SDK Private Kranken­versicherung

Tarife, Testergebnisse und Erfahrungen.

Das erwartet Sie hier

Welche Tarifbausteine die private Kranken­versicherung der SDK anbietet, wie das Unternehmen bei DFSI, IVFP und ServiceValue abschneidet, was die Voll­versicherung kostet und welche Erfahrungen Kunden mit der SDK machen.

Inhalt dieser Seite
  1. Auf einen Blick
  2. Aktuelle Testergebnisse
  3. Im Vergleich
  4. Tarife und Leistungen
  5. Für Ihre Gruppe
  6. Preise
  7. Stärken und Schwächen
  8. Erfahrungen und Beschwerden
  9. Unsere Einschätzung
  10. Häufige Fragen
Foto von Mario Müller
Zuletzt aktualisiert am

Das Wichtigste in Kürze

  • Die private Kranken­versicherung der SDK ist in unserer Gesamtauswertung nicht vertreten, das DFSI und das IVFP bewerten das Unternehmen jeweils mit „Gut“, im ServiceValue-Kundenurteil Fairness 2026 erhält sie „Sehr gut“.
  • Die Voll­versicherung GesundheitsFAIR besteht aus 15 Tarifbausteinen für ambulante, stationäre und zahnärztliche Leistungen, die sich frei kombinieren lassen.
  • Zu festen Geburtstagen zwischen 30 und 50 Jahren und bei Ereignissen wie Heirat oder einem Gehaltssprung lässt sich der Schutz ohne neue Gesundheitsprüfung erhöhen.
  • Für einen 40-jährigen Geschäftsführer nennt die SDK 904,18 € im Monat für die Kombination AM12, S1 und Z9 mit Krankentagegeld (Stand 01/2026).
  • Für Angestellte, Ärzte und Selbständige passt die SDK gut, weil Bausteine, Selbst­beteiligung und ein Ärzterabatt den Schutz genau zuschneiden; für Studenten weniger: Einen Ausbildungstarif in der Voll­versicherung gibt es nicht, nur einen Optionstarif.
  • Die BaFin-Beschwerdequote lag 2025 bei 2,74 je 100.000 versicherte Personen und damit unter dem Branchendurchschnitt von 6,27.

SDK auf einen Blick

Wie gut ist die SDK?

Nicht in unserer Gesamtauswertung

  • DFSI 2025/26: „Gut“
  • IVFP 2025: „Gut“
  • ServiceValue Fairness 2026: „Sehr gut“

Das DFSI bewertet die SDK im Rating 2025/26 mit „Gut“ (1,9), die Produktqualität und den Service jeweils mit „Sehr gut“. Das IVFP vergibt für 2025 ebenfalls „Gut“, ServiceValue im Kundenurteil Fairness 2026 „Sehr gut“.

In unserer Gesamtauswertung ist die SDK nicht vertreten. Ihre Stärke liegt im Produkt und im Kundenurteil, die Substanzkraft bewertet das DFSI nur mit „Befriedigend“.


Was kostet sie?

Der Beitrag hängt vom Eintrittsalter, vom Gesundheitszustand und vor allem von der Kombination der Bausteine ab: Selbst­beteiligung im Ambulanttarif, Zimmer und Arzt im Krankenhaus, Erstattung beim Zahnersatz. Die SDK nennt in ihrer Broschüre GesundheitsFAIR Beispielbeiträge mit Krankentagegeld von 140 Euro ab der siebten Woche und gesetzlichem Zuschlag, ohne Pflegepflicht­versicherung.

ProfilTarifkombinationBeitrag im Monat
Selbständige, 30 JahreAM31, S3, Z6572,66 €
Bauingenieur, angestellt, 35 JahreAM13, S1DD, Z8746,31 €
Geschäftsführer, 40 JahreAM12, S1, Z9904,18 €

Die Beträge sind Angaben der SDK mit Stand 01/2026. Angestellte zahlen davon nur einen Teil: Der Arbeitgeber trägt die Hälfte des Beitrags, 2026 höchstens 508,59 Euro im Monat. Für den Geschäftsführer bleiben so 452,09 Euro.


Für wen passt sie?

  • Angestellte über JAEG: Wechseloptionen mit 30, 35, 40, 45 und 50 Jahren, Arbeitgeberzuschuss auf alle Bausteine
  • Ärzte: Ärzterabatt auf alle Ambulanttarife und den Tarif S1, auch für Partner und Kinder
  • Selbständige: Selbst­beteiligung bis 2.400 € im Jahr, Krankentagegeld schon ab der dritten Woche wählbar
  • Studenten: Kein Ausbildungstarif in der Voll­versicherung, nur ein Optionstarif neben der gesetzlichen Kasse

Was hinter jeder Einordnung steckt, steht mit Konditionen und Stolperfallen im Kapitel Für Ihre Gruppe.


