Generali Betriebliche Altersvorsorge

Tarife, Testergebnisse und Erfahrungen.

Das erwartet Sie hier

Welche Tarife und Durchführungswege die betriebliche Altersvorsorge der Generali bietet, wie sie in den Tests 2026 abschneidet, was sie netto kostet und für welche Betriebe und Beschäftigten sie passt.

Inhalt dieser Seite
  1. Auf einen Blick
  2. Aktuelle Testergebnisse
  3. Im Vergleich
  4. Tarife und Leistungen
  5. Für Ihre Gruppe
  6. Preise
  7. Stärken und Schwächen
  8. Erfahrungen und Beschwerden
  9. Unsere Einschätzung
  10. Häufige Fragen
Foto von Mario Müller
Zuletzt aktualisiert am

Das Wichtigste in Kürze

  • Die betriebliche Altersvorsorge der Generali erreicht in unserer Gesamtauswertung 100 von 100 Punkten und steht damit gemeinsam mit sechs weiteren Anbietern auf Rang eins der zehn gezeigten Anbieter der klassischen bAV, auch in der fondsgebundenen bAV sind es 100 Punkte.
  • Kern des Angebots ist die bAV Strategie Plus, eine fondsgebundene Direkt­versicherung mit 80 % oder 60 % Beitragsgarantie zum Rentenbeginn.
  • Die Generali bietet vier Durchführungswege an: Direkt­versicherung, Unterstützungs­kasse, Pensionsfonds und Pensionszusage mit Rückdeckung.
  • Für Geschäftsführer, Unternehmen mit Pensionszusagen, kleine Betriebe und Geringverdiener passt die Generali, für sicherheitsorientierte Arbeitnehmer weniger: Mehr als 80 % Beitragsgarantie bietet die bAV Strategie Plus nicht.
  • Im Rechenbeispiel der Generali für 2026 kosten 230 € Gesamtbeitrag im Monat netto 107,73 €.
  • Die Generali Deutschland Lebens­versicherung AG meldet zum Jahresende 2025 eine Solvenzquote von 498 %.

Generali auf einen Blick

Wie gut ist die Generali?

100 von 100 Punkten
in unserer Gesamtauswertung

  • IVFP-Kompetenzrating 2026: „Exzellent“
  • ServiceValue Kundenurteil Fairness 2026: „Sehr gut“
  • ServiceValue 2026: 7-Jahres-Sieger Fairness

Das IVFP bewertet die bAV-Kompetenz der Generali 2026 mit „Exzellent“, ServiceValue vergibt für die Fairness gegenüber Kunden „Sehr gut“.

Damit kommt die Generali in beiden Auswertungen auf Rang eins. Die volle Punktzahl stützt sich allein auf Kompetenz und Fairness, ein Tarif der Generali steht nicht im IVFP-Direkt­versicherungsrating.


Was kostet sie?

Den Beitrag bestimmt der Arbeitnehmer mit seiner Entgeltumwandlung, der Arbeitgeber legt seinen Zuschuss fest. Was die Betriebsrente netto kostet, hängt vor allem von Bruttogehalt, Steuerklasse und Kirchensteuer ab. Die Generali rechnet dafür ein eigenes Beispiel für 2026 mit der bAV Strategie Plus vor.

ProfilGesamtbeitrag im MonatNettoaufwand im Monat
Angestellter, 30 Jahre, Steuerklasse I, 3.300 € brutto230 € (200 € Umwandlung, 30 € Arbeitgeber)107,73 €

Nach dieser Beispielrechnung der Generali für 2026 tragen Steuer- und Abgabenersparnis sowie der Arbeitgeberzuschuss zusammen 53,2 Prozent des Gesamtbeitrags. Für eine Rente mit 67 nennt die Generali in diesem Beispiel 905,80 Euro im Monat, gerechnet mit einer nicht garantierten Wertentwicklung von sechs Prozent im Jahr. Ein Preisvergleich zwischen Anbietern folgt daraus nicht, die Ersparnis hängt am Gehalt, nicht am Versicherer.


Für wen passt sie?

  • Arbeitnehmer: Höchstens 80 Prozent Beitragsgarantie, eine Direkt­versicherung mit voller Garantie fehlt im Angebot

Was hinter jeder Einordnung steckt, steht mit Konditionen und Stolperfallen im Kapitel Für Ihre Gruppe.


