Zurich Berufs­unfähigkeits­versicherung

Tarife, Testergebnisse und Erfahrungen.

Das erwartet Sie hier

Was die Berufs­unfähigkeits­versicherung der Zurich leistet, wie ihre Tarife in den Tests abschneiden, was sie kostet und wie Kunden das Haus erleben.

Inhalt dieser Seite
  1. Auf einen Blick
  2. Aktuelle Testergebnisse
  3. Im Vergleich
  4. Tarife und Leistungen
  5. Für Ihre Gruppe
  6. Preise
  7. Laufende Aktionen
  8. Stärken und Schwächen
  9. Erfahrungen und Beschwerden
  10. Unsere Einschätzung
  11. Häufige Fragen
Foto von Mario Müller
Zuletzt aktualisiert am

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Berufs­unfähigkeits­versicherung der Zurich ist in unserer Gesamtauswertung nicht vertreten, obwohl Franke und Bornberg ihre Tarife 2026 mit „Hervorragend“ bewertet.
  • Die Zurich verkauft den Berufs­unfähigkeits-Schutzbrief als eigenständigen Vertrag, dazu die Junior BU+ für Schüler und eine Zusatz­versicherung zu Vorsorgeverträgen.
  • Seit Juli 2026 zahlt die Zurich bei Krebs, Herzinfarkt oder Schlaganfall einmalig bis zu 18 Monatsrenten, auch ohne festgestellte Berufs­unfähigkeit.
  • Für Schüler, Azubis, IT- und Heilberufe passt die Zurich gut, für Beamte nur mit Abstrichen: Die echte Dienstunfähigkeits­klausel kostet rund 10 % Mehrbeitrag und deckt höchstens 1.600 € Rente.
  • Im DFSI-Modellfall zahlt ein 24-jähriger Student für 500 € Monatsrente bis 67 netto 21,06 € im Monat.
  • Die Beschwerdequote der Zurich liegt 2025 bei 1,99 je 100.000 Verträge, der Branchendurchschnitt bei 1,81.

Zurich auf einen Blick

Wie gut ist die Zurich?

Nicht in unserer Gesamtauswertung

  • Franke und Bornberg 2026: „Hervorragend“ für SBU und Junior BU+
  • DFSI 2026: „Hervorragend“ in zwölf von 14 Modellfällen
  • IVFP 2025: „Exzellent“ in drei von sechs Berufsgruppen

Franke und Bornberg bewertet den Schutzbrief und die Junior BU+ 2026 in beiden Kategorien mit „Hervorragend“. Das DFSI vergibt in zwölf von 14 Modellfällen seine Bestnote, Finanztest urteilt 2026 „Sehr gut (1,4)“.

Unter den zehn Anbietern unserer Gesamtauswertung für Arbeitnehmer steht die Zurich nicht. Punkte kosten sie das Kundenurteil von ServiceValue, das 2023 ohne Auszeichnung blieb, und eine Beschwerdequote über dem Branchendurchschnitt.


Was kostet sie?

Der Beitrag richtet sich bei der Zurich nach Alter, Gesundheit, Rentenhöhe und vor allem nach der Einstufung Ihrer konkreten Tätigkeit: Ein Scoring-Modell bewertet den Arbeitsalltag statt nur das Berufsbild und trennt Raucher von Nichtrauchern. Belegte Beispiele liefert das DFSI, das 2026 Modellkunden mit Versicherungsbeginn 01.05.2026 durchgerechnet hat.

ProfilMonatsrenteNettobeitrag im Monat
Bankkauffrau, 31 Jahre1.550 €66,26 €
Programmierer, 32 Jahre2.200 €82,75 €
Student, 24 Jahre500 €21,06 €

Alle drei Profile laufen bis zum Endalter 67, die Werte sind Modellrechnungen des DFSI aus der Studie vom 02.04.2026. In der Beitragsbewertung des Instituts erreicht die Zurich in fünf von 14 Modellfällen „hervorragend“, in fünf weiteren „gut“ und bei den beiden Beamten-Modellkunden nur „befriedigend“.


Für wen passt sie?

  • Schüler: Die Junior BU+ gibt es schon ab zehn Jahren, zehn Grundfähigkeiten sind in der Schulzeit mitversichert
  • Azubis: „Exzellent“ im IVFP-Rating 2025, beim DFSI „hervorragend“ in der Beitragsbewertung
  • IT und MINT: Gesamtnote „Hervorragend“ für Programmierer und Elektroingenieur beim DFSI
  • Ärzte und Heilberufe: Tarifbedingungen beim DFSI „hervorragend“, seit Juli 2026 Verzicht auf die Umorganisation auch für selbständige Ärzte
  • Beamte (DU-Klausel): Die echte Dienstunfähigkeits­klausel kostet rund zehn Prozent Mehrbeitrag und endet bei 1.600 Euro Rente
  • Selbständige: Ab 30.000 Euro Jahresrente verlangt die Zurich Einkommensnachweise über mehrere Jahre, das IVFP vergibt nur „Sehr gut“

Was hinter jeder Einordnung steckt, steht mit Konditionen und Stolperfallen im Kapitel Für Ihre Gruppe.


Wer steckt hinter der Zurich?

Risikoträger ist die Zurich Deutscher Herold Lebens­versicherung AG mit Sitz in Köln, Teil der Zurich Gruppe Deutschland. Laut ihrem Bericht über Solvabilität und Finanzlage lag die Solvabilitätsquote zum 31.12.2025 bei 241 Prozent, nach 256 Prozent ein Jahr zuvor, jeweils nach der Standardformel mit Volatilitätsanpassung. Das DFSI vergibt 2026 in allen Modellfällen die Finanzstärkenote 1,00 (Quelle: DFSI).

