützt mit zwölf Jahren unverfallbarer Nachmeldefrist, die auch bei einem späteren Wechsel des Versicherers bestehen bleibt. Bis zu fünf Mandate passen in einen Vertrag, in der VOV VEMA ChefSache mit einem Zuschlag je weiterem Mandat.
Die Stolperfalle: Die zwölf Jahre gelten nur, wenn die erste Versicherungsperiode mindestens ein Jahr gedauert hat, und nicht nach einem Widerruf. Wer früh kündigt, verschenkt den Schutz. Warum ein eigener Vertrag neben dem des Unternehmens sinnvoll ist, erklärt unsere Seite zur persönlichen D&O-Versicherung.
Preise der D&O-Versicherung der VOV
Die VOV veröffentlicht für ihre Antragsverfahren feste Jahresbeiträge je Versicherungssumme. Im Standardtarif VOV D&O-Versicherung kosten eine Million Euro Versicherungssumme 950 Euro im Jahr, fünf Millionen Euro 4.750 Euro, der Einstieg mit 250.000 Euro liegt bei 500 Euro (Deckungsantrag 05/2024). Im getesteten VEMA-Deckungskonzept reicht die Tabelle von 675 Euro für 500.000 Euro bis 6.750 Euro für 7,5 Millionen Euro (Fragebogen 01/2024).
Für Vereine mit bis zu zwei Millionen Euro Haushaltssumme nennt die VOV 400 Euro für 250.000 Euro, 600 Euro für 500.000 Euro, 900 Euro für eine Million und 1.800 Euro für zwei Millionen Euro Versicherungssumme (Deckungsantrag Vereine 06/2026). Alle Beträge sind netto, dazu kommen 19 Prozent Versicherungsteuer (Quelle: VersStG § 6).
Beiträge der VOV VEMA ChefSache
| Versicherungssumme | Jahresnettobeitrag |
|---|---|
| 100.000 € | 380 € |
| 200.000 € | 570 € |
| 300.000 € | 630 € |
| 400.000 € | 690 € |
| 500.000 € | 750 € |
| 750.000 € | 835 € |
| 1 Million € | 1.100 € |
| 1,5 Millionen € | 1.500 € |
| 2 Millionen € | 1.950 € |
| 2,5 Millionen € | 2.400 € |
| 3 Millionen € | 2.800 € |
| 3,5 Millionen € | 3.200 € |
| 4 Millionen € | 3.650 € |
| 4,5 Millionen € | 4.200 € |
| 5 Millionen € | 4.900 € |
Jahresnettobeitrag für ein Mandat im VEMA-Antrag laut VOV, Stand 08/2026, zuzüglich 19 Prozent Versicherungsteuer.
Die Tabelle gilt nur für den Antrag über Vermittler der VEMA eG, nicht für den Online-Abschluss der öffentlichen ChefSache. Für jedes weitere Mandat erhebt die VOV einen Zuschlag: 40 Prozent bei zwei, 60 Prozent bei drei, 80 Prozent bei vier und 100 Prozent bei fünf Mandaten.
Ein Rechenbeispiel: Ein Geschäftsführer mit zwei Mandaten und zwei Millionen Euro Summe zahlt 1.950 Euro plus 40 Prozent, also 2.730 Euro netto. Mit Versicherungsteuer sind es 3.248,70 Euro im Jahr. Wie sich D&O-Beiträge allgemein bilden, zeigt unsere Seite zur D&O-Versicherung.
Ihr Angebot für die D&O-Versicherung
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- Beiträge im VEMA-Antrag der VOV
- Vergleich mit den anderen Testversicherern
- Haftung nach § 63 VVG für unsere Beratung
Stärken und Schwächen
Wichtige Leistungen einer D&O-Versicherung
Eine D&O-Versicherung schützt Geschäftsführer, Vorstände, Aufsichtsräte und leitende Angestellte vor Vermögensschäden, für die sie wegen einer Pflichtverletzung persönlich haften. Sie prüft die Haftungsfrage, wehrt unberechtigte Ansprüche ab und zahlt berechtigte, gegenüber dem eigenen Unternehmen ebenso wie gegenüber Dritten. Entscheidend sind eine ausreichende Versicherungssumme, die sich nach einem Schaden wiederauffüllen oder maximieren lässt, eine lange Nachmeldefrist und eine unbegrenzte Rückwärtsdeckung. Wichtig sind außerdem der Strafrechtsschutz für die Verteidigung, ein Zusatzlimit für Abwehrkosten und klare Regeln zur Steuer- und Insolvenzhaftung.
