Rechtsschutz­versicherung für Geschäftsführer: Was zahlt sie, was kostet sie?

Tarifrechner, aktuelle Testergebnisse und Ratgeber (2026)

Das erwartet Sie hier

Warum der normale Arbeits-Rechtsschutz Geschäftsführern kaum hilft, welche drei Bausteine eine Rechtsschutz­versicherung für Geschäftsführer hat und was sie im Monat kostet.

Inhalt dieser Seite
  1. Was ist eine Rechtsschutz­­versicherung für Geschäftsführer?
  2. Warum reicht der normale Rechtsschutz für Geschäftsführer nicht?
  3. Was zahlt eine Rechtsschutz­­versicherung für Geschäftsführer?
  4. Was kostet eine Rechtsschutz­­versicherung für Geschäftsführer?
  5. Wie finde ich die richtige Rechtsschutz­­versicherung?
  6. Häufige Fragen (FAQ)
Von Lena Mierbach
Fachlich geprüft durch Benjamin Mai
Zuletzt aktualisiert am

Das Wichtigste in Kürze

  • Kein Arbeitnehmer: Geschäftsführer und Vorstände sind Organ der Gesellschaft, der normale Arbeits-Rechtsschutz deckt Streit um ihren Anstellungsvertrag in der Regel nicht.
  • Drei Bausteine: Anstellungsvertrags-, Vermögensschaden- und Spezial-Straf-Rechtsschutz gibt es einzeln oder zusammen.
  • Kein Schadenersatz: Der Rechtsschutz zahlt Anwalt, Gericht und Verteidigung, die Haftung selbst deckt die D-und-O-Versicherung.
  • Ab 28,72 € im Monat: Unser Rechner zeigt den Spezial-Straf-Rechtsschutz ab 28,72 €, den Anstellungsvertrags-Rechtsschutz ab 41,67 € (Stand Oktober 2026).
Martin Hacker

Für den Geschäftsführer einer GmbH gilt kein Kündigungsschutz, und das Arbeitsgericht ist auch nicht zuständig…

… denn als Organ der Gesellschaft sind Sie kein Arbeitnehmer. Streit um Kündigung, Tantieme oder Abfindung geht vor die ordentlichen Gerichte, und ohne Versicherung tragen Sie bei einer Niederlage auch den gegnerischen Anwalt. Genau diesen Streit nehmen die Musterbedingungen vom normalen Rechtsschutz aus, ebenso die Abwehr von Haftungsansprüchen und Vorwürfe von Taten, die nur vorsätzlich begangen werden können. Für Geschäftsführer und Vorstände gibt es deshalb drei Spezialbausteine: Anstellungsvertrags-, Vermögensschaden- und Spezial-Straf-Rechtsschutz. Den Schadenersatz selbst deckt die D-und-O-Versicherung, der Rechtsschutz trägt die Kosten des Streits. Welche Bausteine Sie brauchen, was sie ab 28,72 Euro im Monat kosten und welche Fehler im Streitfall teuer werden, sollten Sie vor dem ersten Konflikt klären.

Was ist eine Rechtsschutz­versicherung für Geschäftsführer?

Eine Rechtsschutz­versicherung für Geschäftsführer übernimmt die Kosten für Anwalt, Gericht und Sachverständige, wenn Sie als Geschäftsführer einer GmbH oder als Vorstand in einen Rechtsstreit geraten: um Ihren Anstellungsvertrag, wegen eines Haftungsanspruchs oder in einem Strafverfahren. Einen normalen Berufs-Rechtsschutz können Sie dafür kaum nutzen, weil Sie als Organ der Gesellschaft kein Arbeitnehmer sind.

Geschäftsführer oder Manager: Was gilt für wen?

