Das erwartet Sie hier
Wie Beamte über Beihilfe und Pflegepflichtversicherung abgesichert sind, was das 2026 kostet und warum im Pflegefall trotzdem eine Lücke bleibt.
Inhalt dieser SeiteDas Wichtigste in Kürze
- Beihilfe plus Pflegepflichtversicherung: Aktive Beamte bekommen im Bund 50 % der Pflegeleistungen als Beihilfe, den Rest zahlt eine anteilige, beihilfekonforme Pflegeversicherung.
- Halber Beitrag: In der sozialen Pflegeversicherung zahlen Beamte 2026 1,8 %, kinderlos 2,4 %; privat höchstens die Hälfte des Höchstbeitrags.
- Nur gesetzliche Beträge: Beide zusammen zahlen die Pauschalen der Pflegeversicherung, nicht die tatsächlichen Kosten. Im Heim fehlen im ersten Jahr im Schnitt 3.364 € im Monat.
- Lücke früh schließen: Ein Pflegetagegeld zahlt zusätzlich zur Beihilfe. Unser Partner Holger Rasch berechnet, was es Sie kostet.

Holger Rasch
Unser Partner für die private Pflegeversicherung
Bei Krankheit zahlt die Beihilfe einen Anteil der Rechnung, bei Pflege nur einen Anteil der Pauschale…
… und genau das übersehen viele Beamte. Beihilfe und Pflegepflichtversicherung zahlen zusammen nur die Beträge der gesetzlichen Pflegeversicherung, nicht die tatsächlichen Kosten. Wird ein aktiver Bundesbeamter in Pflegegrad 3 zu Hause von seiner Frau gepflegt, kommen 599 Euro Pflegegeld im Monat an, je zur Hälfte aus Beihilfe und Pflegepflichtversicherung. Im Pflegeheim bleiben im ersten Jahr im Schnitt 3.364 Euro im Monat bei Ihnen. Beamte schließen eine Zusatzversicherung oft jung und gesund ab, das hält den Beitrag niedrig. Wir zeigen, wie Bemessungssatz und Pflegepflichtversicherung zusammenspielen, was Beamte 2026 an Beitrag zahlen, wann die Beihilfe des Bundes im Heim mehr übernimmt und welche Fehler Sie vermeiden sollten.
Wie sind Beamte pflegeversichert?
Beamte sind im Pflegefall doppelt abgesichert, aber nicht voll: Einen Teil der Leistungen zahlt der Dienstherr als Beihilfe, den Rest eine anteilige Pflegepflichtversicherung, die Sie selbst abschließen. Zusammen erreichen beide nur das Niveau der gesetzlichen Pflegeversicherung. Den Eigenanteil im Heim und die Kosten zu Hause über den Pauschalen tragen Sie selbst.
Die Pflegeversicherung der Beamten auf einen Blick
Wie hoch Ihr Anteil aus der Beihilfe ist, regelt der Bemessungssatz. Für Bundesbeamte steht er in der Bundesbeihilfeverordnung, die Länder haben eigene Beihilfeverordnungen. Den restlichen Anteil sichert die Pflegepflichtversicherung ab. Die Tabelle zeigt die Sätze des Bundes, Stand Oktober 2026 (Quelle: BBhV § 46).
| Wer | Beihilfe (Bund) | Anteil der Pflegepflichtversicherung |
|---|---|---|
| Aktive Beamte und Beamtenanwärter | 50 % | 50 % |
| Beamte mit zwei oder mehr berücksichtigungsfähigen Kindern | 70 % | 30 % |
| Pensionäre (Versorgungsempfänger) | 70 % | 30 % |
| Berücksichtigungsfähige Ehegatten | 70 % | 30 % |
| Berücksichtigungsfähige Kinder | 80 % | 20 % |
Pflegepflichtversicherung folgt Krankenversicherung
Welche Pflegeversicherung Sie haben, entscheidet Ihre Krankenversicherung. Die meisten Beamten sind privat krankenversichert und führen beim selben Unternehmen eine beihilfekonforme private Pflegepflichtversicherung. Sind Sie freiwillig gesetzlich versichert, gehören Sie zur sozialen Pflegeversicherung, zahlen dort den halben Beitragssatz und erhalten die Leistungen zur Hälfte (Quelle: SGB XI § 28).