Wer steckt hinter der SDK?

Risikoträger ist die Süddeutsche Kranken­versicherung a.G. mit Sitz in Fellbach, ein Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit. Seit dem 1. Juli 2025 bildet sie mit der Stuttgarter Versicherungsgruppe einen Gleichordnungskonzern. Die Solvenzquote lag zum 31.12.2025 bei 784 Prozent nach 712 Prozent im Vorjahr, ohne Übergangs­maßnahmen und ohne Volatilitätsanpassung (Quelle: Solvabilitäts- und Finanzbericht 2025 der Süddeutschen Kranken­versicherung a.G.).

Bei der BaFin gingen 2025 zur SDK 19 Beschwerden ein, das sind 2,74 je 100.000 versicherte Personen bei einem Branchendurchschnitt von 6,27 (Quelle: BaFin). Auf Trustpilot steht die SDK bei 3,1 von 5 Sternen aus 711 Bewertungen, abgerufen am 04.10.2026.

  • Risikoträger
    Süddeutsche Kranken­versicherung a.G., Fellbach, Gleichordnungskonzern mit der Stuttgarter Versicherungsgruppe seit 01.07.2025
  • Tarife
    GesundheitsFAIR mit 15 Bausteinen: AM10 bis AM13, AM30 bis AM33, S1, S1DD, S3, Z6, Z6SB, Z8, Z9; Beihilfetarife für Beamte
  • Finanzstärke
    Solvenzquote 784 % zum 31.12.2025 (SFCR 2025)
  • Neugeschäft
    Offen, mit allen GesundheitsFAIR-Bausteinen, den Beihilfetarifen und den Optionstarifen für Studierende und Angestellte

Private Kranken­versicherung der SDK im Test (2026)

Alle Testhäuser dieser Sparte bewerten das Unternehmen, nicht einzelne Tarife: das DFSI und das IVFP die Unternehmensqualität, ServiceValue die von Kunden wahrgenommene Fairness.

Gesamtwertung aus allen Testergebnissen

In unserer Gesamtauswertung der privaten Kranken­versicherung fließen das DFSI-Rating 2025/26, das IVFP-Rating 2025, das ServiceValue-Kundenurteil 2026 und die BaFin-Beschwerdestatistik 2025 ein. Die SDK ist in der aktuellen Auswertung nicht vertreten.

Zur Gesamtauswertung der privaten Kranken­versicherung


Das DFSI-Rating

Das Deutsche Finanz-Service Institut (DFSI) hat für das Rating 2025/26 die 31 wichtigsten privaten Kranken­versicherer untersucht. Bewertet werden Substanzkraft, Produktqualität und Service, gewichtet mit 40, 40 und 20 Prozent (Quelle: DFSI).

TeilbereichSDK
SubstanzkraftBefriedigend
ProduktqualitätSehr gut
ServiceSehr gut
GesamtnoteGut

Mit der Gesamtnote „Gut“ (1,9) und 72,44 Punkten gehört die SDK zu den 22 Versicherern mit dieser Note, das DFSI vergibt dazu das Rating AA. Die Produktqualität erreicht mit der Teilnote 1,1 den besten Wert innerhalb von „Sehr gut“, der Service liegt bei 1,4. Die Gesamtnote zieht die Substanzkraft mit „Befriedigend“ (3,0) nach unten.


Das IVFP-Rating

Das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) hat 2025 die Unternehmensqualität von 34 privaten Kranken­versicherern anhand von 23 Kriterien bewertet. Grundlage sind Geschäftsberichte und Meldungen an die Aufsicht, also Stabilität, Sicherheit, Ertragskraft und Markterfolg (Quelle: IVFP).

RatingSDK
IVFP Unternehmensqualität 2025Gut

Die SDK erhält die Gesamtnote „Gut“, die das IVFP 2025 an sieben Gesellschaften vergeben hat. Sechs Versicherer erreichen „Exzellent“, 19 „Sehr gut“.

