Das erwartet Sie hier
Was eine private Pflegeversicherung leistet, was sie kostet, für wen sie sich lohnt und wie Sie den passenden Tarif finden.
Inhalt dieser Seite- Was ist eine private Pflegeversicherung?
- Wie funktioniert die private Pflegeversicherung?
- Für wen ist eine private Pflegeversicherung sinnvoll?
- Welche Arten der privaten Pflegeversicherung gibt es?
- Was kostet eine private Pflegeversicherung?
- Welche private Pflegeversicherung ist die beste?
- Wie schließen Sie eine private Pflegeversicherung ab?
- Häufige Fragen (FAQ)
Das Wichtigste in Kürze
- Teilabsicherung: Die gesetzliche Pflegeversicherung zahlt feste Beträge. Im ersten Jahr im Pflegeheim bleiben im Schnitt 3.364 € im Monat bei Ihnen (Stand Juli 2026).
- Zusatzschutz: Eine private Pflegezusatzversicherung schließt diese Lücke, am flexibelsten als Pflegetagegeld, das auch bei Pflege durch Angehörige zahlt.
- Früh ist günstiger: Für 2.000 € Monatsleistung zahlen 25-Jährige 38 bis 61 €, 55-Jährige 134 bis 215 € im Monat (Assekurata, Stand März 2026).
- Beratung über Holger Rasch: Unser Partner berechnet Ihren Beitrag, vergleicht die Tarife mehrerer Versicherer und begleitet Sie bei Antrag und Gesundheitsfragen.

Holger Rasch
Unser Partner für die private Pflegeversicherung
Von den 2023 verstorbenen Versicherten der Barmer waren 78 Prozent zu Lebzeiten pflegebedürftig…
… Pflege ist also kein Randrisiko, sondern betrifft fast jeden irgendwann. Die gesetzliche Pflegeversicherung zahlt dafür nur feste Beträge je Pflegegrad, den Rest tragen Sie selbst. Wer zu Hause einen Pflegedienst braucht, zahlt nach einer Berechnung von Assekurata je nach Pflegegrad 375 bis 2.100 Euro im Monat aus eigener Tasche, im Heim ist die Lücke noch größer. Reichen Rente und Erspartes nicht, setzt das Sozialamt zuerst Ihr Einkommen und Vermögen ein. Eine private Pflegezusatzversicherung schließt diese Lücke, am flexibelsten als Pflegetagegeld, das auch zahlt, wenn Angehörige Sie pflegen. Wir zeigen, welche Arten es gibt, was sie in welchem Alter kosten, wann sie nicht zahlen und welche Versicherer in der Gesamtauswertung vorn liegen.
Was ist eine private Pflegeversicherung?
Mit privater Pflegeversicherung ist meist die freiwillige Pflegezusatzversicherung gemeint: Sie zahlt im Pflegefall zusätzlich zur gesetzlichen Leistung, sobald ein Pflegegrad festgestellt ist. Davon zu unterscheiden ist die private Pflegepflichtversicherung, die alle privat Krankenversicherten haben müssen. Die Pflichtversicherung, gesetzlich wie privat, deckt nur einen Teil der Pflegekosten.
Pflichtversicherung und Zusatzversicherung im Überblick
| Merkmal | Soziale Pflegeversicherung | Private Pflegepflichtversicherung | Private Pflegezusatzversicherung |
|---|---|---|---|
| Für wen | Gesetzlich Krankenversicherte | Privat Krankenversicherte | Alle, die zusätzlich vorsorgen wollen |
| Pflicht | Ja | Ja, beim eigenen Krankenversicherer | Nein, freiwillig |
| Beitrag 2026 | 3,6 % vom Einkommen, kinderlos 4,2 % | Eigener Beitrag, nach fünf Jahren höchstens 209,26 € | Nach Eintrittsalter, Gesundheit und Leistung |
| Leistung | Feste Beträge je Pflegegrad | Gleichwertig, als Kostenerstattung | Vereinbarte Leistung, beim Tagegeld frei verwendbar |
Wer gesetzlich krankenversichert ist, ist automatisch in der sozialen Pflegeversicherung, Träger sind die Pflegekassen bei den Krankenkassen. Privat Krankenversicherte müssen bei ihrem Krankenversicherer eine private Pflegepflichtversicherung abschließen, die gleichwertige Leistungen erstattet. Beiträge und Leistungen erklärt unser Ratgeber zur gesetzlichen Pflegeversicherung, wer sie trägt, die Seite zu den Trägern der Pflegeversicherung.
Alle Ratgeber zur Pflegeversicherung auf einen Blick
Diese Seite gibt Ihnen den Überblick über Pflichtversicherung, Zusatzschutz, Kosten und Anbieter. Für jede Detailfrage gibt es einen eigenen Ratgeber. Hier finden Sie alle Seiten nach Thema sortiert, damit Sie direkt dort weiterlesen, wo Ihre Frage beantwortet wird:
| Thema | Ratgeber |
|---|---|
| Gesetzliche Pflege | Pflegegrade, Medicproof, Pflegeversicherung in Sachsen, Pflegeversicherung im Ausland |
| Zusatzversicherung | Arten, Ist sie sinnvoll?, Pro und Contra, Gesundheitsfragen, Pflege-Bahr |
| Personengruppen | Berufsgruppen, Beamte, Rentner, Selbständige, Kinder, Kinderlose |
| Angehörige | Elternunterhalt, Haftung für Angehörige, Pflegeunterstützungsgeld, Vorsorgevollmacht |
| Geld und Anbieter | Steuer, Anbieter, Test, Beratung |
Wie funktioniert die private Pflegeversicherung?
