Europa Berufs­unfähigkeits­versicherung

Tarife, Testergebnisse und Erfahrungen.

Das erwartet Sie hier

Die Europa verkauft ihre Berufs­unfähigkeits­versicherung direkt, ohne Außendienst, und hält den Beitrag damit niedrig, ohne die Bedingungen zu verdünnen. Der Tarif E-BU trägt in den Tests Spitzenurteile, bei den Erhöhungsrechten und für Beamte hat er jedoch klare Grenzen.

Inhalt dieser Seite
  1. Auf einen Blick
  2. Aktuelle Testergebnisse
  3. Im Vergleich
  4. Tarife und Leistungen
  5. Für Ihre Gruppe
  6. Preise
  7. Laufende Aktionen
  8. Stärken und Schwächen
  9. Erfahrungen und Beschwerden
  10. Unsere Einschätzung
  11. Häufige Fragen
Foto von Nina Ibach
Zuletzt aktualisiert am

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Berufs­unfähigkeits­versicherung der Europa erreicht in unserer Gesamtauswertung 89 von 100 Punkten und steht damit auf Rang sechs der zehn gezeigten Anbieter für Arbeitnehmer.
  • Versichert wird über den Tarif E-BU, wahlweise als Komfort-Schutz oder als Premium-Schutz mit zusätzlicher Leistung bei Arbeitsunfähigkeit.
  • Ein 21-jähriger Student mit Berufswunsch Bauingenieur zahlt für 1.000 € Monatsrente 19,93 € im Monat.
  • Für Studenten, Azubis, IT- und Büroberufe sowie Selbständige mit Innendiensttätigkeit passt der Tarif, für Beamte nicht: Eine Dienstunfähigkeits­klausel fehlt.
  • Die Beschwerdequote liegt bei 0,86 je 100.000 Verträge und damit unter dem Branchendurchschnitt von 1,81.
  • Die Nach­versicherung ist gedeckelt: je Anlass höchstens 25 % oder 6.000 € Jahresrente, über alle Anlässe zusammen höchstens 24.000 €.

Europa auf einen Blick

Wie gut ist die Europa?

Die Tarifqualität der Europa ist in jedem Tariftest belegt, der diese Sparte prägt. Franke und Bornberg führt die selbständige Berufs­unfähigkeits­versicherung der Europa im Rating 2026 mit der Note FFF, der zweithöchsten von sieben Bewertungsklassen. Das DFSI vergibt in seiner Studie 2026 für alle zwölf untersuchten Modellkunden die Gesamtbewertung „Hervorragend“, das IVFP im SBU-Rating 2025 für alle sechs Berufsgruppen die Note „Exzellent“. Finanztest bewertet den Tarif SBU E-BU 2026 mit dem Qualitätsurteil „Sehr gut“ (0,9).

Punkte kosten die Europa an zwei Stellen: Franke und Bornberg vergibt FFF statt der Spitzennote FFF+, und im EuroAtlas von ServiceValue 2023 reicht es für „Gut“ statt „Sehr gut“. Beides zusammen erklärt den Abstand zu den Anbietern über ihr, denn bei Bedingungen, Beiträgen und Beschwerdequote liegt die Europa selbst im Spitzenbereich.

89 von 100 Punkten
in unserer Gesamtauswertung

  • Franke und Bornberg 2026: FFF
  • DFSI 2026: „Hervorragend“
  • Finanztest 2026: „Sehr gut“ (0,9)

Was kostet sie?

Der Beitrag hängt bei der Europa an Eintrittsalter, Beruf, Rentenhöhe, Laufzeit, Rauchverhalten und dem Ergebnis der Gesundheitsprüfung. Die Europa rechnet ihre eigenen Beispiele durchweg für Nichtraucher mit Versicherungsbeginn 01.09.2026 und einem Leistungsendalter von 67 Jahren, inklusive Sofortverrechnung der Überschussbeteiligung.

ProfilMonatsrenteBeitrag im Monat
Student, 21 Jahre, Berufswunsch Bauingenieur1.000 €19,93 €
Industrieelektroniker, 23 Jahre, angestellt1.500 €47,90 €
Software-Entwickler, 30 Jahre, angestellt2.000 €43,01 €

Dass diese Beiträge niedrig sind, ist auch von außen bestätigt: Das DFSI bewertet die Beitragsgestaltung der Europa 2026 in elf von zwölf Modellfällen mit „Hervorragend“, nur beim Modellkunden Gymnasiallehrer mit „Gut“. Die Werte beruhen auf der aktuellen Überschussbeteiligung und sind für die Folgejahre nicht garantiert.


Für wen passt sie?

  • Studenten: Beim Berufsstart darf die Rente ohne neue Gesundheitsprüfung um bis zu 100 Prozent steigen
  • Azubis: Dieselbe Verdopplungsoption, dazu der Qualifikationsbonus nach bestandener Prüfung
  • IT und MINT: Günstige Einstufung von Bürotätigkeit und weltweiter Schutz ohne Meldepflicht
  • Selbständige: Verzicht auf die Umorganisationsprüfung für Akademiker und kleine Betriebe mit Innendiensttätigkeit
  • Beamte (DU-Klausel): Die Bedingungen zum Tarif E-BU enthalten keine Dienstunfähigkeits­klausel
  • Handwerker: Wer selbst mit anpackt, erfüllt die 90-Prozent-Innendienstregel nicht und bleibt in der Umorganisationsprüfung

Was hinter jeder Einordnung steckt, steht mit Konditionen und Stolperfallen im Kapitel Für Ihre Gruppe.


Wie sicher ist das Haus?

Risikoträger ist die EUROPA Lebens­versicherung AG mit Sitz in Köln, ein Unternehmen des Continentale Versicherungsverbundes auf Gegenseitigkeit. Ihre Solvenzquote lag zum Stichtag 31.12.2025 bei 606,3 Prozent nach 682,5 Prozent im Vorjahr; die aufsichtsrechtliche Anforderung ist damit weit übererfüllt. Das DFSI bewertet die Finanzstärke der Gesellschaft 2026 mit der Note 1,25.

