Generali Private Pflege­versicherung

Tarife, Testergebnisse und Erfahrungen.

Das erwartet Sie hier

Wie die private Pflege­versicherung der Generali in den aktuellen Tests abschneidet, was PflegeBahr, PflegePlus und die Pflegerente Mein Pflegeschutz leisten und welche Erfahrungen Kunden mit dem Haus machen.

Inhalt dieser Seite
  1. Generali auf einen Blick
  2. Private Pflege­­versicherung der Generali im Test (2026)
  3. Im Vergleich zu anderen privaten Pflege­­versicherungen
  4. Tarife und Leistungen der privaten Pflege­­versicherung der Generali
  5. Die private Pflege­­versicherung der Generali für Ihre Gruppe
  6. Preise der privaten Pflege­­versicherung der Generali
  7. Stärken und Schwächen
  8. Erfahrungen und Beschwerden
  9. Unsere Einschätzung als Experten
  10. Häufige Fragen (FAQ)
Foto von Mario Müller
Zuletzt aktualisiert am

Das Wichtigste in Kürze

  • Die private Pflege­versicherung der Generali erreicht in unserer Gesamtauswertung 71 von 100 Punkten und liegt damit punktgleich mit der Debeka auf Rang sieben der zehn gezeigten Anbieter.
  • Der Tarif PflegePlus zahlt im Heim ab Pflegegrad 2 das volle Monatsgeld, stellt ab Pflegegrad 4 beitragsfrei und zahlt einmalig das Doppelte des Monatsgelds für Pflegegrad 5.
  • Im geförderten PflegeBahr lässt sich das Monatsgeld zwischen 600 und 1.980 € wählen, ohne Gesundheitsprüfung.
  • Mit der Pflegerente Mein Pflegeschutz bietet die Generali eine lebenslange Rente ohne Wartezeit, beitragsfrei schon ab Pflegegrad 2.
  • Für Berufstätige ab 40, Menschen mit Vor­erkrankungen und junge Erwachsene passt das Angebot, für Kinderlose mit Pflege zu Hause in den unteren Pflegegraden weniger: PflegePlus zahlt in Pflegegrad 1 nur 10 % und in Pflegegrad 2 30 %.
  • In der Fairness-Studie von ServiceValue 2026 erhält die Generali in der Gesamtwertung „Sehr gut“.

Generali auf einen Blick

Wie gut ist die Generali?

71 von 100 Punkten
in unserer Gesamtauswertung

  • DFSI 2026: „Gut“ (PflegePlus)
  • Franke und Bornberg 2026: „FF+“ (PflegePlus)
  • Morgen und Morgen 2026: vier Sterne (PflegePlus)

Das Pflegetagegeld PflegePlus liegt bei allen drei Testhäusern im guten Bereich: „Gut“ beim DFSI, FF+ bei Franke und Bornberg, vier Sterne bei Morgen und Morgen. Spitzennoten erreicht es nicht.

In unserer Gesamtauswertung steht die Generali mit 71 Punkten im Mittelfeld, punktgleich mit der Debeka auf Rang sieben. Gute Kundenurteile stehen soliden, aber nicht herausragenden Bedingungen gegenüber.


Was kostet sie?

Der Beitrag richtet sich nach dem Eintrittsalter und dem gewählten Monatsgeld, im PflegeBahr nach der Leistung für Pflegegrad 5 zwischen 600 und 1.980 Euro. Für den PflegeBahr gilt ein gesetzlicher Mindestbeitrag von zehn Euro, fünf Euro legt der Staat dazu.

Die Generali ermittelt den Beitrag im Gespräch mit den Beratern der Deutschen Vermögensberatung statt über einen Online-Rechner. Ihr Beitrag steht deshalb erst im Angebot fest.


Für wen passt sie?

