VGH Rechtsschutz­versicherung

Tarife, Testergebnisse und Erfahrungen.

Das erwartet Sie hier

Wie die Rechtsschutz­versicherung der VGH aufgebaut ist, wie sie bei Franke und Bornberg, beim DFSI und in der Kundenbefragung von ServiceValue abschneidet und was Kunden über den Versicherer aus Hannover berichten.

Inhalt dieser Seite
  1. Auf einen Blick
  2. Aktuelle Testergebnisse
  3. Im Vergleich
  4. Tarife und Leistungen
  5. Für Ihre Gruppe
  6. Preise
  7. Stärken und Schwächen
  8. Erfahrungen und Beschwerden
  9. Unsere Einschätzung
  10. Häufige Fragen
Fachlich geprüft durch Benjamin Mai
Zuletzt aktualisiert am

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Rechtsschutz­versicherung der VGH gehört in unserer Gesamtauswertung für Singles nicht zu den zehn besten Anbietern.
  • Mit dem Baustein RechtsschutzPlus erreicht die VGH bei Franke und Bornberg FFF, ohne ihn FF+.
  • Im DFSI-Test 2026 erhält die Premium-Variante ohne Selbst­beteiligung die Bestnote „Hervorragend“, auch beim Preis.
  • Für Familien, Senioren und Arbeitnehmer passt die VGH, für Selbständige mit eigenem Betrieb nicht: Mitversichert ist nur ein Kleingewerbe bis 15.000 € Jahresumsatz.
  • Mit 1,05 Beschwerden je 100.000 Verträge lag die VGH 2025 bei der BaFin unter dem Durchschnitt der Sparte von 1,97.

VGH auf einen Blick

Wie gut ist die VGH?

Nicht in unserer Gesamtauswertung

  • DFSI 2026: „Hervorragend“ (Premium ohne Selbst­beteiligung)
  • Franke und Bornberg 2026: „FFF“ (mit RechtsschutzPlus)
  • ServiceValue Fairness 2026: „Gut“

Die Bedingungen der VGH sind gut: FFF bei Franke und Bornberg mit RechtsschutzPlus, FF+ im Grundbaustein. Das DFSI vergibt für die Premium-Variante „Hervorragend“, die Kunden urteilen bei ServiceValue „Gut“.

In unserer Gesamtauswertung für Singles steht die VGH nicht unter den zehn besten Anbietern. Dafür fehlt die Bestnote FFF+ bei den Bedingungen und die Stufe „Sehr gut“ im Kundenurteil.


Was kostet sie?

Der Beitrag hängt an den gewählten Bausteinen, an der Selbst­beteiligung und an den mitversicherten Personen. Die Beispiele unten hat das DFSI für Focus Money gerechnet, für eine Familie mit zwei Kindern in Hamburg und München.

ProfilBausteine und Selbst­beteiligungBeitrag im Jahr
Familie mit zwei KindernPrivat, Beruf, Verkehr mit RechtsschutzPlus und StrafrechtPlus, 0 €717,05 €
Familie mit zwei KindernPrivat, Beruf, Verkehr, 0 €500,49 €
Familie mit zwei KindernPrivat, Beruf, Verkehr, 150 €390,92 €

Für den Preis vergibt das DFSI im Heft 03/2026 ohne Selbst­beteiligung die Note „Hervorragend“, in beiden Varianten. Mit 150 Euro Selbst­beteiligung sinkt der Beitrag, die Preisnote liegt dann bei „Sehr gut“ oder „Gut“.


Für wen passt sie?

  • Familien: Kinder bis ein Jahr nach der Ausbildung, Eltern im Haushalt und im Pflegeheim mitversichert
  • Senioren: mit RechtsschutzPlus Hilfe bei Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung und Testament
  • Arbeitnehmer: mit RechtsschutzPlus Aufhebungsverträge bis 5.000 Euro gedeckt
  • Selbständige: Ein Betrieb über 15.000 Euro Jahresumsatz braucht einen Firmen-Rechtsschutz

Was hinter jeder Einordnung steckt, steht mit Konditionen und Stolperfallen im Kapitel Für Ihre Gruppe.