Stärken der VOV
- Höchste Versicherungssumme ohne Anfrage im Test: 7,5 Millionen € im VEMA-Deckungskonzept.
- Antragsverfahren für Unternehmen bis 250 Millionen € Jahresumsatz.
- Unbegrenzte Rückwärtsdeckung und anwaltliche Beratung schon vor Einleitung eines Strafverfahrens.
- Persönliche ChefSache mit zwölf Jahren unverfallbarer Nachmeldefrist und bis zu fünf Mandaten.
- Telefonische Rechtsberatung über die ChefLine schon vor einer Inanspruchnahme.
- Eigene Lösungen für Aufsichtsräte, AG-Vorstände und Vereine.
Schwächen der VOV
- Keine 2-fache Maximierung im getesteten VEMA-Deckungskonzept, nur Wiederauffüllung gegen 100 % des letzten Jahresbeitrags.
- Nachmeldefrist im VEMA-Deckungskonzept acht Jahre, zwölf nur gegen einen Einmalbeitrag von 50 %.
- Keine Nachlässe.
- Kein Antragsverfahren für Unternehmen unter zwei Jahren in der jetzigen Rechtsform.
- Strafrechtsschutz der ChefSache nur nachrangig zu einer bestehenden Strafrechtsschutzversicherung.
- Mandatszuschlag bis 100 % in der VOV VEMA ChefSache.
Erfahrungen und Beschwerden
Für die D&O-Versicherung führt die BaFin keine eigene Beschwerdestatistik, die D&O ist dort Teil der Allgemeinen Haftpflicht.
Unsere Einschätzung als Experten
Einordnung
Die VOV ist ein Spezialist für Managerhaftung mit getrennten Verträgen für Unternehmen, einzelne Organmitglieder, Aufsichtsräte und Vereine. Im Expertentest überzeugt ihr VEMA-Deckungskonzept mit der höchsten Summe ohne Anfrage, der hohen Umsatzgrenze und der Note 2 für Service und Schadenbearbeitung.
Schwächer ist das Konzept bei der Summe nach einem Schaden und bei der Nachmeldefrist: Eine 2-fache Maximierung fehlt, und zwölf Jahre gibt es nur gegen Einmalbeitrag. Ihre Stärke spielt die VOV bei der persönlichen D&O aus, wo die ChefSache zwölf Jahre Nachmeldefrist und mehrere Mandate in einem Vertrag bündelt.
Für wen ja, für wen nein
Ja für mittelständische GmbHs mit solider Bilanz, die eine hohe Summe ohne Einzelprüfung brauchen, und für Geschäftsführer, die neben dem Unternehmensvertrag einen eigenen Schutz wollen. Ja auch für Aufsichtsräte, AG-Vorstände und Vereinsvorstände, für die es eigene Produkte gibt.
Nein für Gründer in den ersten zwei Jahren, für börsennotierte Unternehmen im Antragsverfahren und für Unternehmen, denen eine zweifach maximierte Summe in der Unternehmens-D&O wichtig ist. Welche Kombination aus Unternehmens- und persönlicher D&O passt, klären Sie am besten in einer D&O-Beratung.
Regulierungspraxis
In der Schadenbearbeitung erhält die VOV in unserem Test die Note 2, wie alle neun getesteten Versicherer. Bewertet haben unsere Fachberater die Bereitschaft zur Schadenbearbeitung und die Bearbeitungszeit (Erhebung 2023).
