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Helvetia Baloise ist die Versicherungsgruppe, die im Dezember 2025 aus dem Zusammenschluss der Schweizer Häuser Baloise und Helvetia entstanden ist. In Deutschland tritt sie seit 2026 unter der Marke Helvetia auf, die frühere Basler heißt also heute so. Für Firmen verkauft sie die Baloise Cyber-Police und, als günstigen Einstieg zur Firmen-Haftpflicht, den Zusatzbaustein Cyber-Basisrisiko.
Inhalt dieser SeiteDas Wichtigste in Kürze
- Die Cyber-Versicherung der Helvetia Baloise ist in unserer Gesamtauswertung nicht vertreten, ihr Bedingungswerk bewertet Franke und Bornberg 2026 mit „Sehr gut“ (FFF).
- Baloise und Helvetia haben am 05.12.2025 fusioniert, Risikoträger der Cyber-Versicherung ist weiter die Baloise Sachversicherung AG Deutschland in Bad Homburg.
- Die Baloise Cyber-Police zahlt eine Betriebsunterbrechung auch dann, wenn ein Cloud- oder IT-Dienstleister ohne jeden Hackerangriff ausfällt, bis 100.000 €.
- Versicherbar sind Betriebe bis 150 Millionen € Umsatz mit Summen bis 5.000.000 €, das Cyber-Basisrisiko deckt kleine Betriebe mit 50.000 €.
- Für Handel, Produktion und Handwerk passt die Baloise Cyber-Police, für IT-Dienstleister allein nicht: Ansprüche aus Fehlern in der eigenen Leistung schließen die Bedingungen aus.
Helvetia Baloise auf einen Blick
Wie gut ist die Helvetia Baloise?
Nicht in unserer Gesamtauswertung
- Franke und Bornberg 2026: „Sehr gut“ (FFF) für die Baloise Cyber-Police
- Betriebsunterbrechung bei Ausfall von Cloud- und IT-Dienstleistern ohne Hackerangriff
- Rückwärtsdeckung ohne zeitliche Begrenzung
Franke und Bornberg gibt der Baloise Cyber-Police 2026 die Note „Sehr gut“ (FFF), die zweitbeste von sieben Stufen. Diese Note oder eine bessere erreichen nur sechs von 27 bewerteten Versicherern.
In unserer Gesamtauswertung fehlt die Helvetia Baloise. Im Kundenurteil von ServiceValue 2026 bekam weder die Baloise noch die Helvetia eine Auszeichnung.
Was kostet sie?
Den Beitrag kalkuliert der Versicherer nach Branche, Umsatz und Versicherungssumme, dazu kommen die gewählten Bausteine wie Cyber-Betrug oder Lösegeld. Beitragsbeispiele veröffentlicht die Helvetia Baloise für ihre Cyber-Versicherung nicht, den Preis nennt erst das Angebot.
Ein fester Nachlass ist öffentlich: Wer eine Mitarbeiterschulung über perseus abschließt, zahlt laut Bedingungen und Leistungsübersicht 15 Prozent weniger Beitrag, solange der Schulungsvertrag läuft. Die Schulung selbst kostet extra.
Für wen passt sie?
- Handel: Online-Shop, Kartenzahlung und falsch umgeleitete Warensendungen sind eigene Leistungspunkte
- Produktion: Stillstand auch nach Stromausfall, Überhitzung oder Softwarefehler versicherbar, Haftzeit zwölf Monate
- Handwerk: Bedienfehler der eigenen Leute sind versichert, Einstieg auch per Zusatzbaustein zur Betriebshaftpflicht
- IT und Freelancer: Fehler in der eigenen IT-Leistung für Kunden braucht eine eigene IT-Haftpflicht
Was hinter jeder Einordnung steckt, steht mit Konditionen und Stolperfallen im Kapitel Für Ihre Gruppe.
Wer steckt hinter der Helvetia Baloise?