Wer steckt hinter der VGH?

Risikoträger ist die VGH Landschaftliche Brandkasse Hannover, ein öffentlicher Versicherer der VGH Versicherungen in Niedersachsen. Ihre Tarife beruhen auf eigenen Bedingungen, den ARB 2024. Rechtsschutzfälle reguliert für die VGH die Rechtsschutz Schaden-Service GmbH als Dienstleister.

Bei der BaFin gingen 2025 zur VGH drei Beschwerden in der Rechtsschutz­versicherung ein, das sind 1,05 je 100.000 Verträge bei einem Durchschnitt der Sparte von 1,97 (Quelle: BaFin). Auf Trustpilot kommt die VGH auf 1,6 von 5 Sternen bei 141 Bewertungen, abgerufen am 15.10.2026.

  • Risikoträger
    VGH Landschaftliche Brandkasse Hannover, Hannover, VGH Versicherungen
  • Tarife
    Grundbaustein Privat, Beruf und Verkehr, Erweiterungen RechtsschutzPlus Privat und StrafrechtPlus Privat, Baustein Immobilien und Grundstücke
  • Neugeschäft
    Offen, über die Geschäftsstellen und Vertretungen der VGH

Rechtsschutz­versicherung der VGH im Test (2026)

Zwei Tests bewerten die VGH: Franke und Bornberg prüft nur die Bedingungen, das DFSI rechnet zusätzlich den Preis für eine Familie ein.

Gesamtwertung aus allen Testergebnissen

In unsere Gesamtauswertung für Singles fließen das Rating von Franke und Bornberg, die Fairness-Studie von ServiceValue 2026 und die BaFin-Beschwerdestatistik 2025 ein, in die Auswertung für Familien zusätzlich der DFSI-Test 2026. Wir haben für Sie alle Ergebnisse dieser Tests zusammengetragen und nach unserem eigens dafür erstellten Bewertungsschlüssel ausgewertet. In unserer Gesamtwertung können die Anbieter einen Wert von maximal 100 erreichen.

In der Auswertung für Singles steht die VGH nicht unter den zehn gezeigten Anbietern, in der Auswertung für Familien trotz der DFSI-Bestnote ebenso wenig.

Zur Gesamtauswertung der Rechtsschutz­versicherung


Der Franke und Bornberg Test

Franke und Bornberg wertet für das Rating der Rechtsschutz­versicherung für Privatpersonen allein die Versicherungs­bedingungen aus, getrennt für Singles und Familien. Bewertet sind 261 Tarife und Tarifkombinationen von 38 Gesellschaften auf einer Skala von sieben Stufen (Quelle: Franke und Bornberg).

Tarif (Tarifstand 10.2025)SingleFamilie
RechtsschutzFF+FF+
Rechtsschutz mit RechtsschutzPlusFFFFFF

Mit RechtsschutzPlus erreicht die VGH FFF, die zweithöchste Stufe, in beiden Kategorien. Der Grundbaustein allein liegt eine Stufe tiefer.


Das DFSI-Rating

Das Deutsche Finanz-Service Institut (DFSI) hat für Focus Money im Heft 03/2026 Rechtsschutztarife für eine Familie mit zwei Kindern verglichen. Die Leistung zählt 70 Prozent, der Preis 30 Prozent, und von 87 veröffentlichten Tarifzeilen erhielten 17 die Bestnote „Hervorragend“ (Quelle: DFSI).