Zur Gesellschaft gingen bei der BaFin 2025 im Bereich Lebens­versicherung 39 Beschwerden ein, das entspricht 1,99 je 100.000 Verträge bei einem Branchendurchschnitt von 1,81 (Quelle: BaFin). Auf Trustpilot erreicht Zurich Deutschland über alle Sparten einen TrustScore von 2,3 von 5 bei 417 Bewertungen, abgerufen am 24.09.2026.

  • Risikoträger
    Zurich Deutscher Herold Lebens­versicherung AG, Deutzer Allee 1, 50679 Köln; Teil der Zurich Gruppe Deutschland
  • Tarife
    Berufs­unfähigkeits-Schutzbrief (SBU), Junior BU+ und Berufs­unfähigkeits-Zusatz­versicherung (BUZ), Leistung ab 50 Prozent Berufs­unfähigkeit, Leistungsdauer bis zum 67. Lebensjahr
  • Finanzstärke
    Solvabilitätsquote 241 Prozent zum 31.12.2025 (Vorjahr 256 Prozent), DFSI-Finanzstärkenote 1,00 (2026)
  • Neugeschäft
    Offen, verkauft werden Schutzbrief, Junior BU+ und BUZ

Berufs­unfähigkeits­versicherung der Zurich im Test (2026)

Vier der fünf Testhäuser dieser Sparte haben Tarife der Zurich bewertet: Franke und Bornberg, das DFSI, das IVFP und Finanztest. ServiceValue hat die Zufriedenheit ihrer Kunden erhoben.

Gesamtwertung aus allen Testergebnissen

Die Zurich ist in der aktuellen Auswertung unserer Testseite nicht vertreten. Die Auswertung für Arbeitnehmer fasst die Urteile von Franke und Bornberg, DFSI, IVFP, Finanztest und ServiceValue mit der BaFin-Beschwerdequote zusammen und zeigt nur die zehn besten Anbieter.

Einzeln betrachtet stehen die Tarife stark da: Alle vier Häuser, die sie geprüft haben, vergeben zumindest in einem Teil der Fälle ihre höchste Stufe. Schwächer fallen das Kundenurteil aus dem EuroAtlas 2023 und die Zahl der Beschwerden aus.

Zur Gesamtauswertung der Berufs­unfähigkeits­versicherung


Der Franke und Bornberg Test

Franke und Bornberg prüft Versicherungs­bedingungen, Leistungspraxis im Schadenfall und wirtschaftliche Stabilität und sortiert jeden Tarif in eine von sieben Klassen von FFF+ bis F- ein. Der Beitrag spielt für die Note keine Rolle.

KategorieTarifeRatingnote
Selbständige Berufs­unfähigkeits­versicherungSBU, Junior BU+Hervorragend
Einsteiger Berufs­unfähigkeits­versicherungSBU mit Starteroption, Junior BU+ mit StartoptionHervorragend

Beide Urteile entsprechen der obersten Klasse der Skala (Quelle: Franke und Bornberg).


Das DFSI-Rating

Das Deutsche Finanz-Service Institut (DFSI) hat 2026 insgesamt 31 Tarifvarianten von 24 Gesellschaften für fünf Berufsgruppen untersucht. Die Note setzt sich zu 40 Prozent aus den Tarifbedingungen, zu 35 Prozent aus der Beitragsgestaltung und zu 25 Prozent aus der Bonität zusammen, dazu kommen bis zu fünf Zusatzpunkte für die BU-Kompetenz. Von der Zurich ging der Schutzbrief zusammen mit der Junior BU+ in die Wertung.

ModellkundeTarifbedingungenBeitragsbewertungGesamtbewertung
BankkauffrauSehr gutHervorragendHervorragend
ElektroingenieurSehr gutGutHervorragend
ProgrammiererSehr gutHervorragendHervorragend
FahrlehrerSehr gutGutHervorragend
FinanzberaterSehr gutGutHervorragend
RechtsanwaltSehr gutGutHervorragend
FinanzbeamterHervorragendBefriedigendSehr gut
GymnasiallehrerHervorragendBefriedigendSehr gut
AllgemeinmedizinerHervorragendSehr gutHervorragend
AltenpflegerHervorragendHervorragendHervorragend
PsychotherapeutHervorragendSehr gutHervorragend
StudentSehr gutGutHervorragend
AzubiSehr gutHervorragendHervorragend
SchülerSehr gutHervorragendHervorragend

In zwölf der 14 Modellfälle steht am Ende „Hervorragend“. Bei Finanzbeamter und Gymnasiallehrer reicht es trotz hervorragender Bedingungen nur zu „Sehr gut“, weil das Institut dort den Beitrag mit „befriedigend“ bewertet (Quelle: DFSI).


Das IVFP-Rating

Das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) hat 2025 insgesamt 68 Tarife von 43 Anbietern anhand von über 100 Kriterien bewertet, getrennt nach sechs Berufsgruppen. In die Gesamtnote gehen die Teilbereiche Unternehmen, Rendite, Flexibilität und Transparenz ein. Von der Zurich steht der Berufs­unfähigkeits-Schutzbrief BU26 im Rating.

BerufsgruppeUnternehmenRenditeGesamtnote
Kaufmännische BerufeSehr gutSehr gutExzellent
AuszubildendeSehr gutExzellentExzellent
Handwerkliche BerufeSehr gutSehr gutExzellent
SelbständigeSehr gutSehr gutSehr gut
StudentenSehr gutSehr gutSehr gut
Medizinische BerufeSehr gutGutGut

Flexibilität und Transparenz erhalten in allen sechs Gruppen „Exzellent“. Nach unten zieht die Rendite, also das Verhältnis von Preis und Leistung, bei den medizinischen Berufen (Quelle: IVFP).