Risikoträger der Cyber-Versicherung ist die Baloise Sachversicherung AG Deutschland in Bad Homburg, bis 2021 als Basler Sachversicherungs-AG geführt. Sie gehört der Helvetia Baloise Holding AG in Basel, die am 05.12.2025 aus der Fusion von Baloise und Helvetia hervorging. Ende 2025 kam die Gesellschaft auf eine Solvenzquote von 209,1 Prozent, nach 172,9 Prozent im Vorjahr (Bericht über Solvabilität und Finanzlage 2025).
Rückversichert ist sie vor allem konzernintern bei der Baloise Versicherung AG in der Schweiz, die Standard and Poor’s 2025 mit A+ bewertet hat. Seit Februar 2026 treten die deutschen Gesellschaften gemeinsam unter der Marke Helvetia auf, rechtlich bestehen sie vorerst getrennt weiter. Auf Trustpilot kommt das Profil des deutschen Hauses auf 3,4 von 5 Sternen bei 311 Bewertungen.
- Risikoträger
Baloise Sachversicherung AG Deutschland, Bad Homburg, Helvetia Baloise Holding AG (Basel) - Tarife
Baloise Cyber-Police mit 100.000 € bis 5.000.000 € Versicherungssumme für Betriebe bis 150 Millionen € Umsatz; Cyber-Basisrisiko mit 50.000 € als Zusatz zur Firmen-Haftpflicht - Finanzstärke
Solvenzquote 209,1 % (SFCR 2025, Vorjahr 172,9 %); konzerninterner Rückversicherer Baloise Versicherung AG mit A+ von Standard and Poor’s (2025) - Neugeschäft
Offen, mit Baloise Cyber-Police und Cyber-Basisrisiko unter der Marke Helvetia
Cyber-Versicherung der Helvetia Baloise im Test (2026)
Gesamtwertung aus allen Testergebnissen
Die Gesamtwertung fasst das Rating von Franke und Bornberg (2026) und das Kundenurteil von ServiceValue (2026) zusammen. Wurde ein Anbieter in einem Test nicht bewertet, fließt dieser Test nicht in seine Gesamtwertung ein. Die Helvetia Baloise ist in der aktuellen Auswertung nicht vertreten, obwohl Franke und Bornberg ihr Bedingungswerk mit „Sehr gut“ benotet. ServiceValue hat 2026 die Baloise und die Helvetia als zwei getrennte Gesellschaften untersucht, unter den 15 ausgezeichneten Gesellschaften ist keine der beiden.
Zur Gesamtauswertung der Cyber-Versicherung
Der Franke und Bornberg Test
Franke und Bornberg prüft gewerbliche Cyber-Versicherungen ausschließlich anhand der Vertragsunterlagen, Werbeaussagen zählen nicht. Maßstab ist ein mittelständischer Betrieb mit bis zu 250 Mitarbeitern und Schwerpunkt in Europa, jede Kombination mit Zusatzbausteinen wird einzeln benotet. 2026 hat das Institut 153 solcher Kombinationen von 27 Gesellschaften bewertet (Quelle: Franke und Bornberg).
| Tarif | Ratingnote |
|---|---|
| Baloise Cyber-Police, auch kombinierbar mit Betriebsunterbrechung und Cyber-Betrug | Sehr gut (FFF) |
Mit FFF steht die Baloise Cyber-Police auf der zweiten von sieben Stufen, über ihr liegt nur FFF+ („Hervorragend“). Die Bestnote erreicht 2026 allein die Provinzial, „Sehr gut“ außerdem nur Alte Leipziger, Gothaer, HDI und VHV. Beitrag, Service und Schadenregulierung bewertet das Rating nicht.
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Im Vergleich zu anderen Cyber-Versicherungen
Helvetia Baloise im Marktvergleich
Ein Strich heißt: In dieser Erhebung wurde der Anbieter nicht untersucht.
Unter den zehn Anbietern der Tabelle steht die Helvetia Baloise nicht. Mit „Sehr gut“ gehört ihr Bedingungswerk zu den sechs bestbenoteten bei Franke und Bornberg, im Kundenurteil von ServiceValue fehlt ihr dagegen die Auszeichnung, die neun der zehn gezeigten Anbieter tragen.