VarianteSelbst­beteiligungTarifmerkmalePreisGesamtnote
Premium0 €Sehr gutHervorragendHervorragend
Komfort0 €Sehr gutHervorragendSehr gut
Premium150 €Sehr gutGutSehr gut
Komfort150 €Sehr gutSehr gutSehr gut
Premium250 €Sehr gutGutSehr gut
Komfort250 €Sehr gutSehr gutSehr gut
Premium500 €Sehr gutHervorragendSehr gut
Komfort500 €Sehr gutHervorragendSehr gut

Premium steht für Privat, Beruf und Verkehr mit RechtsschutzPlus Privat und StrafrechtPlus Privat, Komfort für den Grundbaustein. Die Bestnote „Hervorragend“ gibt es nur für Premium ohne Selbst­beteiligung, alle anderen Varianten erhalten „Sehr gut“.

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Im Vergleich zu anderen Rechtsschutz­versicherungen

VGH im Marktvergleich

AnbieterFranke und Bornberg ØFinanztest ØServiceValue FairnessBeschwerde­quoteGesamt­wertung von 100
Logo Lippische Landesbrandversicherung AGLippischeFFF+–––93
Logo ProvinzialProvinzialFFF–––91
Logo ProvinzialProvinzial Nord BrandkasseFFF–––91
Logo GothaerGothaerFFF–––86
Logo Hamburger Feuerkasse Versicherungs-AktiengesellschaftHamburger FeuerkasseFFF–––86
Logo Örag RechtsschutzÖragFFFGutSehr gut1,6481
Logo ADVOCARD Rechtsschutzversicherung AGAdvocardFFFGutSehr gut1,8677
Logo ADAC Allgemeiner Deutscher Automobil-Club e.V.ADACFFGutSehr gut0,2975
Logo Allianz Deutschland AGAllianzFF+GutSehr gut1,8874
Logo Adam Riese GmbHAdam RieseFF+Gut––74
Quelle: Franke und Bornberg Rating Rechtsschutz­versicherung für Privatpersonen, Stiftung Warentest Finanzen 07/2026 (kostenpflichtig), ServiceValue mit Focus Money Kundenurteil: Fairness von Rechtsschutz­versicherern 2026, BaFin, www.transparent-beraten.de; für die Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität der Angaben wird keine Gewähr und keine Haftung übernommen

Ein Strich heißt: In dieser Erhebung wurde der Anbieter nicht untersucht. Die Auswertung zeigt die zehn besten Anbieter für Singles.

Die VGH ist in dieser Tabelle nicht vertreten. Mehrere Anbieter dort erreichen bei Franke und Bornberg FFF+ oder bei ServiceValue „Sehr gut“, die VGH kommt auf FFF und „Gut“.

Alle Rechtsschutz­versicherungen im Vergleich

Tarife und Leistungen der Rechtsschutz­versicherung der VGH

Die VGH baut ihren Schutz aus einem Grundbaustein und Erweiterungen. Eine Strafkaution von 500.000 Euro und den Meldebonus gibt es in jeder Variante.

TarifVersicherungssummeWeltweiter SchutzAufhebungsvertragFamilien- und Erbrecht
Privat, Beruf und Verkehr1 Million €1 JahrBis 1.000 €Bis 1.000 €
RechtsschutzPlus PrivatUnbegrenzt3 JahreBis 5.000 €Bis 2.500 €

Privat, Beruf und Verkehr

Der Grundbaustein deckt Streit im Alltag, im Job und im Straßenverkehr mit einer Versicherungssumme von einer Million Euro. Weltweit sind Sie ein Jahr lang geschützt, eine Strafkaution streckt die VGH bis 500.000 Euro vor.

Mediation zahlt die VGH bis 3.000 Euro je Fall und 6.000 Euro im Jahr. Melden Sie einen Fall zuerst bei der VGH, bevor Sie einen Anwalt beauftragen, sinkt Ihre Selbst­beteiligung um 150 Euro. Rat vom Anwalt gibt es rund um die Uhr am Telefon und im Chat, ohne Selbst­beteiligung.


