Das erwartet Sie hier
Die Zurich versichert kleine und mittlere Unternehmen bis 25 Millionen Euro Jahresumsatz mit dem Firmen CyberSchutz. Es gibt ihn in zwei Stufen: Basis deckt die zentralen Cyber-Risiken, Top ergänzt technische Störungen, Cyber-Erpressung und weitere Haftpflichtfälle.
Inhalt dieser SeiteDas Wichtigste in Kürze
- Die Cyber-Versicherung der Zurich erreicht in unserer Gesamtauswertung 83 von 100 Punkten und steht damit punktgleich mit Ergo und Hiscox auf Rang drei der zehn gezeigten Anbieter.
- Im Kundenurteil von ServiceValue 2026 erhält die Zurich gesamt die Stufe „Beste“ und gilt dort als 8-Jahres-Sieger.
- Cyber-Erpressung, Medienhaftpflicht und Ausfälle durch technische Probleme sind nur im Top-Schutz versichert, nicht im Basis-Schutz.
- Der Basis-Schutz kostet ab 170 € im Jahr, der Top-Schutz ab 189 €, berechnet für einen kleinen Immobilienbetrieb mit 100.000 € Versicherungssumme.
- Für Handwerk, Produktion und Heilberufe passt der Firmen CyberSchutz, für Betreiber von Online-Handelsplattformen nicht: Diese Branche versichert die Zurich gar nicht.
Zurich auf einen Blick
Wie gut ist die Zurich?
83 von 100 Punkten
in unserer Gesamtauswertung
- Franke und Bornberg 2026: „FF+“ (Firmen CyberSchutz Top)
- ServiceValue 2026: „Beste“ im Kundenurteil
- Unbegrenzte Rückwärtsversicherung im Top-Schutz
Die Bedingungen des Firmen CyberSchutz Top bewertet Franke und Bornberg 2026 mit FF+. Firmenkunden geben der Zurich bei ServiceValue 2026 gesamt die Stufe „Beste“.
Mit 83 von 100 Punkten steht die Zurich auf Rang drei von zehn. Den Ausschlag gibt das Kundenurteil, beim Bedingungsrating liegt sie zwei Stufen unter der Bestnote.
Was kostet sie?
Die Zurich rechnet den Beitrag nach Branche, Umsatz und Versicherungssumme, dazu kommen die gewählte Stufe und der Selbstbehalt. Ihre eigenen Beispiele gelten für einen Immobilienbetrieb mit bis zu 249.999 Euro Jahresumsatz, ohne Zusatzbausteine wie den Cyber-Betrug.
| Profil | Versicherungssumme | Beitrag im Jahr |
|---|---|---|
| Immobilienbetrieb bis 249.999 € Umsatz, Basis-Schutz, Selbstbehalt 1.000 € | 100.000 € | 170 € |
| Immobilienbetrieb bis 249.999 € Umsatz, Top-Schutz, Selbstbehalt 1.000 € | 100.000 € | 189 € |
Beide Beiträge hat die Zurich am 15.02.2026 berechnet. Der Schritt von Basis zu Top kostet in diesem Profil 19 Euro im Jahr mehr. Mit höherem Umsatz, sensibleren Daten oder einer höheren Summe steigt der Beitrag.
Für wen passt sie?
- Handwerk: Basis-Schutz ab 170 Euro im Jahr, Bedienfehler sind als Gefahr schon dort versichert
- Produktion: Vertragsstrafen bei Lieferverzug nach einem Ausfall und Haftzeit von 180 Tagen im Top-Schutz
- Heilberufe: Benachrichtigungskosten und Bußgelder der Datenschutzbehörde sind versichert, soweit das Recht es zulässt
- Handel: Online-Handelsplattformen und Zahlungsdienstleister nimmt die Zurich nicht an
Was hinter jeder Einordnung steckt, steht mit Konditionen und Stolperfallen im Kapitel Für Ihre Gruppe.
Wer steckt hinter der Zurich?