Wie sicher ist das Haus?

Risikoträger ist die Generali Deutschland Lebens­versicherung AG, eine hundertprozentige Tochter der Generali Deutschland AG mit Sitz in München und mittelbar der Assicurazioni Generali S.p.A. in Triest. Ihre Solvenzquote lag zum 31.12.2025 bei 498 Prozent, nach 389 Prozent ein Jahr zuvor; Übergangs­maßnahmen hat die Gesellschaft dafür nicht beantragt (Bericht über Solvabilität und Finanzlage 2025 der Generali Deutschland Lebens­versicherung AG).

Verträge der früheren Generali Lebens­versicherung AG, die 2018 das Neugeschäft eingestellt hat, verwaltet heute die Proxalto Lebens­versicherung AG der Viridium Gruppe. Auf Trustpilot kommt das Profil „Generali Deutschland“ auf 4,1 von 5 Sternen bei 3.197 Bewertungen (abgerufen am 28.09.2026); es bewertet das ganze Haus über alle Sparten, nicht die bAV.

  • Risikoträger
    Generali Deutschland Lebens­versicherung AG, Tochter der Generali Deutschland AG (München) in der Gruppe der Assicurazioni Generali S.p.A.; Pensionsfonds über die Generali Pensionsfonds AG, Unterstützungs­kasse über die Generali Deutschland Gruppenunterstützungskasse e. V.
  • Tarife
    bAV Strategie Plus, bAV Strategie Smart, bAV Strategie Select und Select Smart, bAV Kollektiv Plus und Kollektiv Smart; Beitragsgarantie zum Rentenbeginn 80 oder 60 %
  • Finanzstärke
    Solvenzquote 498 % (SFCR 2025), ohne Übergangs­maßnahmen
  • Neugeschäft
    Offen in Direkt­versicherung, Unterstützungs­kasse, Pensionsfonds und Pensionszusage; Vertrieb der Marke Generali über die Deutsche Vermögensberatung (DVAG)

Betriebliche Altersvorsorge der Generali im Test (2026)

Gesamtwertung aus allen Testergebnissen

In die Gesamtwertung fließen drei Erhebungen von 2026 ein: das IVFP-Direkt­versicherungsrating, das IVFP-Kompetenzrating und das Kundenurteil Fairness von ServiceValue. Im IVFP-Direkt­versicherungsrating 2026 ist kein Tarif der Generali bewertet, dieser Test fließt deshalb nicht in ihre Wertung ein.

Die betriebliche Altersvorsorge der Generali erhält von möglichen 100 Punkten:

100

Das ist der Wert für die klassische bAV, mit dem die Generali gemeinsam mit sechs weiteren Anbietern auf Rang eins von zehn steht. In der Auswertung der fondsgebundenen bAV erreicht sie ebenfalls 100 von 100 Punkten und teilt sich Rang eins mit fünf weiteren Anbietern.

Wurde in einem Test ein Anbieter mit mehreren Tarifen bewertet, wird der Durchschnitt aller Bewertungen für die Gesamtwertung herangezogen. Wurde ein Anbieter in einem Test nicht bewertet, fließt dieser Test nicht in die Gesamtwertung des Anbieters ein. Die Summe aller jeweils erreichten Punkte in Prozent umgerechnet ergibt so unser Anbieter-Ranking der betrieblichen Altersvorsorge.

Zur Gesamtauswertung der betrieblichen Altersvorsorge


Das IVFP-Kompetenzrating

Im Kompetenzrating bAV bewertet das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) das fachliche und administrative Know-how der Versicherer aus Sicht von Arbeitgebern und Vermittlern, mit bis zu 89 Kriterien in den Teilbereichen Beratung, Haftung, Service und Verwaltung. Von 20 untersuchten Versicherern erhalten 2026 16 die Gesamtnote „Exzellent“, darunter die Generali (Quelle: IVFP).

TeilbereichGenerali 2026
BeratungExzellent
HaftungSehr gut
ServiceExzellent
VerwaltungSehr gut
GesamtnoteExzellent

In Beratung und Service erreicht die Generali die Bestnote, in Haftung und Verwaltung liegt sie eine Stufe darunter, die Gesamtnote ist trotzdem „Exzellent“.