Mit Manager sind oft zwei Gruppen gemeint, die rechtlich verschieden sind. Diese Seite richtet sich an Organe: Geschäftsführer einer GmbH, Vorstände einer AG und Mitglieder von Aufsichtsgremien. Leitende Angestellte und Prokuristen sind dagegen Arbeitnehmer. Was für sie gilt, lesen Sie unter Rechtsschutz­versicherung für Manager.

FrageGeschäftsführer und VorständeLeitende Angestellte und Prokuristen
Arbeitnehmer?Nein, Organ der GesellschaftJa
KündigungsschutzgesetzGilt nichtGilt mit Einschränkungen
Streit um den Vertrag vorOrdentlichem GerichtArbeitsgericht
Normaler Arbeits-RechtsschutzIn der Regel ausgeschlossenDeckt das Arbeitsverhältnis
Passender SchutzAnstellungsvertrags-Rechtsschutz und SpezialbausteineBerufs-Rechtsschutz und Spezialbausteine

Drei Rechtsschutz-Bausteine

Für Geschäftsführer gibt es drei Spezialbausteine, die Sie in der Regel einzeln oder zusammen abschließen. Jeder deckt ein anderes Risiko: den Streit mit der eigenen Gesellschaft, die Abwehr von Haftungsansprüchen und das Strafverfahren. Die Bausteine ersetzen keinen Privat-Rechtsschutz für Ihren Alltag als Mieter oder Autofahrer, sie ergänzen ihn um die Rolle als Geschäftsführer.

Anstellungsvertrags-Rechtsschutz

Streit mit der Gesellschaft um Ihren Anstellungsvertrag, zum Beispiel um Kündigung, Tantieme oder Abfindung.

Vermögensschaden-Rechtsschutz

Anwalt und Gericht, wenn die Gesellschaft oder Dritte Sie wegen eines Fehlers auf Schadenersatz in Anspruch nehmen. Den Schadenersatz selbst zahlt er nicht.

Spezial-Straf-Rechtsschutz

Ihre Verteidigung, wenn gegen Sie als Geschäftsführer ermittelt wird, auch beim Vorwurf einer vorsätzlichen Tat.

Warum reicht der normale Rechtsschutz für Geschäftsführer nicht?

Weil die Musterbedingungen des GDV genau die drei typischen Risiken einer Geschäftsführung ausnehmen: den Streit aus dem Anstellungsverhältnis gesetzlicher Vertreter, die Abwehr von Schadenersatzansprüchen und Vorwürfe von Taten, die nur vorsätzlich begangen werden können. Ein Privat- und Berufs-Rechtsschutz hilft Ihnen deshalb im Alltag, in der Rolle als Geschäftsführer aber kaum.

Kein Arbeitnehmer, kein Kündigungsschutz

Als Geschäftsführer einer GmbH oder Vorstand einer AG sind Sie Mitglied des Vertretungsorgans. Für Sie gelten die Vorschriften über den allgemeinen Kündigungsschutz nicht (Quelle: § 14 KSchG). Die Gesellschaft kann Ihren Anstellungsvertrag also beenden, ohne die Kündigung wie bei einem Arbeitnehmer sozial rechtfertigen zu müssen.

Auch vor dem Arbeitsgericht sind Sie fehl am Platz: Wer als Mitglied des Vertretungsorgans eine juristische Person vertritt, gilt dort nicht als Arbeitnehmer (Quelle: § 5 ArbGG). Streit um Ihren Vertrag führen Sie vor den ordentlichen Gerichten. Dort trägt, wer verliert, auch die Anwaltskosten der Gegenseite.

Die Musterbedingungen des GDV schließen Streitigkeiten aus Anstellungsverhältnissen gesetzlicher Vertreter juristischer Personen ausdrücklich aus und nennen als Beispiel GmbH-Geschäftsführer und AG-Vorstände (Quelle: GDV-Musterbedingungen ARB 2021). Einzelne Tarife weichen ab: Die ARAG schließt im Berufsbaustein einen Anstellungsvertrags-Rechtsschutz bis 50.000 Euro Jahreseinkommen aus der Tätigkeit ein.