Risikoträger ist die Zurich Insurance Europe AG mit Sitz in Frankfurt am Main, die Schaden- und Unfallgesellschaft der Zurich Insurance Group in der EU. Ihre Solvenzquote lag Ende 2025 bei 153 Prozent, nach 141 Prozent im Vorjahr (Quelle: Solvency and Financial Condition Report 2025 der Zurich Insurance Europe AG). Standard and Poor’s bewertet ihre Finanzstärke mit AA (Stand 31.12.2025).
Das Trustpilot-Profil Zurich Deutschland steht bei 2,6 von 5 Sternen aus 430 Bewertungen, abgerufen am 01.10.2026. Der Wert gilt dem Gesamtunternehmen über alle Sparten, nicht der Cyber-Versicherung.
- Risikoträger
Zurich Insurance Europe AG, Frankfurt am Main, Zurich Insurance Group - Tarife
Firmen CyberSchutz Basis und Top für Firmenkunden bis 25.000.000 € Jahresumsatz - Finanzstärke
Solvenzquote 153 % (SFCR 2025), Standard and Poor’s AA - Neugeschäft
Offen, mit Firmen CyberSchutz Basis und Firmen CyberSchutz Top
Cyber-Versicherung der Zurich im Test (2026)
Gesamtwertung aus allen Testergebnissen
In die Gesamtwertung der Zurich fließen zwei Erhebungen aus 2026 ein: das Rating gewerblicher Cyber-Tarife von Franke und Bornberg und das Kundenurteil Beste Cyberversicherer von ServiceValue.
Die Zurich Cyber-Versicherung erhält von möglichen 100 Punkten:
83
Die Gesamtwertung fasst das Rating von Franke und Bornberg (2026) und das Kundenurteil von ServiceValue (2026) zusammen. Wurde ein Anbieter in einem Test nicht bewertet, fließt dieser Test nicht in seine Gesamtwertung ein.
Punktgleich mit Ergo und Hiscox belegt die Zurich Rang drei der zehn gezeigten Anbieter. Nur Provinzial und VHV liegen mit je 86 Punkten vor ihr.
Zur Gesamtauswertung der Cyber-Versicherung
Der Franke und Bornberg Test
| Tarif | Ratingnote |
|---|---|
| Firmen CyberSchutz Top | FF+ |
Franke und Bornberg bewertet gewerbliche Cyber-Versicherungen nur anhand der Vertragsunterlagen, Werbeaussagen zählen nicht. Maßstab ist ein mittelständischer Betrieb mit bis zu 250 Mitarbeitern und Schwerpunkt in Europa, 2026 sind es 153 Kombinationen von 27 Gesellschaften (Quelle: Franke und Bornberg).
Der Firmen CyberSchutz Top erreicht FF+, die dritte von sieben Stufen. Die Noten „Hervorragend“ und „Sehr gut“ vergibt das Institut 2026 nur an sechs Versicherer, die Zurich gehört nicht dazu. Beitrag, Service und Schadenregulierung bewertet das Rating nicht.
Das ServiceValue Kundenurteil
| Kategorie | Urteil der Kunden |
|---|---|
| Kundenberatung | Beste |
| Schutz und Vorsorge | Beste |
| Kundenkommunikation | Top |
| Preis-Leistungs-Verhältnis | Beste |
| Gesamtbewertung | Beste |
Für das Kundenurteil Beste Cyberversicherer 2026 hat ServiceValue gemeinsam mit FOCUS MONEY im April 2026 online 1.688 Kundenurteile zu 25 Versicherern eingeholt. Gefragt wird nach 15 Merkmalen in vier Kategorien, gemessen wird die Wahrnehmung der Kunden und nicht der Tarif (Quelle: ServiceValue).
Die Zurich erreicht gesamt die Stufe „Beste“ und zählt damit zu acht von 25 Gesellschaften mit diesem Urteil. In der Kundenkommunikation reicht es für „Top“, in den drei übrigen Kategorien für „Beste“. ServiceValue führt die Zurich als 8-Jahres-Sieger.