Das gilt auch für Beamtenanwärter mit Beihilfeanspruch, für sie gilt im Bund derselbe Bemessungssatz wie für aktive Beamte. Wie die private Krankenversicherung mit Beihilfe funktioniert, erklären wir im Ratgeber zur privaten Krankenversicherung für Beamte. Die Leistungen der Pflegeversicherung insgesamt beschreibt der Ratgeber zur gesetzlichen Pflegeversicherung.
Pflegezusatzversicherung als Ergänzung
Über die Pflichtabsicherung hinaus können Sie eine private Pflegezusatzversicherung abschließen. Sie zahlt zusätzlich zu Beihilfe und Pflegepflichtversicherung, am flexibelsten als Pflegetagegeld ohne Kostennachweis. Weil Beamte meist jung verbeamtet werden und Ihr Beitrag am Eintrittsalter hängt, lohnt der Blick darauf früh. Mehr dazu in den Kapiteln zur Zusatzversicherung und zum Vorgehen.
Was kostet die Pflegeversicherung für Beamte?
In der sozialen Pflegeversicherung zahlen Beamte mit Beihilfe 2026 1,8 Prozent ihrer Bezüge, kinderlos 2,4 Prozent. In der privaten Pflegepflichtversicherung richtet sich der Beitrag nach Eintrittsalter und Gesundheit, darf aber höchstens die Hälfte des Höchstbeitrags der sozialen Pflegeversicherung betragen. In beiden Fällen zahlen Sie den Beitrag allein.
Beiträge zur sozialen Pflegeversicherung
Beihilfeberechtigte zahlen in der sozialen Pflegeversicherung den halben Beitragssatz, weil sie auch nur die Hälfte der Leistungen bekommen. 2026 sind das 1,8 Prozent statt 3,6 Prozent. Der Kinderlosenzuschlag von 0,6 Beitragssatzpunkten kommt aber in voller Höhe hinzu, kinderlose Beamte zahlen deshalb 2,4 Prozent (Quelle: SGB XI § 55).
Einen Zuschuss wie Angestellte bekommen Sie nicht, der Dienstherr beteiligt sich über die Beihilfe an den Leistungen, nicht am Beitrag. Zahlen Sie den Zuschlag, obwohl Sie Kinder haben, reichen Sie bei Ihrer Pflegekasse einen Nachweis der Elternschaft ein. Wie das geht, steht im Ratgeber für Kinderlose.
Beiträge zur beihilfekonformen Pflegepflichtversicherung
Sind Sie privat krankenversichert, schließen Sie eine beihilfekonforme Pflegepflichtversicherung ab. Sie deckt genau den Anteil, den die Beihilfe nicht trägt, bei aktiven Bundesbeamten also 50 Prozent der gesetzlichen Leistungen. Ihr Beitrag darf höchstens die Hälfte des Höchstbeitrags der sozialen Pflegeversicherung betragen (Quelle: SGB XI § 110).
Der Versicherer muss Sie ohne Ausschluss von Vorerkrankungen aufnehmen und darf Ihren Beitrag nicht nach dem Geschlecht staffeln. Sie schließen die Pflegepflichtversicherung beim Unternehmen Ihrer privaten Krankenversicherung ab. Zu einem anderen Unternehmen wechseln können Sie innerhalb von sechs Monaten nach Beginn der Versicherungspflicht (Quelle: SGB XI § 23).
Kinder sind beitragsfrei mitversichert
Ihre Kinder sind in der privaten Pflegepflichtversicherung beitragsfrei mitversichert, unter denselben Voraussetzungen wie in der Familienversicherung der gesetzlichen Kasse. Für sie gilt ein Beihilfesatz von 80 Prozent, die Pflegepflichtversicherung trägt die übrigen 20 Prozent. Was für Kinder sonst gilt, erklärt der Ratgeber zur Pflegeversicherung für Kinder.