Gesellschafter-Geschäftsführer und angestellte Geschäftsführer

Ob Sie an der GmbH beteiligt sind oder als angestellter Geschäftsführer ohne Anteile arbeiten, ändert an dieser Lage nichts. Entscheidend ist, dass Sie zum Organ bestellt sind. Wer dagegen als Prokurist oder Bereichsleiter arbeitet, bleibt Arbeitnehmer. Für Streit aus dem Arbeitsverhältnis genügt dann in der Regel der normale Arbeits­rechtsschutz.


Persönliche Haftung: Rechtsschutz oder D-und-O-Versicherung?

Geschäftsführer, die ihre Pflichten verletzen, haften der Gesellschaft für den entstandenen Schaden, die Ansprüche verjähren erst nach fünf Jahren (Quelle: § 43 GmbHG). Für Vorstände gilt eine vergleichbare Regel im Aktiengesetz. Einen solchen Anspruch zahlt keine Rechtsschutz­versicherung. Sie trägt nur die Kosten des Streits darüber.

Die Haftung selbst deckt die D-und-O-Versicherung: Sie wehrt unberechtigte Ansprüche ab und stellt Sie von berechtigten frei. Schließt eine AG sie für ihren Vorstand ab, muss ein Selbstbehalt von mindestens zehn Prozent des Schadens vereinbart sein, bis mindestens zum Eineinhalbfachen der festen Jahresvergütung (Quelle: § 93 AktG).

Wie Sie sich als Organ zusätzlich selbst absichern, lesen Sie bei der persönlichen D-und-O-Versicherung. Rechtsschutz und D-und-O ergänzen sich also: Die eine Versicherung trägt die Kosten Ihres Anwalts in Ihren eigenen Streitfällen, die andere den Schaden, für den Sie haften.


Wer kann einen Rechtsschutz für Geschäftsführer abschließen?

Versichern können sich die Mitglieder von Organen: Geschäftsführer einer GmbH, Alleinvorstände und Mitglieder eines Vorstands, Vorsitzende und Mitglieder von Aufsichts-, Beirats- und Verwaltungsräten. Die ARAG nennt für ihre Unternehmenslösung ausdrücklich auch Prokuristen. Was leitende Angestellte brauchen, steht auf der Seite Manager-Rechtsschutz.

Den Schutz schließen Sie selbst ab oder das Unternehmen versichert seine Organe. Die ARAG trennt so eine Unternehmenslösung mit Spezial-Straf- und Vermögensschaden-Rechtsschutz von einer Privatlösung, die zusätzlich den Anstellungsvertrags-Rechtsschutz enthält. Für den Streit mit der eigenen Gesellschaft brauchen Sie deshalb einen Vertrag, den Sie selbst halten.

Ihren Rechtsschutz für Geschäftsführer berechnen

Martin Hacker, unser Berater für Sach- und Gewerbe­versicherungen, stellt mit Ihnen die passenden Bausteine zusammen und schickt Ihnen ein kostenfreies Angebot.

  • Anstellungsvertrags-, Vermögensschaden- und Spezial-Straf-Rechtsschutz einzeln oder zusammen
  • Beitrag nach Einkommen und Dauer im Unternehmen sofort sichtbar
  • Zahlt Anwalt, Gericht und Verteidigung, die Haftung deckt die D-und-O-Versicherung
Foto von Martin Hacker
Berater

Was zahlt eine Rechtsschutz­versicherung für Geschäftsführer?

Sie zahlt die Kosten Ihres Anwalts, Gerichts- und Verfahrenskosten, Zeugen und Sachverständige und, wenn Sie verlieren, die Anwaltskosten der Gegenseite. Was genau versichert ist, hängt vom Baustein ab. Den Schadenersatz, eine Geldstrafe oder ein Bußgeld zahlt sie nicht, sie trägt nur das Kostenrisiko des Verfahrens.