Alle Cyber-Versicherungen im Vergleich
Alle Cyber-Versicherungen im Vergleich
Tarife und Leistungen der Cyber-Versicherung der Helvetia Baloise
Beide Cyber-Angebote laufen über die Baloise Sachversicherung AG Deutschland und tragen weiter den Namen Baloise. Für beide gelten unbegrenzte Rückwärtsdeckung, Schutz bei weltweiten Schäden, fünf Jahre Nachhaftung und die Nutzung privater Geräte im Betrieb.
| Tarif | Abschluss | Versicherungssumme | Betriebsunterbrechung | Haftzeit |
|---|---|---|---|---|
| Baloise Cyber-Police | Eigener Vertrag | 100.000 € bis 5.000.000 €, Einstieg 50.000 € | Bis zur Versicherungssumme, Ausfall von Dienstleistern und technische Probleme je bis 100.000 € | 12 Monate |
| Cyber-Basisrisiko | Zusatzbaustein zur Firmen-Haftpflicht | 50.000 € | Bis 10.000 € | 6 Monate |
Baloise Cyber-Police
Die Baloise Cyber-Police besteht aus drei Teilen: Kosten, Eigenschäden und Drittschäden. Nach einer Informationssicherheitsverletzung zahlt sie Soforthilfe und IT-Forensik, die Benachrichtigung Betroffener samt Callcenter, Krisenkommunikation und Systemverbesserungen danach. Versichert sind Angriffe, unberechtigte Zugriffe und ausdrücklich auch Bedienfehler mitversicherter Personen. Für Soforthilfe, Forensik und die Abwehr von Ansprüchen fällt kein Selbstbehalt an (Allgemeine Versicherungsbedingungen für die Cyberversicherung, Stand 04.25).
Bei den Eigenschäden stehen Betriebsunterbrechung, Mehrkosten, Datenwiederherstellung und Cyber-Erpressung im vollen Umfang der Versicherungssumme bereit. Die Besonderheit ist der Ausfall eines Cloud-Anbieters, IT-Dienstleisters oder Rechenzentrums: Die Baloise Cyber-Police zahlt den Ertragsausfall dann auch ohne Hackerangriff, bei bezahlten wie bei kostenlos genutzten Diensten. Dasselbe gilt für technische Probleme wie Stromausfall, Überspannung, Überhitzung, Software- oder Hardwarefehler. Beide Bausteine sind auf 100.000 Euro begrenzt und lassen sich abwählen.
Eigene Grenzen von je 100.000 Euro haben außerdem Lösegeld, Cyber-Diebstahl im Zahlungsverkehr und beim Warenversand, Bußgelder, Ersatz-Hardware, Cyber-Betrug wie Fake-President-Fälle und Belohnungsgelder. Lösegeld und Cyber-Betrug sind nur versichert, wenn der Versicherungsschein sie nennt. Die Haftpflicht deckt Datenschutzverletzungen, rechtswidrige elektronische Kommunikation, Forderungen von Kartenzahlungsdienstleistern und Vertragsstrafen wegen verletzter Geheimhaltungspflichten (Leistungsübersicht Baloise Cyber-Police, Stand 07.26).
Verbessert der Versicherer die Bedingungen ohne Mehrbeitrag, gelten sie über die Leistungs-Update-Garantie sofort auch für bestehende Verträge. Gegen Zuschlag kommt der Rechtsschutz JurCyber dazu, den Baloise seit April 2025 mit Roland Rechtsschutz anbietet. Er hilft unter anderem, eigene Schadenersatz- und Unterlassungsansprüche nach einem Cyber-Schaden durchzusetzen.