Die private Pflegeversicherung zahlt, sobald Ihre Pflegebedürftigkeit festgestellt ist, und zwar zusätzlich zur gesetzlichen Leistung. Wie viel, legen Sie beim Abschluss fest: ein Tagegeld, einen Anteil an den Pflegekosten oder eine Rente. Nötig ist sie, weil die gesetzliche Pflegeversicherung nur feste Beträge je Pflegegrad zahlt und eine große Versorgungslücke bleibt.
So funktioniert die private Pflegeversicherung
Ausschlaggebend ist der Pflegegrad, den Ihre Pflegepflichtversicherung feststellt: bei gesetzlich Versicherten nach einem Gutachten des Medizinischen Dienstes, bei Privatversicherten nach einem Gutachten von Medicproof. Es gibt fünf Pflegegrade, sie richten sich danach, wie selbständig Sie Ihren Alltag noch bewältigen. Was die Grade bedeuten, steht auf unserer Seite zu den Pflegegraden.
Nach den Musterbedingungen beginnt der Versicherungsfall mit dieser Feststellung, eine eigene Begutachtung durch den Zusatzversicherer ist nicht vorgesehen. Ein Pflegetagegeld zahlen die Versicherer monatlich, meist in Höhe von 30 Tagessätzen. Wie viel davon in Ihrem Pflegegrad ankommt, steht in der Staffel Ihres Tarifs. Prüfen Sie diese Staffel vor dem Abschluss genau.
Kosten ohne Pflegeversicherung
Die gesetzliche Pflegeversicherung zahlt feste Beträge, die vom Pflegegrad und der Art der Pflege abhängen. Pflegen Angehörige, gibt es Pflegegeld, für einen Pflegedienst die höhere Sachleistung und im Heim eine Pauschale für die Pflege. Diese Monatsbeträge gelten 2026 (Quelle: Bundesgesundheitsministerium):
| Pflegegrad | Pflegegeld | Pflegesachleistung | Pflegeheim |
|---|---|---|---|
| Pflegegrad 2 | 347 € | 796 € | 805 € |
| Pflegegrad 3 | 599 € | 1.497 € | 1.319 € |
| Pflegegrad 4 | 800 € | 1.859 € | 1.855 € |
| Pflegegrad 5 | 990 € | 2.299 € | 2.096 € |
In Pflegegrad 1 gibt es kein Pflegegeld, sondern vor allem den Entlastungsbetrag von 131 Euro im Monat. Wer zu Hause einen Pflegedienst braucht, zahlt nach einer Berechnung von Assekurata im Auftrag des PKV-Verbands je nach Pflegegrad 375 bis 2.100 Euro im Monat selbst (Quelle: Assekurata-Studie).
Die Versorgungslücke im Pflegeheim 2026
Am größten ist die Lücke im Heim. Im ersten Jahr zahlen Bewohner im Bundesdurchschnitt einen Eigenanteil von 3.364 Euro im Monat: 1.775 Euro für die Pflege, 1.068 Euro für Unterkunft und Verpflegung und 521 Euro Investitionskosten (Quelle: vdek, Stand 1. Juli 2026). Je nach Bundesland sind es 2.891 bis 3.761 Euro.
Mit längerem Aufenthalt sinkt der Eigenanteil durch gesetzliche Zuschläge auf den Pflegeanteil, ab dem vierten Jahr auf 2.111 Euro. Unterkunft, Verpflegung und Investitionskosten zahlen Sie weiter voll. Reichen Rente und Erspartes nicht, zahlt das Sozialamt Hilfe zur Pflege: Ende 2024 bekamen sie 35,1 Prozent aller Heimbewohner (Quelle: Bundesgesundheitsministerium).
- 1. Jahr3.364 €
- 2. Jahr3.051 €
- 3. Jahr2.633 €
- ab 4. Jahr2.111 €
Quelle: vdek, Eigenanteile im Pflegeheim, Stand 1. Juli 2026
Ihre Kinder werden erst herangezogen, wenn ihr Jahreseinkommen über 100.000 Euro liegt (Quelle: § 94 SGB XII). Vorher setzt das Sozialamt aber Ihr eigenes Einkommen und Vermögen ein. Wann Angehörige zahlen müssen, erklären unsere Ratgeber zum Elternunterhalt und zur Haftung für Angehörige.
Die Bundesregierung plant ab 2027 höhere Leistungsbeträge, zum Beispiel 630 statt 599 Euro Pflegegeld in Pflegegrad 3, und neue Punkteschwellen für die Pflegegrade; beschlossen ist das noch nicht (Stand Oktober 2026). Wer schon einen Pflegegrad hat, soll ihn bis zur nächsten Begutachtung behalten (Quelle: Gesetzentwurf Pflegeneuordnungsgesetz).
Das zahlt die private Pflegeversicherung
Wofür Sie das Geld verwenden dürfen, hängt von der Art ab. Ein Pflegetagegeld ist frei verwendbar, ohne Kostennachweis und auch dann, wenn Angehörige Sie pflegen. Eine Pflegekostenversicherung stockt dagegen die gesetzliche Leistung auf oder erstattet nachgewiesene Kosten. Typisch fließt das Geld aus der Zusatzversicherung in diese Posten:
- Ambulanter Pflegedienst und Betreuung zu Hause
- Pflege durch Angehörige, Freunde oder Nachbarn
- Eigenanteil im Pflegeheim
- Umbau der Wohnung und Hilfen im Haushalt
Wann leistet die Versicherung?