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Experte für Gesundheitsvorsorge

Im Vergleich zu anderen privaten Kranken­versicherern

SDK im Marktvergleich

AnbieterDFSI
Unternehmensqualität
IVFP
Unternehmensqualität
ServiceValue
Fairness
Beschwerde­quoteGesamtwertung
von 100
Logo ProvinzialProvinzial–Exzellent––100
Logo Allianz Deutschland AGAllianzExzellentExzellentSehr gut2,9196
Logo R+V Allgemeine Versicherung AGR+VSehr gutExzellentSehr gut0,1796
Logo LVM VersicherungLVMGutExzellentSehr gut1,3692
Logo DKV Deutsche Krankenversicherung AGDKVSehr gutSehr gutSehr gut3,4685
Logo SIGNAL IDUNASignal IdunaSehr gutExzellentSehr gut3,2385
Logo uniVersauniVersa–ExzellentGut3,6883
Logo Envivas Krankenversicherung AGEnvivasGutSehr gut–1,1181
Logo Debeka-GruppeDebekaGutSehr gutSehr gut4,0581
Logo Württembergische Versicherung AGWürttembergischeSehr gutSehr gutGut0,3981
Quelle: DFSI, IVFP, ServiceValue Kundenurteil Fairness, www.transparent-beraten.de; für die Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität der Angaben wird keine Gewähr und keine Haftung übernommen

Ein Strich heißt: In dieser Erhebung wurde der Anbieter nicht untersucht.

Die SDK ist in dieser Auswertung nicht vertreten. Ihre Einzelurteile lauten „Gut“ beim DFSI, „Gut“ beim IVFP und „Sehr gut“ bei ServiceValue.

Alle privaten Kranken­versicherer im Vergleich

Tarife und Leistungen der privaten Kranken­versicherung der SDK

Die SDK verkauft keine fertigen Tarife, sondern setzt die Voll­versicherung GesundheitsFAIR aus je einem Baustein für ambulant, stationär und Zahn zusammen. Das Krankentagegeld kommt als eigener Baustein dazu.

TarifBereichGebührenordnungKern der Leistung
Ambulanttarife AM10 bis AM13AmbulantÜber den Höchstsätzen der GOÄHeilpraktiker bis 1.000 €, Vorsorge bis 500 € ohne Selbst­beteiligung
Ambulanttarife AM30 bis AM33AmbulantBis zu den Höchstsätzen der GOÄKein Heilpraktiker, Selbst­beteiligung bis 2.400 €
Tarif S1StationärÜber den Höchstsätzen der GOÄEinbettzimmer, Chefarzt, Privatklinik
Tarif S1DDStationärÜber den Höchstsätzen bei schweren ErkrankungenEinbettzimmer, Chefarzt erst bei schwerer Erkrankung
Tarif S3StationärBis zu den Höchstsätzen der GOÄMehrbettzimmer, diensthabender Arzt oder Belegarzt
Zahntarife Z6 und Z6SBZahnBis zu den Höchstsätzen der GOZZahnersatz und Kieferorthopädie 60 %
Tarif Z8ZahnBis zu den Höchstsätzen der GOZZahnersatz und Kieferorthopädie 80 %
Tarif Z9ZahnÜber den Höchstsätzen der GOZZahnersatz und Kieferorthopädie 90 %

Ambulanttarife AM10 bis AM13

Die vier Tarife bilden das sehr hohe Leistungsniveau im ambulanten Bereich. Sie erstatten ärztliche Honorare auch über den Höchstsätzen der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) und zahlen den Heilpraktiker bis 1.000 Euro im Jahr. Facharzt, Psychotherapie, Arznei-, Heil- und Hilfsmittel sind ohne Begrenzung versichert. Sie unterscheiden sich nur in der Selbst­beteiligung: AM10 ohne, AM11 mit 10 Prozent bis höchstens 240 Euro, AM12 mit 20 Prozent bis 480 Euro und AM13 mit 30 Prozent bis 960 Euro im Jahr.

Vorsorge und Schutzimpfungen zahlen diese Tarife bis 500 Euro im Kalenderjahr, ohne Selbst­beteiligung und ohne Folgen für die Beitragsrückerstattung. Für Sehhilfen gibt es 1.000 Euro innerhalb von drei Kalenderjahren, für eine Augenlaser-Operation bis 3.000 Euro je Auge nach 36 Monaten Voll­versicherung. Hörhilfen sind ohne Begrenzung versichert, Kurse zur gesunden Lebensführung mit 500 Euro in drei Jahren (Angaben der SDK, Broschüre GesundheitsFAIR, Stand 01/2026).


Ambulanttarife AM30 bis AM33

Die Tarife AM30 bis AM33 bilden das hohe Leistungsniveau und erstatten bis zu den Höchstsätzen der GOÄ. Wesentliche Leistungen wie Facharzt, Psychotherapie und Arzneimittel sind auch hier ohne Begrenzung versichert, ein Heilpraktiker dagegen nicht. Die Selbst­beteiligung liegt bei 30 Prozent bis höchstens 480 Euro (AM30) oder 960 Euro (AM31), bei AM32 sind es feste 1.440 Euro und bei AM33 feste 2.400 Euro im Jahr.