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Im Vergleich zu anderen Cyber-Versicherungen
Zurich im Marktvergleich
Ein Strich heißt: In dieser Erhebung wurde der Anbieter nicht untersucht.
Mit 83 von 100 Punkten gehört die Zurich zusammen mit Ergo und Hiscox auf Rang drei zur Spitzengruppe der Auswertung. Ihr Kundenurteil „Beste“ teilt sie mit der Spitze, beim Bedingungsrating liegt sie mit FF+ gleichauf mit den meisten Anbietern der Tabelle.
Ein stärkeres Bedingungsrating hat die HDI mit FFF in allen vier Kombinationen, die Bestnote „Hervorragend“ erreicht 2026 nur die Provinzial. Gleich bewertet und von unseren Experten empfohlen ist die Hiscox, die in CyberClear Plus für kleine Betriebe auf eine Selbstbeteiligung verzichtet. Ebenfalls auf 83 Punkte kommt die Ergo mit einem eigenen Branchentarif.
Alle Cyber-Versicherungen im Vergleich
Tarife und Leistungen der Cyber-Versicherung der Zurich
Beide Stufen des Firmen CyberSchutz enthalten Krisenmanagement, IT-Forensik, Daten- und Systemwiederherstellung, den Ersatz beschädigter Hardware, den Ertragsausfall bei einer Betriebsunterbrechung und die Haftpflicht nach einer Informationssicherheitsverletzung. Der Unterschied liegt bei den Auslösern und Zusatzdeckungen.
| Tarif | Technische Probleme | Cyber-Erpressung | Medienhaftpflicht | Rückwärtsversicherung |
|---|---|---|---|---|
| Firmen CyberSchutz Basis | Nein | Nein | Nein | 24 Monate |
| Firmen CyberSchutz Top | Ja | Ja | Ja | Unbegrenzt |
Firmen CyberSchutz Basis
Der Basis-Schutz deckt die Informationssicherheitsverletzung und Bedienfehler als versicherte Gefahren. Er zahlt IT-Forensik, PR-Kosten, die Wiederherstellung von Daten und Systemen, den Austausch zerstörter Hardware und die Kosten nach einer Datenschutzverletzung. Fällt der Betrieb nach einem Angriff aus, ersetzt die Zurich Ertragsausfall und Mehrkosten, auch wenn ein externer IT-Dienstleister ausfällt.
Nicht enthalten sind technische Probleme wie Stromausfall, Hardwarefehler oder Überhitzung, ebenso die Betriebsunterbrechung durch einen Bedienfehler. Cyber-Erpressung, Medienhaftpflicht, die Freistellung externer Datenverarbeiter und Vertragsstrafen nach dem Kartenzahlungsstandard PCI-DSS fehlen ganz. Die Rückwärtsversicherung reicht 24 Monate zurück (Bedingungsstand 07.2025).
Firmen CyberSchutz Top
Der Top-Schutz versichert zusätzlich technische Probleme als Gefahr und zahlt den Ertragsausfall auch nach Bedienfehlern und nach technischen Störungen beim IT-Dienstleister. Neu dazu kommen E-Discovery, also die Sicherung elektronischer Beweismittel, die Cyber-Erpressung und Vertragsstrafen, wenn der Betrieb nach einem Ausfall Liefer- oder Abnahmepflichten nicht erfüllt. Auf der Haftpflichtseite deckt er die Medienhaftpflicht, die Freistellung externer Datenverarbeiter und PCI-DSS-Vertragsstrafen.
Die Rückwärtsversicherung ist im Top-Schutz unbegrenzt. Nur hier lässt sich der Baustein Cyber-Betrug gegen Zuschlag und nach weiteren Risikofragen einschließen. Er zahlt bei Fake-President-Betrug, gefälschten Lieferantenrechnungen und unautorisierter Nutzung der Telefonanlage, begrenzt auf 15 Prozent der Versicherungssumme und höchstens 100.000 Euro (Bedingungsstand 04.2024).