  • Berufstätige ab 40: Erhöhung alle drei Jahre um 10 % und Beitragsfreiheit ab Pflegegrad 4 in PflegePlus
  • Menschen mit Vor­erkrankungen: PflegeBahr ohne Gesundheitsprüfung mit bis zu 1.980 € Monatsgeld
  • Junge Erwachsene: Pflegerente Smart als günstiger Einstieg mit Umtausch in lebenslangen Schutz ohne Gesundheitsprüfung
  • Kinderlose: Zurückhaltung bei Pflege zu Hause, PflegePlus zahlt in Pflegegrad 2 nur 30 % des Monatsgelds

Was hinter jeder Einordnung steckt, steht mit Konditionen und Stolperfallen im Kapitel Für Ihre Gruppe.


Wer steckt hinter der Generali?

Risikoträger von PflegeBahr und PflegePlus ist die Generali Deutschland Kranken­versicherung AG, eine Tochter der Generali Deutschland AG und der italienischen Generali-Gruppe. Sie führt die frühere Central Kranken­versicherung fort. Ihre Solvenzquote lag laut Bericht über Solvabilität und Finanzlage Ende 2025 bei 378 Prozent, im Vorjahr bei 425 Prozent.

Bei der BaFin gingen 2025 zur Gesellschaft 86 Beschwerden ein, das ergibt 4,54 je 100.000 versicherte Personen (Quelle: BaFin). Auf Trustpilot kommt die Generali auf 4,2 von 5 Sternen bei 3.661 Bewertungen, abgerufen am 13.10.2026.

  • Risikoträger
    Generali Deutschland Kranken­versicherung AG, Generali-Gruppe (früher Central Kranken­versicherung)
  • Tarife
    PflegeBahr (600 bis 1.980 Euro in Pflegegrad 5), PflegePlus, Pflegerente Mein Pflegeschutz
  • Finanzstärke
    Solvenzquote 378 Prozent (2025, Vorjahr 425 Prozent)
  • Neugeschäft
    Offen, Beratung und Abschluss über die Deutsche Vermögensberatung

Private Pflege­versicherung der Generali im Test (2026)

Die Generali ist in allen fünf Tests vertreten, die in die Gesamtwertung der Sparte einfließen. Bewertet wird vor allem ihr Pflegetagegeld PflegePlus.

Gesamtwertung aus allen Testergebnissen

In die Gesamtwertung fließen fünf aktuelle Tests ein: das DFSI-Rating zum Pflegetagegeld 2026, die Ratings von Franke und Bornberg sowie Morgen und Morgen von 2026, die Fairness-Studie und die Zufriedenheitsstudie von ServiceValue 2026, dazu die Beschwerdestatistik der BaFin 2025. Ausgewertet haben wir sie nach unserem eigens dafür erstellten Bewertungsschlüssel. In unserer Gesamtwertung können die Anbieter einen Wert von maximal 100 erreichen.

Die private Pflege­versicherung der Generali erhält von möglichen 100 Punkten:

71

Damit steht die Generali im Mittelfeld der zehn Anbieter, punktgleich mit der Debeka auf Rang sieben.

Zur Gesamtauswertung der privaten Pflege­versicherung


Das DFSI-Rating

Das Deutsche Finanz-Service Institut (DFSI) hat für Focus Money im Juli 2026 Pflegetagegeldtarife getestet. Es setzt die Leistung je Cent Beitrag ins Verhältnis, verrechnet sie mit der Qualität der Bedingungen und gewichtet das mit 70 Prozent, die Finanzstärke mit 30 Prozent. Benotet wird für die Eintrittsalter 25, 35, 45 und 55 Jahre (Quelle: DFSI).

KategorieTarifNoten mit 25, 35, 45, 55 JahrenGesamtnote
Statisches PflegetagegeldPflegePlusGut in allen vier AltersstufenGut

Unter den 14 statischen Tarifen der Tabelle erhält PflegePlus in jedem Eintrittsalter „Gut“. Die Spitze mit „Hervorragend“ erreichen dort die Allianz und die HanseMerkur.


Der Franke und Bornberg Test

Franke und Bornberg prüft seit März 2026 nur die Versicherungs­bedingungen der Pflegetagegeldtarife, ohne Preis. Bewertet wurden 124 Tarife und Tarifkombinationen von 32 Anbietern, sechs davon erhielten FF+ (Quelle: Franke und Bornberg).