Das ServiceValue-Kundenurteil Fairness

ServiceValue hat im Juni 2026 gemeinsam mit FOCUS MONEY 2.656 Kunden befragt und 3.242 Urteile zu 33 Versicherern der bAV ausgewertet. Gefragt wurde nach fünf Fairness-Dimensionen (Quelle: ServiceValue).

DimensionGenerali 2026
ProduktleistungGut
KundenberatungGut
KundenserviceSehr gut
KundenkommunikationSehr gut
Preis-Leistungs-VerhältnisSehr gut
GesamtbewertungSehr gut

In Service, Kommunikation und Preis-Leistungs-Verhältnis vergeben die Befragten „Sehr gut“, bei Produktleistung und Beratung „Gut“. In der Gesamtbewertung reicht das für „Sehr gut“.

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Im Vergleich zu anderen Anbietern der betrieblichen Altersvorsorge

Generali im Marktvergleich

AnbieterIVFP
Direkt­­versicherung Ø
IVFP
Kompetenz
ServiceValue
Fairness
Gesamtwertung
von 100
Logo Generali Deutschland AGGenerali–ExzellentSehr gut100
Logo LVM VersicherungLVM––Sehr gut100
Logo MetallRenteMetallRenteExzellent––100
Logo R+V Allgemeine Versicherung AGR+V––Sehr gut100
Logo Sparkassen-FinanzgruppeSV Sparkassen­versicherung––Sehr gut100
Logo Swiss Life AGSwiss Life–ExzellentSehr gut100
Logo Württembergische Versicherung AGWürttembergischeExzellentExzellentSehr gut100
Logo Allianz Deutschland AGAllianzSehr gutExzellentSehr gut88
Logo Lebensversicherung von 1871 a. G. MünchenLV 1871Sehr gutExzellentSehr gut88
Logo Canada Life Assurance Europe plcCanada Life–ExzellentGut82
Quelle: IVFP Direkt­­versicherungs-Rating, IVFP Kompetenzrating, ServiceValue Kundenurteil Fairness, www.transparent-beraten.de; für die Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität der Angaben wird keine Gewähr und keine Haftung übernommen

Ein Strich heißt: In dieser Erhebung wurde der Anbieter nicht untersucht. Die Auswertung zeigt die zehn besten Anbieter der klassischen betrieblichen Altersvorsorge.

Mit 100 von 100 Punkten steht die Generali gemeinsam mit sechs weiteren Anbietern an der Spitze der Auswertung. Ihre Punkte stammen aus Kompetenz „Exzellent“ und Fairness „Sehr gut“; eine Note für einen Direkt­versicherungstarif fließt nicht ein.

Wer gezielt einen Tarif mit Bestnote sucht, findet ihn bei der Württembergischen, die in der klassischen Auswertung auch im IVFP-Direkt­versicherungsdurchschnitt „Exzellent“ erreicht. In der fondsgebundenen bAV kommt die LV 1871 ebenfalls auf 100 Punkte, mit „Exzellent“ im Tarifrating und im Kompetenzrating.

Alle Anbieter der betrieblichen Altersvorsorge im Vergleich

Tarife und Leistungen der betrieblichen Altersvorsorge der Generali

Die Generali bietet die bAV in vier Durchführungswegen an: Direkt­versicherung, Unterstützungs­kasse, Pensionsfonds und Pensionszusage. Risikoträger ist die Generali Deutschland Lebens­versicherung AG, den Pensionsfonds führt die konzerneigene Generali Pensionsfonds AG.

TarifDurchführungswegFinanzierungFür wen
bAV Strategie PlusDirekt­versicherungEntgeltumwandlung, Arbeitgeberbeitrag oder beidesArbeitnehmer mit Renditewunsch und Teilgarantie
bAV Strategie SmartDirekt­versicherungArbeitgeberbeitrag, förderfähig nach § 100 EStGGeringverdiener bis 2.575 € brutto im Monat
bAV KollektivplanDirekt­versicherungArbeitgeberfinanziert, Gehaltsumwandlung oder gemischtBetriebe ab 15 neu zu versorgenden Mitarbeitern
Rückgedeckte Unterstützungs­kasseUnterstützungs­kasseZuwendungen des Arbeitgebers, auch aus EntgeltumwandlungFührungskräfte und Geschäftsführer
Generali PensionsfondsPensionsfondsBeiträge des ArbeitgebersUnternehmen, die Pensionsrückstellungen auslagern
Pensionszusage mit RückdeckungDirektzusagePensionsrückstellungen, abgesichert über eine Rückdeckungs­versicherungLeitende Angestellte und Gesellschafter-Geschäftsführer