Betriebsarten und Annahmegrenzen
Der Firmen CyberSchutz richtet sich an Firmenkunden bis 25 Millionen Euro Jahresumsatz, einen Mindestumsatz gibt es nicht. Ausgeschlossen sind unter anderem Fluggesellschaften, Flughäfen, Rundfunkanstalten, Verlage, Filmproduktionen, Datenbankanbieter, soziale Netzwerke, Kreditkartenunternehmen und Zahlungsdienstleister, Online-Handelsplattformen, Glücksspielanbieter, die Rüstungsindustrie sowie Kohle-, Öl- und Gasförderung. Mischbetriebe sind versicherbar, wenn jede ihrer Branchen zeichenbar ist.
Für die Versicherungssumme nennt die Zurich eine Faustformel: zehn Prozent des Jahresumsatzes, dazu 40 Euro je gespeichertem Kundendatensatz und 75 Euro je Bank- oder Kreditkartendatensatz. Hängt der Betrieb mittel oder stark von seiner IT ab, kommen ein oder zwei Prozent des Umsatzes dazu. Ein Betrieb mit einer Million Euro Umsatz, 2.000 Kundendatensätzen und hoher IT-Abhängigkeit käme so auf 200.000 Euro (Beispielrechnung unserer Redaktion nach dieser Formel).
Vor dem Abschluss stehen Risikofragen zur IT-Sicherheit, darunter Virenschutz, individuelle Zugänge für Mitarbeiter und eine regelmäßige Datensicherung. Wer eine dieser Mindestvoraussetzungen verneint, bekommt kein Angebot. Im Vertrag steht zudem die Obliegenheit, Mitarbeiter regelmäßig zu IT-Sicherheit und Datenschutz zu schulen.
Basis oder Top: Cyber-Bausteine gegenüberstellen
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Die Cyber-Versicherung der Zurich für Ihre Gruppe
IT und Freelancer
Für IT-Dienstleister ist der Firmen CyberSchutz eine Ergänzung, kein Ersatz: Ansprüche von Kunden aus fehlerhaften IT-Leistungen versichert die Zurich über die eigene IT-Haftpflicht IT SafeCare. Diese enthält zwar einige Cyber-Eigenschadenbausteine, aber kein Krisenmanagement. Die Cyber-Versicherung greift nicht nachrangig und zahlt deshalb zuerst. Einen Nachlass für Betriebe mit beiden Verträgen gewährt die Zurich derzeit nicht.
Handwerk
Kleine Handwerksbetriebe kommen schon mit dem Basis-Schutz an Datenwiederherstellung, Hardwareersatz und Ertragsausfall nach einem Angriff. Das Musterbeispiel der Zurich ist ein Handwerker, der einen verseuchten E‑Mail-Anhang öffnet und damit alle Rechner im Netz lahmlegt. Die Stolperfalle: Steht der Betrieb still, weil jemand einen Bedienfehler macht oder Hardware ausfällt, zahlt nur der Top-Schutz den Ertragsausfall.
Bau
Bauunternehmen trifft vor allem der Zahlungsbetrug: Kriminelle ändern die Kontodaten in einer echten Rechnung, und das Geld geht auf ein falsches Konto. Diesen Lieferantenbetrug deckt nur der Baustein Cyber-Betrug, und den gibt es ausschließlich im Top-Schutz, begrenzt auf höchstens 100.000 Euro. Vertragsstrafen bei Verzug nach einem Systemausfall sind ebenfalls nur im Top-Schutz versichert.
Handel
Für Händler mit eigenem Online-Shop zahlt die Zurich den Ertragsausfall, wenn der Shop nach einem Angriff nicht erreichbar ist. Wer Kartenzahlungen annimmt, braucht den Top-Schutz, denn nur dort sind Vertragsstrafen nach dem PCI-DSS-Standard versichert. Nicht versicherbar sind Online-Handelsplattformen, Kreditkartenunternehmen und Zahlungsdienstleister, für Marktplatz-Betreiber ist der Firmen CyberSchutz deshalb keine Lösung.