TarifBewertung
PflegePlusFF+
PflegeBahrF+

PflegePlus erreicht die drittbeste Stufe FF+, der geförderte PflegeBahr liegt zwei Stufen darunter. Im Durchschnitt beider Tarife geht FF in die Gesamtwertung ein.


Das Morgen und Morgen Rating

Morgen und Morgen bewertet die Bedingungen von Pflegetagegeldtarifen mit 37 gewichteten Leistungsfragen, ebenfalls ohne Preis. In der Ergebnisliste vom September 2026 stehen 227 Tarifvarianten von 28 Anbietern, 50 davon mit vier Sternen (Quelle: Morgen und Morgen).

TarifBewertung
PflegePlusVier Sterne

PflegePlus erhält vier von fünf Sternen. Für die Höchstnote fehlen dem Tarif Leistungen, die Morgen und Morgen bei den fünf Sternen verlangt.

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Holger Rasch
Experte für Pflege­versicherungen

Im Vergleich zu anderen privaten Pflege­versicherungen

Generali im Marktvergleich

AnbieterDFSI PflegetagegeldFranke und Bornberg ØMorgen und Morgen ØServiceValue FairnessServiceValue/SZ Kunden­zufriedenheitBeschwerde­quoteGesamt­wertung von 100
Logo Allianz Deutschland AGAllianzHervorragendFF+5Sehr gutExzellent2,9192
Logo R+V Allgemeine Versicherung AGR+VSehr gutFF+5Sehr gutGut0,1785
Logo Württembergische Versicherung AGWürttembergischeHervorragendFFF5GutOhne Auszeichnung0,3979
Logo HanseMerkurHanseMerkurHervorragendFF3Sehr gutSehr gut5,9178
Logo Barmenia Versicherungen a.G.BarmeniaSehr gutFF+5GutGut4,1275
Logo LVM VersicherungLVMGutFF3Sehr gutSehr gut1,3672
Logo Debeka-GruppeDebekaGutFF–Sehr gutSehr gut4,0571
Logo Generali Deutschland AGGeneraliGutFF4Sehr gutGut4,5471
Logo DKV Deutsche Krankenversicherung AGDKVSehr gutFF4Sehr gutOhne Auszeichnung3,4670
Logo ARAGARAGSehr gutFF4Sehr gutOhne Auszeichnung7,4366
Quelle: Deutsches Finanz-Service Institut (DFSI) für Focus Money Klassische Pflegetagegeld-Policen, statisch und flexibel (Heft 32/2026), Franke und Bornberg Rating Pflegetagegeld, Morgen und Morgen M&M Rating Pflegetagegeld, ServiceValue mit Focus Money Kundenurteil: Fairness von privaten Pflege­versicherern 2026, ServiceValue mit SZ Institut Beste Gesundheits­versicherer 2026, Pflegezusatz­versicherungen, BaFin, www.transparent-beraten.de; für die Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität der Angaben wird keine Gewähr und keine Haftung übernommen

Ein Strich heißt: In dieser Erhebung wurde der Anbieter nicht untersucht.

Mit 71 Punkten steht die Generali im Mittelfeld, punktgleich mit der Debeka auf Rang sieben. Ihre Stärke ist das „Sehr gut“ in der Fairness-Studie, das „Gut“ beim DFSI und die BaFin-Quote von 4,54 halten sie zurück.

Besser im DFSI-Test zum Pflegetagegeld schneidet die Württembergische ab („Hervorragend“ gegenüber „Gut“). Deutlich weniger BaFin-Beschwerden je versicherte Person verzeichnet die R+V (0,17 gegenüber 4,54).

Alle privaten Pflege­versicherungen im Vergleich

Tarife und Leistungen der privaten Pflege­versicherung der Generali

Die Generali kombiniert den staatlich geförderten PflegeBahr mit dem ungeförderten Pflegemonatsgeld PflegePlus. Daneben verkauft sie mit Mein Pflegeschutz eine Pflegerenten­versicherung.