Bei der BaFin gingen 2025 vier Beschwerden zur Europa ein, bezogen auf 465.894 Verträge der Lebens­versicherung sind das 0,86 je 100.000 Verträge. Der Branchendurchschnitt liegt bei 1,81, die Europa liegt also klar darunter. Auf eKomi kommt das Haus auf 4,9 von 5 Punkten, auf Trustpilot auf 2,9 von 5. Die beiden Zahlen messen Unterschiedliches: eKomi fragt nach einem abgeschlossenen Vorgang, Trustpilot steht jedem offen.

  • Risikoträger
    EUROPA Lebens­versicherung AG, Köln, Unternehmen des Continentale Versicherungsverbundes auf Gegenseitigkeit
  • Tarife
    Tarif E-BU als Komfort-Schutz oder Premium-Schutz, optional das Karriere X Paket; versicherbare Jahresrente bis 90.000 Euro
  • Finanzstärke
    Solvenzquote 606,3 Prozent (Solvabilitätsbericht 2025), DFSI-Finanzstärke-Note 1,25 (2026)
  • Neugeschäft
    Offen, Abschluss direkt über den Tarifrechner der Europa

Berufs­unfähigkeits­versicherung der Europa im Test (2026)

Fünf Erhebungen bestimmen das Bild dieser Sparte: das BU-Rating von Franke und Bornberg, die DFSI-Studie zu speziellen Berufsgruppen, das SBU-Rating des IVFP, der Finanztest-Vergleich und der EuroAtlas von ServiceValue.

Gesamtwertung aus allen Testergebnissen

Zusammengefasst sind die Ergebnisse von Franke und Bornberg (2026), dem DFSI (Studie vom 02.04.2026), dem IVFP (SBU-Rating 2025), Finanztest (2026) und dem ServiceValue-EuroAtlas (2023) sowie die BaFin-Beschwerdestatistik 2025.

Die Europa Berufs­unfähigkeits­versicherung erhält von möglichen 100 Punkten:

89

Um Ihnen die Auswahl Ihrer Berufs­unfähigkeits­versicherung so einfach wie möglich zu machen, haben wir für Sie alle Ergebnisse unabhängiger Tests der Berufs­unfähigkeits­versicherung zusammengetragen und ausgewertet. Wurde in einem Test ein Anbieter mit mehreren Tarifen bewertet, wird der Durchschnitt aller Bewertungen für die Gesamtwertung herangezogen. Wurde ein Anbieter in einem Test nicht bewertet, fließt dieser Test nicht in die Gesamtwertung des Anbieters ein. Die Summe aller jeweils erreichten Punkte in Prozent umgerechnet ergibt so unser Anbieter-Ranking der Berufs­unfähigkeits­versicherung.

Alle Berufs­unfähigkeits­versicherer und Tarife im Test (2026)


Der Franke und Bornberg Test

Franke und Bornberg prüft Berufs­unfähigkeits­versicherungen in den Kategorien selbständige Berufs­unfähigkeits­versicherung und Einsteiger-BU. Bewertet werden die Versicherungs­bedingungen, die Leistungspraxis im Schadenfall und die wirtschaftliche Stabilität; der Beitrag fließt nicht ein. Die erreichten Punkte ergeben eine von sieben Bewertungsklassen, von FFF+ bis F-.

Die Europa steht im Rating 2026 mit ihrer selbständigen Berufs­unfähigkeits­versicherung bei FFF. Das ist die zweithöchste Klasse und damit ein gutes Ergebnis, aber eine Stufe unter den Häusern mit FFF+ (Quelle: Franke und Bornberg).


Das DFSI-Rating

Das Deutsche Finanz-Service Institut (DFSI) hat 2026 die Tarife von 24 Gesellschaften mit 31 Tarifvarianten für fünf Berufsgruppen und 15 Berufsbilder untersucht. Die Gesamtnote setzt sich aus 40 Prozent Tarifbedingungen, 35 Prozent Beitragsgestaltung und 25 Prozent Bonität zusammen, dazu kommen bis zu fünf Zusatzpunkte für die BU-Kompetenz aus neun Kennzahlen, unter anderem Annahme-, Leistungs- und Ablehnungsquoten.

Bewertet wurde die EUROPA Berufs­unfähigkeits­versicherung (E-BU). Die Tarifbedingungen erhalten in allen zwölf Modellfällen „Hervorragend“, die BU-Kompetenz durchgehend „Gut“, die Gesamtbewertung durchgehend „Hervorragend“. Unterschiede gibt es nur bei der Beitragsgestaltung:

ModellkundeBeitragsgestaltungGesamtbewertung
BankkauffrauHervorragendHervorragend
ElektroingenieurHervorragendHervorragend
ProgrammiererHervorragendHervorragend
FinanzberaterHervorragendHervorragend
RechtsanwaltHervorragendHervorragend
FinanzbeamterHervorragendHervorragend
GymnasiallehrerGutHervorragend
AllgemeinmedizinerHervorragendHervorragend
AltenpflegerHervorragendHervorragend
PsychotherapeutHervorragendHervorragend
StudentHervorragendHervorragend
AzubiHervorragendHervorragend

Damit ist die Europa in jeder der fünf untersuchten Berufsgruppen Testsieger, vom Beamten über den Heilberuf bis zum Berufsanfänger (Quelle: DFSI).


Das IVFP-Rating

Das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) hat für sein SBU-Rating 2025 insgesamt 68 Tarife von 43 Anbietern anhand von über 100 Kriterien geprüft, jeweils für sechs Berufsgruppen. In die Gesamtnote fließen die Teilbereiche Unternehmen, Rendite, Flexibilität und Transparenz ein.