Der Finanztest Vergleich

Finanztest, das Verbrauchermagazin der Stiftung Warentest, hat 2026 insgesamt 55 Berufs­unfähigkeits­versicherungen verglichen. Das Qualitätsurteil beruht zu 75 Prozent auf den Versicherungs­bedingungen und zu 25 Prozent auf dem Antrag. Geprüft wurde der Tarif SBU in der Fassung 07.25.

TarifVersicherungs­bedingungenAnträgeQualitätsurteil
SBU (07.25)Sehr gut (0,9)Befriedigend (3,1)Sehr gut (1,4)

Mit 0,9 liegen die Bedingungen nahe an der Bestnote, der Antrag drückt das Gesamturteil mit 3,1 nach unten (Quelle: Finanztest, Stiftung Warentest, 2026).

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Berater

Im Vergleich zu anderen Berufs­unfähigkeits­versicherungen

Zurich im Marktvergleich

AnbieterFranke und Bornberg ØDFSI ØIVFP ØFinanztest ØServiceValue EuroAtlasBeschwerde­quoteGesamt­wertung von 100
Logo Sparkassen-Versicherung SachsenSparkassen-Versicherung Sachsen–––Sehr gut––100
Logo Dialog Versicherung AGDialogFFF+HervorragendExzellentSehr gut––98
Logo Allianz Deutschland AGAllianzFFF+HervorragendSehr gutSehr gutSehr gut1,0293
Logo Canada Life Assurance Europe plcCanada LifeFFF–ExzellentSehr gut––92
Logo Lebensversicherung von 1871 a. G. MünchenLV 1871FFFHervorragendExzellentSehr gutSehr gut1,5092
Logo EUROPA VersicherungenEuropaFFFHervorragendExzellentSehr gutGut0,8689
Logo HDIHDIFFF+HervorragendExzellentSehr gutGut3,4788
Logo Hannoversche Lebens­versicherung AGHannoverscheFFF+HervorragendSehr gutSehr gutSehr gut1,9387
Logo ERGO Direkt AGErgoFFF+–Sehr gutSehr gutSehr gut1,3586
Logo Alte LeipzigerAlte LeipzigerFFF+HervorragendExzellentSehr gutUnter Durchschnitt1,1686
Quelle: Franke und Bornberg, DFSI, IVFP, Finanztest, ServiceValue EuroAtlas, www.transparent-beraten.de; für die Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität der Angaben wird keine Gewähr und keine Haftung übernommen

Die Auswertung zeigt die zehn besten Anbieter für Arbeitnehmer. Ein Strich heißt: In dieser Erhebung wurde der Anbieter nicht untersucht.

Die Zurich ist in dieser Auswertung nicht vertreten. Bei der reinen Tarifqualität hält ihr Schutzbrief mit „Hervorragend“ bei Franke und Bornberg und „Sehr gut“ bei Finanztest mit den gezeigten Häusern mit. Den Abstand zu ihnen erzeugen das Kundenurteil von ServiceValue und die Beschwerdequote.

Alle Berufs­unfähigkeits­versicherungen im Vergleich

Tarife und Leistungen der Berufs­unfähigkeits­versicherung der Zurich

Alle drei Tarife der Zurich zahlen ab 50 Prozent Berufs­unfähigkeit, verzichten auf die abstrakte Verweisung und leisten seit Juli 2026 zusätzlich bei schwerer Krankheit.

TarifVertragsformFür wenBesonderheit
Berufs­unfähigkeits-Schutzbrief (SBU)Eigenständiger VertragBerufstätige, Azubis, Studenten und BeamteDienstunfähigkeits­klausel und Arbeitsunfähigkeitsleistung wählbar
Junior BU+Eigenständiger Vertrag, abgeschlossen von Eltern oder GroßelternSchüler von 10 bis 14 Jahren10 Grundfähigkeiten in der Schulzeit mitversichert
Berufs­unfähigkeits-Zusatz­versicherung (BUZ)Zusatz zu einer Haupt­versicherung, etwa einer fondsgebundenen Renten­versicherung oder BasisrenteWer Altersvorsorge und Berufs­unfähigkeitsschutz verbinden willÜbernimmt bei Berufs­unfähigkeit die Beiträge des Vorsorgevertrags

Berufs­unfähigkeits-Schutzbrief (SBU)

Der Schutzbrief zahlt die vereinbarte Rente, wenn Sie Ihren zuletzt ausgeübten Beruf voraussichtlich mindestens sechs Monate lang zu mindestens 50 Prozent nicht mehr ausüben können, im Zweifel auch rückwirkend und ohne Meldefrist. Ob Sie eine andere Tätigkeit ausüben könnten, prüft die Zurich im Leistungsfall nicht.

Seit Juli 2026 gehört die Leistung bei schwerer Krankheit dazu: Nach einem Herzinfarkt, einem Schlaganfall oder einer schweren Krebserkrankung zahlt die Zurich einmalig die vereinbarte Rente für bis zu 18 Monate, auch wenn keine Berufs­unfähigkeit vorliegt. Stellt Ihre Kranken­versicherung das Krankengeld oder Krankentagegeld ein, zahlt die Zurich bis zu ihrer Leistungsentscheidung eine Überbrückungshilfe in Höhe der BU-Rente, höchstens zwölf Monate lang.