Spezial-Straf­rechtsschutz

Für die Einhaltung von Gesetzen im Unternehmen, etwa zur Arbeitssicherheit, sind Sie als Geschäftsführer persönlich verantwortlich. Der normale Straf-Rechtsschutz hilft nach den Musterbedingungen nur bei Vergehen, die auch fahrlässig strafbar sind. Bei Vorwürfen wie Betrug, die nur vorsätzlich begangen werden können, zahlt er nicht, egal wie das Verfahren ausgeht.

Der Spezial-Straf-Rechtsschutz ist ein eigenes Produkt einzelner Versicherer und deckt auch den Vorwurf einer Vorsatztat. Verurteilt Sie ein Gericht rechtskräftig wegen Vorsatz, müssen Sie die Leistungen zurückzahlen. Die ARAG bietet zusätzlich einen Straf-Rechtsschutz für Angestellte, wenn das Unternehmen den Schutz verweigert. Diese Leistungen sind typisch:

  • Ihr eigener Verteidiger im Ermittlungs- und Strafverfahren
  • Gerichts-, Zeugen- und Sachverständigenkosten
  • Schutz auch beim Vorwurf einer Vorsatztat bis zum Urteil

Vermögensschaden-Rechtsschutz

Macht die Gesellschaft, ein Gesellschafter oder ein Dritter Sie für einen finanziellen Schaden verantwortlich, zahlt dieser Baustein Ihren Anwalt, das Gericht und, wenn Sie verlieren, die Kosten der Gegenseite. Im normalen Rechtsschutz ist die Abwehr von Schadenersatzansprüchen nach den Musterbedingungen ausgeschlossen, das ist Aufgabe der Haftpflicht. Den Schaden selbst trägt auch der Vermögensschaden-Rechtsschutz nicht.


Anstellungsvertrags-Rechtsschutz

Er schützt Sie bei Streit mit der Gesellschaft um Ihren Anstellungsvertrag, zum Beispiel um eine Kündigung, um Tantieme oder eine Abfindung. Weil diese Fälle vor die ordentlichen Gerichte gehen, tragen Sie ohne Versicherung bei einer Niederlage auch den gegnerischen Anwalt. Für Streit aus Verträgen sehen die Musterbedingungen in der Regel drei Monate Wartezeit vor, die Frist im Spezialbaustein regelt der Tarif.


Wann leistet sie nicht?

Auch die Spezialbausteine haben Grenzen. Die wichtigste: Der Streit muss nach Vertragsbeginn und nach einer Wartezeit entstanden sein. Diese Fälle zahlt eine Rechtsschutz­versicherung für Geschäftsführer in der Regel nicht:

  • Den Schadenersatz, eine Geldstrafe oder ein Bußgeld selbst
  • Kosten nach einer rechtskräftigen Verurteilung wegen einer vorsätzlichen Straftat
  • Streit um Patente, Marken, Urheberrechte und anderes geistiges Eigentum
  • Fälle, die vor Vertragsbeginn oder in der Wartezeit entstanden sind
  • Fälle, die erst nach Ablauf der Nachmeldefrist gemeldet werden

Experten-Tipp:
Mit dem Straf-Rechtsschutz absichern

„Versicherungsschutz besteht zudem, wenn Ihnen vorgeworfen wird, eine Straftat vorsätzlich begangen zu haben. Werden Sie allerdings wegen einer vorsätzlichen Straftat verurteilt, müssen Sie die bereits vom Versicherer geleisteten Zahlungen zurückerstatten. Zwar schließt auch der allgemeine Firmen­rechtsschutz einen Straf-Rechtsschutz ein. Verfahrenskosten wegen Vorwürfen vorsätzlicher Straftaten sind allerdings hier nicht abgedeckt.“

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Berater

Was kostet eine Rechtsschutz­versicherung für Geschäftsführer?