Die Fälle prüft eine eigene Schadenabteilung der VOV. Versichert ist nach dem Anspruchserhebungsprinzip, entscheidend ist also, wann der Anspruch erstmals erhoben wird. Im Versicherungsfall verzichtet die VOV auf ihr Kündigungsrecht nach § 111 VVG, ein Schaden kostet Sie also nicht sofort den Vertrag. Wie ein D&O-Fall abläuft, zeigt unsere Seite zum D&O-Schaden.
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Häufige Fragen zur D&O-Versicherung der VOV
Ist die VOV selbst ein Versicherer?
Nein, die VOV GmbH ist ein Assekuradeur, der im Namen der Versicherer Verträge abschließt und verwaltet. Verpflichtet sind die vier Versicherer der VOV Versicherungsgemeinschaft: Generali, HDI Global Specialty, Inter und Nürnberger. Sie haften mit den Anteilen, die im Versicherungsschein stehen, eine Klage richtet sich nur gegen den führenden Versicherer.
Kann ich die ChefSache der VOV online abschließen?
Ja, die öffentliche ChefSache können Sie direkt über die Online-Abschlussstrecke der VOV abschließen. Die VOV VEMA ChefSache mit erweiterten Leistungen gibt es dagegen nur über Vermittler, die der VEMA eG angehören. Das gilt auch für das VEMA-Deckungskonzept der Unternehmens-D&O.
Wie melde ich einen Schaden bei der VOV?
Einen Schaden melden Sie der VOV über ihr Kontaktformular, per Telefon oder per E‑Mail. Mit der ChefSache können Sie sich wahlweise zuerst an die ChefLine wenden, deren Kanzlei auf Wunsch auch den Antrag auf Deckung koordiniert. Als Versicherungsfall gilt die erste Inanspruchnahme in Textform, nicht schon die Pflichtverletzung.
Wie kündige ich meine D&O-Versicherung bei der VOV?
Nach den Bedingungen der VOV verlängern sich Unternehmens-D&O und ChefSache jeweils um ein Jahr, wenn Sie nicht spätestens drei Monate vor Ablauf in Textform kündigen. Beim Vereinstarif reicht nach den Unterlagen der VOV eine Kündigung einen Monat vor Ablauf. Bevor Sie kündigen, sollten Sie prüfen, welche Nachmeldefrist Ihnen danach bleibt.
Zahlt die VOV, wenn das Finanzamt den Geschäftsführer in Haftung nimmt?
Die Bedingungen der Unternehmens-D&O und der ChefSache schließen Inanspruchnahmen nach §§ 34 und 69 der Abgabenordnung ausdrücklich ein. Das betrifft vor allem Steuern, die das Unternehmen in der Krise nicht mehr abgeführt hat.
Gilt die ChefSache auch bei Ansprüchen aus den USA?
Die ChefSache gilt im gesetzlichen Rahmen weltweit. Für Schadenersatz, der in den USA oder in Kanada geltend gemacht wird oder auf US-Recht beruht, übernimmt die VOV aber nur die Abwehrkosten. Eine Ausnahme gilt für Klagen von Aktionären, die ohne Zutun des Versicherten erhoben werden.
Was passiert mit meiner Nachmeldefrist, wenn ich den Versicherer wechsle?
In der ChefSache bleiben die zwölf Jahre unverfallbar, auch wenn Sie danach bei einem anderen Versicherer abschließen. Im VEMA-Deckungskonzept der Unternehmens-D&O entfällt die Nachmeldefrist nach den VEMA-Unterlagen der VOV ebenfalls nicht beim Versichererwechsel. Voraussetzung ist bei der ChefSache, dass die erste Versicherungsperiode mindestens ein Jahr gedauert hat.
Wo kann ich mich über die VOV beschweren?
Die VOV nimmt Beschwerden über ihr eigenes Beschwerdemanagement an. Kommen Sie dort nicht weiter, ist der Versicherungsombudsmann e. V. als Schlichtungsstelle zuständig, für die VOV GmbH und grundsätzlich bei Verbrauchern auch für die Versicherer der Gemeinschaft.
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