bAV Strategie Plus

Die bAV Strategie Plus ist eine fondsgebundene Renten­versicherung als Direkt­versicherung. Zu Beginn fließt der Sparbeitrag vollständig in Fonds, je nach Tarif sind zum Rentenbeginn 80 oder 60 Prozent der eingezahlten Beiträge garantiert. Dafür teilt die Generali das Guthaben jeden Monat neu auf: zwischen dem Garantiefonds Generali Smart Funds VorsorgeStrategie EX, zusätzlichen Aktienfonds und, soweit nötig, der konventionellen Anlage der Generali.

Die Aktienfonds stammen aus der Vorsorge-Fondsfamilie von Meritum Capital Managers, einer Fondsboutique unter dem Dach der DVAG. Nach fünf Versicherungsjahren lässt sich der erreichte Fondswert kostenlos zum Monatsende sichern (Wertsicherungsoption A), alternativ in den letzten zehn Jahren vor Rentenbeginn automatisch Monat für Monat (Wertsicherungsoption B). Die Varianten bAV Strategie Select und Select Smart bieten dieselbe Versorgung zu Gruppenkonditionen.


bAV Strategie Smart

Die bAV Strategie Smart und die Gruppenvariante Select Smart sind die Direkt­versicherungen der Generali für den Förderbetrag für Geringverdiener. Zahlt der Arbeitgeber zusätzlich zum Lohn mindestens 240 Euro im Jahr ein, erstattet ihm der Staat 30 Prozent dieses Beitrags, höchstens 288 Euro jährlich. Voraussetzung ist ein laufender Arbeitslohn von höchstens 2.575 Euro im Monat (Quelle: EStG § 100).


bAV Kollektivplan

Mit dem bAV Kollektivplan schließt der Arbeitgeber einen Kollektivvertrag mit der Generali Deutschland Lebens­versicherung und versorgt die Belegschaft über die Direkt­versicherungen bAV Kollektiv Plus und bAV Kollektiv Smart. Möglich ist das ab 15 neu zu versorgenden Mitarbeitern. Der Arbeitgeber legt Zuschuss, Beitragsspanne, einen möglichen Dynamikplan und das Garantieniveau von 80 oder 60 Prozent einheitlich fest.

Beschäftigte behalten die Großkundenkonditionen auch nach einem Arbeitgeberwechsel, wenn sie den Vertrag mitnehmen oder privat fortführen. Ist die Rente arbeitgeberfinanziert, lässt sich eine Berufs­unfähigkeits-Zusatz­versicherung mit vereinfachter Gesundheitsprüfung einschließen.


Rückgedeckte Unterstützungs­kasse

Träger ist die Generali Deutschland Gruppenunterstützungskasse e. V., der Arbeitgeber wird dort Mitglied. Seine Zuwendungen sind nach Angaben der Generali in voller Höhe steuerfrei, die Kasse schließt für jede Zusage eine Rückdeckungs­versicherung bei der Generali Deutschland Lebens­versicherung AG ab. Garantiert sind zum Rentenbeginn 60 Prozent der gezahlten Beiträge, der Rest hängt am Garantiefonds VorsorgeStrategie FX und an Aktienfonds.

Auch reine Kapitalzusagen sind zulässig, und die Verpflichtung erscheint nicht in der Bilanz. Die Kasse übernimmt Leistungspläne, Versorgungsbescheinigungen, die jährlichen Nachweise für den Pensions-Sicherungs-Verein und die Auszahlung samt Versteuerung. Mehr zum Durchführungsweg erklärt unsere Seite zur Unterstützungs­kasse.


Generali Pensionsfonds

Den Pensionsfonds betreibt die Generali Pensionsfonds AG, eine Gesellschaft der Generali Deutschland AG. Er eignet sich nach Angaben der Generali vor allem, um Pensionsrückstellungen aus der Bilanz auszulagern. Weil für Pensionsfonds lockerere Anlagevorschriften gelten, ist ein hoher Aktienanteil möglich; ein Teil der Beiträge kann in Rückdeckungs­versicherungen fließen, der Rest in Investmentfonds. Zusagen über den Pensionsfonds sind beim Pensions-Sicherungs-Verein insolvenzgesichert.