Unser Rechner zeigt den Spezial-Straf-Rechtsschutz ab 28,72 Euro und den Vermögensschaden-Rechtsschutz ab 35,91 Euro im Monat, egal wie hoch Ihr Einkommen ist. Der Anstellungsvertrags-Rechtsschutz richtet sich nach Ihrem Bruttojahreseinkommen und kostet bis 50.000 Euro Einkommen ab 41,67 Euro im Monat (Stand 13. Oktober 2026).

Kostenbeispiel für einen Rechtsschutz für die Geschäftsführung

BausteinUnter einem Jahr im UnternehmenAb einem Jahr im Unternehmen
Spezial-Straf-Rechtsschutz28,72 €28,72 €
Vermögensschaden-Rechtsschutz35,91 €35,91 €
Anstellungsvertrag, Einkommen bis 50.000 €41,67 €58,33 €
Anstellungsvertrag, Einkommen 100.000 €56,25 €78,75 €
Alle drei Bausteine, Einkommen bis 50.000 €95,67 €110,67 €

Die Werte sind Monatsbeiträge aus unserem Formular für die Geschäftsführung, abgerufen am 13. Oktober 2026. Das Formular rechnet Jahresbeiträge durch zwölf, für alle drei Bausteine zusammen gilt ein Nachlass von zehn Prozent. Beim Anstellungsvertrags-Rechtsschutz zählt, ob Sie schon ein Jahr oder länger im Unternehmen sind.


Diese Faktoren beeinflussen die Beitragshöhe

Unser Formular fragt zuerst nach Ihrem Bruttojahreseinkommen einschließlich Tantiemen, von 30.000 bis 500.000 Euro, darüber gibt es ein individuelles Angebot. Dazu kommen die Dauer im Unternehmen und die gewünschten Bausteine. Danach fragt es nach Mitarbeiterzahl, Position und Branche, damit Martin Hacker Ihr Angebot auf Ihr Risiko abstimmen kann.


Beiträge von der Steuer absetzen

Beziehen Sie als Geschäftsführer Arbeitslohn und zahlen den Anstellungsvertrags-Rechtsschutz selbst, sind die Beiträge in der Regel Werbungskosten (Quelle: § 9 EStG). Sie wirken sich nur aus, wenn Ihre Werbungskosten insgesamt den Pauschbetrag von 1.230 Euro übersteigen. Mehr dazu unter Rechtsschutz von der Steuer absetzen.

Beitrag berechnen: Rechtsschutz für die Geschäftsführung

Geben Sie Einkommen und gewünschte Bausteine ein und sehen Sie Ihren Beitrag. Martin Hacker prüft die Angaben und berät Sie kostenfrei und unverbindlich.

  • Spezial-Straf-Rechtsschutz ab 28,72 Euro im Monat
  • Alle drei Bausteine mit zehn Prozent Nachlass
  • Einkommen bis 500.000 Euro direkt berechenbar
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Berater

Wie finde ich die richtige Rechtsschutz­versicherung?

Achten Sie auf ausreichend hohe Summen je Baustein, den Geltungsbereich, Wartezeit und Nachhaftung und schließen Sie ab, bevor sich ein Streit abzeichnet. Einen Test für Geschäftsführer-Tarife gibt es nicht. Eine Beratung, die Bausteine und Summen an das Risiko Ihres Unternehmens anpasst, ersetzt deshalb den Vergleich nach Testnoten.