TarifArtWartezeitBeitragsfrei im Pflegefall
PflegeBahrPflege-Bahr, staatlich gefördertFünf Jahre, entfällt bei UnfallNein
PflegePlusPflegemonatsgeldKeine Angabe der GeneraliAb Pflegegrad 4
Mein PflegeschutzPflegerenten­versicherungKeineAb Pflegegrad 2

PflegeBahr

Der PflegeBahr ist der staatlich geförderte Pflege-Bahr der Generali. Er kommt ohne Gesundheitsprüfung aus, und das Monatsgeld für Pflegegrad 5 lässt sich zwischen 600 und 1.980 Euro wählen, also auch deutlich über der gesetzlichen Mindestleistung. Die Zulage von 60 Euro im Jahr beantragt die Generali selbst (Quelle: SGB XI § 127).

In Pflegegrad 1 zahlt er zehn Prozent des Monatsgelds, in den Pflegegraden 2 bis 5 dann 20, 30, 40 und 100 Prozent, gleich ob zu Hause oder im Heim. Die Wartezeit beträgt fünf Jahre und entfällt, wenn ein Unfall die Pflegebedürftigkeit auslöst.


PflegePlus

PflegePlus ist das ungeförderte Pflegetagegeld der Generali, als Monatsgeld vereinbart. Zu Hause zahlt es in Pflegegrad 1 zehn Prozent, in den Pflegegraden 2 bis 5 dann 30, 60, 100 und 100 Prozent, im Heim ab Pflegegrad 2 das volle Monatsgeld. Bei der ersten Einstufung in Pflegegrad 2 oder höher kommt eine Einmalzahlung in Höhe des doppelten Monatsgelds für Pflegegrad 5 dazu.

Ab Pflegegrad 4 zahlen Sie keine Beiträge mehr. Alle drei Jahre können Sie das Monatsgeld um zehn Prozent erhöhen, und zwischen 30 und 55 Jahren dürfen Sie den Schutz alle fünf Jahre aufstocken, beides ohne neue Gesundheitsprüfung.


Mein Pflegeschutz

Mein Pflegeschutz ist eine Pflegerenten­versicherung: Im Pflegefall zahlt sie eine lebenslange, steuerfreie Rente, deren Höhe Sie bei Abschluss festlegen. Es gilt keine Wartezeit, beitragsfrei wird der Vertrag schon ab Pflegegrad 2, und Demenz ist mitversichert.

Der Schutz gilt weltweit, die Beiträge zahlen Sie laufend oder als Einmalbeitrag. Auf Wunsch bekommen die Hinterbliebenen die Beiträge zurück, wenn Sie vor dem Pflegefall sterben. Die Assistance organisiert werktags innerhalb von 24 Stunden einen Pflegeheimplatz. Als Einstieg gibt es die Variante Pflegerente Smart mit begrenzter Laufzeit.


Beratung über die Deutsche Vermögensberatung

Die Generali verkauft ihre Pflegezusatz­versicherung über die Berater der Deutschen Vermögensberatung (DVAG). Einen Online-Abschluss mit Beitragsrechner bietet sie auf ihrer Produktseite nicht an, das Angebot entsteht im Beratungsgespräch.

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Experte für Pflege­versicherungen

Die private Pflege­versicherung der Generali für Ihre Gruppe

Rentner und Ältere ab 60

Der PflegeBahr nimmt jeden ab 18 auf, der noch keine Pflegeleistungen bezogen hat, ohne Höchstalter und ohne Gesundheitsprüfung (Quelle: SGB XI § 126). Bei der Generali lässt sich dabei ein Monatsgeld bis 1.980 Euro in Pflegegrad 5 vereinbaren.

Die Stolperfalle: In den Pflegegraden 2 bis 4 zahlt der PflegeBahr nur 20 bis 40 Prozent, auch im Heim, und die ersten fünf Jahre gilt die Wartezeit. Mehr dazu steht auf unserer Seite zur Pflege­versicherung für Rentner.


Berufstätige ab 40

Für diese Gruppe passt PflegePlus mit dem Optionsrecht: Bis 55 dürfen Sie alle fünf Jahre aufstocken, dazu kommt die Erhöhung um zehn Prozent alle drei Jahre. Ab Pflegegrad 4 entfällt der Beitrag, und die Einmalzahlung finanziert zum Beispiel den Umbau der Wohnung.