Die EUROPA Berufs­unfähigkeits­versicherung erreicht in allen sechs Berufsgruppen die Gesamtnote „Exzellent“. Unternehmen, Flexibilität und Transparenz sind dabei durchgehend mit „Exzellent“ bewertet, nur der Teilbereich Rendite fällt in drei Kategorien eine Stufe ab:

BerufsgruppeRenditeGesamtnote
Kaufmännische BerufeSehr gutExzellent
SelbständigeExzellentExzellent
StudentenSehr gutExzellent
AzubisSehr gutExzellent
Medizinische BerufeExzellentExzellent
HandwerkerExzellentExzellent

Das Institut sortiert innerhalb einer Notenstufe alphabetisch, eine Rangfolge unter den Häusern mit „Exzellent“ gibt es also nicht (Quelle: IVFP).


Der Finanztest Vergleich

Finanztest, das Verbrauchermagazin von Stiftung Warentest, hat 2026 insgesamt 55 Berufs­unfähigkeits­versicherungen verglichen. Das Qualitätsurteil besteht zu 75 Prozent aus den Versicherungs­bedingungen und zu 25 Prozent aus dem Antrag; ein nur teilweise erfülltes Kriterium führt zu Abzug.

TarifBedingungenAnträgeQualitätsurteil
SBU E-BU (01.26)Sehr gut (0,9)Sehr gut (0,9)Sehr gut (0,9)

Bedingungen und Antrag tragen dasselbe Urteil, das Gesamturteil von 0,9 wird also von keinem der beiden Teilbereiche nach unten gezogen (Quelle: Finanztest, Stiftung Warentest, 2026).

Mit uns die ideale Berufs­unfähigkeits­versicherung finden

Unsere Beratung zur Berufs­unfähigkeits­versicherung ist von Finanztip empfohlen. Wir können Ihnen kostengünstige und leistungsstarke Berufs­unfähigkeits­versicherungen anbieten:

  • Anonyme Risikovoranfrage vorab
  • Vereinfachte Gesundheitsfragen
  • Besonders günstige Einstiegsbeiträge für junge Leute
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Berater

Im Vergleich zu anderen Berufs­unfähigkeits­versicherungen

Europa im Marktvergleich

AnbieterFranke und Bornberg ØDFSI ØIVFP ØFinanztest ØServiceValue EuroAtlasBeschwerde­quoteGesamt­wertung von 100
Logo Sparkassen-Versicherung SachsenSparkassen-Versicherung SachsenSehr gut100
Logo Dialog Versicherung AGDialogFFF+HervorragendExzellentSehr gut98
Logo Allianz Deutschland AGAllianzFFF+HervorragendSehr gutSehr gutSehr gut1,0293
Logo Canada Life Assurance Europe plcCanada LifeFFFExzellentSehr gut92
Logo Lebensversicherung von 1871 a. G. MünchenLV 1871FFFHervorragendExzellentSehr gutSehr gut1,5092
Logo EUROPA VersicherungenEuropaFFFHervorragendExzellentSehr gutGut0,8689
Logo HDIHDIFFF+HervorragendExzellentSehr gutGut3,4788
Logo Hannoversche Lebens­versicherung AGHannoverscheFFF+HervorragendSehr gutSehr gutSehr gut1,9387
Logo ERGO Direkt AGErgoFFF+Sehr gutSehr gutGut1,3586
Logo Alte LeipzigerAlte LeipzigerFFF+HervorragendExzellentSehr gutUnter Durchschnitt1,1686
Quelle: Franke und Bornberg, DFSI, IVFP, Finanztest, ServiceValue EuroAtlas, www.transparent-beraten.de; für die Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität der Angaben wird keine Gewähr und keine Haftung übernommen

Ein Strich heißt: In dieser Erhebung wurde der Anbieter nicht untersucht. Die Auswertung zeigt die zehn besten Anbieter für Arbeitnehmer.

Mit 89 von 100 Punkten steht die Europa im Mittelfeld dieser zehn Anbieter, auf Rang sechs. Der Abstand nach oben entsteht nicht bei den Bedingungen, sondern bei zwei Stellwerten: der Ratingnote von Franke und Bornberg und dem Kundenurteil von ServiceValue. Bei der Beitragsgestaltung vergibt das DFSI dagegen fast durchgehend die Bestnote, und mit 0,86 hat die Europa die niedrigste Beschwerdequote aller Anbieter, für die die Auswertung eine ausweist.

Höher bewertet ist in dieser Auswertung die Dialog mit 98 Punkten. Stärker im Rating von Franke und Bornberg ist die Allianz mit FFF+, und beim Kundenurteil von ServiceValue liegt die LV 1871 mit „Sehr gut“ vor der Europa.

Alle Anbieter der Berufs­unfähigkeits­versicherung im Überblick

Tarife und Leistungen der Berufs­unfähigkeits­versicherung der Europa

Die Europa verkauft keine Tariffamilie, sondern einen einzigen Tarif in zwei Leistungsstufen, dazu ein Zusatzpaket für junge Arbeitnehmer und Selbständige.

Tarif E-BU Komfort-Schutz

Der Komfort-Schutz ist die Grundstufe des Tarifs E-BU. Geleistet wird, wenn Sie Ihren zuletzt ausgeübten Beruf voraussichtlich sechs Monate ununterbrochen zu mindestens 50 Prozent nicht mehr ausüben können. Auf eine abstrakte Verweisung verzichtet die Europa, ein anderer zumutbarer Beruf kann Ihnen also nicht entgegengehalten werden.

Als berufsunfähig gilt auch, wer pflegebedürftig ist oder an mindestens mittelschwerer Demenz leidet. Dazu kommt eine Infektionsklausel: Untersagt eine Behörde die Berufsausübung für mehr als sechs Monate, etwa nach dem Infektionsschutzgesetz, leistet die Europa ebenfalls, sofern die Tätigkeit zu mindestens 50 Prozent nicht mehr möglich ist. Der Schutz gilt weltweit, auch bei dauerhaftem Aufenthalt im Ausland.