Darauf sollten Sie achten

Bei einer Rechtsschutz­versicherung für Geschäftsführer legen Sie meist nicht nur eine Versicherungssumme fest, sondern eine je Baustein. Prüfen Sie vor dem Abschluss diese Punkte:

  • Versicherungssumme je Baustein, vor allem im Straf- und Vermögensschaden-Rechtsschutz
  • Geltungsbereich weltweit, wenn Ihr Unternehmen international arbeitet
  • Wartezeit im Anstellungsvertrags-Rechtsschutz und Schutz für Vorwürfe aus der Zeit vor Vertragsbeginn
  • Nachhaftung nach dem Ende Ihrer Tätigkeit oder des Vertrags
  • Rechtsschutz für eine Klage gegen den eigenen D-und-O-Versicherer

Die ARAG nennt für ihren Premium-Tarif zum Beispiel eine Rückwärts­versicherung und einen D-und-O-Deckungsklage-Rechtsschutz, die Nachhaftung verlängert sich dort mit jedem schadenfreien Jahr. Wie weit eine Rückwärts­versicherung zurückreicht, regeln die Bedingungen. Einen schon laufenden Fall versichert sie nicht.


Wie funktioniert ein Rechtsschutz für Geschäftsführer?

Sie wählen bis zu drei Bausteine und geben Einkommen, Dauer im Unternehmen, Position und Branche an. Nach Vertragsbeginn und Wartezeit melden Sie einen Fall unverzüglich und holen vor dem Anwaltsauftrag eine Deckungszusage ein. Den Anwalt wählen Sie selbst, die freie Anwaltswahl gilt gesetzlich in jedem Rechtsschutzvertrag.


Rechtsschutz­versicherer für Geschäftsführer im Test

Einen Test für Geschäftsführer-Tarife gibt es bisher nicht, die Produkte werden je Unternehmen zusammengestellt. Die bekannten Ratings bewerten Privat-Tarife aus Privat, Beruf, Verkehr und Wohnen. Welche Versicherer dort vorn liegen, zeigt unser Rechtsschutz-Test. Für Ihre Rolle als Geschäftsführer zählen eher Summen, Bausteine und Nachhaftung.


Diese Fehler sollten Sie vermeiden

Die meisten Fehler entstehen, weil Geschäftsführer ihren bestehenden Rechtsschutz überschätzen oder zu spät abschließen. Diese vier Punkte kosten im Streitfall am meisten:

  • Sich auf den Berufs-Rechtsschutz verlassen, der den Anstellungsvertrag ausschließt
  • Erst abschließen, wenn sich der Streit mit der Gesellschaft schon abzeichnet
  • Rechtsschutz und D-und-O-Versicherung verwechseln
  • Versicherungssummen nicht an das Risiko des Unternehmens anpassen

Rechtsschutz muss bis auf wenige Ausnahmen vor dem Streit bestehen. Die Sofort-Lösungen für Privatleute, die es für bestimmte Fälle gibt, gelten nicht für gewerbliche Angelegenheiten. Mehr dazu unter Rückwärts­versicherung. Für das Unternehmen selbst gibt es den Firmen­rechtsschutz.

Die häufigsten Fragen zur Rechtsschutz­versicherung für Geschäftsführer

Brauchen Geschäftsführer eine eigene Rechtsschutz­versicherung?

Ja, wenn Sie Streit um Ihren Anstellungsvertrag, Haftungsansprüche oder ein Strafverfahren absichern wollen. Der normale Berufs-Rechtsschutz schließt nach den Musterbedingungen Streit aus dem Anstellungsverhältnis von Geschäftsführern und Vorständen aus. Dafür gibt es Spezialbausteine.

Zahlt der Arbeits-Rechtsschutz bei Streit um den Geschäftsführervertrag?

In der Regel nein. Geschäftsführer sind als Organ keine Arbeitnehmer, und die Musterbedingungen des GDV schließen ihr Anstellungsverhältnis aus. Einzelne Tarife weichen ab: Die ARAG schließt im Berufsbaustein einen Anstellungsvertrags-Rechtsschutz bis 50.000 Euro Jahreseinkommen ein. Darüber brauchen Sie einen eigenen Baustein.

Was kostet eine Rechtsschutz­versicherung für Geschäftsführer?

