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Berufs­einsteigerbonus in der Riester-Rente

Alle unter 25 Jahren bekommen einmalig Extra-Geld vom Staat für die Riester-Rente.
Das Wichtigste in Kürze
  • Der Berufseinsteigerbonus ist eine einmalige Bonuszahlung von aktuell 200 Euro für die Riester-Rente.
  • Jeder, der vor dem 25. Lebensjahr eine Riester-Rente abschließt, bekommt den Berufs­einsteiger­bonus.
  • Weiterhin müssen Zulagen beantragt und Riester-Beiträge gezahlt werden.
  • Für den Erhalt des Berufs­einsteiger­bonus müssen Riester-Sparer unmittelbar förder­berechtigt sein, z. B. Arbeitnehmer, Azubis, Zivil- und Wehr­dienst­leistende und Kinder­erziehende.

Was ist der Berufs­einsteiger­bonus der Riester-Rente?

Der Berufseinsteigerbonus in der Riester-Rente soll als Ansporn für die jüngere Generation dienen, sich frühzeitig mit dem Thema Altersvorsorge zu beschäftigen. Anders als die Grundzulage, die jeder Versicherte erhält, der mindestens vier Prozent des Vorjahresbruttoeinkommens einzahlt, steht der Berufseinsteigerbonus nur einem ausgewählten Personenkreis zur Verfügung. Eingeführt wurde er im Jahr 2008, seither ist er in seiner jetzigen Form unverändert geblieben.

Versicherte müssen den Riester-Vertrag vor ihrem 25. Lebensjahr abschließen, um die insgesamt 200 Euro als Bonus-Zulage zu erhalten. Ziel des Berufseinsteigerbonusses ist es daher auch, jungen Menschen bereits etwas beim Sparen zu helfen, während diese in der aktuellen Lebens­phase oft noch kein signifikantes Ein­kommen vorweisen können. Da er nur einmalig ausgezahlt wird, kann sich ein früher Abschluss des Riester-Vertrages vor dem 25. Lebensjahr finanziell lohnen. Die weiteren, mit Zulagen der Riester-Rente verbundenen Auflagen bleiben aber erhalten, weshalb der Vertrag beispielsweise nicht aufgelöst werden sollte.

… mehr zur Riester-Rente

Wer ist zum Erhalt des Berufseinsteigerbonus berechtigt?

Der Gesetzgeber schreibt eine Reihe von Anforderungen vor, die für den Erhalt der Zulage erfüllt sein müssen. Das Alleinstellungsmerkmal ist die Altersbeschränkung, daher auch der Name „Berufseinsteiger“bonus.

  • Die Person, die den Riester-Vertrag rechts­wirksam abschließt, muss nach dem 31.12.1982 geboren sein.
  • Zum 1. Januar des Jahres, in dem der Vertrag abgeschlossen wird, darf das 25. Lebensjahr nicht vollendet sein.
  • Wer also im Jahr seines Riester-Abschlusses schon 26 ist, kann den Riester-Vertrag zwar abschließen, wird den Berufseinsteigerbonus aber nicht erhalten.
  • Die versicherte Person muss außerdem unmittelbar zulagenberechtigt sein. (… mehr zum Thema ‚Wer ist unmittelbar und mittelbar begünstigt‘?)

Um die Frage, wer den Berufs­einsteiger­bonus in der Riester-Rente tatsächlich erhalten kann, besser zu beantworten, muss auf die Definition von „zulagen­berechtigt“ eingegangen werden. Sie schreibt vor, welche Voraussetzungen vom Versicherten zwangsläufig zu erfüllen sind. Versicherte dürfen also das 25. Lebens­jahr noch nicht vollendet haben, um den Berufs­einsteiger­bonus zu erhalten. Noch darüber steht die Regelung zur allgemeinen Förderberechtigung.

Das bedeutet, Versicherte müssen unabhängig ihres Alters immer förder­berechtigt sein. Wer das 25. Lebens­jahr noch nicht vollendet hat, aber nicht förderberechtigt ist, würde folglich keinen Berufseinsteigerbonus erhalten. Da die Riester-Rente eng an Zulagen und Förderungen geknüpft ist, ist das ein zwangs­weise zu erfüllendes Kriterium – für den Berufseinsteigerbonus, aber auch für weitere mögliche Zulagen, wie solche für Kinder- oder die Grundzulage.

Förder- bzw. zulagenberechtigt laut Gesetzgeber
  • Rentenversicherungspflichtige Arbeitnehmer
  • Azubis
  • Wehr- und Zivildienstleistende
  • Studenten – Achtung: Nur, wenn sie einer rentenversicherungspflichtigen Nebentätigkeit nachgehen!
  • Selbständige, die pflichtversichert sind
  • Kindererziehende
  • Beamte, Soldaten und Richter

 
Zulagenberechtigt sind außerdem erwerbs­geminderte und dienstunfähige Personen sowie Bezieher von ALG I oder ALG II – wobei das für junge Leute nur eine untergeordnete Rolle spielt. In den meisten Fällen handelt es sich um Azubis oder junge Berufseinsteiger, die mit ihrem Berufsstand damit automatisch zulagen­berechtigt sind.

Die unterschiedlichen Zulagen und Förderungen in Verbindung mit einem Vertrag der Riester-Rente können miteinander frei kombiniert werden. Junge Leute, die also beispielsweise schon ein Kind haben, können sowohl den Berufs­einsteiger­bonus als auch die Kinderzulage erhalten. Des Weiteren sind sie als förderberechtigte Personen immer in der Lage, die Grundzulage zu beanspruchen, wenn mindestens 4 Prozent des Vor­jahres­einkommens oder alternativ der Sockelbetrag von 60 Euro eingezahlt wird.