Beiträge von der Steuer absetzen
Beiträge zur Pflegepflichtversicherung sind als Sonderausgaben in voller Höhe abziehbar. Beiträge zu einer Pflegezusatzversicherung zählen zu den sonstigen Vorsorgeaufwendungen: Für Beamte mit Beihilfe gilt zusammen mit den Basisbeiträgen zur Kranken- und Pflegeversicherung ein Höchstbetrag von 1.900 Euro im Jahr (Quelle: EStG § 10). Ist er ausgeschöpft, wirkt der Zusatzbeitrag steuerlich nicht.
Pflegezusatzversicherung für Beamte berechnen
Unser Partner Holger Rasch berechnet Ihren Beitrag für ein Pflegetagegeld, das zusätzlich zu Beihilfe und Pflegepflichtversicherung zahlt.
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- Vergleich der Tarife mehrerer Versicherer
Was zahlen Beihilfe und Pflegepflichtversicherung im Pflegefall?
Beihilfe und Pflegepflichtversicherung zahlen zusammen die Pauschalen der gesetzlichen Pflegeversicherung, je nach Pflegegrad: Pflegegeld, Sachleistungen oder einen festen Betrag im Heim. Die tatsächlichen Kosten decken sie nicht. Im Pflegeheim blieben im ersten Jahr im Schnitt 3.364 Euro im Monat selbst zu zahlen, Stand 1. Juli 2026.
Beihilfe für Beamte bei Pflegebedürftigkeit
Anders als bei einer Krankheit orientiert sich die Beihilfe bei Pflege nicht an den Rechnungen, sondern an den Leistungsbeträgen der Pflegeversicherung. Die Beihilfe zu Pflegeleistungen regeln für den Bund die §§ 38 bis 39b der Bundesbeihilfeverordnung. Beihilfe und Pflegepflichtversicherung zahlen dabei je ihren Anteil, zusammen ergibt das die volle gesetzliche Leistung (Quelle: SGB XI § 23).
| Pflegegrad | Pflegegeld im Monat | Pflegesachleistung bis | Pflegeheim im Monat |
|---|---|---|---|
| 2 | 347 € | 796 € | 805 € |
| 3 | 599 € | 1.497 € | 1.319 € |
| 4 | 800 € | 1.859 € | 1.855 € |
| 5 | 990 € | 2.299 € | 2.096 € |
Die Beträge gelten 2026 und sind für Beamte und alle anderen Versicherten gleich hoch (Quelle: BMG, Zahlen und Fakten zur Pflegeversicherung). Dazu kommen der Entlastungsbetrag von bis zu 131 Euro im Monat ab Pflegegrad 1 und ab Pflegegrad 2 ein gemeinsamer Jahresbetrag von bis zu 3.539 Euro für Verhinderungs- und Kurzzeitpflege.
Rechenbeispiel: Pflegegeld für einen Bundesbeamten mit Pflegegrad 3
Pflege zu Hause durch die Ehefrau, Pflegegeld 599 Euro im Monat
| Posten | Aktiver Beamter | Pensionär |
|---|---|---|
| Anteil Beihilfe | 299,50 € (50 %) | 419,30 € (70 %) |
| Anteil Pflegepflichtversicherung | 299,50 € | 179,70 € |
| Pflegegeld im Monat | 599 € | 599 € |
Der Beihilfesatz verschiebt nur die Anteile, mehr als 599 Euro gibt es in keinem Fall.
Beihilfe und Pflegepflichtversicherung decken nicht alle Pflegekosten
Im Pflegeheim zahlen Sie den Eigenanteil für die Pflege, dazu Unterkunft, Verpflegung und Investitionskosten. Im Bundesdurchschnitt lag die Eigenbeteiligung im ersten Jahr bei 3.364 Euro im Monat, nach mehr als 36 Monaten durch die gesetzlichen Zuschläge bei 2.111 Euro (Quelle: vdek, Stand 1. Juli 2026). Für Unterkunft und Verpflegung gibt es keinen Zuschlag.