Sehhilfen zahlen diese Tarife bis 250 Euro in drei Kalenderjahren, eine Augenlaser-Operation bis 1.500 Euro je Auge, Hörhilfen bis 2.500 Euro je Ohr und Kalenderjahr. Für Kinder gilt die halbe feste Selbst­beteiligung beziehungsweise die halbe Deckelung.


Tarif S1

S1 ist der Premiumtarif im Krankenhaus: Einbettzimmer, privatärztliche Behandlung durch den Chefarzt und Privatkliniken ohne Einschränkung. Die SDK erstattet zu 100 Prozent, auch über den Höchstsätzen der GOÄ, und schließt die stationäre Psychotherapie ein. Eine Selbst­beteiligung gibt es in keinem Stationärtarif.


Tarif S1DD

S1DD versichert das Einbettzimmer immer, Chefarzt und Privatklinik aber erst bei bestimmten schweren Erkrankungen: Krebs, Herzinfarkt, Schlaganfall, multiple Sklerose, Dialysepflicht, Organtransplantation, HIV und ALS. Ab der Erstdiagnose einer dieser Krankheiten gelten die Wahlleistungen dauerhaft für jede andere Behandlung, auch für Unfälle und Gelenkoperationen. Bis dahin behandelt der diensthabende Arzt oder ein Belegarzt.


Tarif S3

S3 ist der Grundschutz im Krankenhaus: Mehrbettzimmer, Behandlung durch den diensthabenden Arzt oder einen Belegarzt, Erstattung bis zu den Höchstsätzen der GOÄ. Die Kosten des Aufenthalts und die stationäre Psychotherapie zahlt der Tarif zu 100 Prozent.


Zahntarife Z6 und Z6SB

Beide Tarife zahlen die Zahnbehandlung zu 100 Prozent und Zahnersatz und Kieferorthopädie zu 60 Prozent, bis zu den Höchstsätzen der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ). Z6 erstattet zusätzlich Prophylaxe bis 250 Euro im Jahr ohne Folgen für die Rückerstattung. Z6SB hat eine Selbst­beteiligung von 480 Euro, für Kinder gilt die halbe Selbst­beteiligung, und keine Prophylaxe-Leistung.


Tarif Z8

Z8 erstattet die Zahnbehandlung zu 100 Prozent und Zahnersatz und Kieferorthopädie zu 80 Prozent, bis zu den Höchstsätzen der GOZ. Prophylaxe wie die professionelle Zahnreinigung ist bis 250 Euro im Kalenderjahr versichert, ohne Einfluss auf die Beitragsrückerstattung.


Tarif Z9

Z9 ist der Premiumtarif für die Zähne: Zahnbehandlung zu 100 Prozent, Zahnersatz und Kieferorthopädie zu 90 Prozent, jeweils auch über den Höchstsätzen der GOZ. Für Prophylaxe gibt es bis 500 Euro im Jahr. Wie in allen Zahntarifen gilt eine Zahnstaffel: In den ersten beiden Kalenderjahren erstattet die SDK höchstens 3.000 Euro, in den ersten drei 5.000 Euro und in den ersten vier 7.500 Euro. Nach einem Unfall entfällt die Grenze.


Beihilfetarife für Beamte

Für Beamte bietet die SDK Restkostentarife, die den Teil der Kosten tragen, den die Beihilfe offenlässt: 50 Prozent für Beamte, 30 Prozent für Beamte mit zwei und mehr Kindern, Ehepartner und Pensionäre, 20 Prozent für Kinder. Versichert sind freie Arztwahl, Heilpraktiker, Psychotherapie ohne Zuzahlung, Hilfsmittel und jede Art von Zahnersatz. Im Krankenhaus gilt das Zweibettzimmer mit Privatarzt, bei Mehrbettzimmer oder Verzicht zahlt die SDK ein Krankenhaustagegeld.

Ändert sich der Beihilfesatz oder fällt die Beihilfe weg, passt die SDK den Schutz innerhalb von sechs Monaten ohne Gesundheitsprüfung und ohne Wartezeiten an. Auf Auslandsreisen sind Beamte bis zu 45 Tage versichert (Angaben der SDK, Broschüre GesundheitsFAIR für Beamte, Stand 01/2026).


Beitragsstabilität

Wie jeder private Kranken­versicherer bildet die SDK aus den Beiträgen Alterungsrückstellungen, dazu kommt der gesetzliche Vorsorgezuschlag von 10 Prozent (Tarif VT), der ab dem 61. Lebensjahr entfällt. Anpassen darf sie einen Tarif nur, wenn die tatsächlichen Kosten von der Kalkulation abweichen; ein unabhängiger Treuhänder prüft jede Anpassung (Quelle: VVG § 203).