Cyber-Basisrisiko
Das Cyber-Basisrisiko ist kein eigener Vertrag, sondern ein Zusatzbaustein zur Firmen-Haftpflicht der Helvetia Baloise, den es seit April 2024 gibt. Er deckt mit 50.000 Euro je Versicherungsjahr die wichtigsten Kosten-, Eigen- und Drittschäden ab: Forensik und Soforthilfe, Krisenkommunikation, Datenwiederherstellung, Cyber-Erpressung und Haftpflichtansprüche nach einem Datenabfluss.
Die Grenzen sind deutlich enger als in der Baloise Cyber-Police. Betriebsunterbrechung, Mehrkosten und Datenwiederherstellung sind auf je 10.000 Euro begrenzt, die Haftzeit beträgt sechs Monate. Der Ausfall von Dienstleistern, technische Probleme, Lösegeld, Cyber-Betrug und die Leistungs-Update-Garantie fehlen ganz (Leistungsübersicht Cyber-Basisrisiko, Stand 07.26).
Betriebsarten und Annahmegrenzen
Über das Antragsmodell mit wenigen Risikofragen schließen kleine und mittlere Betriebe ab. Seit April 2024 gehören dazu auch Steuerberater, Ärzte, Rechtsanwälte, Psychologen und Bewachungsunternehmen. Betriebe ab zehn Millionen Euro Umsatz erhalten ein individuelles Angebot, seit April 2025 versichert der Anbieter Firmen bis 150 Millionen Euro Umsatz.
Vor jedem Schaden gelten feste Pflichten zur IT-Sicherheit: eigene Zugänge mit sicheren Passwörtern für alle Nutzer, Zusatzschutz wie Zwei-Faktor-Anmeldung für Server am Internet, aktueller Virenschutz, unverzügliches Einspielen von Sicherheitspatches und mindestens wöchentliche Backups, auf die ein Angreifer nicht gleichzeitig zugreifen kann. Eigene Betriebsstätten und Server sind nur in Deutschland versichert, ausländische Standorte nur nach Vereinbarung.
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Die Cyber-Versicherung der Helvetia Baloise für Ihre Gruppe
IT und Freelancer
IT-Dienstleister bekommen mit der Baloise Cyber-Police Schutz für die eigenen Systeme und eine Cyber-Haftpflicht, etwa nach einem Datenabfluss bei Kundendaten. Ansprüche auf Erfüllung, Nacherfüllung oder Ersatz wegen einer mangelhaften Leistung schließen die Bedingungen aber aus. Wer für Kunden programmiert oder Systeme betreut, braucht dafür eine eigene IT-Haftpflicht. Stolperfalle im Betrieb: Ein Stillstand durch die Einführung neuer Software mit neuer Hauptversionsnummer ist nicht versichert, Sicherheitsupdates dagegen schon.
Handwerk
Kleine Handwerksbetriebe ohne eigene IT-Abteilung profitieren davon, dass Bedienfehler der eigenen Leute als Auslöser eines Schadens versichert sind. Wer schon eine Betriebshaftpflicht bei der Helvetia Baloise hat, kann mit dem Cyber-Basisrisiko günstig einsteigen. Die Stolperfalle sind die Pflichten: Backups mindestens einmal pro Woche und vom Netz getrennt, sonst riskiert der Betrieb die Leistung.
Bau
Bauunternehmen trifft häufig Zahlungsbetrug bei Rechnungen und Abschlagszahlungen. Die Baloise Cyber-Police ersetzt bis 100.000 Euro, wenn Täter über einen Hackerangriff eine mitversicherte Person täuschen, etwa als falscher Chef oder Lieferant. Der Baustein muss im Versicherungsschein stehen. Er greift nicht, wenn Inhaber oder Geschäftsführer selbst getäuscht werden, und nicht bei Überweisungen, die eigene Mitarbeiter manipulieren.
Handel
Für Händler sind mehrere Leistungen ausdrücklich geregelt: Forderungen von Kartenzahlungsdienstleistern nach Verstößen gegen den Sicherheitsstandard PCI, Mehrkosten für umgeleitete oder falsch ausgelieferte Warensendungen und Kulanzgutscheine für Kunden nach einem Ausfall, je bis 100.000 Euro. Fällt der Shop aus, zahlt die Betriebsunterbrechung bis zu zwölf Monate. Stolperfalle: Ein Ausfall beim Wechsel auf ein neues Shopsystem ist ausgeschlossen.