Die Stolperfalle: Das Optionsrecht endet mit 55, wer später aufstocken will, muss neue Gesundheitsfragen beantworten. Und im ersten Jahr nach Abschluss leistet PflegePlus noch nicht.


Junge Erwachsene

Für einen günstigen Start bietet die Generali die Pflegerente Smart: eine kleine Rente mit begrenzter Laufzeit, die sich jederzeit ohne neue Gesundheitsprüfung in eine lebenslange Pflegerente umtauschen lässt, längstens bis 70. Bis 50 lässt sich der Schutz zu bestimmten Anlässen oder alle fünf Jahre erhöhen.

Die Stolperfalle: Der Umtausch ist nur möglich, solange Sie nicht pflegebedürftig sind und keine Leistungen beantragt haben. Wer ihn verpasst, hat nach Ablauf der gewählten Dauer keinen Schutz mehr.


Kinderlose

Ohne Angehörige, die einen Heimplatz suchen, hilft die Assistance der Pflegerente, die werktags innerhalb von 24 Stunden einen Pflegeheimplatz organisiert. PflegePlus zahlt im Heim schon ab Pflegegrad 2 das volle Monatsgeld.

Die Stolperfalle liegt bei Pflege zu Hause: PflegePlus zahlt in Pflegegrad 1 nur zehn und in Pflegegrad 2 nur 30 Prozent, ausgerechnet dann, wenn ohne Angehörige schon ein Pflegedienst bezahlt werden muss. Mehr dazu steht auf unserer Seite zur Pflege­versicherung für Kinderlose.


Menschen mit Vor­erkrankungen

Der PflegeBahr ist der Weg ohne Gesundheitsprüfung, und bei der Generali mehr als eine Mindestabsicherung: Mit bis zu 1.980 Euro in Pflegegrad 5 geht er weit über die gesetzlichen 600 Euro hinaus. Die Generali muss jeden Berechtigten aufnehmen.

Die Stolperfalle: Je höher das gewählte Monatsgeld, desto höher der Beitrag, der auch im Pflegefall weiterläuft. PflegePlus und die Pflegerente verlangen Gesundheitsangaben. Was dabei zählt, steht auf unserer Seite zu den Gesundheitsfragen.


Private Pflege­versicherung für Ihre Berufsgruppe

Preise der privaten Pflege­versicherung der Generali

Was Sie zahlen, hängt am Eintrittsalter und am vereinbarten Monatsgeld. Bei PflegeBahr und PflegePlus wird der Beitrag nach dem Alter beim Abschluss kalkuliert, die Pflegerente bleibt laut Generali über die gesamte Beitragszahlungsdauer beitragsstabil.

Für den PflegeBahr gibt das Gesetz den Rahmen vor: Sie zahlen mindestens zehn Euro im Monat selbst, fünf Euro Zulage kommen dazu (Quelle: SGB XI § 127). Konkrete Beiträge für ein Eintrittsalter und eine Leistungshöhe ermittelt die Generali im Beratungsgespräch. Wie sich die Beiträge am Markt verteilen, zeigt unsere Seite zur privaten Pflege­versicherung.

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Stärken und Schwächen

Wichtige Leistungen einer privaten Pflege­versicherung

Eine private Pflegezusatz­versicherung schließt die Lücke zwischen den Leistungen der gesetzlichen Pflege­versicherung und den tatsächlichen Kosten der Pflege, zu Hause wie im Heim. Am flexibelsten ist das Pflegetagegeld, das ohne Kostennachweis gezahlt wird und frei verwendbar ist, auch wenn Angehörige pflegen. Entscheidend sind die Bedingungen: ab welchem Pflegegrad der Tarif zahlt, wie hoch die Leistung bei häuslicher Pflege in den mittleren Pflegegraden ausfällt und ob Wartezeiten gelten. Wichtig sind außerdem eine Dynamik, die die Leistung ohne neue Gesundheitsprüfung an steigende Pflegekosten anpasst, eine Beitragsbefreiung im Pflegefall und ein Geltungsbereich, der auch nach einem Umzug ins Ausland trägt.