Wer den Beitrag im Alter zusätzlich senken will, schließt den Beitragsentlastungstarif BE ab. Er senkt den Beitrag ab 65 dauerhaft und steigt in Stufen mit 68, 73, 78, 83, 88, 93 und 98 Jahren. Für eine Entlastung von 150 Euro ab 65 nennt die SDK bei Eintrittsalter 35 einen Beitrag von 55,50 Euro; nach Arbeitgeberzuschuss und Steuervorteil bleiben einem Arbeitnehmer 23,31 Euro. Der Beitrag für BE ist auch im Ruhestand weiter zu zahlen.

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Die private Kranken­versicherung der SDK für Ihre Gruppe

Angestellte über JAEG

Angestellte können in die private Kranken­versicherung wechseln, wenn ihr Einkommen über der Versicherungspflicht­grenze liegt, 2026 sind das 77.400 Euro im Jahr (Quelle: Bundesregierung). Bei der SDK lässt sich der Schutz mit 30, 35, 40, 45 und 50 Jahren und nach einer Gehaltserhöhung von mindestens 20 Prozent ohne neue Gesundheitsprüfung aufstocken. Wer noch unter der Grenze verdient, sichert sich den Zugang mit dem Optionstarif für Angestellte. Stolperfalle: Das Krankentagegeld beginnt im Tarif TA6 erst ab der siebten Woche, eine längere Karenz muss zur Lohnfortzahlung passen. Mehr dazu auf unserer Seite PKV für Angestellte.


Beamte mit Beihilfe

Für eine 32-jährige Grundschullehrerin aus Baden-Württemberg mit 50 Prozent Beihilfe, ohne Selbstbehalt und mit Zweibettzimmer nennt die SDK 383,09 Euro im Monat. Beamtenanwärter bekommen Sonderkonditionen mit ermäßigten Beiträgen und als Rückerstattung sechs statt zwei Monatsbeiträge, wenn sie keine Rechnungen einreichen. Neu verbeamtete Personen nimmt die SDK über die PKV-Öffnungsaktion auch mit Vor­erkrankungen auf. Stolperfalle: Das Einbettzimmer ist im Beihilfetarif nicht versichert, und Kuren bezuschusst die SDK erst nach 24 Monaten und dann alle zwei Jahre. Mehr dazu auf unserer Seite PKV für Beamte.


Studenten

Studenten können sich innerhalb von drei Monaten nach Studienbeginn von der Versicherungspflicht befreien lassen (Quelle: SGB V § 8). Einen eigenen Ausbildungstarif in der Voll­versicherung hat die SDK nicht, sie bietet den Optionstarif für Studierende: Er friert den Gesundheitszustand ein, damit der Wechsel nach dem Studium ohne neue Gesundheitsprüfung möglich ist. Die SDK nennt 12,42 Euro im Monat für eine 23-jährige Medizinstudentin und 13,56 Euro für einen 26-jährigen Studenten der Elektrotechnik. Stolperfalle: Der Optionstarif ist kein Kranken­versicherungsschutz, abschließbar ist er bis zum 38. Geburtstag, und er endet spätestens mit dem 39. Details auf unserer Seite PKV für Studenten.


Selbständige

Selbständige zahlen den Beitrag allein, deshalb zählt die Selbst­beteiligung: AM32 und AM33 senken den Beitrag mit festen 1.440 oder 2.400 Euro im Jahr, und die Höhe lässt sich jeweils zum Ersten des nächsten Monats ändern. Für einen 31-jährigen Heizungs- und Klimatechniker mit AM32, S3, Z6 und 100 Euro Krankentagegeld ab der fünften Woche nennt die SDK 572,93 Euro im Monat, für einen 31-jährigen Anwalt mit AM12, S1, Z9 und 300 Euro ab der fünften Woche 976,17 Euro. Stolperfalle: Das Krankentagegeld ist ein eigener Baustein und frühestens ab der dritten Woche versichert. Mehr dazu auf unserer Seite PKV für Selbständige.