RechtsschutzPlus Privat

RechtsschutzPlus Privat hebt die Versicherungssumme auf unbegrenzt und den weltweiten Schutz auf drei Jahre. Aufhebungsverträge sind bis 5.000 Euro gedeckt, Streit im Familien-, Lebenspartnerschafts- und Erbrecht bis 2.500 Euro.

Neu dazu kommen Rechtsschutz im Betreuungsverfahren, bei Insolvenz des Arbeitgebers und bei Urheberrechtsverstößen. Für Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung und Testament zahlt die VGH je bis 1.000 Euro, ebenso bei Pflegebedürftigkeit der Eltern. Das Plus macht bei Franke und Bornberg aus FF+ ein FFF.


StrafrechtPlus Privat und Immobilien-Baustein

Mit StrafrechtPlus Privat sind Sie auch beim Vorwurf einer Vorsatztat wie Betrug, Diebstahl oder Beleidigung verteidigt, solange es nicht zu einer Verurteilung wegen Vorsatz kommt. Dafür gilt eine Höchstentschädigung von zwei Millionen Euro.

Der Baustein Immobilien und Grundstücke hilft Mietern, Vermietern und Eigentümern bei Streit rund um die Wohnung und lässt sich auch allein abschließen. Ist er dabei, prüfen Experten Ihre Nebenkostenabrechnung kostenfrei.


Wartezeit und Leistungsfall

Für Arbeits-, Steuer-, Sozial-, Vertrags-, Verwaltungs- und Wohnungs­rechtsschutz gilt eine Wartezeit von drei Monaten ab Vertragsbeginn, ebenso für Familien- und Erbrecht. Schadenersatz-, Straf- und Ordnungswidrigkeiten-Rechtsschutz greifen ohne Wartezeit.

Den Anwalt wählen Sie frei (Quelle: VVG § 127). Über die Online-Vorsorge-Assistenten erstellen Sie zusätzlich Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht oder Testament, ein Bußgeld-Check prüft, ob sich ein Widerspruch gegen den Bußgeldbescheid lohnt.

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Die Rechtsschutz­versicherung der VGH für Ihre Gruppe

Arbeitnehmer

Der Grundbaustein schützt bei Kündigung und Abmahnung. Vor dem Arbeitsgericht trägt in erster Instanz jede Seite ihre Anwaltskosten selbst, auch wer gewinnt (Quelle: ArbGG § 12a).

Die Stolperfalle: Für einen Aufhebungsvertrag zahlt der Grundbaustein nur bis 1.000 Euro, mit RechtsschutzPlus bis 5.000 Euro. Schutz bei Insolvenz des Arbeitgebers gibt es nur mit dem Plus. Mehr dazu steht auf unserer Seite zum Arbeits­rechtsschutz.


Familien

Die VGH versichert die Familie weit: Partner, minderjährige Kinder und unverheiratete Kinder in Schule, Ausbildung oder Studium, auch in der Wartezeit auf einen Studienplatz. Dazu kommen Enkel, Pflegekinder, Au-pairs und Eltern oder Großeltern im Haushalt.

Die Stolperfalle: Für Streit im Familien- und Erbrecht zahlt der Grundbaustein nur bis 1.000 Euro, erst RechtsschutzPlus hebt die Grenze auf 2.500 Euro.


Mieter

Den Streit mit dem Vermieter um Miete, Nebenkosten oder Mängel deckt der Baustein Immobilien und Grundstücke. Er ist auch ohne Privat, Beruf und Verkehr zu haben, und mit ihm lassen Sie die Nebenkostenabrechnung prüfen.

Die Stolperfalle: Für den Wohnungs-Rechtsschutz gilt die Wartezeit von drei Monaten. Mehr dazu steht auf unserer Seite zum Miet­rechtsschutz.