Die Leistung beginnt mit dem festgestellten Pflegegrad, ihre Höhe richtet sich nach der Staffel Ihres Tarifs. Im Heim zahlen fast alle Pflegetagegeldtarife ab Pflegegrad 2 das volle Tagegeld, zu Hause meist erst in Pflegegrad 5. Sichern Sie Pflegegrad 2 und 3 zu Hause ausreichend ab: Ende 2025 hatten fast 70 Prozent der Leistungsbeziehenden einen dieser beiden Grade.
- Pflegegrad 115,8 %
- Pflegegrad 240,1 %
- Pflegegrad 329,2 %
- Pflegegrad 411,0 %
- Pflegegrad 53,9 %
Quelle: Bundesgesundheitsministerium, Zahlen und Fakten zur Pflegeversicherung, Stand Juli 2026
Wann leistet die private Pflegeversicherung nicht?
Kein Geld gibt es, wenn die Bedingungen des Tarifs nicht erfüllt sind. Lesen Sie deshalb vor dem Abschluss, wann Ihr Versicherer leistet und wann nicht. Typische Gründe, warum eine private Pflegeversicherung nicht oder noch nicht zahlt, sind diese:
- Es ist kein Pflegegrad festgestellt oder der Antrag wurde abgelehnt
- Ihr Pflegegrad liegt unter der Schwelle des Tarifs, etwa bei einem Einsteigertarif ab Pflegegrad 4
- Der Versicherer hat wegen einer Vorerkrankung einen Leistungsausschluss vereinbart
- Eine vereinbarte Wartezeit läuft noch, im Pflege-Bahr bis zu fünf Jahre
- Sie haben Gesundheitsfragen falsch beantwortet und der Versicherer ist zurückgetreten
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Für wen ist eine private Pflegeversicherung sinnvoll?
Sinnvoll ist sie für alle, die den Eigenanteil im Pflegefall nicht sicher aus Rente und Vermögen zahlen können und ihr Erspartes oder ihre Angehörigen schützen wollen. Am meisten bringt sie, wenn Sie gesund und vergleichsweise jung abschließen. Wer schon pflegebedürftig ist, bekommt in der Regel keinen Vertrag mehr.
Wann ist die Pflegeversicherung sinnvoll?
Pflege betrifft fast jeden irgendwann: Von den 2023 verstorbenen Versicherten der Barmer waren 78 Prozent zu Lebzeiten pflegebedürftig (Quelle: Barmer Pflegereport 2024). Wer 2022 pflegebedürftig wurde, bleibt es nach Berechnung der Barmer im Schnitt 7,5 Jahre. Das Risiko steigt dabei stark mit dem Alter.
Zwischen 20 und 65 Jahren sind 2,6 Prozent pflegebedürftig, zwischen 80 und 85 Jahren 37,8 Prozent und ab 90 Jahren 74,7 Prozent (Quelle: Bundesgesundheitsministerium, Stand Juli 2026). Die Verbraucherzentrale hält eine Zusatzversicherung unter etwa 50 Jahren meist noch nicht für nötig, ein früher Abschluss senkt aber den Beitrag. Beide Seiten wägt unser Ratgeber Ist eine private Pflegeversicherung sinnvoll? ab.
- unter 203,3 %
- 20 bis 652,6 %
- 65 bis 708,6 %
- 70 bis 7513,3 %
- 75 bis 8021,9 %
- 80 bis 8537,8 %
- 85 bis 9056,8 %
- ab 9074,7 %
Quelle: Bundesgesundheitsministerium, Zahlen und Fakten zur Pflegeversicherung, Stand Juli 2026
Vorteile einer privaten Pflegeversicherung
Ihre Stärken zeigt die private Pflegeversicherung vor allem als Pflegetagegeld, weil es zu Hause, im Heim und bei Pflege durch Angehörige zahlt. Wichtig ist, dass Sie den Tarif so wählen, dass er auch in den niedrigen Pflegegraden spürbar leistet. Diese Vorteile sprechen für eine Zusatzversicherung:
- Sie bestimmen selbst, ob Angehörige, ein Pflegedienst oder ein Heim Sie versorgen
- Ihr Erspartes bleibt geschützt, Ihre Kinder werden entlastet
- Je nach Tarif zahlt die Versicherung schon ab Pflegegrad 1
- Der Beitrag steigt nicht, nur weil Sie älter werden
- Die Leistungen sind einkommensteuerfrei
Nachteile der privaten Pflegeversicherung
Eine Pflegezusatzversicherung ist eine reine Risikoversicherung, der Beitrag muss deshalb über Jahrzehnte in Ihr Budget passen. Alle Argumente einzeln abgewogen finden Sie auf unserer Seite Pro und Contra der privaten Pflegeversicherung. Diese Nachteile sollten Sie vor dem Abschluss kennen:
- Sie zahlen über Jahrzehnte Beiträge, bei einer Kündigung gibt es kein Geld zurück
- Beitragserhöhungen sind möglich, wenn die Leistungen eines Tarifs dauerhaft steigen
- Mit Vorerkrankungen drohen Zuschlag, Leistungsausschluss oder Ablehnung
- Wer nie pflegebedürftig wird, bekommt keine Leistung
Sonderinformationen für bestimmte Berufsgruppen
Für einige Gruppen gelten eigene Regeln bei Beitrag, Leistung oder Abschluss. Die wichtigsten Unterschiede stehen in der Tabelle, jeweils mit dem passenden Ratgeber. Alle Gruppen finden Sie in der Übersicht der Berufsgruppen:
| Gruppe | Was anders ist | Ratgeber |
|---|---|---|
| Beamte | Pflegeversicherung und Beihilfe zahlen je anteilig, zusammen nur die gesetzlichen Beträge | Pflegeversicherung für Beamte |
| Rentner | Abschluss oft noch möglich, viele Tarife ohne Höchstalter, Beitrag deutlich höher | Pflegeversicherung für Rentner |
| Selbständige | Zusatzbeitrag wirkt steuerlich oft nicht, weil die Basisbeiträge den Höchstbetrag ausschöpfen | Pflegeversicherung für Selbständige |
| Kinder | Nachversicherung über einen Elternteil binnen zwei Monaten nach der Geburt ohne Risikozuschlag | Pflegeversicherung für Kinder |
| Kinderlose | Ab 23 Jahren 0,6 Punkte Zuschlag, 2026 also 4,2 % Beitrag | Pflegeversicherung für Kinderlose |
Welche Arten der privaten Pflegeversicherung gibt es?