Ärzte

Für Ärzte hat die SDK einen eigenen Ärzterabatt auf alle Ambulanttarife und den Stationärtarif S1. Ihn erhalten auch Ehe- und Lebenspartner und Kinder im gemeinsamen Haushalt, selbst wenn der Arzt woanders versichert ist, und er gilt in Elternzeit und Ruhestand weiter. Für eine 31-jährige angestellte Ärztin in einer Praxis nennt die SDK 703,06 Euro im Monat mit Rabatt, ihr Anteil nach Arbeitgeberzuschuss liegt bei 351,53 Euro. Stolperfalle: Die Rabatthöhe ist nicht garantiert und kann sich bei neuen Rechnungsgrundlagen ändern, auf Zahntarife und S1DD gilt sie nicht. Mehr dazu auf unserer Seite PKV für Ärzte.


Existenzgründer

Einen eigenen Gründertarif hat die SDK nicht, Gründer wählen aus denselben Bausteinen wie Selbständige. In ihrem Beispiel für einen 30-jährigen Start-up-Gründer mit AM32, S3, Z6 und Krankentagegeld nennt die SDK 552,17 Euro im Monat einschließlich Vorsorgezuschlag und Pflegepflicht­versicherung (Stand 2026). Der Weg nach oben bleibt offen: Der Wechsel zwischen Anstellung und Selbständigkeit und ein Einkommenssprung von 20 Prozent erlauben das Aufstocken ohne Gesundheitsprüfung. Stolperfalle: Mit AM32 oder AM33 zahlen Gründer die ersten 1.440 oder 2.400 Euro im Jahr selbst, und einen Heilpraktiker erstatten diese Tarife nicht.


Private Kranken­versicherung für Ihre Berufsgruppe

Preise der privaten Kranken­versicherung der SDK

Was ein Versicherter bei der SDK zahlt, hängt vom Eintrittsalter, vom Gesundheitszustand und von den gewählten Bausteinen ab. Die SDK veröffentlicht in ihrer Broschüre GesundheitsFAIR Beispielbeiträge mit Stand 01/2026, jeweils mit 140 Euro Krankentagegeld ab der siebten Woche und gesetzlichem Zuschlag, ohne Pflegepflicht­versicherung.

Eine 30-jährige Selbständige zahlt danach für AM31, S3 und Z6 572,66 Euro im Monat. Ein 35-jähriger angestellter Bauingenieur zahlt für AM13, S1DD und Z8 746,31 Euro, sein fünfjähriges Kind 198,46 Euro; nach Arbeitgeberzuschuss bleiben für beide 472,38 Euro. Ein 40-jähriger Geschäftsführer zahlt für AM12, S1 und Z9 904,18 Euro, davon selbst 452,09 Euro.

Den Beitrag senkt eine Rückerstattung: Wer im Kalenderjahr keine Rechnungen einreicht, bekommt derzeit zwei Monatsbeiträge aus den Ambulant- und Zahntarifen zurück, schon ab dem ersten vollen Jahr. Wie sich die Beiträge in der Sparte zusammensetzen, steht auf unserer Seite zur privaten Kranken­versicherung.

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Stärken und Schwächen

Wichtige Leistungen einer privaten Kranken­versicherung

Eine private Kranken­versicherung ersetzt die gesetzliche Kranken­versicherung vollständig, deshalb entscheidet allein der Vertrag darüber, welche Kosten später erstattet werden. Wichtig sind die freie Arztwahl ohne Hausarztzwang, die Erstattung ärztlicher Honorare auch über den Regelhöchstsatz der Gebührenordnung hinaus und die Leistungen im Krankenhaus wie Chefarztbehandlung und Ein- oder Zweibettzimmer. Ebenso zählen Zahnbehandlung und Zahnersatz, Heil- und Hilfsmittel mit offenem Katalog sowie Psychotherapie ohne enge Sitzungsgrenzen. Für die Zukunft entscheidend sind die Höhe der Selbst­beteiligung, Beitragsrückerstattung bei Leistungsfreiheit und Bausteine, die den Beitrag im Alter senken.

Stärken der SDK

  • Baukasten aus 15 Bausteinen, Selbst­beteiligung jederzeit zum Ersten des Folgemonats änderbar
  • Viele Wechseloptionen ohne Gesundheitsprüfung und ohne Wartezeit, unter anderem mit 30, 35, 40, 45 und 50 Jahren
  • Psychotherapie, Facharzt, Arznei- und Heilmittel in allen Ambulanttarifen ohne Begrenzung
  • Vorsorge und Impfungen bis 500 € im Jahr ohne Selbst­beteiligung und ohne Folgen für die Rückerstattung (AM10 bis AM13)
  • Rückerstattung von zwei Monatsbeiträgen schon ab dem ersten Kalenderjahr, für Beamtenanwärter sechs
  • Kinder lassen sich allein versichern, auch wenn die Eltern woanders privat versichert sind
  • Ärzterabatt, der auch für Partner und Kinder und im Ruhestand gilt