Pensionszusage mit Rückdeckung

Bei der Direktzusage sagt das Unternehmen die Versorgung selbst zu und bildet dafür Pensionsrückstellungen. Eine direkte steuerliche Höchstgrenze gibt es nicht, die Zusage muss nur im Verhältnis zum Gehalt angemessen bleiben. Die Generali sichert das Risiko über eine Rückdeckungs­versicherung ab und liefert Musterzusagen, Angebote und einen jährlichen Bilanzservice mit Gutachten für Handels- und Steuerbilanz sowie nach IFRS.


Arbeitskraftabsicherung und Service für Arbeitgeber

In der Direkt­versicherung lässt sich eine Berufs­unfähigkeits- oder Grundfähigkeits-Zusatz­versicherung einschließen. Im Leistungsfall übernimmt die Generali die Beiträge und zahlt auf Wunsch eine Rente. Beträgt die garantierte Rente zu Beginn mindestens 250 Euro im Monat, erhöht der bAV Kundenbonus sie in der bAV Strategie Plus und Select derzeit um zehn Prozent; der Bonus ist eine nicht garantierte Überschussbeteiligung.

Für arbeitgeberfinanzierte Verträge gibt es das PartnerPlus Konzept: Der Arbeitgeber sagt die Beiträge zunächst für fünf Jahre zu und entscheidet danach alle drei Jahre neu. Verwaltet werden die Verträge über das kostenlose Arbeitgeberportal der Generali auf Basis von ePension.

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Geschäftsführung und bAV-Experte

Die betriebliche Altersvorsorge der Generali für Ihre Gruppe

Arbeitnehmer

Für Beschäftigte, die per Entgeltumwandlung sparen, bietet die Generali mit der bAV Strategie Plus eine renditeorientierte Direkt­versicherung. Wechseln Sie den Arbeitgeber, können Sie den Vertrag nach Angaben der Generali mitnehmen oder privat fortführen, und beim Bezug von Bürgergeld wird das Guthaben grundsätzlich nicht angerechnet. Die Stolperfalle liegt beim Zuschuss: Die gesetzlichen 15 Prozent darf der Arbeitgeber laut Generali auf seine tatsächliche Sozialabgabenersparnis begrenzen.


Kleine und mittlere Unternehmen

Für kleinere Betriebe passt der bAV Kollektivplan, der ab 15 neu zu versorgenden Mitarbeitern einheitliche Regeln und Gruppenkonditionen bringt. Die Verwaltung läuft über das kostenlose Arbeitgeberportal. Wer bAV und Firmen­versicherungen bündelt, bekommt einen Arbeitgeber-Extra-Bonus von fünf Prozent auf bestimmte Sach-, Unfall- und Haftpflichtverträge, gerechnet auf bis zu 2.000 Euro Jahresnettobeitrag. Die Stolperfalle: Für die Smart-Tarife gilt dieser Bonus nicht, und beraten wird ausschließlich über die DVAG.


Geschäftsführer und Führungskräfte

Für Gutverdiener bietet die Generali zwei Wege über die Grenzen der Direkt­versicherung hinaus: die rückgedeckte Unterstützungs­kasse, deren Arbeitgeberbeiträge unbegrenzt sozial­versicherungsfrei sind, und die Pensionszusage ohne direkte steuerliche Höchstgrenze. Bei Gesellschafter-Geschäftsführern weist die Generali selbst auf besondere steuerliche Voraussetzungen hin. Stolperfallen sind die Garantie von nur 60 Prozent in der Unterstützungs­kasse und der Jobwechsel: Die Versorgung lässt sich nur fortführen, wenn der neue Arbeitgeber Mitglied der Kasse wird. Mehr zur Versorgung von Geschäftsführern steht auf unserer Themenseite.


Unternehmen mit Pensionszusagen

Wer bestehende Pensionszusagen auslagern will, findet bei der Generali den passenden Träger im eigenen Haus: die Generali Pensionsfonds AG. Dazu kommen gutachterliche Begleitung der Auslagerung und Bilanzgutachten nach HGB, Steuerrecht und IFRS. Die Stolperfalle: Auch nach der Auslagerung in den Pensionsfonds bleibt das Unternehmen beitragspflichtiges Mitglied im Pensions-Sicherungs-Verein, weil diese Zusagen insolvenzsicherungspflichtig sind.