Die Leistungsdauer lässt sich in allen Berufen bis zum 67. Lebensjahr vereinbaren, die Karenzzeit bis zu 36 Monate. Eine Leistung bei Arbeitsunfähigkeit für bis zu 24 Monate schließen Sie als Option ein. Beamte, Soldaten und Richter können seit Januar 2025 zusätzlich eine echte Dienstunfähigkeits­klausel wählen, für rund zehn Prozent Mehrbeitrag.

Für junge Leute gibt es das BU-Einsteigermodell: In einer Startphase von einem bis vier Jahren zahlen Sie mindestens 50 Prozent des späteren Endbeitrags, danach steigt der Beitrag bis zu neun Jahre lang linear an, zusammen höchstens zehn Jahre. Der Versicherungsschutz gilt von Anfang an in voller Höhe.

Über das Lebensphasenkonzept erhöhen Sie die Rente bei Ereignissen wie Heirat oder Geburt eines Kindes bis zum 50. Lebensjahr ohne neue Gesundheitsfragen. Wechseln Sie den Beruf, prüft die Zurich auf Antrag, ob Sie günstiger eingestuft werden; teurer wird der Vertrag durch den Wechsel nicht.


Junior BU+

Die Junior BU+ sichert Schüler ab zehn Jahren ab, abgeschlossen von Eltern oder Großeltern. Als Beruf gilt dabei das Schülersein, also die Teilnahme am regulären Unterricht einer allgemeinbildenden Schule. Auf eine andere Schulform verweist die Zurich nicht.

Während der Schulzeit sind zehn Grundfähigkeiten kostenlos mitversichert, schon der Verlust einer einzigen löst die Leistung aus. Ab der Volljährigkeit kann das Kind den Vertrag selbst übernehmen. Als Berufswechsel für die Besserstellungsoption zählen der erste Wechsel in die gymnasiale Oberstufe und der erste Beginn einer Ausbildung, eines Studiums oder einer beruflichen Tätigkeit.

Im Einsteigermodell beträgt der Startbeitrag bei diesem Tarif mindestens 60 Prozent des Endbeitrags.


Berufs­unfähigkeits-Zusatz­versicherung (BUZ)

Die BUZ schließen Sie zusammen mit einer Haupt­versicherung ab, etwa der fondsgebundenen Renten­versicherung Vorsorgeinvest Spezial oder einer Basisrente. Werden Sie berufsunfähig, zahlt sie die vereinbarte Rente und übernimmt die weiteren Beiträge des Vorsorgevertrags, damit Ihr Sparziel trotzdem erreicht wird.

Ihre Bedingungen hat die Zurich nach eigener Angabe an die des Schutzbriefs angeglichen, soweit das gesetzlich möglich ist, und die Dienstunfähigkeits­klausel lässt sich auch hier einschließen. In der Kombination mit der Basisrente verzichtet die Zurich zusätzlich auf die konkrete Verweisung, wenn eine Klammerklausel vereinbart ist.


Gesundheitsfragen und Annahmepraxis

Welche Unterlagen die Zurich vor dem Abschluss verlangt, richtet sich nach Monatsrente und Eintrittsalter. Bis 50 Jahre genügt bis 2.500 Euro Rente der Antrag, von 2.501 bis 3.000 Euro kommt ein Hausarztbericht hinzu, ab 3.001 Euro ein ärztliches Zeugnis mit Blutuntersuchung. Wer mit 51 bis 62 Jahren einsteigt, braucht das ärztliche Zeugnis schon ab 1.001 Euro.

Statt zum Arzt zu gehen, können Sie bei Renten von 3.001 bis 5.000 Euro und einem Eintrittsalter bis 50 Jahre den M-Check nutzen: Eine Pflegefachkraft kommt zu Ihnen nach Hause oder an den Arbeitsplatz. Termin, Untersuchung und Übermittlung dauern nach Angaben der Zurich in der Regel weniger als zehn Tage.

Finanziell prüft die Zurich ab einer Jahresrente von 30.000 Euro genauer und fordert dann einen Fragebogen zu Finanzen und Beruf sowie Einkommensnachweise des laufenden und der letzten drei Jahre. Bis zu einem Jahresbruttoeinkommen von 80.000 Euro lassen sich höchstens 60 Prozent davon als Rente versichern, bis 200.000 Euro höchstens 50 Prozent und darüber 40 Prozent (Faktenblatt der Zurich, Stand Juli 2023).

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Die Berufs­unfähigkeits­versicherung der Zurich für Ihre Gruppe

Schüler

Mit der Junior BU+ lässt sich die Arbeitskraft schon ab zehn Jahren absichern, und der Schutz reicht über eine reine Schüler-BU hinaus: Zehn Grundfähigkeiten sind während der Schulzeit mitversichert. Das DFSI bewertet den Modellfall Schüler 2026 mit „Hervorragend“, für einen 16-jährigen Schüler der gymnasialen Oberstufe mit 500 Euro Rente nennt das Institut 20,40 Euro netto im Monat.

Die Stolperfalle steckt in der Besserstellungsoption: Sie greift nur, wenn der Wechsel in den ersten 15 Jahren nach Versicherungsbeginn stattfindet, vor dem 40. Lebensjahr beantragt und innerhalb von zwölf Monaten angezeigt wird. Wer die Anzeige versäumt, zahlt weiter den Beitrag der alten Einstufung.