Autofahrer

Im Grundbaustein ist der Verkehrsbereich fest enthalten: als Eigentümer, Halter und Fahrer, aber auch als Fahrgast, Fußgänger oder Radfahrer. Mitversichert sind alle berechtigten Fahrer und Insassen.

Die Stolperfalle: Streit um einen Autokauf fällt unter das Vertragsrecht, und dafür gelten drei Monate Wartezeit. Sofort versichert sind dagegen Schadenersatz nach einem Unfall und das Bußgeldverfahren.


Senioren

Mit RechtsschutzPlus deckt die VGH Themen, die im Alter wichtig werden: Betreuungsverfahren, Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung und Testament. Eltern und Großeltern sind auch im Pflegeheim mitversichert.

Die Stolperfalle: Für Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung und Testament zahlt die VGH je nur bis 1.000 Euro, und alles davon gibt es nur mit dem Plus.


Studenten und Berufseinsteiger

Studenten laufen bei der VGH im Vertrag der Eltern mit, solange sie unverheiratet sind und studieren. Bis ein Jahr nach dem Abschluss von Schule oder Ausbildung bleibt der Schutz bestehen.

Die Stolperfalle: Danach endet die Mit­versicherung, und ein eigener Vertrag bringt die Wartezeit von drei Monaten neu mit.


Selbständige

Mit RechtsschutzPlus ist ein Kleingewerbe bis 15.000 Euro Jahresumsatz mitversichert. Für eine Nebentätigkeit mit kleinem Umsatz reicht das.

Die Stolperfalle: Wer mehr Umsatz macht oder hauptberuflich selbständig ist, braucht einen Firmen-Rechtsschutz. Mehr dazu steht auf unserer Seite zur Rechtsschutz­versicherung für Selbständige.


Rechtsschutz­versicherung für Ihre Berufsgruppe

Preise der Rechtsschutz­versicherung der VGH

Was die VGH kostet, hängt an den gewählten Bausteinen, an der Selbst­beteiligung und an den Personen im Vertrag. Den Beitrag nennt die VGH im persönlichen Angebot.

Das DFSI hat für Focus Money im Heft 03/2026 den Jahresbeitrag einer Familie mit zwei Kindern gerechnet: Der Grundbaustein ohne Selbst­beteiligung kostet 500,49 Euro, mit RechtsschutzPlus und StrafrechtPlus 717,05 Euro. Mit 500 Euro Selbst­beteiligung sinkt der Beitrag auf 225,98 Euro für den Grundbaustein und 323,76 Euro für Premium.

Ohne Selbst­beteiligung und bei 500 Euro vergibt das DFSI beim Preis die Note „Hervorragend“. Wie sich die Kosten eines Rechtsstreits zusammensetzen, zeigt unsere Seite zur Rechtsschutz­versicherung.

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Stärken und Schwächen

Wichtige Leistungen einer Rechtsschutz­versicherung

Eine Rechtsschutz­versicherung übernimmt die Kosten eines Rechtsstreits: Anwalt, Gericht, vom Gericht bestellte Sachverständige und Zeugen und, wenn Sie unterliegen, auch die Anwaltskosten der Gegenseite. Den Streitwert selbst oder einen Schadenersatz zahlt sie nicht. Versichert sind die Lebensbereiche, die Sie als Baustein wählen, in der Regel Privat, Beruf, Verkehr und Wohnen. Entscheidend sind die Bedingungen: welche Rechtsgebiete eingeschlossen sind, welche Wartezeit für welche Leistungsart gilt, wie hoch die Selbst­beteiligung ist und ob außergerichtliche Verfahren, Mediation und eine telefonische Erstberatung mitversichert sind. Weil nur Streitfälle versichert sind, die nach Vertragsbeginn und Ablauf der Wartezeit entstehen, muss der Vertrag vor dem Streit bestehen.