Geringverdiener und Minijobber

Für Beschäftigte mit bis zu 2.575 Euro Monatslohn hat die Generali mit bAV Strategie Smart und Select Smart eigene Tarife für den Förderbetrag nach § 100 EStG; auch pauschal besteuerte Minijobs zählen dazu. Der Arbeitgeber holt sich 30 Prozent seines Zusatzbeitrags über die Lohnsteuer zurück. Die Stolperfalle liegt in den Bedingungen des Gesetzes: Gefördert wird nur ein zusätzlicher Arbeitgeberbeitrag von mindestens 240 Euro im Jahr, nicht die Entgeltumwandlung.

Preise der betrieblichen Altersvorsorge der Generali

Wie viel in die Betriebsrente fließt, bestimmt der Arbeitnehmer mit seiner Entgeltumwandlung, dazu kommt der Zuschuss des Arbeitgebers. Den Nettoaufwand senken Steuer- und Sozialabgabenersparnis, deren Höhe von Gehalt, Steuerklasse, Kirchensteuer und Kranken­versicherung abhängt.

Die Generali rechnet das für 2026 an einer 30 Jahre alten, ledigen Person in Steuerklasse I vor, ohne Kinder, kirchensteuerpflichtig, in Nordrhein-Westfalen, mit 3.300 Euro brutto. Wandelt sie 200 Euro um, sinkt das Nettogehalt von 2.190,13 Euro auf 2.082,40 Euro, also nur um 107,73 Euro.

Der Arbeitgeber zahlt in dem Beispiel 30 Euro dazu, das ist der Pflichtzuschuss von 15 Prozent, soweit er Sozialabgaben spart (Quelle: BetrAVG § 1a). So fließen 230 Euro im Monat in den Vertrag. Die Generali nennt dafür eine Förderquote von 53,2 Prozent, den Anteil von Förderung und Zuschuss am Gesamtbeitrag.

Als mögliche Rente mit 67 gibt die Generali 905,80 Euro im Monat an, für den Tarif BRG60/BRG80 mit Beginn am 01.01.2026 und 20 Jahren Rentengarantiezeit. Die Rechnung unterstellt eine nicht garantierte Wertsteigerung der Fonds von sechs Prozent im Jahr und unveränderte Überschussanteile von 2026. Garantiert ist nur die Beitragsgarantie von 60 oder 80 Prozent.

Bei der Unterstützungs­kasse kommen Verwaltungskosten für den Arbeitgeber dazu: einmalig 40 Euro Aufnahmebeitrag und später 50 Euro im Jahr je Rentenempfänger. Bei einer einmaligen Kapitalzahlung fällt kein Verwaltungsbeitrag an.

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Stärken und Schwächen

Wichtige Leistungen einer betrieblichen Altersvorsorge

Die betriebliche Altersvorsorge baut über den Arbeitgeber eine zusätzliche Rente auf, finanziert per Entgeltumwandlung aus dem Bruttogehalt und ergänzt um den Zuschuss des Arbeitgebers. Die Beiträge sind bis zu gesetzlichen Höchstgrenzen steuer- und sozialabgabenfrei. Welcher Durchführungsweg passt, entscheidet über Haftung, Verwaltungsaufwand und Förderung: Direkt­versicherung, Pensionskasse, Pensionsfonds, Unterstützungs­kasse und Direktzusage unterscheiden sich darin deutlich. Im Tarif zählen das Verhältnis von Garantie und Renditechance, die Kosten, der Rentenfaktor und die Flexibilität bei Jobwechsel oder Beitragspause. Dazu kommen Bausteine wie Berufs­unfähigkeitsschutz und Hinterbliebenenrente.

Stärken der Generali

Die Generali deckt mit Direkt­versicherung, Unterstützungs­kasse, Pensionsfonds und Pensionszusage vier Durchführungswege ab, den Pensionsfonds sogar mit einer eigenen Gesellschaft. Für Geringverdiener gibt es eigene Förder-Tarife, für Belegschaften ab 15 Personen den Kollektivplan mit Großkundenkonditionen, die beim Jobwechsel erhalten bleiben. Mit einer Solvenzquote von 498 Prozent zum Jahresende 2025 steht das Haus finanziell stark da, und Arbeitgeber verwalten ihre Verträge kostenlos online.