Heilberufe
Praxen speichern Gesundheitsdaten und haften bei einem Datenleck gegenüber ihren Patienten. Der Firmen CyberSchutz übernimmt die vorgeschriebene Benachrichtigung der Betroffenen, Abwehr- und Anwaltskosten sowie Bußgelder der Datenschutzbehörde, soweit sie versicherbar sind. Für die Summe zählt jeder Patientendatensatz: Die Faustformel der Zurich setzt 40 Euro je Datensatz an, eine große Kartei treibt die empfohlene Versicherungssumme deshalb schnell nach oben.
Produktion
Für Produktionsbetriebe zählt der Stillstand. Die Zurich zahlt den Ertragsausfall bis zu 180 Tage lang (Bedingungsstand 07.2025), im Top-Schutz auch nach technischen Problemen und Bedienfehlern. Nur dort sind außerdem Vertragsstrafen versichert, wenn Lieferungen nach einem Ausfall platzen. Nicht versicherbar sind unter anderem Rüstungs- und Tabakhersteller sowie Betriebe der Kohle-, Öl- und Gasförderung.
Cyber-Versicherung für Ihre Berufsgruppe
Preise der Cyber-Versicherung der Zurich
Was Sie für den Firmen CyberSchutz zahlen, hängt von Branche, Umsatz und IT-Abhängigkeit ab, außerdem davon, welche Daten Sie speichern und welche Stufe und Versicherungssumme Sie wählen. Den Selbstbehalt bemisst die Zurich am Umsatz, der Rechner schlägt ihn vor und lässt nur bestimmte Stufen zu.
Für einen kleinen Immobilienbetrieb mit bis zu 249.999 Euro Umsatz, 100.000 Euro Versicherungssumme und 1.000 Euro Selbstbehalt nennt die Zurich 170 Euro im Jahr für den Basis-Schutz und 189 Euro für den Top-Schutz. Zusatzbausteine wie der Cyber-Betrug sind darin nicht enthalten, berechnet hat die Zurich die Beiträge am 15.02.2026.
Das unterste Umsatzband reicht von null bis 249.999 Euro, der Beispielbetrieb liegt also in der günstigsten Stufe. Der Baustein Cyber-Betrug kostet einen Zuschlag. Ein Präventionsangebot mit Onlinetrainings und Phishing-Simulationen bietet der Dienstleister Perseus separat an, Zurich-Kunden erhalten darauf im ersten Jahr 25 Prozent Rabatt.
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Branche, Umsatz und Versicherungssumme eingeben, dann zeigt der Rechner unseres Partners Thinksurance die Beiträge mehrerer Versicherer nebeneinander.
Stärken und Schwächen
Wichtige Leistungen einer Cyber-Versicherung
Eine Cyber-Versicherung zahlt, wenn ein Hackerangriff, eine Schadsoftware oder ein Datenleck Ihren Betrieb trifft. Sie ersetzt Eigenschäden wie die Wiederherstellung von Systemen und Daten und, je nach Vertrag, den Ertragsausfall während des Stillstands. Berechtigte Forderungen Dritter nach einem Datenabfluss übernimmt die Cyber-Haftpflicht, unberechtigte wehrt der Versicherer ab. Im Ernstfall zählen außerdem Notfallhotline, IT-Forensik, spezialisierte Anwälte und Krisenkommunikation. Entscheidend sind die versicherten Bausteine, die Obliegenheiten zur IT-Sicherheit und eine Versicherungssumme, die zu Ihrem Betrieb passt.