Stärken der VGH

  • Meldebonus: 150 Euro weniger Selbst­beteiligung, wenn Sie den Fall zuerst bei der VGH melden.
  • Strafkaution bis 500.000 Euro schon im Grundbaustein.
  • Weiter Kreis mitversicherter Personen bis zu Eltern im Pflegeheim.
  • Anwaltliche Beratung am Telefon rund um die Uhr und im Chat.
  • Immobilien-Baustein auch allein abschließbar, mit Prüfung der Nebenkostenabrechnung.

Schwächen der VGH

  • Grundbaustein nur mit einer Million Euro Versicherungssumme.
  • Aufhebungsvertrag und Familienrecht im Grundbaustein nur bis 1.000 Euro gedeckt.
  • Testament, Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung je nur bis 1.000 Euro gedeckt.
  • Kleingewerbe nur mit RechtsschutzPlus und nur bis 15.000 Euro Jahresumsatz versichert.
  • Insolvenz des Arbeitgebers erst mit RechtsschutzPlus gedeckt.

Erfahrungen und Beschwerden

Bewertungen auf Bewertungsplattformen

Auf Trustpilot erreicht die VGH 1,6 von 5 Sternen bei 141 Bewertungen, abgerufen am 15.10.2026. Das Profil ist von der VGH nicht beansprucht, sie lädt auch keine Kunden zur Bewertung ein. Die wenigen Stimmen betreffen fast nur Schäden an Haus, Fahrzeug und Hausrat, nicht die Rechtsschutz­versicherung.


Was Kunden berichten

Häufigster Kritikpunkt ist die Dauer der Schadenbearbeitung: Mehrere Bewertungen beschreiben monatelanges Warten, unbeantwortete E‑Mails und widersprüchliche Auskünfte. Gelobt wird in einzelnen Bewertungen eine schnelle Zahlung nach eingereichten Fotos. Eine Bewertung vom Mai 2026 berichtet von guten Erfahrungen mit Betriebs­haftpflicht- und Rechtsschutz­versicherung.


Kundenurteil zur Fairness

ServiceValue hat für Focus Money im Juni 2026 online 2.409 Versicherte zur Fairness ihres Rechtsschutz­versicherers befragt, mit 29 Merkmalen in fünf Bereichen. Ein „Gut“ bedeutet ein Urteil über dem Durchschnitt aller Anbieter (Quelle: ServiceValue).

Die VGH erhält in der Gesamtwertung „Gut“, ebenso bei Beratung, Service, Kommunikation und Preis-Leistungs-Verhältnis. Bei der Tarifleistung bleibt sie ohne Auszeichnung.


Kundenurteil zum Berufs-Rechtsschutz

Für den Deutschland Test hat ServiceValue 2026 zusätzlich 2.096 Kunden zu ihrem Berufs-Rechtsschutz befragt (Quelle: ServiceValue). Die VGH bleibt in dieser Studie ohne Auszeichnung.


Beschwerden bei der BaFin

Für 2025 verzeichnet die BaFin bei der VGH drei Beschwerden in der Rechtsschutz­versicherung. Bei 285.317 Verträgen entspricht das einer Quote von 1,05 je 100.000 Verträge (Quelle: BaFin).

Der Durchschnitt der Sparte liegt bei 1,97, gerechnet als ungewichteter Mittelwert der Quoten aller Versicherer mit Bestandsangabe. Ob die Beschwerden berechtigt waren, zeigt die Statistik nicht.

Unsere Einschätzung als Experten

Einordnung

Die VGH bietet gute Bedingungen zu einem fairen Preis: FFF mit RechtsschutzPlus, „Hervorragend“ beim DFSI für Premium ohne Selbst­beteiligung und weniger Beschwerden als der Durchschnitt. In die Spitzengruppe unserer Auswertung kommt sie damit nicht.

Wer zur VGH geht, sollte RechtsschutzPlus mitnehmen. Erst damit gibt es die unbegrenzte Summe, den höheren Schutz beim Aufhebungsvertrag und die Vorsorgethemen.