Gesetz dem Fall, dass ein Riester-Vertrag nicht pünktlich zum 1. Januar abgeschlossen wird, was meistens der Fall ist, müssen die Neu-Versicherten die bisher fehlenden Monatsbeiträge für das Jahr ausgleichen. Wer also beispielsweise zum 1. März abschließt, muss die Pflichtbeiträge aus dem Januar und Februar als Einmal­zahlung nachzahlen, um weiterhin alle Zulagen zu erhalten – darunter auch den Berufseinsteigerbonus.

Auch wenn es sich hierbei um eine Einmal­zahlung handelt, werden junge Leute nicht schlechter gestellt. Die im Nachhinein abgedeckten Monate fließen natürlich in den Riester-Vertrag und dienen damit ebenfalls zur Altersvorsorge.

… mehr zur Riester-Förderung

Beantragung vom Berufseinsteigerbonus

Der Berufseinsteigerbonus selbst muss nicht separat beantragt werden. Stattdessen wird er gemeinsam mit allen weiteren Zulagen, die eventuell erhalten werden können, automatisch beantragt. Der Zulagenantrag wird dabei jedes Jahr neu gestellt und beim Riester-Anbieter eingereicht (Achtung, den Berufseinsteigerbonus gibt es nur einmalig). Alternativ kann auch direkt ein sog. Dauerzulagenantrag ausgefüllt und ein­gereicht werden. Damit übernimmt der Anbieter der Riester-Rente die jährliche Übermittlung an die Zulagenstelle für Alters­vermögen (ZfA). Versicherte müssen diesem nur rechtzeitig berufliche oder familiäre Veränderungen mitteilen.

Die Überweisung vom Bonus erfolgt immer unmittelbar auf das Zulagenkonto der versicherten Person, nicht etwa direkt auf das Girokonto. Das gilt im Übrigen auch für alle weiteren Zulagen, wie die Grundzulage oder den Kinderbonus, sofern der Versicherte zum Erhalt dieser berechtigt ist. Die staatlichen Zulagen sollen den Riester-Eigenbeitrag minimieren und sind gleich­zeitig quasi ein Geschenk des Staates, was die spätere Rente zusätzlich aufstockt.
… mehr zum Dauerzulagenantrag

So berechnen Sie Ihre persönliche Sparrate inkl. Berufs­einsteiger­bonus

Sind Sie jünger als 25 Jahre, unmittelbar förder­berechtigt und haben gerade Ihren Riester-Vertrag neu abgeschlossen, geht es jetzt um die korrekte Zahlung Ihres Riester-Beitrages. Das sind quasi die Kosten der Riester-Rente, die Sie tragen.

SchritteBeispiel
Nehmen Sie Ihr gesamtes (rentenversicherungspflichtige) Einkommen des letzten Jahres in Brutto (z. B. auf dem Dezember-Lohnzettel oder Steuerbescheid)22.000 €
Jetzt berechnen Sie 4 % von dieser Summe (Summe * 0,04)800 €
Ziehen Sie Ihre Zulagen ab. Sie erhalten auf jeden Fall Grundzulage und Berufseinsteigerbonus800 € – 175 € – 200 €
Das ist Ihr persönlicher Riester-Beitrag im Jahr425 €
Wenn Ihre Sparrate unter 60 € liegt
Der Berufseinsteiger in unserem Rechen­beispiel hat bereits im vergangenen Jahr als Vollzeitangestellter gearbeitet. Wenn Sie im Jahr vor Ihrem Riester-Vertrag Azubi waren oder in Teilzeit gearbeitet haben, kann Ihr Vorjahresbrutto natürlich auch deutlich darunter liegen. Beachten Sie jedoch, dass der Eigenbeitrag in der Riester-Rente nicht unter 60 € im Jahr liegen darf. Wenn nach der Berechnung Ihrer Sparrate ein Betrag von unter 60 € herauskommt, dann müssen Sie diesen auf die 60 € aufrunden und einzahlen. Dies ist der sog. Sockelbeitrag.

Mindestbeitrag, Höchstbeitrag, Maximalbeitrag: Hier werden alle Begriffe erklärt:

Höchstbetrag & Mindesteigenbeitrag in der Riester-Rente


Für welche Riester-Art gilt der Berufs­einsteiger­bonus?

Wie genau „geriestert“ wird, ist für den Bonus unerheblich. Unabhängig von der Art des Riester-Vertrages, bleibt der Berufseinsteigerbonus erhalten, sofern es sich eben um einen Riester-Vertrag handelt und die o. g. Voraussetzungen erfüllt sind.

Junge Leute können sich z. B. entscheiden zwischen:

… mehr zu den Riester-Arten

Frühzeitige Auflösung der Riester-Rente ver­meiden

Für junge Leute, die bereits mit unter 25 Jahren ein Produkt der Altersvorsorge abschließen, erscheint die Rente noch unglaublich fern. Trotzdem ist die Kündigung der Riester-Rente in diesem Fall nicht empfohlen!

Wie alle Zulagen der Riester-Rente muss auch der Berufs­einsteiger­bonus an den Gesetzgeber zurückgezahlt werden, wenn der Riester-Vertrag außerplanmäßig und frühzeitig gekündigt wird. Junge Menschen, die sich den aktuellen Mindest­betrag nicht leisten können, sollten ihren Riester-Vertrag dann lieber beitragsfrei stellen. So kann selbiger zu einem späteren Zeitpunkt erneut bespart werden.

… mehr zum Thema Riester-Rente beitragsfrei stellen
Dieser Artikel wurde zuletzt am 30.03.2020 aktualisiert.
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Müni Enkhsaikhan
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