Es gibt drei Arten: Pflegetagegeld, Pflegekostenversicherung und Pflegerente. Dazu kommt der staatlich geförderte Pflege-Bahr, eine Sonderform des Pflegetagegelds. Für die meisten Menschen ist das Pflegetagegeld die flexibelste Lösung, weil es zu Hause, im Heim und bei Pflege durch Angehörige zahlt.
Arten der privaten Pflegeversicherung im Vergleich
| Merkmal | Pflegetagegeld | Pflegekosten | Pflegerente | Pflege-Bahr |
|---|---|---|---|---|
| Leistung | Tagegeld, frei verwendbar | Aufstockung der gesetzlichen Leistung oder Erstattung | Lebenslange Rente, frei verwendbar | Tagegeld oder Monatsgeld, frei verwendbar |
| Anbieter | Krankenversicherer | Krankenversicherer | Lebensversicherer | Krankenversicherer, staatlich gefördert |
| Gesundheitsprüfung | Ja | Ja | Ja | Nein |
| Volle Leistung bei Pflege durch Angehörige | Ja | Nein | Ja | Ja |
| Beitrag | Mittel | Etwas günstiger | Zwei- bis dreimal so hoch | Ab 15 € einschließlich 5 € Zulage |
Die Angaben gelten für typische Tarife und stammen aus der Studie von Assekurata und der Bewertung der Verbraucherzentrale. Im Einzelfall entscheiden die Bedingungen. Eine Übersicht mit allen drei Arten finden Sie auf der Seite Arten der privaten Pflegeversicherung.
1. Die Pflegetagegeldversicherung
Sie vereinbaren einen Tagessatz, zum Beispiel 50 Euro, und bekommen im Pflegefall monatlich bis zu 30 Tagessätze, hier also 1.500 Euro. Zu Hause zahlt der Tarif je nach Pflegegrad einen Anteil, im Heim fast immer ab Pflegegrad 2 den vollen Satz. Mit gut drei Millionen Versicherten Ende 2024 ist es die verbreitetste Form der Pflegezusatzversicherung.
Alle Details zur Pflegetagegeldversicherung
2. Die Pflegekostenversicherung
Sie stockt die gesetzlichen Leistungen um einen festen Prozentsatz auf, meist 50 oder 100 Prozent, oder erstattet Restkosten bis zu einem Höchstbetrag. Sie ist etwas günstiger, leistet aber bei Pflege durch Angehörige weniger und meist erst ab Pflegegrad 2. Laut Assekurata bieten nur fünf private Krankenversicherer sie überhaupt an.
Alle Details zur Pflegekostenversicherung
3. Die Pflegerentenversicherung
Die Pflegerente ist ein Produkt der Lebensversicherer und zahlt im Pflegefall lebenslang eine monatliche Rente, voll meist erst ab Pflegegrad 4 oder 5. Der Beitrag ist laut Verbraucherzentrale etwa zwei- bis dreimal so hoch wie bei den anderen Arten, dafür meist stabil und im Pflegefall oft beitragsfrei. Bei Kündigung gibt es einen Rückkaufswert. Wir halten sie für ein Nischenprodukt.
Alle Details zur Pflegerentenversicherung
Staatlich geförderter Pflege-Bahr
Beim Pflege-Bahr legt der Staat fünf Euro im Monat dazu, wenn Sie mindestens zehn Euro einzahlen (Quelle: § 127 SGB XI). Der Versicherer muss jeden ab 18 Jahren ohne Gesundheitsprüfung annehmen. Die Leistung ist aber klein: In Pflegegrad 5 sind mindestens 600 Euro im Monat Pflicht, und die Wartezeit darf bis zu fünf Jahre dauern.
Wir raten zum Pflege-Bahr vor allem, wenn Sie wegen Vorerkrankungen keinen anderen Tarif bekommen, oder als Ergänzung zu einem Pflegetagegeld. Bei einigen Versicherern entfällt die Wartezeit, wenn Sie beide Verträge zusammen abschließen. Alle Regeln, Kosten und Testergebnisse stehen auf unserer Seite zum Pflege-Bahr.