Studenten

Für Studenten ist der Einstieg günstig: Im DFSI-Modellfall kostet eine Rente von 500 Euro bis 67 bei 24 Jahren Eintrittsalter 21,06 Euro netto im Monat, die Gesamtnote lautet „Hervorragend“. Das IVFP vergibt für Studenten 2025 ein „Sehr gut“, und über das Einsteigermodell sinkt der Startbeitrag auf mindestens die Hälfte des Endbeitrags.

Die Grenze ist die Rentenhöhe: Studenten und Azubis sichert die Zurich bis durchschnittlich 1.250 Euro Monatsrente ab. Wer nach dem Abschluss deutlich mehr verdient, muss über das Lebensphasenkonzept nachversichern, und das geht nur bis zum 50. Lebensjahr.


Azubis

Azubis bekommen die stärkste Bewertung des Hauses: Das IVFP vergibt 2025 für Auszubildende die Gesamtnote „Exzellent“ und in der Rendite, also beim Verhältnis von Preis und Leistung, ebenfalls „Exzellent“. Beim DFSI kommt die angehende Bankkauffrau mit 20 Jahren auf „Hervorragend“, für 650 Euro Rente zahlt sie 25,68 Euro netto.

Auch hier gilt die Deckelung auf durchschnittlich 1.250 Euro. Für den ersten Gehaltssprung nach der Ausbildung brauchen Sie deshalb die Nach­versicherung aus dem Lebensphasenkonzept, die ohne neue Gesundheitsfragen auskommt.


Beamte (DU-Klausel)

Die Dienstunfähigkeits­klausel der Zurich ist eine echte: Sie folgt der Entscheidung des Dienstherrn, ohne dass die Zurich noch einmal selbst auf Dienstunfähigkeit prüft, und sie gilt für Beamte auf Lebenszeit, auf Probe und auf Widerruf. Stellt der Dienstherr keine Dienstunfähigkeit fest, prüft die Zurich zusätzlich auf Berufs­unfähigkeit.

Zwei Dinge schränken ein. Die Absicherung ist je nach Besoldungsgruppe auf höchstens 1.600 Euro Rente begrenzt, und der Einschluss kostet rund zehn Prozent Mehrbeitrag. Das DFSI bewertet die Bedingungen für Finanzbeamter und Gymnasiallehrer zwar mit „hervorragend“, den Beitrag aber nur mit „befriedigend“.


Ärzte und Heilberufe

Für Heilberufe bewertet das DFSI 2026 die Tarifbedingungen durchweg mit „hervorragend“, Allgemeinmediziner, Altenpfleger und Psychotherapeut erreichen auch in der Gesamtnote „Hervorragend“. Leistungen aus einem Versorgungswerk rechnet die Zurich erst ab einer Gesamtabsicherung von 3.000 Euro monatlich an, und dann mit der Hälfte ihres Werts.

Seit Juli 2026 verzichtet die Zurich auch bei selbständigen Ärzten, Zahnärzten, Tierärzten und Apothekern auf die Umorganisationsprüfung. Schwächer fällt das IVFP-Rating aus: Für medizinische Berufe gibt es dort in der Rendite und in der Gesamtnote nur „Gut“, die niedrigste Note der sechs Gruppen.


Handwerker

Handwerkliche Berufe erhalten im IVFP-Rating 2025 ein „Exzellent“, dieselbe Note wie kaufmännische Berufe. Dahinter steht eine Berufeliste nach der aktuellen Klassifizierung der Bundesagentur für Arbeit und ein Scoring-Modell, das die tatsächliche Tätigkeit einstuft.

Wer den Beitrag anfangs nicht stemmen kann, kann eine Karenzzeit von bis zu 36 Monaten wählen. Das senkt den Beitrag, aber die Rente fließt dann erst nach Ablauf dieser Frist, und die Zeit bis dahin müssen Sie selbst überbrücken.


IT und MINT

Bürotätigkeiten stuft die Zurich günstig ein: Der Modellkunde Programmierer erhält beim DFSI 2026 die Gesamtnote „Hervorragend“ und in der Beitragsbewertung ebenfalls „hervorragend“, für 2.200 Euro Rente nennt das Institut 82,75 Euro netto. Auch der Elektroingenieur kommt auf „Hervorragend“.

Der Schutz gilt weltweit rund um die Uhr, und seit Juli 2026 erkennt die Zurich Untersuchungen im Ausland an, wenn sie deutschen Standards entsprechen. Wer mehr als 2.500 Euro Monatsrente absichern will, sollte den zusätzlichen Aufwand bei der Gesundheitsprüfung einplanen.


Selbständige

Für Selbständige zählt die Umorganisationsklausel. Die Zurich verzichtet auf diese Prüfung bei definierten Kammerberufen, bei Kleinstbetrieben und bei stark kaufmännisch geprägten Betrieben, und gelingt eine Umorganisation tatsächlich, zahlt sie sechs Monatsrenten. Beim DFSI erreichen Fahrlehrer, Finanzberater und Rechtsanwalt die Gesamtnote „Hervorragend“.

Zwei Hürden bleiben. Das IVFP vergibt für Selbständige 2025 nur „Sehr gut“, und ab 30.000 Euro Jahresrente verlangt die Zurich Einkommensnachweise für das laufende und die letzten drei Jahre. In schwankenden Jahren kann das die gewünschte Rentenhöhe kosten.


Berufs­unfähigkeits­versicherung für Ihre Berufsgruppe

Preise der Berufs­unfähigkeits­versicherung der Zurich

Was Sie bei der Zurich zahlen, entscheidet sich an vier Stellen: an der Einstufung Ihrer Tätigkeit, am Eintrittsalter, an der Rentenhöhe und am Raucherstatus. Belegte Beiträge liefert die DFSI-Studie vom 02.04.2026, die jedes Berufsbild mit einem Modellkunden durchgerechnet hat.