Stärken der Generali

  • PflegeBahr mit wählbarem Monatsgeld bis 1.980 Euro, ohne Gesundheitsprüfung.
  • PflegePlus im Heim ab Pflegegrad 2 mit vollem Monatsgeld.
  • Einmalzahlung des doppelten Monatsgelds für Pflegegrad 5.
  • Beitragsfreiheit ab Pflegegrad 4 in PflegePlus.
  • Erhöhung um zehn Prozent alle drei Jahre und Optionsrecht bis 55 ohne Gesundheitsprüfung.
  • Pflegerente ohne Wartezeit, beitragsfrei ab Pflegegrad 2, weltweit gültig.

Schwächen der Generali

  • PflegePlus zu Hause in Pflegegrad 1 nur zehn, in Pflegegrad 2 nur 30 Prozent.
  • PflegeBahr in den Pflegegraden 2 bis 4 nur 20 bis 40 Prozent.
  • Optionsrecht in PflegePlus endet mit 55.
  • Kein Online-Abschluss, Angebot nur über die Deutsche Vermögensberatung.

Erfahrungen und Beschwerden

Bewertungen auf Bewertungsplattformen

Auf Trustpilot kommt die Generali auf 4,2 von 5 Sternen bei 3.661 Bewertungen, abgerufen am 13.10.2026. Das Profil „Generali Deutschland“ gilt für alle Sparten, nicht für die Pflege­versicherung allein. Die Generali lädt ihre Kunden aktiv zu Bewertungen ein, viele tragen den Hinweis „Auf Einladung“.


Was Kunden berichten

Gelobt werden vor allem erreichbare, freundliche Berater, oft die der Deutschen Vermögensberatung, eine zügige Schadenregulierung und die App. Häufigste Kritik sind steigende Beiträge, lange Bearbeitungszeiten bei Abrechnungen und Auszahlungen, schwer erreichbare Hotlines und Ärger bei Kündigungen.

Mehrere Bewertungen betreffen die Kranken­versicherung, etwa Erstattungen von Arztrechnungen und Zusatz­versicherungen. Ausdrückliche Erfahrungen mit der Pflegezusatz­versicherung sind darunter kaum.


Kundenurteil zur Fairness

ServiceValue hat für Focus Money im Oktober und November 2025 die Fairness privater Pflege­versicherer erhoben, mit 2.730 Urteilen von 2.405 Kunden. Bewertet wurden Produktangebot, Kundenberatung und Preis-Leistungs-Verhältnis im Vergleich zum Branchenmittel (Quelle: ServiceValue).

Die Generali erhält in der Gesamtwertung „Sehr gut“, bei der Kundenberatung ebenfalls „Sehr gut“, bei Produktangebot und Preis-Leistungs-Verhältnis „Gut“.


Kundenurteil zur Zufriedenheit

ServiceValue hat 2026 für das SZ Institut die Zufriedenheit mit Pflegezusatz­versicherungen erfragt, auf einer Skala von eins bis fünf, bei der der niedrigere Wert besser ist. Das Mittel der Branche liegt bei 2,45 (Quelle: ServiceValue).

Die Generali erreicht 2,41 und die Auszeichnung „Gut“.


Beschwerden bei der BaFin

Zur Generali Deutschland Kranken­versicherung AG gingen 2025 bei der BaFin 86 Beschwerden ein. Bei 1.892.946 versicherten Personen ergibt das eine Quote von 4,54 je 100.000 versicherte Personen (Quelle: BaFin).

Eine eigene Sparte Pflegezusatz führt die BaFin nicht, die Quote gilt für das gesamte Kranken­versicherungsgeschäft der Gesellschaft. Ob eine Beschwerde berechtigt war, sagt die Statistik nicht.

Unsere Einschätzung als Experten

Einordnung

Die Generali bietet ein solides Paket aus Förder- und Zusatztarif: einen PflegeBahr mit ungewöhnlich hoch wählbarer Leistung, ein PflegePlus mit Beitragsfreiheit, Einmalzahlung und Optionsrecht und dazu eine Pflegerente. Ihre Kunden urteilen über die Fairness sehr gut.