Nachträgliche Leistungserhöhungen
Pflege wird mit den Jahren teurer, deshalb sollte die Leistung mitwachsen. Viele Tarife haben eine Dynamik: Am häufigsten steigen Tagegeld und Beitrag alle drei Jahre um zehn Prozent. Bei einigen Versicherern endet sie mit 65 oder 70 Jahren, und wer drei Erhöhungen in Folge ablehnt, verliert das Recht meist dauerhaft. Wichtig ist, dass die Dynamik auch im Pflegefall weiterläuft.
Was kostet eine private Pflegeversicherung?
Der Beitrag hängt vor allem vom Eintrittsalter, der Leistung und Ihrer Gesundheit ab. Für ein Pflegetagegeld mit 2.000 Euro Monatsleistung zahlen 25-Jährige 38 bis 61 Euro im Monat, 45-Jährige 78 bis 130 Euro und 55-Jährige 134 bis 215 Euro. Das hat Assekurata im Auftrag des PKV-Verbands für vier reale Tarife berechnet (Stand März 2026).
Rechenbeispiel Pflegetagegeldversicherung
| Eintrittsalter | 2.000 € im Monat | 3.500 € im Monat |
|---|---|---|
| 25 Jahre | 38 bis 61 € | 66 bis 107 € |
| 35 Jahre | 55 bis 87 € | 96 bis 152 € |
| 45 Jahre | 78 bis 130 € | 136 bis 227 € |
| 55 Jahre | 134 bis 215 € | 235 bis 377 € |
Die Werte sind Monatsbeiträge für vier Tarife, deren Namen die Studie nicht nennt (Quelle: Assekurata-Studie für den PKV-Verband). 2.000 Euro decken laut Studie die rein pflegebedingten Kosten im Heim, 3.500 Euro die gesamte Lücke. Wer mit 25 Jahren die kleinere Absicherung wählt, zahlt bis zum Alter von 85 Jahren insgesamt 27.026 bis 43.831 Euro, wer mit 55 beginnt, 48.313 bis 77.563 Euro.
Auch die Versicherer nennen Beispielbeiträge: Die Allianz gibt für ihr PflegetagegeldBest bei Eintritt mit 35 Jahren 16,80 Euro im Monat für 600 Euro Monatsleistung an, mit 63 Jahren 106,68 Euro für 1.050 Euro (laut Versicherer, abgerufen am 13. Oktober 2026). Die Verbraucherzentrale nennt für 50-Jährige mit 50 Euro Tagessatz und Beitragsbefreiung 70 bis 160 Euro im Monat.
Diese Faktoren geben den Ausschlag für den monatlichen Beitrag
Eintrittsalter
Der Beitrag richtet sich nach Ihrem Alter bei Vertragsbeginn. Eine Erhöhung allein, weil Sie älter werden, ist ausgeschlossen, denn der Versicherer bildet Alterungsrückstellungen.
Gesundheit
Vor dem Abschluss beantworten Sie Gesundheitsfragen. Bei erhöhtem Risiko darf der Versicherer einen Zuschlag oder Leistungsausschluss vereinbaren oder den Antrag ablehnen.
Art des Tarifs
Pflegekostentarife sind etwas günstiger als ein Pflegetagegeld. Eine Pflegerente kostet laut Verbraucherzentrale etwa zwei- bis dreimal so viel.
Leistung
Entscheidend ist, wie viel der Tarif in welchem Pflegegrad zahlt, ob die Leistung dynamisch steigt und ab wann der Beitrag im Pflegefall entfällt.
Was kostet die Pflegepflichtversicherung?
Neben einer Zusatzversicherung zahlen Sie immer den Beitrag zur Pflichtversicherung. In der sozialen Pflegeversicherung sind es 2026 3,6 Prozent Ihres beitragspflichtigen Einkommens bis 5.812,50 Euro im Monat, Kinderlose ab 23 Jahren zahlen 4,2 Prozent. Beschäftigte teilen sich den Beitrag mit dem Arbeitgeber, den Zuschlag für Kinderlose tragen sie allein.
| Versicherte | Beitragssatz 2026 | Ihr Anteil |
|---|---|---|
| Beschäftigte mit Kind | 3,6 % | 1,8 %, Arbeitgeber 1,8 % |
| Beschäftigte ohne Kind ab 23 | 4,2 % | 2,4 %, Arbeitgeber 1,8 % |
| Beschäftigte in Sachsen mit Kind | 3,6 % | 2,3 %, Arbeitgeber 1,3 % |
| Rentner | 3,6 %, kinderlos 4,2 % | Voller Beitrag aus der Rente |
| Privat Versicherte | Eigener Beitrag des Versicherers | Nach fünf Jahren höchstens 209,26 € im Monat |
In der privaten Pflegepflichtversicherung kalkuliert jeder Versicherer den Beitrag selbst. Nach fünf Jahren Versicherungszeit darf er den Höchstbeitrag der sozialen Pflegeversicherung nicht übersteigen, 2026 sind das 209,26 Euro im Monat. Beamte mit Beihilfe zahlen höchstens die Hälfte davon. Mehr dazu auf den Seiten zur Pflegeversicherung in Sachsen und für Kinderlose.
Kann der Beitrag steigen?