Für wen ja, für wen nein

Ja für Familien in Niedersachsen, die Kinder, Eltern und Großeltern in einem Vertrag absichern wollen. Ja auch für ältere Kunden, die mit dem Plus Vorsorgevollmacht und Testament rechtlich begleiten lassen.

Nein für alle, die die stärksten Bedingungen am Markt suchen, denn andere Anbieter erreichen bei Franke und Bornberg FFF+. Nein auch für hauptberuflich Selbständige, deren Betrieb mehr als 15.000 Euro im Jahr umsetzt.

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Gemeinsam mit unserem langjährigen Partner Mr-Money bieten wir einen transparenten Vergleich zu Rechtsschutz­versicherungen an. Tarife mehrerer Versicherer im direkten Vergleich:

  • Günstige Varianten schon ab attraktiven Einstiegspreisen
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Häufige Fragen zur Rechtsschutz­versicherung der VGH

Was bringt der Baustein RechtsschutzPlus der VGH?

RechtsschutzPlus Privat macht die Versicherungssumme unbegrenzt und verlängert den weltweiten Schutz auf drei Jahre. Dazu kommen höhere Grenzen beim Aufhebungsvertrag und im Familienrecht sowie Rechtsschutz bei Betreuung, Testament und Vorsorgevollmacht. Bei Franke und Bornberg steigt die Note damit von FF+ auf FFF.

Wie funktioniert der Meldebonus der VGH?

Wer einen Rechtsschutzfall zuerst online bei der VGH meldet und erst danach einen Anwalt beauftragt, zahlt 150 Euro weniger Selbst­beteiligung. Auf Wunsch empfiehlt die VGH über ihr Anwaltsnetzwerk auch gleich einen Anwalt.

Welche Wartezeit gilt bei der Rechtsschutz­versicherung der VGH?

Für viele Leistungsarten gilt eine Wartezeit von drei Monaten, darunter Arbeits-, Vertrags-, Wohnungs-, Steuer- und Sozialrecht. Schadenersatz, Strafrecht und Ordnungswidrigkeiten sind sofort versichert. Mehr dazu steht auf unserer Seite zur Rechtsschutz­versicherung ohne Wartezeit.

Zahlt die VGH auch bei einem Vorwurf von Vorsatz?

Nur mit dem Baustein StrafrechtPlus Privat. Er übernimmt die Verteidigung auch bei Vorsatzdelikten wie Betrug oder Steuerhinterziehung, solange keine Verurteilung wegen Vorsatz erfolgt. Fahrlässige Delikte deckt schon der Grundbaustein.

Wer ist in der Rechtsschutz­versicherung der VGH mitversichert?

Neben Ihnen sind Ehe- oder Lebenspartner, minderjährige Kinder und unverheiratete Kinder in Ausbildung mitversichert. Eltern und Großeltern ohne Erwerbstätigkeit zählen dazu, wenn sie im Haushalt oder in einer Pflegeeinrichtung leben. Auch Au-pairs und Austauschschüler sind für die Zeit bei Ihnen geschützt.

Kann ich bei der VGH nur den Miet­rechtsschutz abschließen?

Ja, den Baustein Immobilien und Grundstücke verkauft die VGH auch einzeln. Er hilft Mietern, Vermietern und Eigentümern bei Streit rund um die Immobilie. Die Wartezeit von drei Monaten gilt dabei ebenfalls.

Kann ich die Beiträge zur VGH-Rechtsschutz­versicherung von der Steuer absetzen?

Teilweise. Den Anteil für den Berufs-Rechtsschutz setzen Sie als Werbungskosten an, Privat- und Verkehrs-Rechtsschutz für private Zwecke zählen nicht. Bei einem Kombitarif wird der Beitrag aufgeteilt. Mehr dazu steht auf unserer Seite zur Rechtsschutz­versicherung in der Steuererklärung.

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Foto von Lena Mierbach
Lena Mierbach
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