- 1. Jahr3.364 €
- 2. Jahr3.051 €
- 3. Jahr2.633 €
- ab 4. Jahr2.111 €
Quelle: vdek, Eigenanteile im Pflegeheim, Stand 1. Juli 2026
Eine Ausnahme kennt die Beihilfe des Bundes: Bei Heimpflege sind auf Antrag auch Pflegekosten über den Pauschalen sowie Unterkunft und Verpflegung beihilfefähig, wenn Ihnen vom Einkommen nur ein kleiner Betrag bleibt. Die Grenze rechnet in Anteilen des Grundgehalts A 13 Stufe 8 (Quelle: BBhV § 39). Das ist eine Hilfe in der Not, keine Absicherung Ihres Vermögens.
Die Bundesregierung plant ab 2027 höhere Leistungen, beim Pflegegeld als „Entlastungsbudget“ zum Beispiel 630 statt 599 Euro in Pflegegrad 3. Beschlossen ist das noch nicht, der Bundestag berät den Entwurf des Pflegeneuordnungsgesetzes (Stand Oktober 2026; Quelle: BMG). Auch dann zahlen Beihilfe und Versicherung nur feste Beträge.
Wer stellt den Pflegegrad fest?
Bei privat versicherten Beamten begutachtet Medicproof im Auftrag des Versicherers, auch für die Postbeamtenkrankenkasse und die Krankenversorgung der Bundesbahnbeamten. Gesetzlich versicherte Beamte begutachtet der Medizinische Dienst. Die Beihilfestelle übernimmt den festgestellten Pflegegrad. Wie die Begutachtung abläuft, steht im Ratgeber zu Medicproof.
Der Versicherer muss innerhalb von 25 Arbeitstagen nach vollständigen Unterlagen entscheiden, sonst zahlt er für jede angefangene Woche Verzögerung 70 Euro. Einen förmlichen Widerspruch wie in der gesetzlichen Pflegeversicherung gibt es in der privaten Pflegepflichtversicherung nicht. Sie richten Einwände an den Versicherer, der ein Zweitgutachten veranlassen kann, und können vor dem Sozialgericht klagen.
Lohnt sich eine Pflegezusatzversicherung für Beamte?
Für die meisten Beamten ja, wenn Pension und Erspartes einen Eigenanteil von über 3.000 Euro im Monat nicht über Jahre tragen. Beamte schließen oft jung und gesund ab, das macht den Beitrag niedrig und die Gesundheitsfragen leichter. Am besten passt ein Pflegetagegeld, weil es zusätzlich zu Beihilfe und Pflichtversicherung einen festen Betrag zahlt.
Ist die private Pflegezusatzversicherung für Beamte sinnvoll?
Die Beihilfe schützt Sie im Krankheitsfall weitgehend, im Pflegefall aber nur bis zu den gesetzlichen Pauschalen. Eine Pflegezusatzversicherung schließt die Lücke zwischen Pauschale und Rechnung, ohne dass Sie Ihr Erspartes einsetzen oder Ihr Ehepartner einspringen muss. Besonders sinnvoll ist sie, wenn diese Punkte auf Sie zutreffen:
- Ihre Pension und Ihr Erspartes reichen für einen Eigenanteil von über 3.000 Euro im Monat nicht dauerhaft
- Sie möchten Ihren Ehepartner und Ihr Vermögen im Pflegefall schützen
- Sie sind gesund und können die Gesundheitsfragen ohne Einschränkung beantworten
- Sie wollen auch bei Pflege zu Hause durch Angehörige mehr als das Pflegegeld bekommen
Weniger dringend ist der Zusatzschutz, wenn Ihr Vermögen auch mehrere Jahre im Heim sicher trägt oder der Beitrag Ihr Budget dauerhaft überfordern würde. Dann nutzen Sie die gesetzlichen Ansprüche voll und legen gezielt für die Pflege zurück:
- Sie sind bereits pflegebedürftig oder haben einen Pflegegrad beantragt
- Ihr Vermögen deckt die Pflegekosten auch bei mehreren Jahren im Heim
- Der Beitrag würde Ihren Haushalt auf Dauer belasten
Die drei Formen der privaten Pflegezusatzversicherung
Für Beamte ist die Pflegetagegeldversicherung meist die beste Wahl. Sie zahlt einen vereinbarten Betrag ohne Kostennachweis, auch wenn Angehörige pflegen, und richtet sich nicht nach der Aufteilung zwischen Beihilfe und Versicherung. Die Leistung setzt nur voraus, dass Medicproof oder der Medizinische Dienst einen Pflegegrad festgestellt hat.