Heilberufe
Arztpraxen schließen seit April 2024 über das vereinfachte Antragsmodell ab. Nach einem Datenleck zahlt die Baloise Cyber-Police die Benachrichtigung der Patienten, ein Callcenter und die Überwachung missbrauchter Daten, Bußgelder bis 100.000 Euro, soweit sie versicherbar sind. Die Stolperfalle liegt bei der Technik: Mobile Geräte brauchen einen Schutz wie verschlüsselte Datenträger, und Server am Internet einen zusätzlichen Zugriffsschutz.
Produktion
Produktionsbetriebe trifft vor allem der Stillstand. Die Baloise Cyber-Police zahlt den Ertragsausfall bis zu zwölf Monate und, als abwählbarer Baustein, auch nach technischen Störungen ohne Angriff, etwa Stromausfall, Überhitzung oder einem Softwarefehler. Diese Störungen sind aber nur bis 100.000 Euro versichert, für große Anlagen ist das wenig. Mit Summen bis fünf Millionen Euro und Betrieben bis 150 Millionen Euro Umsatz passt die Baloise Cyber-Police auch für den gehobenen Mittelstand.
Cyber-Versicherung für Ihre Berufsgruppe
Preise der Cyber-Versicherung der Helvetia Baloise
Was Sie für die Baloise Cyber-Police zahlen, hängt von Branche, Jahresumsatz und Versicherungssumme ab, außerdem von Selbstbehalt, zeitlicher Wartezeit und den gewählten Bausteinen. Öffentliche Beitragsbeispiele oder einen Mindestbeitrag nennt die Helvetia Baloise nicht, der Preis steht erst im Angebot fest.
Zwei Stellschrauben sind belegt: Wer Bausteine wie den Ausfall von Dienstleistern, technische Probleme oder Cyber-Betrug abwählt, verzichtet auf Schutz und senkt den Beitrag. Und wer über perseus eine Awareness-Schulung für die Mitarbeiter bucht, erhält 15 Prozent Nachlass auf den Beitrag der Cyber-Versicherung, so lange der Schulungsvertrag besteht. Das Cyber-Basisrisiko beschreibt der Anbieter als preisgünstigen Einstieg zur Firmen-Haftpflicht.
Cyber-Beiträge mehrerer Versicherer selbst vergleichen
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Stärken und Schwächen
Wichtige Leistungen einer Cyber-Versicherung
Eine Cyber-Versicherung zahlt, wenn ein Hackerangriff, eine Schadsoftware oder ein Datenleck Ihren Betrieb trifft. Sie ersetzt Eigenschäden wie die Wiederherstellung von Systemen und Daten und, je nach Vertrag, den Ertragsausfall während des Stillstands. Berechtigte Forderungen Dritter nach einem Datenabfluss übernimmt die Cyber-Haftpflicht, unberechtigte wehrt der Versicherer ab. Im Ernstfall zählen außerdem Notfallhotline, IT-Forensik, spezialisierte Anwälte und Krisenkommunikation. Entscheidend sind die versicherten Bausteine, die Obliegenheiten zur IT-Sicherheit und eine Versicherungssumme, die zu Ihrem Betrieb passt.