Ja, aber nicht wegen Ihres Alters. Weichen die tatsächlichen Leistungen eines Tarifs dauerhaft von der Kalkulation ab, muss der Versicherer die Beiträge prüfen und anpassen, ein Treuhänder muss zustimmen (Quelle: § 155 VAG). Nach einer Erhöhung können Sie binnen zwei Monaten kündigen. Ist Ihnen der Beitrag zu hoch, senken Sie besser die Leistung, statt den Vertrag aufzugeben.
Beiträge steuerlich absetzen
Beiträge zur Pflegezusatzversicherung zählen zu den sonstigen Vorsorgeaufwendungen. Abziehbar sind sie zusammen mit den Kranken- und Pflegepflichtbeiträgen bis 1.900 Euro im Jahr, für Selbständige ohne Zuschuss bis 2.800 Euro. Schöpfen schon die Pflichtbeiträge die Grenze aus, wirkt der Zusatzbeitrag nicht. Die Leistungen sind steuerfrei. Mehr dazu unter Pflegeversicherung und Steuer.
Experten-Tipp:
Experte für Pflegeversicherungen
„Verbraucher sollten spätestens zwischen Mitte 40 und Ende 50 eine private Pflegeversicherung abgeschlossen haben. Denn in diesem Alter sind die empfehlenswerten Tarife noch bezahlbar. Wer sich noch früher für eine private Pflegeversicherung entscheidet, kann noch mehr Geld sparen. Je jünger die Versicherten beim Vertragsabschluss sind, desto geringer ist die Beitragshöhe.“
Ihren Beitrag mit dem Tarifrechner berechnen
Mit unserem Tarifrechner sehen Sie sofort, was Ihr Schutz kostet, und unser Partner Holger Rasch berät Sie anschließend persönlich.
- Beitrag sofort online berechnen
- Vergleich der Tarife mehrerer Versicherer
- Begleitung bei Antrag und Gesundheitsfragen
Welche private Pflegeversicherung ist die beste?
In unserer Gesamtauswertung aus fünf Tests und der Beschwerdestatistik der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) liegt die Allianz mit 92 von 100 Punkten vorn, vor der R+V mit 85 und der Württembergischen mit 79 Punkten. Unsere Experten empfehlen unter anderem Allianz, DKV und Barmenia.
Ausschnitt der aktuellen Testsieger (2026)
| Rang | Anbieter | Gesamtauswertung | DFSI Pflegetagegeld 2026 |
|---|---|---|---|
| 1 | Allianz | 92 von 100 Punkten | Hervorragend |
| 2 | R+V | 85 von 100 Punkten | Sehr gut |
| 3 | Württembergische | 79 von 100 Punkten | Hervorragend |
| 4 | HanseMerkur | 78 von 100 Punkten | Hervorragend |
| 5 | Barmenia | 75 von 100 Punkten | Sehr gut |
Dahinter folgen die LVM mit 72, Debeka und Generali mit je 71, die DKV mit 70 und die ARAG mit 66 Punkten. In die Gesamtauswertung fließen der Pflegetagegeld-Test des Deutschen Finanz-Service Instituts (DFSI) für Focus Money, die Ratings von Franke und Bornberg und Morgen und Morgen, zwei Kundenstudien von ServiceValue und die Beschwerdequote der BaFin ein.
Diese Versicherer empfehlen unsere Experten
Unsere Experten empfehlen unter anderem Allianz, DKV und Barmenia. Alle drei liegen auch in unserer Gesamtauswertung unter den besten zehn. Warum wir sie empfehlen und wie die Einzeltests ausfallen, steht im Test der privaten Pflegeversicherung. Alle Versicherer mit eigener Seite finden Sie unter Anbieter der privaten Pflegeversicherung.
Ein gutes Testergebnis ersetzt nicht den Vergleich für Ihr Alter und Ihre Gesundheit, denn der günstigste gute Tarif ist für jeden ein anderer. Achten Sie neben der Note auf die Staffel in den Pflegegraden 2 und 3, die Dynamik im Pflegefall und den Pflegegrad, ab dem der Beitrag entfällt.
Wie schließen Sie eine private Pflegeversicherung ab?
Klären Sie zuerst Ihren Bedarf, vergleichen Sie dann Tarife und beantworten Sie die Gesundheitsfragen vollständig. Am einfachsten geht das mit unserem Partner Holger Rasch: Er berechnet Ihren Beitrag, vergleicht die Tarife mehrerer Versicherer und begleitet Sie bei Antrag und Gesundheitsfragen. Die Beratung ist für Sie kostenfrei.
Analysieren Sie Ihren Versicherungsbedarf
Überlegen Sie vor dem Abschluss, wie Sie im Pflegefall leben möchten und was Rente und Erspartes dann tragen. Rechnen Sie mit einem Eigenanteil im Heim von über 3.000 Euro im Monat und ziehen Sie ab, was Sie selbst aufbringen können. Die Differenz ist Ihre Lücke. Diese Fragen helfen Ihnen bei der Einschätzung:
- Wer würde Sie pflegen: Angehörige, ein Pflegedienst oder ein Heim?
- Wie hoch sind Ihre Rente und Ihr Vermögen im Alter?
- Sollen Ihre Kinder oder Ihr Partner finanziell entlastet werden?
- Leben Sie allein, oder planen Sie im Alter einen Umzug, vielleicht ins Ausland?