Unser Rechner zeigt den Spezial-Straf-Rechtsschutz ab 28,72 Euro im Monat, den Vermögensschaden-Rechtsschutz ab 35,91 Euro und den Anstellungsvertrags-Rechtsschutz ab 41,67 Euro bei bis zu 50.000 Euro Einkommen. Alle drei kosten zusammen ab 95,67 Euro im Monat (Stand 13. Oktober 2026).

Gilt der Schutz auch für Gesellschafter-Geschäftsführer einer GmbH?

Ja. Ob Sie an der GmbH beteiligt sind oder nicht, ändert nichts daran, dass Sie als Geschäftsführer Organ der Gesellschaft sind. Der Kündigungsschutz gilt für Sie nicht, und der normale Arbeits-Rechtsschutz greift in der Regel nicht. Die Spezialbausteine stehen Ihnen genauso offen wie einem angestellten Geschäftsführer.

Brauchen angestellte Geschäftsführer einen anderen Schutz als leitende Angestellte?

Ja. Auch ein angestellter Geschäftsführer ohne Anteile ist Organ und kein Arbeitnehmer. Leitende Angestellte und Prokuristen sind dagegen Arbeitnehmer, ihren Streit aus dem Arbeitsverhältnis deckt in der Regel der normale Arbeits-Rechtsschutz. Was sie zusätzlich brauchen, steht beim Manager-Rechtsschutz.

Zahlt die Rechtsschutz­versicherung für Geschäftsführer einen Schadenersatz?

Nein. Der Vermögensschaden-Rechtsschutz zahlt Ihren Anwalt und das Gericht, wenn Sie einen Haftungsanspruch abwehren. Müssen Sie am Ende zahlen, trägt den Schaden nur eine D-und-O-Versicherung. Vor der Haftung selbst schützt ein Rechtsschutz deshalb nicht, nur vor den Kosten des Streits.

Was ist der Unterschied zwischen Rechtsschutz und D-und-O-Versicherung?

Die D-und-O-Versicherung deckt Haftungs- und Schadenersatzansprüche gegen Organmitglieder, sie wehrt sie ab oder stellt Sie frei. Der Rechtsschutz zahlt Anwalts-, Gerichts- und Verteidigungskosten in Ihren eigenen Streitfällen, etwa um den Anstellungsvertrag oder im Strafverfahren. Mehr unter D-und-O-Versicherung.

Zahlt der Spezial-Straf-Rechtsschutz auch beim Vorwurf einer Vorsatztat?

Ja, bis zum Urteil. Anders als der normale Straf-Rechtsschutz deckt er auch Vorwürfe, die nur vorsätzlich begangen werden können. Werden Sie rechtskräftig wegen einer vorsätzlichen Straftat verurteilt, müssen Sie die geleisteten Zahlungen zurückerstatten.

Kann die GmbH den Rechtsschutz für ihren Geschäftsführer abschließen?

Ja, für Teile davon. Die ARAG bietet eine Unternehmenslösung mit Spezial-Straf- und Vermögensschaden-Rechtsschutz, die das Unternehmen für seine Organe abschließt. Den Anstellungsvertrags-Rechtsschutz enthält dort die Privatlösung, die Sie selbst abschließen, denn der Streit richtet sich gegen die eigene Gesellschaft.

Gibt es einen Test für Rechtsschutz­versicherungen für Geschäftsführer?

Nein. Die Tarife werden je Unternehmen und Person zusammengestellt, deshalb gibt es keinen Test mit Noten. Vergleichen Sie Versicherungssummen, Geltungsbereich, Wartezeit, Nachhaftung und Rückwärts­versicherung. Tests für Privat-Tarife finden Sie in unserem Rechtsschutz-Test.

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Entgeltumwandlung Bei der Entgeltumwandlung zahlen Arbeitnehmer einen Teil ihres Bruttoeinkommens in eine betriebliche Altersversorgung. Dadurch verringert sich das zu versteuernde Einkommen, wodurch Arbeitnehmer Steuern- und Sozialabgaben sparen.
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