Stärken der Helvetia Baloise
- Betriebsunterbrechung bei Ausfall bezahlter und kostenloser Cloud- und IT-Dienste, auch ohne Hackerangriff
- Betriebsunterbrechung durch technische Probleme wie Stromausfall, Überhitzung oder Softwarefehler versicherbar
- Kein Selbstbehalt für Soforthilfe, Forensik und die Abwehr von Ansprüchen
- Rückwärtsdeckung ohne zeitliche Grenze für Vorfälle, die bei Abschluss nicht festgestellt waren
- Haftzeit zwölf Monate und Nachhaftung fünf Jahre
- Versicherungssummen bis fünf Millionen Euro für Betriebe bis 150 Millionen Euro Umsatz
- Leistungs-Update-Garantie überträgt bessere Bedingungen ohne Mehrbeitrag
- Günstiger Einstieg über das Cyber-Basisrisiko zur Firmen-Haftpflicht
Schwächen der Helvetia Baloise
- Ausfall von Dienstleistern und technische Probleme nur bis 100.000 Euro
- Lösegeld, Cyber-Betrug und Ersatz-Hardware ebenfalls auf je 100.000 Euro begrenzt
- Fake-President-Betrug nicht versichert, wenn Inhaber oder Geschäftsführer getäuscht werden
- Feste Pflichten vor dem Schaden, darunter wöchentliche Backups und unverzügliches Patchen
- Eigene Betriebsstätten und Server nur in Deutschland versichert, Ausland nur nach Vereinbarung
- Keine öffentlichen Beitragsbeispiele
- Cyber-Basisrisiko mit nur 10.000 Euro für Betriebsunterbrechung und ohne Dienstleisterausfall
Erfahrungen und Beschwerden
ServiceValue hat die Baloise und die Helvetia im Kundenurteil Beste Cyberversicherer 2026 untersucht, eine Auszeichnung hat keine der beiden Gesellschaften erhalten. Eine Beschwerdequote zur Cyber-Versicherung veröffentlicht die BaFin nicht, weil sie diese Sparte nicht gesondert ausweist.
Bewertungen auf Bewertungsplattformen
Auf Trustpilot erreicht das Profil „Helvetia Deutschland (ehemals Baloise)“ (helvetia.de) 3,4 von 5 Sternen bei 311 Bewertungen, abgerufen am 01.10.2026. Es gilt für das gesamte deutsche Haus über alle Sparten und sagt deshalb wenig über die Cyber-Versicherung selbst. Ein mittlerer Wert wie dieser ist bei Versicherern üblich, weil Kunden dort vor allem nach Schadenfällen und Beitragsfragen schreiben.
Unsere Einschätzung als Experten
Einordnung
Die Baloise Cyber-Police ist ein solides Bedingungswerk für den Mittelstand, das Franke und Bornberg 2026 mit FFF benotet. Herausragend ist der Schutz bei Ausfällen ohne Angriff: Fällt der Cloud-Anbieter aus oder streikt die Hardware, zahlt die Baloise Cyber-Police trotzdem den Stillstand. Die Fusion zu Helvetia Baloise ändert an Risikoträger und Bedingungen bisher nichts.
Die Schwachstelle sind die niedrigen Grenzen bei Spezialrisiken: Lösegeld, Zahlungsbetrug und genau diese Ausfälle ohne Angriff sind auf 100.000 Euro begrenzt. Wer davon stark abhängt, muss im Angebot nach höheren Grenzen fragen.
Für wen ja, für wen nein
Ja für Händler, Produktionsbetriebe und Handwerker, die stark von Cloud-Diensten, Kassen- oder Maschinensteuerungen abhängen und einen Stillstand auch ohne Hackerangriff absichern wollen. Ja auch für Betriebe, die schon eine Firmen-Haftpflicht bei der Helvetia Baloise haben und mit dem Cyber-Basisrisiko klein anfangen möchten.
Nein für Firmen, die das bestbewertete Bedingungswerk suchen: Die Provinzial erreicht bei Franke und Bornberg 2026 als einziger Anbieter FFF+, die HDI FFF in allen vier Kombinationen. Nein auch für Privathaushalte, für sie gibt es eigene Cyber-Versicherungen für Privatpersonen.
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Häufige Fragen zur Cyber-Versicherung der Helvetia Baloise
Was muss ich tun, wenn mein Betrieb angegriffen wird?
Rufen Sie die Schadenhotline für Kunden der Baloise Cyber-Police unter 06172 13-6166 an, sie ist rund um die Uhr erreichbar. Halten Sie Firmennamen, Versicherungsscheinnummer und eine Beschreibung des Angriffs bereit. Trennen Sie betroffene Rechner vom Netz, schalten Sie sie aber nicht aus. Zahlen Sie kein Lösegeld und nehmen Sie keinen Kontakt zum Erpresser auf, bevor die Hotline eingebunden ist.