Die Rente wird rückwirkend ab Eintritt der Berufs­unfähigkeit gezahlt, auch wenn Sie den Fall verspätet melden. Wer nach einer Berufs­unfähigkeit eine neue, gleichwertige Tätigkeit aufnimmt, bekommt als Wiedereingliederungshilfe sechs Monatsrenten auf einmal. An selbst bezahlten Reha-Maßnahmen beteiligt sich die Europa mit insgesamt bis zu 4.000 Euro. Schon ab Antragstellung besteht ein vorläufiger Schutz, allerdings nur für Berufs­unfähigkeit durch einen Unfall und begrenzt auf 12.000 Euro Jahresrente.

Ein eigener Baustein ist die Leistung bei speziellen Beeinträchtigungen. Wer an Krebs ab Stadium II erkrankt, einen Herzinfarkt, Schlaganfall oder Hörverlust erleidet, erblindet oder auf einen Rollstuhl angewiesen ist und Leistungen wegen Berufs­unfähigkeit verlangt, erhält bis zu 15 Monate lang die volle Rente und wird von den Beiträgen befreit, während die Leistungsprüfung läuft.


Tarif E-BU Premium-Schutz

Der Premium-Schutz enthält alles aus dem Komfort-Schutz und ergänzt die Leistung bei Arbeitsunfähigkeit. Sie greift, wenn Sie sechs Monate ununterbrochen krankgeschrieben sind, oder schon nach drei Monaten, wenn eine fachärztliche Prognose insgesamt mindestens sechs Monate erwartet.

Diese Stufe schließt die Lücke zwischen Krankengeld und anerkannter Berufs­unfähigkeit, ohne dass Sie die Berufs­unfähigkeit selbst nachweisen müssen. Die Leistungsdauer ist auf 24 Monate begrenzt; geht die Arbeitsunfähigkeit in eine anerkannte Berufs­unfähigkeit über, werden die gezahlten Beträge verrechnet.


Karriere X Paket

Das Karriere X Paket können junge Arbeitnehmer und Selbständige bis 35 Jahre zusätzlich vereinbaren. Es enthält den Starter-Bonus mit einer zusätzlichen Erwerbsunfähigkeitsrente in den ersten fünf Berufsjahren, den Qualifikationsbonus bei Weiterqualifizierung oder Berufswechsel, die Karrieregarantie als zusätzliche Erhöhungsmöglichkeit bei steigendem Einkommen und fünf Prozent Rabatt auf jede Nach­versicherung.

Die Karrieregarantie ist für Menschen mit steilem Einkommensverlauf der wichtigste Teil: Sie erlaubt eine weitere Erhöhung ohne erneute Gesundheitsprüfung, wenn die regulären Nach­versicherungen bereits ausgeschöpft sind. Geprüft wird dann nur noch, ob die Rente zum Einkommen passt.


Gesundheitsfragen und Annahmepraxis

Ohne Gesundheitsprüfung gibt es bei der Europa keine Berufs­unfähigkeits­versicherung. Die Risikoprüfung besteht aus den Gesundheitsfragen, weiteren Fragen zu Beruf, Sportarten, Hobbys und Rauchverhalten sowie einer finanziellen Angemessenheitsprüfung. Dabei rechnet die Europa bestehende Berufs­unfähigkeits-, Erwerbsunfähigkeits-, Dienstunfähigkeits- und Grundfähigkeitsabsicherungen an, auch solche bei anderen Gesellschaften und aus Beamtenverhältnissen.

Die versicherte Jahresrente darf 90.000 Euro nicht überschreiten. Nach­versicherungen ohne erneute Gesundheitsprüfung sind an Anlässe wie Heirat, Geburt, Immobilienkauf, Gehaltssprung über zehn Prozent, bestandene Meister- oder Fachprüfung und den Wechsel in die Selbständigkeit gebunden. Je Anlass sind höchstens 25 Prozent mehr Rente möglich, höchstens 6.000 Euro im Jahr, über alle Anlässe zusammen höchstens 24.000 Euro im Jahr. Einmal in den ersten fünf Jahren geht eine Erhöhung auch ohne jeden Anlass, aber nur bis zum vollendeten 40. Lebensjahr; das anlassgebundene Recht endet mit 50.

Die Berufs­unfähigkeits­versicherung der Europa für Ihre Gruppe

Schüler

Schüler kann die Europa versichern, und sie behandelt sie beim Berufsstart wie Studenten und Azubis: Nimmt die versicherte Person erstmals eine Tätigkeit auf, die zur Ausbildung passt, darf die Rente ohne neue Gesundheitsprüfung um bis zu 100 Prozent steigen, bis zu einer Jahresrente von 30.000 Euro.

Der Qualifikationsbonus für Berufseinsteiger setzt sogar voraus, dass die versicherte Person bei Vertragsabschluss Schüler, Auszubildender oder Student war. Die Stolperfalle liegt in der finanziellen Angemessenheitsprüfung: Wer ohne Einkommen einsteigt, bekommt zunächst nur eine niedrige Rente und muss den Aufbau über die Nach­versicherungen tatsächlich betreiben.


Studenten

Für Studenten ist die Europa eine der günstigsten Adressen im Markt. Das DFSI vergibt für den Modellkunden Student 2026 die Gesamtbewertung „Hervorragend“, das IVFP für die Kategorie Studenten die Note „Exzellent“. Der Anbieter selbst rechnet einen 21-jährigen Studenten mit Berufswunsch Bauingenieur mit 19,93 Euro im Monat für 1.000 Euro Rente vor.

Die Verdopplungsoption beim Berufsstart ist hier das entscheidende Merkmal, denn sie rettet die im Studium abgeschlossene Absicherung über den Berufseinstieg. Achten Sie bei der Antragstellung auf die Berufsangabe: Die Europa verlangt den angestrebten Beruf, nicht den Status Student, denn davon hängt die Einstufung ab.