Schwächen der SDK

  • AM30 bis AM33 erstatten nur bis zum Höchstsatz der GOÄ und zahlen keinen Heilpraktiker
  • Zahnstaffel in allen Zahntarifen: höchstens 3.000 € in den ersten beiden Kalenderjahren
  • S1DD öffnet Chefarzt und Privatklinik erst nach einer schweren Erkrankung
  • Krankentagegeld ist nicht enthalten und muss als eigener Baustein gewählt werden
  • Kein Ausbildungstarif für Studenten in der Voll­versicherung
  • 15 Bausteine machen den Vergleich mit Komplett-Tarifen anderer Anbieter aufwendig

Erfahrungen und Beschwerden

Bewertungen auf Bewertungsplattformen

Auf Trustpilot führt die SDK das Profil www.sdk.de unter dem Namen „SDK – Süddeutsche Kranken­versicherung a. G.“. Dort steht sie bei 3,1 von 5 Sternen aus 711 Bewertungen, abgerufen am 04.10.2026 (Quelle: Trustpilot). Das Profil gilt für das ganze Unternehmen über alle Sparten, nicht für die private Kranken­versicherung allein. Die Publikumsbewertungen fallen damit verhaltener aus als das Kundenurteil von ServiceValue, bei Versicherern ist das häufig so, weil dort vor allem Ärger im Einzelfall bewertet wird.


Was Kunden berichten

Das häufigste Muster in den negativen Trustpilot-Bewertungen ist ein telefonisch schwer erreichbarer Kundenservice mit langen Wartezeiten, dazu ausbleibende Antworten auf E‑Mails und Probleme mit dem Zugang zum Kundenportal. Positive Bewertungen loben die schnelle Erstattung, vor allem beim Einreichen über die App, und freundliche, kompetente Ansprechpartner. Weil das Profil alle Sparten umfasst, lassen sich diese Stimmen nicht allein der Voll­versicherung zuordnen.


Kundenurteil zur Fairness

ServiceValue hat für das Kundenurteil zur Fairness von privaten Kranken­versicherern 2026 die Urteile von 2.716 Kunden zu 30 Versicherern ausgewertet. Gefragt wurde nach Produktangebot, Kundenberatung, Leistungsabwicklung, Preis-Leistungs-Verhältnis und Kundenkommunikation (Quelle: ServiceValue).

TeildimensionSDK
ProduktangebotSehr gut
KundenberatungGut
LeistungsabwicklungGut
Preis-Leistungs-VerhältnisSehr gut
KundenkommunikationSehr gut
GesamtwertungSehr gut

Die SDK erhält in der Gesamtwertung „Sehr gut“. Im 5-Jahres-Ranking derselben Studie gehört sie zu den Versicherern, die seit 2022 durchgängig ausgezeichnet sind.


Beschwerden bei der BaFin

Zur Süddeutschen Kranken­versicherung a.G. gingen 2025 bei der BaFin 19 Beschwerden ein. Bei 692.872 versicherten Personen ergibt das eine Quote von 2,74 je 100.000 versicherte Personen, der Branchendurchschnitt liegt bei 6,27 (Quelle: BaFin). Die BaFin zählt bei Kranken­versicherern versicherte Personen, nicht Verträge, und erfasst Voll- und Zusatz­versicherung zusammen. Ob eine Beschwerde berechtigt war, zeigt die Statistik nicht.

Unsere Einschätzung als Experten

Einordnung

Die SDK ist ein kapitalstarker Versicherungsverein mit einer Solvenzquote von 784 Prozent und einem flexiblen Baukasten, der vom Grundschutz mit 2.400 Euro Selbst­beteiligung bis zum Premiumschutz über den Gebührenordnungen reicht. Ihre Stärken sind die Produktqualität, die vielen Wechseloptionen und eine niedrige Beschwerdequote. Unternehmensratings sehen sie dennoch nur bei „Gut“, und die Zahl der Bausteine verlangt eine sorgfältige Zusammenstellung.


Für wen ja, für wen nein

Die SDK lohnt sich für Versicherte, die ihren Schutz selbst zusammenstellen und später ohne Gesundheitsprüfung anpassen wollen. Mediziner sparen über den Ärzterabatt, Familien profitieren davon, dass Kinder auch allein versicherbar sind. Wer dagegen einen günstigen Einstieg mit Heilpraktiker sucht, findet ihn erst ab AM13, und Studenten bekommen bei der SDK nur das Ticket für später, keinen eigenen Tarif.