Wer im Alter ins Ausland ziehen will, sollte auf den Geltungsbereich achten: Nach den Musterbedingungen gilt ein Pflegetagegeld nur in Deutschland, viele Tarife leisten aber weltweit. Was in diesem Fall für die Pflichtversicherung gilt, steht auf unserer Seite zur Pflegeversicherung im Ausland.
Checkliste: Achten Sie auf diese Details im Vertrag
Achten Sie beim Vergleich nicht nur auf einen günstigen Beitrag. Entscheidend ist, dass der Tarif in den Situationen zahlt, die am wahrscheinlichsten sind, und dass die Leistung ihren Wert behält. Diese Punkte sollte ein guter Tarif erfüllen:
- Spürbare Leistung zu Hause schon in Pflegegrad 2 und 3
- Volle Leistung auch bei Pflege durch Angehörige
- Dynamik, die auch im Pflegefall weiterläuft
- Beitragsbefreiung spätestens ab Pflegegrad 4
- Keine Wartezeit und Anerkennung des Pflegegrads der Pflegepflichtversicherung
- Schutz auch bei einem Umzug ins Ausland
Diese Fehler sollten Sie beim Abschluss der privaten Pflegeversicherung vermeiden
Viele Fehler passieren schon beim Antrag. Wie Sie die Fragen richtig beantworten und was mit Vorerkrankungen möglich ist, erklärt unsere Seite zu den Gesundheitsfragen in der Pflegeversicherung. Diese Fehler sollten Sie vermeiden:
- Zu lange warten: Mit den Jahren steigen Beitrag und Risiko, wegen einer Krankheit abgelehnt zu werden
- Zu geringe Leistung in den niedrigen Pflegegraden vereinbaren
- Nur auf den Beitrag schauen und nicht auf die Bedingungen
- Gesundheitsfragen unvollständig oder falsch beantworten
- Ohne Vergleich mehrerer Angebote abschließen
Beratung mit Holger Rasch
Unser Partner Holger Rasch ist Gründer der „Pflegeversicherung Spezialisten“ in Grafschaft und auf Pflegeversicherungen spezialisiert. Ihre Anfrage stellen Sie über unser Formular, Holger Rasch bearbeitet sie und berät Sie persönlich. So läuft die Beratung in vier Schritten ab:
1. Beitrag berechnen
Sie geben Geburtsjahr, Berufsgruppe und Gesundheitszustand an und sehen den Beitrag für die Tarifstufen Basis, Komfort und Premium.
2. Persönliche Beratung
Holger Rasch bespricht mit Ihnen am Telefon oder per Video, welche Leistung Sie brauchen, und vergleicht die Tarife mehrerer Versicherer.
3. Antrag und Gesundheitsfragen
Er begleitet Sie beim Antrag und hilft Ihnen, die Gesundheitsfragen vollständig zu beantworten.
4. Hilfe im Leistungsfall
Tritt der Pflegefall ein, unterstützt er Sie dabei, die Leistung beim Versicherer zu beantragen.
Die Beratung ist für Sie kostenfrei und unverbindlich. Holger Rasch erhält für die Vermittlung eine Vergütung vom Versicherer, die im Beitrag des Tarifs enthalten ist. Wie die Beratung im Detail abläuft und wer Sie berät, lesen Sie auf der Seite Beratung zur privaten Pflegeversicherung.
Pflegefall: Was passiert jetzt?
Den Pflegegrad beantragen Sie bei Ihrer Pflegekasse, als Privatversicherter bei Ihrem Versicherer. Danach kommt ein Gutachter des Medizinischen Dienstes oder von Medicproof, die Entscheidung muss innerhalb von 25 Arbeitstagen fallen. Leistungen gibt es ab dem Monat des Antrags, stellen Sie ihn deshalb sofort. Rat bekommen Sie bei Ihrer Pflegekasse und in Pflegestützpunkten.
Den Bescheid über den Pflegegrad reichen Sie anschließend bei Ihrer Zusatzversicherung ein. Angehörige, die kurzfristig die Pflege organisieren, dürfen bis zu zehn Arbeitstage im Jahr der Arbeit fernbleiben und bekommen dafür Pflegeunterstützungsgeld. Für den Fall, dass Sie nicht mehr selbst entscheiden können, sorgt eine Vorsorgevollmacht vor.
Experten-Tipp:
Experte für Pflegeversicherungen
„Die Gesundheitsfragen müssen unbedingt wahrheitsgemäß beantwortet werden. Ist dies nicht der Fall und kommt es zum Pflegefall, kann es passieren, dass die Versicherung nur einen Teil der Leistung auszahlt oder die Auszahlung sogar komplett verweigert. Achten Sie im Fall einer Pflegebedürftigkeit außerdem darauf, die Leistungen Ihrer Pflegezusatzversicherung möglichst schnell zu beantragen. Nicht alle Versicherer sehen eine rückwirkende Leistung vor.“
Mit uns die ideale private Pflegeversicherung finden
Gemeinsam mit unserem Partner Holger Rasch schließen wir Ihre Versorgungslücke und sichern Ihr Vermögen für ein selbstbestimmtes Leben im Alter ab.
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- Unterstützung im Leistungsfall
Die häufigsten Fragen zur privaten Pflegezusatzversicherung
Wie sind Privatversicherte pflegeversichert?