Azubis

Azubis profitieren von derselben Verdopplungsoption und zusätzlich vom Qualifikationsbonus, der nach einer bestandenen Prüfung zum Fachwirt, Betriebswirt, Techniker oder Meister eine bessere Einstufung und damit einen günstigeren Beitrag erlaubt. Das DFSI bewertet den Modellkunden Azubi 2026 mit „Hervorragend“, das IVFP die Kategorie Auszubildende mit „Exzellent“.

Die Stolperfalle ist die Einstufung: Die Europa bewertet den angestrebten Beruf, nicht den Status Azubi. Wer eine körperlich belastende Ausbildung macht, zahlt deshalb spürbar mehr als ein kaufmännischer Azubi. In der Modellrechnung des DFSI vom 02.04.2026 kostet die Absicherung des Modellkunden Azubi 27,35 Euro netto im Monat.


Beamte (DU-Klausel)

Für Beamte ist die Europa nur eingeschränkt geeignet. Beim DFSI ist sie 2026 zwar Testsieger in der Gruppe Beamte, mit „Hervorragend“ für die Modellkunden Finanzbeamter und Gymnasiallehrer, und die Modellbeiträge sind sehr niedrig. Die Allgemeinen Bedingungen zum Tarif E-BU in der Fassung 08/2026 enthalten aber keine Dienstunfähigkeits­klausel.

Das ist der entscheidende Punkt: Ohne eine solche Klausel folgt der Versicherer nicht automatisch der Entscheidung des Dienstherrn über die Dienstunfähigkeit, sondern prüft die Berufs­unfähigkeit eigenständig. Wer als Beamter auf die Gleichstellung von Dienstunfähigkeit und Berufs­unfähigkeit angewiesen ist, ist bei einem Haus mit echter DU-Klausel besser aufgehoben.


Ärzte und Heilberufe

Heilberufe sind bei der Europa gut aufgehoben. Sie ist 2026 DFSI-Testsieger in der Gruppe Heilberufe mit „Hervorragend“ für die Modellkunden Allgemeinmediziner, Altenpfleger und Psychotherapeut, das IVFP vergibt für medizinische Berufe „Exzellent“. Wichtig für diese Gruppe ist die Infektionsklausel: Ein behördliches Tätigkeitsverbot von mehr als sechs Monaten gilt als Berufs­unfähigkeit, sofern die Tätigkeit zu mindestens 50 Prozent nicht mehr möglich ist.

Die Grenze liegt beim Approbationsverlust. Eine eigene Regelung dafür enthalten die Bedingungen nicht, versichert ist der Verlust der Arbeitskraft, nicht der Verlust der Zulassung. Operativ tätige Ärzte sollten außerdem die Einstufung genau prüfen, denn sie entscheidet über den Beitrag stärker als jedes Testergebnis.


Handwerker

Das IVFP bewertet die Europa 2025 auch für handwerkliche Berufe mit „Exzellent“, und angestellte Handwerker müssen keine Umorganisationsprüfung fürchten: Bei weisungsgebundenen Arbeitnehmern prüft die Europa nicht, ob sich die Arbeit umorganisieren ließe.

Für selbständige Handwerker sieht es anders aus. Die Europa verzichtet auf die Umorganisationsprüfung nur bei Akademikern, Meistern oder Betrieben mit weniger als zehn mitarbeitenden Personen, und zusätzlich muss die versicherte Person mindestens 90 Prozent ihrer Arbeitszeit im Innendienst verbracht haben. Ein Meister, der täglich selbst auf der Baustelle steht, erfüllt das nicht und bleibt in der Prüfung.


IT und MINT

Büro- und techniknahe Berufe bekommen bei der Europa die günstigen Einstufungen. Das DFSI bewertet 2026 die Modellkunden Programmierer und Elektroingenieur mit „Hervorragend“, das IVFP die kaufmännischen Berufe mit „Exzellent“. Die Europa selbst rechnet einen 30-jährigen angestellten Software-Entwickler mit akademischem Abschluss und 2.000 Euro Rente mit 43,01 Euro im Monat.

Der weltweite Versicherungsschutz ohne Meldepflicht ist für diese Gruppe praktisch relevant, weil Auslandsprojekte und längere Remote-Phasen den Schutz nicht berühren. Wer viel wechselt, sollte trotzdem die Nach­versicherungsanlässe im Blick behalten: Ein Gehaltssprung muss um mehr als zehn Prozent ausfallen, damit er als Anlass zählt.


Selbständige

Selbständige sind die Gruppe, in der die Europa ihre stärkste Bedingungsleistung hat. Beim DFSI ist sie 2026 Testsieger für Selbständige, das IVFP vergibt „Exzellent“, auch im Teilbereich Rendite. Der Verzicht auf die Umorganisationsprüfung greift bei abgeschlossenem Studium, bestandener Meisterprüfung oder weniger als zehn mitarbeitenden Personen, jeweils zusammen mit mindestens 90 Prozent Innendiensttätigkeit.

Kommt es doch zur Prüfung, gilt eine harte Grenze zugunsten des Kunden: Eine Umorganisation ist nicht zumutbar, wenn das Jahreseinkommen dadurch um mehr als 20 Prozent gegenüber dem Durchschnitt der letzten drei Jahre sinkt. Muss der Betrieb umgebaut werden, beteiligt sich die Europa mit bis zu sechs Monatsrenten, höchstens 18.000 Euro. Die Karrieregarantie aus dem Karriere X Paket ist für Selbständige der Weg, die Rente bei steigendem Gewinn nachzuziehen.