Stärken der Zurich
- Niedriger Einstieg: Basis-Schutz ab 170 Euro im Jahr für kleine Betriebe
- Krisenhotline des Dienstleisters Perseus an 365 Tagen rund um die Uhr
- Ertragsausfall bis 180 Tage, auch beim Ausfall eines externen IT-Dienstleisters
- Unbegrenzte Rückwärtsversicherung im Top-Schutz
- Vertragsstrafen aus Geheimhaltungsvereinbarungen und private Geräte der Mitarbeiter mitversichert
- Faustformel der Zurich hilft, eine passende Versicherungssumme zu finden
Schwächen der Zurich
- Cyber-Erpressung, Medienhaftpflicht und technische Störungen nur im Top-Schutz
- Cyber-Betrug nur als Baustein im Top-Schutz, begrenzt auf 15 Prozent der Summe und höchstens 100.000 Euro
- Kein automatisches Bedingungsupdate, neue Bedingungen gibt es nur per Umstellung zur Fälligkeit
- Lange Liste nicht versicherbarer Branchen, darunter Online-Handelsplattformen und Verlage
- Nur Einjahresverträge, Fünfjahresverträge mit Nachlass bietet die Zurich nicht an
- Bedingungsrating FF+, zwei Stufen unter der Bestnote der Sparte
Erfahrungen und Beschwerden
Bewertungen auf Bewertungsplattformen
Auf Trustpilot kommt das Profil Zurich Deutschland auf 2,6 von 5 Sternen bei 430 Bewertungen, abgerufen am 01.10.2026. Der Wert gilt dem gesamten Konzern über alle Sparten und vor allem dem Privatkundengeschäft, nicht der Cyber-Versicherung für Firmen. Er misst damit etwas anderes als das Kundenurteil von ServiceValue, in dem Firmenkunden ihren Cyber-Versicherer bewerten.
Was Kunden berichten
Die jüngsten Bewertungen auf Trustpilot loben vor allem die persönliche Betreuung durch die Agenturen vor Ort und eine zügige Schadenregulierung. Kritik richtet sich gegen unbeantwortete Anfragen an den Kundenservice, auch nach mehreren Erinnerungen. Bewertungen, die sich ausdrücklich auf den Firmen CyberSchutz beziehen, finden sich dort nicht.
Unsere Einschätzung als Experten
Einordnung
Die Zurich gehört bei der Cyber-Versicherung zur Spitzengruppe. Firmenkunden bewerten sie bei ServiceValue seit acht Jahren mit dem höchsten Urteil, das Bedingungswerk des Top-Schutzes liegt bei Franke und Bornberg mit FF+ im breiten Mittelfeld der guten Tarife.
Der praktische Wert liegt in der klaren Zweiteilung: Der Basis-Schutz ist ein günstiger Einstieg für kleine Betriebe, der Top-Schutz schließt die Lücken bei Erpressung, technischen Ausfällen und Vertragsstrafen. Wer sich für die Zurich entscheidet, sollte in den meisten Fällen zum Top-Schutz greifen.
Für wen ja, für wen nein
Ja für kleine und mittlere Firmen bis 25 Millionen Euro Umsatz, die einen Versicherer mit sehr gutem Kundenurteil und eine Krisenhotline aus einer Hand suchen. Ja auch für Produktionsbetriebe und Praxen, die im Top-Schutz Vertragsstrafen, lange Haftzeiten und Datenschutzkosten abgesichert haben wollen.
Nein für Betriebe aus den ausgeschlossenen Branchen, etwa Marktplätze, Verlage oder Zahlungsdienstleister. Nein auch für Firmen, die ein Bedingungswerk mit Bestnote suchen: Höher bewertet Franke und Bornberg zum Beispiel die HDI. Privathaushalte finden passende Tarife bei den Cyber-Versicherungen für Privatpersonen.
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Häufige Fragen zur Cyber-Versicherung der Zurich
Welche Cyber-Versicherung bietet die Zurich für Unternehmen an?
Die Zurich verkauft den Firmen CyberSchutz in den Stufen Basis und Top. Basis deckt Informationssicherheitsverletzungen und Bedienfehler mit Eigenschäden, Betriebsunterbrechung und Haftpflicht. Top ergänzt technische Probleme, Cyber-Erpressung, Medienhaftpflicht und Vertragsstrafen. Der Baustein Cyber-Betrug lässt sich nur zum Top-Schutz hinzunehmen.