Am günstigsten sind die jungen Profile. Für den 16-jährigen Schüler mit 500 Euro Monatsrente weist das Institut 20,40 Euro netto und 29,15 Euro brutto aus, für die 20-jährige Auszubildende mit 650 Euro Rente 25,68 Euro netto und 36,17 Euro brutto. Der 40-jährige Elektroingenieur zahlt für 1.600 Euro Rente 66,81 Euro netto und 89,08 Euro brutto.

Der Unterschied zwischen beiden Werten ist wichtig: Netto ist der Beitrag nach Überschussbeteiligung, den Sie heute überweisen, brutto die vertraglich vereinbarte Obergrenze. Sinkt die Überschussbeteiligung, kann der Beitrag bis zum Bruttowert steigen. Das DFSI gewichtet deshalb in seiner Beitragsbewertung den Nettobeitrag mit 60 Prozent und den Bruttobeitrag mit 40 Prozent (Quelle: DFSI).

Teurer wird es bei den Selbständigen: Für den 35-jährigen Finanzberater mit 2.200 Euro Rente nennt das Institut 152,39 Euro netto und 203,19 Euro brutto. Reicht das Budget anfangs nicht, senkt das Einsteigermodell den Beitrag in den ersten Jahren bei voller Leistung. Wie sich Beiträge in dieser Sparte grundsätzlich zusammensetzen, erklärt unsere Seite zur Berufs­unfähigkeits­versicherung.

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Laufende Aktionen

Zwölf statt 23 Fragen

Zurich · unbefristet

Alle Berufsgruppen · bis 40 Jahre · Renten bis 1.500 € · 12 Gesundheitsfragen

Details zur Aktion

Alle aktuellen Aktionen zur Berufsunfähigkeitsversicherung im Überblick

Stärken und Schwächen

Wichtige Leistungen einer Berufs­unfähigkeits­versicherung

Eine Berufs­unfähigkeits­versicherung zahlt Ihnen eine monatliche Rente, wenn Sie Ihren zuletzt ausgeübten Beruf aus gesundheitlichen Gründen dauerhaft nicht mehr ausüben können. Sie sichert damit Ihre Arbeitskraft ab, also den größten materiellen Wert eines Erwerbslebens. Entscheidend sind nicht die Werbe­versprechen, sondern die Bedingungen: der Verzicht auf die abstrakte Verweisung, eine Nach­versicherungsgarantie für Heirat, Geburt oder Immobilien­finanzierung, die rückwirkende Zahlung ab Eintritt der Berufs­unfähigkeit und ein weltweiter Schutz ohne Meldepflicht. Wichtig ist außerdem, wie ein Versicherer Ihren Beruf und Ihre Vor­erkrankungen einstuft, denn davon hängen Beitrag und Annahme ab. Optional lassen sich eine Arbeitsunfähigkeitsklausel, eine Dienstunfähigkeits­klausel für Beamte und eine Pflegeleistung einschließen.

Stärken der Zurich

  • Kein Verweis auf eine andere mögliche Tätigkeit, volle Rente ab 50 Prozent Berufs­unfähigkeit
  • Rückwirkende Zahlung ohne Meldefrist
  • Bei Krebs, Herzinfarkt und Schlaganfall einmalig bis zu 18 Monatsrenten, auch ohne Berufs­unfähigkeit
  • Überbrückungshilfe in Höhe der BU-Rente für bis zu zwölf Monate, wenn das Krankengeld endet
  • Nach­versicherung bis zum 50. Lebensjahr ohne neue Gesundheitsfragen
  • Besserstellungsoption: Nach einem Berufswechsel kann der Beitrag sinken, steigen kann er dadurch nicht
  • Verzicht auf die Umorganisation bei Kammerberufen, Kleinstbetrieben und kaufmännisch geprägten Betrieben
  • Verbindliche Frist von zehn Tagen für die Leistungsentscheidung, telefonische Begleitung beim Antrag
  • Verzicht auf eine Beitragsanpassung nach § 163 VVG
  • Beitragsstundung seit Juli 2026 schon nach einem Jahr Laufzeit und ohne Stundungszinsen

Schwächen der Zurich

  • Leistung bei Arbeitsunfähigkeit nur als zusätzliche Option
  • Für Azubis, Studenten, Teilzeitkräfte und Berufe mit niedrigem Lohn ist die Rente auf rund 1.250 Euro begrenzt
  • Dienstunfähigkeits­klausel mit rund zehn Prozent Mehrbeitrag und höchstens 1.600 Euro Rente
  • Ein zeitlich befristetes Anerkenntnis ist in Einzelfällen bis zu zwölf Monate möglich
  • Versorgungswerk-Leistungen werden ab 3.000 Euro Gesamtabsicherung zur Hälfte angerechnet
  • Besserstellungsoption nur bis zum 40. Lebensjahr und für Wechsel in den ersten 15 Vertragsjahren
  • Hausarztbericht schon ab 2.501 Euro Monatsrente, ab 51 Jahren ärztliches Zeugnis ab 1.001 Euro

Erfahrungen und Beschwerden

Bewertungen auf Bewertungsplattformen

Auf Trustpilot kommt Zurich Deutschland auf einen TrustScore von 2,3 von 5 bei 417 Bewertungen, abgerufen am 24.09.2026. Das Profil gehört zur Zurich Gruppe Deutschland mit Sitz in Köln und wird vom Unternehmen selbst betreut, das auf viele Einträge antwortet.