Berufs­unfähigkeits­versicherung für Ihre Berufsgruppe

Preise der Berufs­unfähigkeits­versicherung der Europa

Was Sie zahlen, hängt bei der Europa an Eintrittsalter, Beruf, Rentenhöhe, Laufzeit, Rauchverhalten und dem Ergebnis der Gesundheitsprüfung. Die Europa wirbt mit einem Einstiegsbeitrag ab 20,64 Euro im Monat; dahinter steht ein konkretes Profil: eine 30-jährige Aktuarin, Nichtraucherin, Versicherungsbeginn 01.09.2026, Leistungsendalter 67, 1.000 Euro Monatsrente, Beitrag inklusive Sofortverrechnung der Überschussbeteiligung.

Für andere Profile rechnet der Anbieter selbst vor, alle Beispiele im Tarif E-BU für Nichtraucher mit Endalter 67: ein 21-jähriger Student mit Berufswunsch Bauingenieur zahlt 19,93 Euro im Monat für 1.000 Euro Rente, ein 23-jähriger angestellter Industrieelektroniker 47,90 Euro für 1.500 Euro Rente und ein 30-jähriger angestellter Software-Entwickler 43,01 Euro für 2.000 Euro Rente. Die Beispiele zeigen den Effekt der Berufsgruppe deutlicher als den des Alters: Der Elektroniker zahlt trotz geringerer Rente und jüngeren Alters mehr als der Software-Entwickler.

Eine zweite Reihe liefert das DFSI. In seiner Studie vom 02.04.2026 kostet die EUROPA Berufs­unfähigkeits­versicherung (E-BU) den Modellkunden Student 17,42 Euro netto und 29,03 Euro brutto im Monat, den Modellkunden Elektroingenieur 67,73 Euro netto und 112,88 Euro brutto, den Modellkunden Altenpfleger 73,72 Euro netto und 122,86 Euro brutto. Diese Werte sind Modellrechnungen des DFSI für den jeweiligen Modellfall und keine Preisangabe des Anbieters.

Der Unterschied zwischen netto und brutto ist der wichtigste Punkt beim Vergleich: Der Nettobeitrag ist der Zahlbeitrag mit heutiger Überschussbeteiligung, der Bruttobeitrag ist der garantierte Höchstbeitrag, auf den die Europa steigen darf, wenn die Überschüsse wegfallen. Dass die Beitragsgestaltung im Markt gut dasteht, ist belegt: Das DFSI bewertet sie 2026 in elf von zwölf Modellfällen mit „Hervorragend“.

Mit uns die ideale Berufs­unfähigkeits­versicherung finden

Unsere Beratung zur Berufs­unfähigkeits­versicherung ist von Finanztip empfohlen. Wir können Ihnen kostengünstige und leistungsstarke Berufs­unfähigkeits­versicherungen anbieten:

  • Anonyme Risikovoranfrage vorab
  • Vereinfachte Gesundheitsfragen
  • Besonders günstige Einstiegsbeiträge für junge Leute
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Laufende Aktionen

Derzeit keine laufende BU-Aktion

Für diesen Anbieter liegt aktuell keine Aktion mit vereinfachtem Zugang vor.

Alle aktuellen Aktionen zur Berufsunfähigkeitsversicherung im Überblick

Stärken und Schwächen

Wichtige Leistungen einer Berufs­unfähigkeits­versicherung

Eine Berufs­unfähigkeits­versicherung zahlt Ihnen eine monatliche Rente, wenn Sie Ihren zuletzt ausgeübten Beruf aus gesundheitlichen Gründen dauerhaft nicht mehr ausüben können. Sie sichert damit Ihre Arbeitskraft ab, also den größten materiellen Wert eines Erwerbslebens. Entscheidend sind nicht die Werbe­versprechen, sondern die Bedingungen: der Verzicht auf die abstrakte Verweisung, eine Nach­versicherungsgarantie für Heirat, Geburt oder Immobilien­finanzierung, die rückwirkende Zahlung ab Eintritt der Berufs­unfähigkeit und ein weltweiter Schutz ohne Meldepflicht. Wichtig ist außerdem, wie ein Versicherer Ihren Beruf und Ihre Vor­erkrankungen einstuft, denn davon hängen Beitrag und Annahme ab. Optional lassen sich eine Arbeitsunfähigkeitsklausel, eine Dienstunfähigkeits­klausel für Beamte und eine Pflegeleistung einschließen.

Stärken der Europa

  • Verzicht auf die abstrakte Verweisung, ohne Einschränkung auf bestimmte Berufsgruppen.
  • Verkürzter Prognosezeitraum: Die volle Rente fließt schon bei voraussichtlich sechs Monaten Berufs­unfähigkeit.
  • Leistung bei speziellen Beeinträchtigungen: bis zu 15 Monate volle Rente und Beitragsbefreiung bei Krebs ab Stadium II, Herzinfarkt, Schlaganfall, Hörverlust, Erblindung oder Rollstuhlbedarf, während die Leistungsprüfung läuft.
  • Pflegebedürftigkeit und mindestens mittelschwere Demenz gelten als Berufs­unfähigkeit, ebenso ein behördliches Tätigkeitsverbot von mehr als sechs Monaten.
  • Rückwirkende Zahlung ab Eintritt der Berufs­unfähigkeit, auch bei verspäteter Meldung.
  • Für Schüler, Studenten und Azubis darf die Rente beim Berufsstart ohne neue Gesundheitsprüfung um bis zu 100 Prozent steigen.
  • Verzicht auf die Umorganisationsprüfung für Akademiker, Meister und kleine Betriebe mit überwiegender Innendiensttätigkeit.
  • Bei Zahlungsschwierigkeiten sind zinslose Stundung, Beitragspause oder Herabsetzung möglich, der Beitragsrückstand darf in bis zu 24 Monatsraten ausgeglichen werden.