Schwächen der Generali

Mehr als 80 Prozent Beitragsgarantie bietet keine der Direkt­versicherungen, in der Unterstützungs­kasse sind es nur 60 Prozent; eine Direkt­versicherung mit voller Beitragsgarantie gehört nicht zum Angebot. Beraten und abgeschlossen wird die Marke Generali ausschließlich über die DVAG, ein Vergleich über andere Vertriebswege ist damit nicht möglich. Der 10-Prozent-Kundenbonus auf die Berufs­unfähigkeitsrente ist nicht garantiert, und die Versorgung aus der Unterstützungs­kasse lässt sich beim Jobwechsel nur mit einem neuen Kassenmitglied fortführen.

Erfahrungen und Beschwerden

Bewertungen auf Bewertungsplattformen

Auf Trustpilot kommt das Profil „Generali Deutschland“ auf 4,1 von 5 Sternen bei 3.197 Bewertungen (abgerufen am 28.09.2026). Das Profil gilt für das ganze Haus über alle Sparten, Verträge der bAV spielen darin kaum eine Rolle. Die Publikumsnote misst deshalb etwas anderes als die Tests weiter oben und steht neben ihnen, nicht gegen sie.


Kundenurteil zur Fairness

Im Kundenurteil Fairness von ServiceValue 2026 bewerten Kunden, die in den letzten 24 Monaten Kunde eines bAV-Versicherers waren, dessen Fairness. „Sehr gut“ bedeutet dort ein besseres Ergebnis als der Durchschnitt der mit „gut“ bewerteten Anbieter. Die Generali erreicht dieses Urteil und wird von ServiceValue als 7-Jahres-Sieger geführt (Quelle: ServiceValue).

Unsere Einschätzung als Experten

Einordnung

Die Generali ist in der bAV ein Anbieter für alle Durchführungswege, dessen Stärke eher beim Arbeitgeber liegt als im einzelnen Tarif: Kompetenz „Exzellent“, Fairness „Sehr gut“ und volle Punktzahl in unserer Gesamtauswertung, aber kein Tarif im IVFP-Direkt­versicherungsrating. Zu den vier Anbietern, die unser bAV-Experte Stephan Seidenfad Unternehmen empfiehlt, gehört sie nicht; er nennt die LV 1871, die Allianz, die HDI und die Swiss Life. Wer bei der Generali abschließt, tut das über die Deutsche Vermögensberatung.


Für wen ja, für wen nein

Ja sagen wir für Unternehmen, die Pensionszusagen auslagern oder Führungskräfte über Unterstützungs­kasse und Pensionszusage versorgen wollen, weil die Generali dafür eigene Träger und Bilanzservice mitbringt. Auch für Betriebe mit vielen Geringverdienern passt sie, dank eigener Förder-Tarife. Nein sagen wir, wenn Beschäftigte eine Direkt­versicherung mit hoher Garantie suchen oder den Tarif vor dem Abschluss mit anderen Anbietern vergleichen wollen, denn bei 80 Prozent Garantie ist Schluss, und der Abschluss läuft über einen einzigen Vertrieb.

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Häufige Fragen zur betrieblichen Altersvorsorge der Generali

Warum verwaltet die Proxalto meine alte Generali-Direkt­versicherung?

Weil Ihr Vertrag bei der früheren Generali Lebens­versicherung AG abgeschlossen wurde. Diese Gesellschaft hat das Neugeschäft 2018 eingestellt, gehört seit 2019 zur Viridium Gruppe und heißt heute Proxalto Lebens­versicherung AG. Ihr Vertrag läuft dort unverändert weiter, Ansprechpartner für Leistungen und Auskünfte ist die Proxalto. Neue bAV-Verträge der Generali schließt die Generali Deutschland Lebens­versicherung AG ab.

Wie viel kann ich 2026 steuer- und abgabenfrei in die Generali-Direkt­versicherung einzahlen?

Sozialabgabenfrei sind 2026 bis zu 4.056 Euro im Jahr, steuerfrei bis zu 8.112 Euro. Die Grenzen gelten bei jedem Anbieter gleich: laut § 3 Nr. 63 EStG sind es acht Prozent der Beitragsbemessungsgrenze der Renten­versicherung, sozialabgabenfrei vier Prozent.