Bewertet wird dort das Gesamtunternehmen über alle Sparten, vor allem Kfz-, Sach- und Garantie­versicherungen sowie Lebens- und Renten­versicherungen. Publikumsbewertungen fallen bei Versicherern fast immer schwächer aus als Tarifnoten, weil dort vor allem Schadenfälle, Kündigungen und Auszahlungen landen. Über die Bedingungen der Berufs­unfähigkeits­versicherung sagt der Wert nichts.


Was Kunden berichten

Wiederkehrende Kritik gilt der Erreichbarkeit und der Bearbeitungsdauer: Viele Bewertungen schildern ausbleibende Rückrufe, unbeantwortete E‑Mails und wochenlang offene Vorgänge, häufig rund um Kfz-Schäden und Auszahlungen aus Lebens­versicherungen. Unter den jüngsten Einträgen loben mehrere Bewertungen dagegen eine zügige Schadenregulierung und freundliche Ansprechpartner.

„Kein versprochener Rückruf, keine Beantwortung der E‑Mails, null Reaktion.“ (Trustpilot, 28. April 2026)

„Bearbeitungszeit ist unendlich.“ (Trustpilot, 13. August 2026)

„Die Mitarbeiter waren freundlich, Rückfragen wurden schnell beantwortet und ich wurde über die nächsten Schritte informiert.“ (Trustpilot, 14. September 2026)

Einen Leistungsfall in der Arbeitskraftabsicherung schildert eine Bewertung vom 4. April 2026: Trotz ärztlich bescheinigter Arbeitsunfähigkeit über Monate „liegt laut der Versicherung natürlich keine Erwerbsunfähigkeit vor“, eine Zahlung wurde abgelehnt. Der Fall liegt nach dieser Bewertung beim Versicherungs­ombudsmann.


Umfrage zum Thema Kundenorientierung

Für den EuroAtlas Berufs­unfähigkeits­versicherer 2023 hat ServiceValue die Urteile von 3.285 Versicherungsnehmern zu 38 Anbietern ausgewertet, in den Dimensionen Produktangebot, Versicherungs­bedingungen, Kundenservice, Kundenberatung und Preis-Leistungs-Verhältnis. Bewerten durfte nur, wer selbst eine BU oder BUZ bei dem Haus hat.

Die Zurich steht im Gesamt-Ranking ohne Auszeichnung, erreicht also weder „gut“ noch „sehr gut“ (Quelle: ServiceValue). Die Erhebung ist die jüngste dieses Instituts und misst die Zufriedenheit der Kunden, nicht die Qualität der Tarife.


Beschwerden bei der BaFin

Im Bereich Lebens­versicherung hat die BaFin 2025 insgesamt 39 Beschwerden zur Zurich Deutscher Herold bearbeitet, bei einem Bestand von 1.958.561 Verträgen (Quelle: BaFin). Daraus ergibt sich eine Quote von 1,99 Beschwerden je 100.000 Verträge, der Branchendurchschnitt liegt bei 1,81. Die Quote ist unsere Berechnung, die BaFin weist nur die absoluten Zahlen aus.

Für die zweite Konzerngesellschaft, die Zurich Life, führt die BaFin zwölf Beschwerden bei 583.344 Verträgen, eine Quote von 2,06. Ob eine Beschwerde berechtigt war, sagt die Statistik nicht. Wie oft Kunden ihren Anspruch vor Gericht durchsetzen müssen, zeigt unsere Übersicht zur Klagequote.

Unsere Einschätzung als Experten

Einordnung

Nach Einschätzung unserer Experten ist die Zurich ein Anbieter mit starken Bedingungen und schwächerem Service-Bild. Kein abstrakter Verweis, rückwirkende Zahlung, Nach­versicherung bis 50 und seit Juli 2026 die Leistung bei schwerer Krankheit: Daran müssen sich andere Tarife messen lassen.

Das Bild trübt sich beim Kundenurteil. ServiceValue führt die Zurich ohne Auszeichnung, und die Beschwerdequote liegt über dem Schnitt der Branche. Deshalb reicht es in unserer Gesamtauswertung nicht unter die zehn besten Anbieter, obwohl die einzelnen Tarifnoten dort mithalten könnten.


Für wen ja, für wen nein

Ja, wenn Sie jung einsteigen: Schüler über die Junior BU+, Azubis und Studenten über das Einsteigermodell mit halbem Startbeitrag. Auch Büro-, IT- und Heilberufe fahren gut, weil die Einstufung günstig ist und das DFSI dort Bestnoten vergibt.

Zurückhaltung empfehlen unsere Experten bei zwei Gruppen. Beamte zahlen für die echte Dienstunfähigkeits­klausel einen Aufschlag und bekommen die schwächste Beitragsbewertung des Hauses. Selbständige mit schwankendem Einkommen stoßen ab 30.000 Euro Jahresrente auf eine mehrjährige Einkommensprüfung. Wie eine Beratung zur Berufs­unfähigkeits­versicherung abläuft, erfahren Sie auf unserer Beratungsseite.


Regulierungspraxis

Das DFSI bewertet die BU-Kompetenz der Zurich 2026 in allen 14 Modellfällen mit „gut“. In diese Teilnote fließen neun gleichgewichtete Kennzahlen ein, darunter Annahme-, Leistungs- und Ablehnungsquoten. Es ist die einzige Teilnote, die nicht an der Spitze liegt, während Bedingungen und Finanzstärke dort stehen.