Was kostet der Firmen CyberSchutz für einen kleinen Betrieb?
Die Zurich nennt ab 170 Euro im Jahr für den Basis-Schutz und ab 189 Euro für den Top-Schutz. Das gilt für einen Immobilienbetrieb mit bis zu 249.999 Euro Umsatz, 100.000 Euro Versicherungssumme und 1.000 Euro Selbstbehalt, berechnet am 15.02.2026. Andere Branchen, mehr Umsatz oder eine höhere Summe kosten mehr.
Welche Voraussetzungen zur IT-Sicherheit verlangt die Zurich?
Die IT muss ein Mindestmaß an Schutz haben: Virenschutz, individuelle Zugänge für Mitarbeiter und eine regelmäßige Datensicherung. Die Zurich fragt das im Antrag ab, und wer eine Mindestvoraussetzung verneint, bekommt kein Angebot. Außerdem verpflichtet der Vertrag dazu, die Mitarbeiter regelmäßig zu IT-Sicherheit und Datenschutz zu schulen.
Welche Branchen versichert die Zurich nicht?
Nicht versicherbar sind unter anderem Fluggesellschaften und Flughäfen, Rundfunkanstalten, Verlage und Filmproduktionen, soziale Netzwerke, Online-Handelsplattformen, Kreditkartenunternehmen, Zahlungsdienstleister und Anbieter digitaler Währungen. Ebenso ausgeschlossen sind Glücksspielanbieter, die Rüstungs- und Tabakindustrie sowie die Förderung von Kohle, Öl und Gas.
Wer hilft im Schadenfall, und wen rufe ich zuerst an?
Erster Ansprechpartner ist der Krisenmanager Perseus, den die Zurich als Dienstleister beauftragt hat. Er ist an 365 Tagen rund um die Uhr erreichbar, legt die nächsten Schritte fest und koordiniert IT-Forensiker, Anwälte und PR-Berater. Kommt der Kontakt nicht sofort zustande und muss ein eigener IT-Spezialist eingreifen, genehmigt die Zurich diese Notfallkosten im Rahmen der Grenzen nachträglich.
Zahlt die Zurich auch ein Lösegeld nach einem Erpressungsangriff?
Ja, aber nur im Top-Schutz, der Basis-Schutz enthält keine Cyber-Erpressung. Fordern die Täter eine Kryptowährung wie Bitcoin, erstattet die Zurich den Gegenwert in Euro zum aktuellen Kurs im Rahmen der Versicherungssumme.
Wie lange läuft der Vertrag?
Der Firmen CyberSchutz läuft ein Jahr und verlängert sich danach stillschweigend um jeweils ein weiteres Jahr, wenn ihn niemand fristgerecht kündigt. Mehrjährige Verträge bietet die Zurich nicht an. Ändert sich der Umsatz deutlich, muss der Versicherungsnehmer das melden, der Beitrag wird dann zur nächsten Fälligkeit angepasst.
Gelten neue Bedingungen der Zurich automatisch für meinen Vertrag?
Nein, eine Klausel für ein automatisches Update gibt es nicht, weder für Verbesserungen noch für Verschlechterungen. Legt die Zurich neue Bedingungen auf, bietet sie bestehenden Kunden zur nächsten Fälligkeit eine Umstellung an. Wer einen älteren Vertrag hat, sollte deshalb prüfen, ob etwa die Haftzeit von 180 Tagen schon gilt.
Brauche ich neben der Cyber-Versicherung eine Vertrauensschadenversicherung?
Häufig ja. Der Firmen CyberSchutz schließt vorsätzliche Straftaten und wissentliche Pflichtverletzungen eigener Mitarbeiter sowie die Haftung von Geschäftsführern aus. Diese Lücken schließen eine Vertrauensschadenversicherung und eine Manager-Haftpflichtversicherung, die Zurich empfiehlt beide ausdrücklich als Ergänzung.
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