Eine Pflegekostenversicherung stockt die gesetzlichen Leistungen um einen Prozentsatz auf. Bei Beamten ist das heikel, weil sich der Prozentsatz nicht automatisch auf die Summe aus Beihilfe und halber Pflichtleistung bezieht. Die Continentale führt dafür eigene Tarifbedingungen für Beihilfeberechtigte. Die Pflegerente kostet laut Verbraucherzentrale etwa zwei- bis dreimal so viel und ist eine Nische.
Kosten der Pflegezusatzversicherung
Der Beitrag hängt vor allem vom Eintrittsalter ab, also Ihrem Alter bei Vertragsbeginn, und von der gewählten Leistung. Die Tabelle zeigt Spannen aus einer Studie von Assekurata im Auftrag des PKV-Verbands (Stand März 2026) und Beispiele der Versicherer von ihren eigenen Seiten, abgerufen am 13. Oktober 2026. Ihr eigener Beitrag kann abweichen.
| Beispiel | Eintrittsalter | Leistung im Monat | Monatsbeitrag |
|---|---|---|---|
| Assekurata, vier Pflegetagegeldtarife | 25 Jahre | 2.000 € bei Pflege im Heim | 38 bis 61 € |
| Hallesche OLGAflex | 25 Jahre | 1.500 € | 45,00 € |
| Allianz PflegetagegeldBest | 30 Jahre | 3.150 € (105 € je Tag) | 72,24 € |
| Assekurata, vier Pflegetagegeldtarife | 35 Jahre | 2.000 € bei Pflege im Heim | 55 bis 87 € |
| Assekurata, vier Pflegetagegeldtarife | 45 Jahre | 2.000 € bei Pflege im Heim | 78 bis 130 € |
Wer mit 25 Jahren abschließt, zahlt für dieselbe Leistung etwa halb so viel wie mit 45 Jahren (Quelle: Assekurata-Studie). Eine Erhöhung allein wegen des Älterwerdens ist ausgeschlossen. Steigen die Leistungsausgaben eines Tarifs, darf der Versicherer die Beiträge mit Zustimmung eines Treuhänders anpassen (Quelle: § 155 VAG).
Private Pflegeversicherung für Beamte im Test
Eigene Tests für Beamte gibt es nicht, die Tarife sind für alle Berufsgruppen gleich. In unserer Gesamtauswertung aus fünf Tests und der Beschwerdestatistik der BaFin liegt die Allianz mit 92 von 100 Punkten vorn, vor der R+V mit 85 und der Württembergischen mit 79 Punkten. Unsere Redaktion empfiehlt besonders Allianz, DKV und Barmenia. Alle Ergebnisse stehen im Test der privaten Pflegeversicherung.
Wie finden Beamte die passende Pflegezusatzversicherung?
Klären Sie zuerst, welchen Bemessungssatz Sie haben und was Ihre Beihilfe bei Pflege zahlt, rechnen Sie dann Ihre Lücke aus und vergleichen Sie erst danach Tarife. Am günstigsten ist der Abschluss bald nach der Verbeamtung, solange Sie gesund sind. Kostenlose Pflegeberatung bieten Ihr privater Versicherer, Ihre Pflegekasse und die Pflegestützpunkte.
1. Beihilfe klären
Fragen Sie Ihre Beihilfestelle nach Ihrem Bemessungssatz bei Pflege und nach den Regeln Ihres Bundeslandes.