Was ändert die Fusion von Helvetia und Baloise an meinem Vertrag?
Laut Helvetia Baloise bleiben bestehende Verträge gültig, Beiträge, Kündigungsfristen und Bedingungen ändern sich durch den Zusammenschluss nicht. Risikoträger der Cyber-Versicherung bleibt die Baloise Sachversicherung AG Deutschland. Neu ist der Auftritt: Unterlagen und Website laufen inzwischen unter der Marke Helvetia, Kontakt über helvetia.de.
Zahlt die Helvetia Baloise ein Lösegeld nach einer Erpressung?
Nur wenn der Baustein Cyber-Lösegeld im Versicherungsschein steht, und dann bis 100.000 Euro. Der Versicherer muss vorher zustimmen und zahlt nur, wenn sich die Bedrohung nicht oder nur mit unverhältnismäßigem Aufwand anders beseitigen lässt. Beide Seiten können den Lösegeld-Schutz jederzeit mit einem Monat Frist kündigen.
Welche IT-Sicherheit verlangt die Helvetia Baloise vor einem Schaden?
Jeder Nutzer braucht einen eigenen Zugang mit sicherem Passwort, Administratorrechte bleiben Administratoren vorbehalten. Server am Internet und mobile Geräte brauchen zusätzlichen Schutz, etwa Zwei-Faktor-Anmeldung oder Verschlüsselung. Dazu kommen aktueller Virenschutz, schnelles Einspielen von Sicherheitspatches und mindestens wöchentliche Backups, die ein Angreifer nicht gleichzeitig mit den Originalen zerstören kann.
Bin ich versichert, wenn mein Cloud-Anbieter ausfällt?
Ja, wenn der Baustein Betriebsunterbrechung durch Ausfall von Dienstleistern vereinbart ist. Er zahlt auch ohne Hackerangriff, bei bezahlten und kostenlosen Cloud-Diensten, IT-Dienstleistern und Rechenzentren, mit denen Sie eine Geschäftsbeziehung haben. Die Leistung ist auf 100.000 Euro begrenzt, die Wiederherstellung der Daten ist eingeschlossen.
Sind Angriffe versichert, die vor Vertragsbeginn passiert sind?
Ja, über die unbegrenzte Rückwärtsdeckung, sofern die Informationssicherheitsverletzung bei Abschluss noch nicht festgestellt war. Wichtig ist deshalb, im Antrag bekannte Vorfälle korrekt anzugeben. Für bereits entdeckte Angriffe gibt es keinen Schutz.
Wie lange nach Vertragsende kann ich einen Schaden noch melden?
Fünf Jahre, wenn die Informationssicherheitsverletzung während der Vertragslaufzeit passiert ist, der Schaden aber erst später festgestellt wird. Zur Verfügung steht dann der unverbrauchte Teil der Versicherungssumme aus dem letzten Versicherungsjahr.
Wie kündige ich die Cyber-Versicherung bei der Helvetia Baloise?
Der Vertrag verlängert sich jeweils um ein Jahr, wenn keine Seite spätestens drei Monate vor Ablauf kündigt. Bei mehr als drei Jahren Laufzeit können Sie zum Ende des dritten Jahres kündigen. Nach einem Schadenfall ist eine Kündigung in Textform innerhalb eines Monats möglich.
Was bringt eine Mitarbeiterschulung für den Beitrag?
Sie senkt ihn spürbar, wenn Sie ohnehin schulen wollen. Schließen Sie über den Partner perseus Awareness-Maßnahmen ab, sinkt der Beitrag der Baloise Cyber-Police um 15 Prozent, solange der Schulungsvertrag läuft. Die Schulung kostet selbst Geld, und ein Ende des Vertrags müssen Sie dem Versicherer melden, dann entfällt der Nachlass.
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