Regulierungspraxis

In der Teildimension Leistungsabwicklung des ServiceValue-Kundenurteils 2026 erhält die SDK „Gut“, eine Stufe unter ihrem Gesamturteil. Das Urteil stammt von Versicherten, die in den zwölf Monaten vor der Befragung Kunde waren, und misst die erlebte Abwicklung, nicht die Vertragsbedingungen.

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Häufige Fragen zur privaten Kranken­versicherung der SDK

Wie viel Beitrag bekomme ich bei der SDK zurück, wenn ich keine Rechnungen einreiche?

Derzeit erstattet die SDK zwei Monatsbeiträge aus den Ambulant- und Zahntarifen, und zwar schon ab dem ersten vollen Kalenderjahr. Beginnt der Vertrag im laufenden Jahr, gibt es die Rückerstattung anteilig. Beamtenanwärter bekommen sechs Monatsbeiträge zurück. Vorsorge, Impfungen und zahnmedizinische Prophylaxe bis zu den Grenzen ihres Tarifs gefährden die Rückerstattung nicht.

Kann ich meinen Schutz bei der SDK später ohne Gesundheitsprüfung verbessern?

Ja, zu festen Anlässen. Ereignisunabhängig geht das mit 30, 35, 40, 45 und 50 Jahren, dazu bei Heirat, Scheidung, dem Wechsel zwischen Anstellung und Selbständigkeit, einem Auslandsaufenthalt von mehr als 182 Tagen und einer Einkommenserhöhung von mindestens 20 Prozent innerhalb eines Kalenderjahres. Wartezeiten fallen dabei nicht an. Eine Reduzierung des Schutzes ist jederzeit zum Ersten des nächsten Monats möglich.

Was ist der Unterschied zwischen den Krankenhaustarifen S1 und S1DD?

S1 versichert Einbettzimmer, Chefarzt und Privatklinik bei jeder Behandlung. S1DD versichert das Einbettzimmer ebenfalls immer, Chefarzt und Privatklinik aber erst nach der Diagnose einer schweren Erkrankung wie Krebs, Herzinfarkt oder Schlaganfall. Ab dieser Erstdiagnose gelten die Wahlleistungen dann dauerhaft für jede Behandlung.

Kann ich mein Kind bei der SDK versichern, wenn ich selbst woanders privat versichert bin?

Ja, die SDK versichert Kinder auch allein. Voraussetzung ist, dass ein Elternteil bei einem anderen Unternehmen privat vollversichert ist. Neugeborene sind ab dem Tag der Geburt versichert, die Anmeldung ist bis zu zwei Monate rückwirkend möglich.

Was bedeutet der Zusammenschluss mit der Stuttgarter für SDK-Versicherte?

Seit dem 1. Juli 2025 bilden die SDK und die Stuttgarter Versicherungsgruppe einen Gleichordnungskonzern. Die Süddeutsche Kranken­versicherung a.G. bleibt dabei der Risikoträger der Kranken­versicherung, laufende Verträge bestehen unverändert weiter. Die Lebens- und die Sach­versicherung der SDK sind 2025 auf Gesellschaften der Stuttgarter übergegangen, bis Ende 2026 soll der Konzern eine neue Struktur bekommen.

Wie kündige ich meine private Kranken­versicherung bei der SDK?

Sie kündigen schriftlich zum Ende des Versicherungsjahres mit einer Frist von drei Monaten. Nach einer Beitragserhöhung haben Sie laut § 205 VVG ein Sonderkündigungsrecht innerhalb von zwei Monaten nach Zugang der Mitteilung. Wirksam wird die Kündigung erst, wenn Sie innerhalb von zwei Monaten eine nahtlose Anschluss­versicherung nachweisen.

Kann ich bei der SDK in einen anderen Tarif wechseln?

Ja, Versicherte können in jeden gleichartigen Tarif wechseln und nehmen ihre Alterungsrückstellungen mit. In Bausteine mit gleichen oder geringeren Leistungen geht das ohne Gesundheitsprüfung, für Mehrleistungen darf der Versicherer sie verlangen, so regelt es § 204 VVG. Bei der SDK ersparen die tariflichen Wechseloptionen die Prüfung auch beim Aufstocken.

Wie reiche ich Rechnungen bei der SDK ein?

Am einfachsten über die SDK-App: Sie fotografieren die Belege, verfolgen den Bearbeitungsstatus und finden dort auch das digitale Postfach und die Mitgliederkarte. Für den Arztbesuch per Video bietet die SDK zusätzlich die Medgate-App mit elektronischem Rezept und Krankschreibung. Wer auf die Rückerstattung hofft, sammelt kleinere Rechnungen und reicht sie erst ein, wenn sich die Erstattung lohnt.

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Lena Mierbach
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