2. Lücke rechnen
Stellen Sie Pension und Erspartes einem Eigenanteil von über 3.000 Euro im Monat im Heim gegenüber.
3. Tarife vergleichen
Vergleichen Sie Leistung zu Hause in Pflegegrad 2 und 3, Dynamik, Beitragsbefreiung und Beitrag.
4. Antrag stellen
Beantworten Sie alle Gesundheitsfragen vollständig, damit der Schutz im Pflegefall auch gilt.
Diese Fehler sollten Beamte vermeiden
Der häufigste Irrtum: Die Beihilfe zahle bei Pflege wie bei Krankheit einen Anteil der Rechnung. Daraus folgen weitere Fehler, die erst im Pflegefall auffallen. Prüfen Sie Ihre Absicherung gegen diese Liste, am besten gemeinsam mit Ihrem Ehepartner, denn er ist im Pflegefall finanziell mit betroffen:
- Davon ausgehen, dass Beihilfe und Pflegepflichtversicherung das Heim komplett bezahlen
- Die Regeln der Beihilfe des eigenen Bundeslandes nicht prüfen
- Den Abschluss bis kurz vor die Pension aufschieben, wenn Beitrag und Gesundheitsfragen schwieriger werden
- Einen Aufstockungstarif wählen, der nicht auf Beihilfeberechtigte ausgelegt ist
- Gesundheitsfragen lückenhaft beantworten und so den Schutz riskieren
- Den Kinderlosenzuschlag zahlen, obwohl Kinder da sind
Falsche Angaben im Antrag haben harte Folgen: Je nach Verschulden kann der Versicherer zurücktreten, kündigen oder den Vertrag rückwirkend anpassen, bis drei Jahre nach Abschluss, bei Vorsatz oder Arglist bis zehn Jahre (Quelle: VVG § 21). Wie Sie richtig antworten, steht auf unserer Seite zu den Gesundheitsfragen.
Unser Partner Holger Rasch von „Die Pflegeversicherung Spezialisten“ in Grafschaft kennt die Besonderheiten der Beihilfe und vergleicht für Sie Tarife mehrerer Versicherer. Er prüft mit Ihnen, welche Leistung Ihre Lücke schließt und welcher Beitrag dauerhaft zu Ihrem Budget passt. Für die Zeit im Ruhestand lohnt zusätzlich ein Blick in unseren Ratgeber für Rentner.
Experten-Tipp:
Experte für Pflegeversicherungen
„Viele Beamte gehen davon aus, dass die Beihilfe im Pflegefall so zahlt wie bei einer Krankheit. Das stimmt nicht: Beihilfe und Pflegepflichtversicherung zahlen zusammen nur die gesetzlichen Pauschalen. Ich rate Beamten deshalb zu einem Pflegetagegeld, das zusätzlich zur Beihilfe einen festen Betrag zahlt, und zwar möglichst bald nach der Verbeamtung, solange die Gesundheitsfragen noch kein Hindernis sind.“
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Gemeinsam mit unserem Partner Holger Rasch schließen wir Ihre Versorgungslücke und sichern Ihr Vermögen für ein selbstbestimmtes Leben im Alter ab.
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Die häufigsten Fragen zur Pflegeversicherung für Beamte
Müssen Beamte eine Pflegeversicherung abschließen?
Ja. Beamte sind dort pflegeversichert, wo sie krankenversichert sind. Privat Krankenversicherte müssen beim selben Unternehmen eine anteilige, beihilfekonforme Pflegepflichtversicherung abschließen, freiwillig gesetzlich Versicherte sind Mitglied der sozialen Pflegeversicherung. Den Rest der Leistungen zahlt die Beihilfe. Das regelt § 23 SGB XI.
Was ist eine beihilfekonforme Pflegeversicherung?
Eine private Pflegepflichtversicherung, die genau den Anteil absichert, den die Beihilfe nicht trägt. Bei aktiven Bundesbeamten sind das 50 Prozent der gesetzlichen Leistungen, bei Pensionären 30 Prozent. Vertragsleistung und Beihilfe ergeben zusammen den Leistungsumfang der gesetzlichen Pflegeversicherung, nicht die tatsächlichen Kosten.