Bei den Bedingungen reicht es für gute, nicht für Spitzennoten. Die schwache Leistung zu Hause in den unteren Pflegegraden ist der Punkt, den Sie im Angebot prüfen sollten.


Für wen ja, für wen nein

Ja für alle, die Förderung und Zusatzschutz kombinieren und ihren Schutz bis 55 ohne Gesundheitsfragen ausbauen wollen, und für alle, die mit Vor­erkrankungen einen geförderten Tarif mit mehr als der Mindestleistung suchen. Ja auch für Kunden, die eine lebenslange Pflegerente bevorzugen.

Nein für alle, die vor allem bei Pflege zu Hause in Pflegegrad 1 und 2 eine hohe Leistung brauchen, und für alle, die online ohne Beratungstermin abschließen wollen.

Mit uns die ideale private Pflege­versicherung finden

Gemeinsam mit unserem Partner Holger Rasch schließen wir Ihre Versorgungslücke und sichern Ihr Vermögen für ein selbstbestimmtes Leben im Alter ab.

  • Beitrag sofort online berechnen
  • Persönliche Beratung durch Holger Rasch am Telefon oder per Video
  • Begleitung bei Antrag und Gesundheitsfragen
Foto von Holger Rasch
Holger Rasch
Experte für Pflege­versicherungen

Häufige Fragen zur privaten Pflege­versicherung der Generali

Welche Pflegezusatztarife bietet die Generali an?

Die Generali bietet den staatlich geförderten PflegeBahr, das Pflegemonatsgeld PflegePlus und die Pflegerenten­versicherung Mein Pflegeschutz an. PflegeBahr und PflegePlus lassen sich kombinieren, die Pflegerente gibt es auch als Einstiegsvariante Smart.

Was ist aus der Central Kranken­versicherung geworden?

Die frühere Central Kranken­versicherung AG wird heute als Generali Deutschland Kranken­versicherung AG fortgeführt. Die früheren Pflegetarife hießen central.pflege und central.pflegePlus, bestehende Verträge laufen bei der Generali weiter.

Kann ich bei der Generali online abschließen?

Die Generali vermittelt ihre Pflegezusatz­versicherung über die Berater der Deutschen Vermögensberatung. Auf ihrer Produktseite führt sie zur Beratersuche nach Postleitzahl, einen Beitragsrechner für den direkten Abschluss bietet sie dort nicht an.

Wie hoch ist die Einmalzahlung im Tarif PflegePlus?

Bei der ersten Einstufung in Pflegegrad 2, 3, 4 oder 5 zahlt PflegePlus einmalig das Doppelte des Monatsgelds, das Sie für Pflegegrad 5 versichert haben. Bei 1.000 Euro Monatsgeld sind das 2.000 Euro, frei verwendbar, etwa für einen Umbau der Wohnung.

Muss ich die Förderung für den PflegeBahr der Generali selbst beantragen?

Nein. Die Generali beantragt die Zulage für Sie, die Zentrale Stelle bei der Deutschen Renten­versicherung Bund zahlt die fünf Euro im Monat einmal jährlich direkt an den Versicherer. Voraussetzung ist ein Eigenbeitrag von mindestens zehn Euro im Monat.

Sind die Zahlungen aus der Pflegezusatz­versicherung der Generali steuerfrei?

Ja. Leistungen aus einer Pflege­versicherung sind nach § 3 Nr. 1a EStG einkommensteuerfrei, die Generali nennt auch die Pflegerente im Pflegefall steuerfrei. Die Beiträge wirken steuerlich oft nicht, weil die Kranken- und Pflegebeiträge den Höchstbetrag schon ausschöpfen.

Wie kündige ich meine Pflegezusatz­versicherung bei der Generali?

Pflegetagegeld und PflegeBahr kündigen Sie laut § 205 VVG zum Ende jedes Versicherungsjahres mit einer Frist von drei Monaten, nach einer Beitragserhöhung auch binnen zwei Monaten. Die Alterungsrückstellungen gehen dabei verloren. Bei der Pflegerente zahlt der Versicherer nach einer Kündigung einen Rückkaufswert, der in den ersten Jahren gering ausfällt.

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Lena Mierbach
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