Schwächen der Europa

  • Keine Dienstunfähigkeits­klausel: Beamte bekommen keine Gleichstellung der Dienstunfähigkeit mit der Berufs­unfähigkeit.
  • Die Nach­versicherung ist doppelt gedeckelt: je Anlass höchstens 25 Prozent oder 6.000 Euro Jahresrente, über alle Anlässe zusammen höchstens 24.000 Euro Jahresrente.
  • Die anlassfreie Erhöhung geht nur einmal, nur in den ersten fünf Jahren und nur bis zum vollendeten 40. Lebensjahr.
  • Der vorläufige Versicherungsschutz ab Antragstellung greift ausschließlich bei Unfällen und ist auf 12.000 Euro Jahresrente begrenzt.
  • Die Leistung bei Arbeitsunfähigkeit gibt es nur im Premium-Schutz und nur für höchstens 24 Monate.
  • Die Rehabilitationshilfe für selbst bezahlte Maßnahmen ist auf insgesamt 4.000 Euro begrenzt.
  • Keine eigene Regelung für den Verlust einer Berufszulassung, etwa der ärztlichen Approbation.

Erfahrungen und Beschwerden

Die Europa verkauft direkt, ohne Außendienst. Ihre öffentlichen Bewertungen stammen deshalb überwiegend aus Antrags- und Servicevorgängen, nicht aus Leistungsfällen.

Bewertungen auf Bewertungsplattformen

PlattformBewertungAnzahlWas die Plattform misstStand
eKomi4,9 von 520 Bewertungen der letzten 12 Monate, 1.336 insgesamtTransaktionsbezogene Urteile zu allen Sparten der Europa, eingeholt nach einem Vorgang15.09.2026
Trustpilot2,9 von 5183 BewertungenFrei abgegebene Kundenerfahrungen mit „Europa Versicherungen“ über alle Sparten09.09.2026

Die beiden Werte messen unterschiedliche Dinge: eKomi sammelt nach einem abgeschlossenen Vorgang und bildet damit vor allem den Abschluss- und Serviceweg ab, Trustpilot steht jedem offen und zieht eher Kunden mit einem Anliegen an. Beide Zahlen gelten dem Gesamtunternehmen über alle Sparten, nicht der Berufs­unfähigkeits­versicherung im Besonderen.


Was Kunden berichten

Gelobt werden bei der Europa fast immer zwei Dinge: der Preis und der Online-Weg. „Preis-/Leistungsverhältnis, Menueführung in der Antragsstrecke, beides top!“, schreibt ein Kunde am 27.03.2026 auf eKomi, ein anderer am 15.05.2026: „Schneller und unkomplizierter Tarifwechsel Online.“

Die Kritik trifft dagegen zwei wiederkehrende Punkte: den Umfang der Antragsfragen und die Erreichbarkeit. „Sehr umfangreiche Fragen“, lautet eine Bewertung vom 30.07.2026 mit drei von fünf Sternen. Ein langjähriger Kunde schreibt am 17.06.2026: „Das einzige was ich jetzt ein klein wenig beanstanden würde, ist manchmal die lange Wartezeit am Telefon.“ Beides passt zum Geschäftsmodell eines Direkt­versicherers, der günstig kalkuliert und die Risikoprüfung sauber machen muss.


Umfrage zum Thema Kundenorientierung

Für den EuroAtlas Berufs­unfähigkeits­versicherer 2023 hat das Institut ServiceValue 3.285 Versicherungsnehmer zu 38 Gesellschaften befragt, zu Produktangebot, Versicherungs­bedingungen, Kundenservice, Kundenberatung und Preis-Leistungs-Verhältnis. Bewerten durfte nur, wer selbst eine Berufs­unfähigkeits­versicherung bei dem Haus hat.

Die Europa erhält dort das Ergebnis „Gut“, liegt also über dem Durchschnitt aller Anbieter, aber unter den Häusern mit „Sehr gut“ (Quelle: ServiceValue).


Beschwerden bei der BaFin

Bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) wurden 2025 vier Beschwerden zur Europa bearbeitet. Bezogen auf 465.894 Verträge im Bereich Lebens­versicherung ergibt das eine Quote von 0,86 je 100.000 Verträge. Diese Umrechnung stammt von uns, nicht von der BaFin.

Der Branchendurchschnitt liegt bei 1,81 je 100.000 Verträge, die Europa liegt also deutlich darunter. Die Quote sagt nichts darüber aus, ob die Beschwerden berechtigt waren, und sie gilt für die gesamte Lebens­versicherung, nicht nur für die Berufs­unfähigkeit. Wie oft ein Versicherer vor Gericht landet, zeigt die Klagequote.

Unsere Einschätzung als Experten

Einordnung

Die Europa ist der Direkt­versicherer, der den Preis niedrig hält, ohne die Bedingungen zu verdünnen. Verzicht auf abstrakte Verweisung, sechs Monate Prognosezeitraum, Pflege- und Demenzleistung, Infektionsklausel und die Soforthilfe bei schweren Diagnosen sind Merkmale, die sonst eher in teureren Tarifen stehen.

Bezahlt wird das an anderer Stelle: mit schlanken Erhöhungsrechten und ohne persönliche Betreuung vor Ort. Wer seinen Vertrag einmal richtig abschließt und ihn danach selbst im Blick behält, bekommt hier sehr viel Leistung für wenig Geld.


Für wen ja, für wen nein

Ja, wenn Sie jung einsteigen und einen Bürojob, ein Studium oder eine kaufmännische Ausbildung haben: Die Kombination aus niedrigem Beitrag und der Verdopplung beim Berufsstart ist im Markt schwer zu schlagen. Ja auch für Selbständige mit überwiegender Innendiensttätigkeit, die den Verzicht auf die Umorganisationsprüfung nutzen können.

Nein für Beamte, solange ihnen die Gleichstellung von Dienst- und Berufs­unfähigkeit wichtig ist. Nein auch, wenn Sie Ihre Rente über die Jahre in großen Schritten aufbauen wollen: Die Deckelung auf 24.000 Euro Jahresrente aus allen Nach­versicherungen ist dafür zu eng. Und wer Beratung am Küchentisch erwartet, ist bei einem Direkt­versicherer grundsätzlich falsch.