Wie viel zahlen Beamte für die Pflegeversicherung?
In der sozialen Pflegeversicherung 2026 den halben Beitragssatz von 1,8 Prozent, kinderlos 2,4 Prozent. In der privaten Pflegepflichtversicherung hängt der Beitrag von Eintrittsalter und Gesundheit ab, laut § 110 SGB XI höchstens die Hälfte des Höchstbeitrags der sozialen Pflegeversicherung. Einen Arbeitgeberzuschuss gibt es nicht.
Zahlt die Beihilfe bei Pflege die tatsächlichen Kosten?
Nein. Anders als bei Krankheit zahlt die Beihilfe bei Pflege einen Anteil der gesetzlichen Pauschalen, zum Beispiel vom Pflegegeld oder vom festen Betrag im Heim. Den Eigenanteil im Heim, im ersten Jahr im Schnitt 3.364 Euro im Monat, tragen Sie selbst. Für Bundesbeamte gibt es nur bei geringem Resteinkommen eine Härtefallregel.
Wie hoch ist die Beihilfe bei Pflege für Pensionäre?
Im Bund beträgt der Bemessungssatz für Versorgungsempfänger 70 Prozent, die Pflegepflichtversicherung trägt 30 Prozent. Für berücksichtigungsfähige Ehegatten gelten ebenfalls 70 Prozent, für Kinder 80 Prozent. Die Länder haben eigene Beihilfeverordnungen, fragen Sie deshalb Ihre Beihilfestelle nach dem Satz, der für Sie gilt.
Gilt die Pflegepflichtversicherung auch für Beamtenanwärter?
Ja. Beamtenanwärter mit Beihilfeanspruch sind wie aktive Beamte abgesichert: Die Beihilfe trägt einen Anteil, den Rest die beihilfekonforme Pflegepflichtversicherung beim Unternehmen ihrer privaten Krankenversicherung. Gerade in der Ausbildung ist auch eine Pflegezusatzversicherung günstig, weil der Beitrag nach dem Eintrittsalter kalkuliert wird.
Können Beamte in der gesetzlichen Pflegeversicherung bleiben?
Ja, wenn sie freiwillig gesetzlich krankenversichert sind. Dann zahlen sie in der sozialen Pflegeversicherung den halben Beitragssatz von 1,8 Prozent, kinderlos 2,4 Prozent, und erhalten die Leistungen laut § 28 SGB XI zur Hälfte. Die andere Hälfte trägt die Beihilfe.
Wer stellt bei Beamten den Pflegegrad fest?
Bei privat versicherten Beamten Medicproof im Auftrag des Versicherers, bei gesetzlich versicherten der Medizinische Dienst. Der Versicherer entscheidet innerhalb von 25 Arbeitstagen, sonst zahlt er 70 Euro je angefangene Woche. Die Beihilfestelle und Ihre Pflegezusatzversicherung übernehmen den festgestellten Pflegegrad.
Lohnt sich eine Pflegezusatzversicherung für Beamte?
Meist ja, weil Beihilfe und Pflegepflichtversicherung nur die gesetzlichen Pauschalen zahlen. Im Heim fehlen im ersten Jahr im Schnitt 3.364 Euro im Monat. Ein Pflegetagegeld zahlt einen festen Betrag zusätzlich zur Beihilfe. Wer jung abschließt, zahlt laut Assekurata für 2.000 Euro Leistung ab 38 Euro im Monat.
Können Beamte die Beiträge von der Steuer absetzen?
Die Beiträge zur Pflegepflichtversicherung ja, als Sonderausgaben in voller Höhe. Beiträge zu einer Pflegezusatzversicherung sind für Beamte mit Beihilfe zusammen mit den Basisbeiträgen nur bis 1.900 Euro im Jahr abziehbar, ist die Grenze ausgeschöpft, wirken sie nicht mehr. Mehr unter Pflegeversicherung und Steuer.
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