Für den Ablauf hat sich die Zurich selbst festgelegt: Nach einer Leistungsmeldung meldet sie sich innerhalb von 24 Stunden telefonisch, unterstützt Sie am Telefon beim Leistungsantrag und entscheidet binnen einer verbindlichen Frist von zehn Tagen, bei Bedarf mit Außenregulierern vor Ort. Ein befristetes Anerkenntnis spricht sie grundsätzlich nicht aus, in Einzelfällen höchstens für zwölf Monate.

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Unsere Beratung zur Berufs­unfähigkeits­versicherung ist von Finanztip empfohlen. Wir können Ihnen kostengünstige und leistungsstarke Berufs­unfähigkeits­versicherungen anbieten:

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Foto von Patrick Knittel
Berater

Häufige Fragen zur Berufs­unfähigkeits­versicherung der Zurich

Welche Berufs­unfähigkeits­versicherungen bietet die Zurich an?

Die Zurich verkauft drei Varianten: den Berufs­unfähigkeits-Schutzbrief als eigenständigen Vertrag, die Junior BU+ für Schüler und die Berufs­unfähigkeits-Zusatz­versicherung, die an einen Vorsorgevertrag gekoppelt ist. Alle drei leisten ab einer Berufs­unfähigkeit von 50 Prozent. Schutzbrief und Zusatz­versicherung gibt es auf Wunsch mit Dienstunfähigkeits­klausel für Beamte.

Ab welchem Alter kann ich mein Kind bei der Zurich absichern?

Ab zehn Jahren. Die Junior BU+ richtet sich an Schüler bis 14 Jahre, abgeschlossen wird sie von Eltern oder Großeltern. Versichert ist das Schülersein als Beruf, zusätzlich sind während der Schulzeit zehn Grundfähigkeiten eingeschlossen. Mit der Volljährigkeit kann Ihr Kind den Vertrag selbst übernehmen.

Wann verlangt die Zurich eine ärztliche Untersuchung?

Das hängt von Rente und Alter ab. Mit einem Eintrittsalter bis 50 Jahre reicht bis 2.500 Euro Monatsrente die Beantwortung der Gesundheitsfragen, ab 3.001 Euro sind ein ärztliches Zeugnis und eine Blutuntersuchung fällig. Ab 51 Jahren gilt diese Pflicht schon ab 1.001 Euro. Bis 5.000 Euro Rente (bis 50 Jahre) beziehungsweise 2.500 Euro (ab 51 Jahren) kann statt des Arztbesuchs eine Pflegefachkraft die Untersuchung zu Hause übernehmen.

Was passiert mit meinem Beitrag, wenn ich den Beruf wechsle?

Er kann nur sinken, nicht steigen. Auf Antrag prüft die Zurich ohne neue Gesundheitsfragen, ob die neue Tätigkeit günstiger eingestuft wird; ist das so, gilt der niedrigere Beitrag ab der nächsten Versicherungsperiode. Voraussetzung ist, dass Sie vor dem 40. Geburtstag beantragen, mindestens sechs Monate in der neuen Tätigkeit arbeiten, der Wechsel in die ersten 15 Vertragsjahre fällt und Sie ihn binnen zwölf Monaten anzeigen.

Zahlt die Zurich auch bei einer schweren Krankheit ohne Berufs­unfähigkeit?

Ja, seit Juli 2026. Nach einem Herzinfarkt, einem Schlaganfall oder einer schweren Krebserkrankung erhalten Sie einmalig die vereinbarte Rente für maximal 18 Monate. Ob Sie berufsunfähig sind, spielt dafür keine Rolle. Die Zurich hat die Leistung in Schutzbrief, Junior BU+ und Zusatz­versicherung eingeführt.

Lohnt sich die Dienstunfähigkeits­klausel für Beamte?

Sie schließt die wichtigste Lücke, hat aber ihren Preis. Die Zurich folgt der Entscheidung des Dienstherrn, prüft die Dienstunfähigkeit also nicht selbst nach, und das gilt auch für Beamte auf Probe und auf Widerruf. Dafür zahlen Sie rund zehn Prozent mehr, und die Rente ist je nach Besoldungsgruppe auf 1.600 Euro begrenzt.

Was kann ich tun, wenn ich den Beitrag vorübergehend nicht zahlen kann?

Sie können den Beitrag stunden lassen, statt zu kündigen. Seit Juli 2026 geht das bereits nach einem Jahr Vertragslaufzeit und ohne Stundungszinsen, in der Regel für bis zu 24 Monate, in der Elternzeit für bis zu 36 Monate. Eine Kündigung ist endgültig: Ein neuer Vertrag bedeutet neue Gesundheitsfragen und ein höheres Eintrittsalter.

Wie hoch darf die BU-Rente bei der Zurich höchstens sein?

Das richtet sich nach Ihrem Einkommen. Bis zu einem Jahresbruttoeinkommen von 80.000 Euro versichert die Zurich höchstens 60 Prozent davon als Rente, bis 200.000 Euro höchstens 50 Prozent und darüber 40 Prozent. Azubis, Studenten und Teilzeitkräfte kommen auf durchschnittlich 1.250 Euro im Monat, Beamte mit Dienstunfähigkeits­klausel auf höchstens 1.600 Euro.

Wie schnell entscheidet die Zurich im Leistungsfall?

Die Zurich nennt eine verbindliche Frist von zehn Tagen für die Entscheidung. Beim Leistungsantrag unterstützt Sie ein Mitarbeiter telefonisch, Rückfragen zum laufenden Verfahren beantwortet sie nach eigener Angabe innerhalb von 24 Stunden. Stellt Ihre Kranken­versicherung zwischendurch die Zahlungen ein, überbrückt die Zurich bis zur Entscheidung mit einer Zahlung in Höhe der Rente.

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Lena Mierbach
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