Regulierungspraxis

Das DFSI bewertet die BU-Kompetenz der Europa 2026 mit „Gut“. In diese Teilnote fließen neun gleichgewichtete Kennzahlen ein, darunter Annahme-, Leistungs- und Ablehnungsquoten. „Gut“ ist damit solide, aber nicht die Bestnote des Teilbereichs, während Bedingungen und Beiträge desselben Hauses „Hervorragend“ erreichen.

Die Europa selbst verspricht für den Leistungsfall eine telefonische Kontaktaufnahme innerhalb von 48 Stunden, einen festen Ansprechpartner über die gesamte Prüfung und auf Wunsch einen Medical Home Service, der beim Ausfüllen des Leistungsantrags nach Hause kommt. Das sind Servicezusagen des Anbieters, keine gemessenen Werte.

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Foto von Patrick Knittel
Berater

Häufige Fragen zur Berufs­unfähigkeits­versicherung der Europa

Welche Tarife hat die Berufs­unfähigkeits­versicherung der Europa?

Es gibt einen Tarif, das E-BU, in zwei Leistungsstufen. Der Komfort-Schutz ist die Grundstufe, der Premium-Schutz enthält zusätzlich die Leistung bei Arbeitsunfähigkeit. Wer bis 35 Jahre alt ist, kann außerdem das Karriere X Paket vereinbaren, das Starter-Bonus, Qualifikationsbonus, Karrieregarantie und fünf Prozent Rabatt auf Nach­versicherungen bündelt.

Was kostet die Berufs­unfähigkeits­versicherung der Europa für einen Studenten?

Ein 21-jähriger Student mit dem Berufswunsch Bauingenieur zahlt nach der Beispielrechnung der Europa 19,93 Euro im Monat für 1.000 Euro Rente bis zum Endalter 67, als Nichtraucher. Für andere Studienfächer kann der Beitrag abweichen, weil die Europa den angestrebten Beruf einstuft und nicht den Status Student. Der endgültige Beitrag steht erst nach der Gesundheitsprüfung fest.

Zahlt die Europa auch, wenn ich nur arbeitsunfähig bin?

Ja, aber nur im Premium-Schutz. Die Leistung greift, wenn Sie sechs Monate ununterbrochen krankgeschrieben sind, oder schon nach drei Monaten, wenn ein Facharzt insgesamt mindestens sechs Monate prognostiziert. Gezahlt wird höchstens 24 Monate lang; geht der Fall in eine anerkannte Berufs­unfähigkeit über, werden die Zahlungen verrechnet.

Kann ich meine BU-Rente bei der Europa später ohne Gesundheitsprüfung erhöhen?

Ja, bei festgelegten Anlässen wie Heirat, Geburt, Immobilienkauf, einer Gehaltserhöhung um mehr als zehn Prozent, einer bestandenen Meister- oder Fachprüfung oder dem Wechsel in die Selbständigkeit. Je Anlass sind höchstens 25 Prozent mehr Rente möglich und höchstens 6.000 Euro im Jahr, über alle Anlässe zusammen höchstens 24.000 Euro im Jahr. Einmal in den ersten fünf Jahren geht eine Erhöhung auch ohne Anlass, längstens bis zum vollendeten 40. Lebensjahr.

Hat die Europa eine Dienstunfähigkeits­klausel für Beamte?

Nein. Die Allgemeinen Bedingungen zum Tarif E-BU in der Fassung 08/2026 enthalten keine Dienstunfähigkeits­klausel. Die Europa prüft also selbst, ob Berufs­unfähigkeit im Sinne der Bedingungen vorliegt, und übernimmt die Entscheidung des Dienstherrn nicht automatisch. Beamte, denen diese Gleichstellung wichtig ist, sollten gezielt nach Tarifen mit echter DU-Klausel suchen.

Was passiert, wenn ich die Beiträge vorübergehend nicht zahlen kann?

Sie können eine zinslose Stundung, eine Beitragspause oder eine Herabsetzung des Beitrags verlangen. Während einer Leistungsprüfung stundet die Europa die fälligen Beiträge auf Antrag ebenfalls zinslos; wird der Antrag abgelehnt, lässt sich der Rückstand in bis zu 24 Monatsraten ausgleichen. Wichtig ist, sich früh zu melden, statt die Lastschrift platzen zu lassen.

Wie schnell meldet sich die Europa im Leistungsfall?

Die Europa sagt eine telefonische Kontaktaufnahme innerhalb von 48 Stunden nach Eingang der Meldung zu und stellt einen festen Ansprechpartner für die gesamte Leistungsprüfung. Auf Wunsch kommt der Medical Home Service zu Ihnen nach Hause und füllt den Leistungsantrag gemeinsam mit Ihnen aus. Das sind Servicezusagen des Anbieters, keine extern gemessenen Bearbeitungszeiten.

Bin ich bei der Europa auch im Ausland versichert?

Ja, der Versicherungsschutz gilt weltweit, unabhängig davon, ob Sie sich nach Vertragsabschluss vorübergehend oder dauerhaft im Ausland aufhalten. Eine Meldepflicht für den Umzug sieht der Tarif nicht vor. Im Leistungsfall müssen die ärztlichen Nachweise allerdings von einem in Deutschland zugelassenen Arzt stammen, wenn es um die Arbeitsunfähigkeitsleistung geht.

Zahlt die Europa schon bei einer schweren Diagnose wie Krebs?

Ja, über die Leistung bei speziellen Beeinträchtigungen. Wer an Krebs ab Stadium II erkrankt, einen Herzinfarkt, Schlaganfall oder Hörverlust erleidet, erblindet oder auf einen Rollstuhl angewiesen ist und Leistungen wegen Berufs­unfähigkeit verlangt, bekommt bis zu 15 Monate lang die volle Rente und wird von den Beiträgen befreit. Diese Zahlungen werden später mit der Berufs­unfähigkeitsrente verrechnet.

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Lena Mierbach
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