Die Grenze liegt nach Angaben der Bundesregierung 2026 bei 8.450 Euro im Monat. In der Unterstützungs­kasse der Generali sind die Zuwendungen des Arbeitgebers in voller Höhe steuerfrei.

Was passiert mit meiner Generali-bAV, wenn ich den Arbeitgeber wechsle?

Eine Direkt­versicherung können Sie mitnehmen oder privat fortführen; im Kollektivplan behalten Sie dabei die Großkundenkonditionen. Alternativ verlangen Sie innerhalb eines Jahres nach dem Ausscheiden, dass das Kapital auf den Versorgungsträger des neuen Arbeitgebers übertragen wird, laut § 4 BetrAVG. Eine Versorgung über die Unterstützungs­kasse lässt sich dagegen nur fortführen, wenn der neue Arbeitgeber Mitglied der Generali Deutschland Gruppenunterstützungskasse wird.

Kann ich meine Generali-Direkt­versicherung kündigen und mir das Geld auszahlen lassen?

In der Regel nicht vor Rentenbeginn. Scheiden Sie mit einer unverfallbaren Anwartschaft aus, dürfen Sie laut § 2 BetrAVG den Rückkaufswert der Direkt­versicherung nicht durch Kündigung in Anspruch nehmen, soweit er auf Beiträgen über den Arbeitgeber beruht. Möglich ist die Beitragsfreistellung: Es fließt kein Geld mehr hinein, das Guthaben bleibt bis zum Rentenbeginn im Vertrag.

Wo schließe ich die bAV der Generali ab?

Über einen Vermögensberater der Deutschen Vermögensberatung. Die Generali vertreibt ihre Kernmarke exklusiv über die DVAG, eine Beratung direkt beim Versicherer oder über andere Vertriebswege ist für die Generali-Tarife nicht vorgesehen. Für Arbeitgeber heißt das: Kollektivplan, Unterstützungs­kasse und Pensionsfonds laufen über denselben Berater.

Bekomme ich meine Generali-Betriebsrente als Rente oder als Kapital?

Beides ist möglich. Die Direkt­versicherung zahlt nach Angaben der Generali eine Rente oder eine Kapitalabfindung, und auch die Unterstützungs­kasse erlaubt Renten- oder Kapitalzahlung; dort sind sogar reine Kapitalzusagen zulässig. Leistungen aus der Direkt­versicherung versteuern Sie laut § 22 Nr. 5 EStG, bei gesetzlich Krankenversicherten fallen in der Regel Beiträge zur Kranken- und Pflege­versicherung an.

Wird mein Guthaben in der Generali-bAV auf das Bürgergeld angerechnet?

Nach Angaben der Generali grundsätzlich nicht. Das gilt für die Direkt­versicherung der bAV Strategie Plus und für die Verträge im Kollektivplan. Die Betriebsrente selbst zählt später, wenn sie ausgezahlt wird, als Einkommen.

Was passiert mit meiner Betriebsrente, wenn die Generali in Schwierigkeiten gerät?

Die Generali Deutschland Lebens­versicherung AG gehört wie jeder deutsche Lebens­versicherer einem Sicherungsfonds an, laut § 221 VAG ist das Pflicht. Er übernimmt im Ernstfall die Verträge.

Für Unterstützungs­kasse, Pensionsfonds und Pensionszusage schützt zusätzlich der Pensions-Sicherungs-Verein, wenn der Arbeitgeber insolvent wird, laut § 7 BetrAVG.

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Lena Mierbach
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Entgeltumwandlung Bei der Entgeltumwandlung zahlen Arbeitnehmer einen Teil ihres Bruttoeinkommens in eine betriebliche Altersversorgung. Dadurch verringert sich das zu versteuernde Einkommen, wodurch Arbeitnehmer Steuern- und Sozialabgaben sparen. Beitragsbemessungsgrenze Die Beitragsbemessungsgrenze ist eine Rechengröße, die festlegt, bis zu welchem Betrag das Einkommen von gesetzlich Versicherten zur Beitragsberechnung der gesetzlichen Sozialversicherungen herangezogen wird. Es gibt verschiedene Werte für die Kranken- und Rentenversicherung.
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