Über die private Pflegepflichtversicherung bei ihrem Krankenversicherer. Sie ist Pflicht für alle privat Krankenversicherten, ihre Leistungen müssen laut § 23 SGB XI gleichwertig zur sozialen Pflegeversicherung sein, statt Sachleistungen gibt es Kostenerstattung in gleicher Höhe. Eine Pflegezusatzversicherung können Privatversicherte wie gesetzlich Versicherte zusätzlich abschließen.
Ist die private Pflegeversicherung Pflicht?
Nein, die private Pflegezusatzversicherung ist freiwillig. Pflicht ist nur die Pflegepflichtversicherung: Gesetzlich Krankenversicherte sind automatisch in der sozialen Pflegeversicherung, privat Krankenversicherte müssen bei ihrem Krankenversicherer eine private Pflegepflichtversicherung abschließen. Beide decken nur einen Teil der Kosten, mehr dazu bei der gesetzlichen Pflegeversicherung.
Ist es sinnvoll, eine private Pflegeversicherung abzuschließen?
Für die meisten Menschen ja, weil die gesetzliche Leistung nur einen Teil der Kosten deckt und im Heim im ersten Jahr im Schnitt 3.364 Euro im Monat selbst zu zahlen sind. Sie schützen Ihr Erspartes und entlasten Ihre Angehörigen. Werden Sie nie pflegebedürftig, haben Sie die Beiträge allerdings ohne Gegenleistung gezahlt. Mehr unter Ist eine private Pflegeversicherung sinnvoll?
Wie hoch sollte die private Pflegeversicherung sein?
So hoch, dass sie Ihre Lücke schließt. Im Heim lag der durchschnittliche Eigenanteil im ersten Jahr laut vdek bei 3.364 Euro im Monat (Stand Juli 2026), das sind rund 112 Euro am Tag. Ziehen Sie ab, was Rente und Erspartes tragen, und sichern Sie auch die Pflege zu Hause in Pflegegrad 2 und 3 ausreichend ab.
Wie teuer ist eine private Pflegeversicherung?
Das hängt vor allem vom Eintrittsalter und der Leistung ab. Für ein Pflegetagegeld mit 2.000 Euro Monatsleistung zahlen 25-Jährige laut einer Studie von Assekurata im Auftrag des PKV-Verbands 38 bis 61 Euro im Monat, 35-Jährige 55 bis 87 Euro, 45-Jährige 78 bis 130 Euro und 55-Jährige 134 bis 215 Euro (Stand März 2026).
Wann sollten Sie eine private Pflegeversicherung abschließen?
Möglichst früh und solange Sie gesund sind. Der Beitrag richtet sich nach dem Eintrittsalter und steigt danach nicht wegen des Alters, und die Gesundheitsfragen entscheiden über die Annahme. Die Verbraucherzentrale hält eine Zusatzversicherung unter etwa 50 Jahren meist noch nicht für nötig, ein später Abschluss kostet aber deutlich mehr.
Wie können Sie die private Pflegeversicherung kündigen?
Zum Ende jedes Versicherungsjahres mit drei Monaten Frist, nach einer Beitragserhöhung auch binnen zwei Monaten, so regelt es § 205 VVG. Eine Mindestvertragsdauer darf bei Pflegetagegeld und Pflegekosten nicht vereinbart werden. Geld zurück gibt es nicht, die angesparten Alterungsrückstellungen gehen verloren. Nur die Pflegerente hat einen Rückkaufswert.
Gibt es eine private Pflegeversicherung ohne Gesundheitsfragen?
Ja, den Pflege-Bahr: Er nimmt jeden ab 18 Jahren ohne Gesundheitsprüfung auf, die Leistung ist aber begrenzt und die Wartezeit dauert bis zu fünf Jahre. Neugeborene kann ein versicherter Elternteil binnen zwei Monaten ohne Prüfung nachversichern. Einige Tarife arbeiten außerdem mit einer Liste ausgeschlossener Krankheiten statt mit Fragen.
Was kostet die Pflegepflichtversicherung im Monat?
In der sozialen Pflegeversicherung 3,6 Prozent des beitragspflichtigen Einkommens, für Kinderlose ab 23 Jahren 4,2 Prozent (Stand 2026). Beschäftigte zahlen davon 1,8 beziehungsweise 2,4 Prozent, den Rest der Arbeitgeber. In der privaten Pflegepflichtversicherung hat jeder Versicherer einen eigenen Beitrag, nach fünf Jahren höchstens 209,26 Euro im Monat.
Ab welchem Pflegegrad zahlt die private Pflegeversicherung?
Das legt der Tarif fest. Viele Pflegetagegeldtarife zahlen schon in Pflegegrad 1 einen kleinen Anteil, meist zehn bis 20 Prozent des Tagegelds, Einsteigertarife oft erst ab Pflegegrad 4. Pflegekostentarife leisten meist erst ab Pflegegrad 2, der Pflege-Bahr in jedem Pflegegrad. Im Heim zahlen fast alle Pflegetagegeldtarife ab Pflegegrad 2 das volle Tagegeld.
Welche private Pflegeversicherung ist die beste?
In unserer Gesamtauswertung aus fünf Tests und der BaFin-Beschwerdestatistik liegt die Allianz mit 92 von 100 Punkten vorn, vor R+V mit 85 und Württembergischer mit 79 Punkten. Welcher Tarif für Sie der beste ist, hängt aber von Alter, Gesundheit und Ihren Wünschen ab. Alle Ergebnisse stehen im Test der privaten Pflegeversicherung.
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