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Betriebsrisiko: Was tun, wenn der Arbeitgeber stirbt?

Als treibende Kraft weist er seine Belegschaft auf den richtigen Weg und ist zugleich Schlüsselfigur, wenn es um die Durchsetzung unternehmerischer Entscheidungen geht. Die Führung kleiner- und mittelständischer Unternehmen wird meist in die Hände einer einzigen Person gelegt. Eben diese unzureichende Risikovorsorge führt dazu, dass es im Notfall kompliziert für den Fortbestand des Unternehmens wird.

Unerwartete Nachfolge tritt häufig ein
Ist der Arbeitgeber noch bei bester Gesundheit, werden meist keinerlei Gedanken an eine eventuelle Todesabsicherung (zur Risikolebensversicherung) verschwendet. Jedoch ist es keine Seltenheit, dass kleine Unternehmen plötzlich ohne Geschäftsführung das Tagesgeschäft leiten müssen. Laut einer Hochrechnung des Bonner Instituts für Mittelstandsforschung treten mehr als 26 Prozent aller Unternehmensnachfolgen unerwartet ein.

Erhöhtes Pleiterisiko durch Tod des Arbeitgebers

Abgesehen von dem emotionalen Unheil den der Tod eines Angehörigen anrichtet, kann sich seine anschließende Abwesenheit tragisch auf den Fortbestand des Unternehmens auswirken. Studien zufolge sind rund 10 Prozent der Unternehmensinsolvenzen das Ergebnis mangehalfter oder fehlender Nachfolgeregelungen.

Verunsicherung auf allen Entscheidungsebenen

Die plötzliche Abwesenheit der einzig entscheidungsbefugten Person stellt vor allem für mittelständische Unternehmen eines der größten Betriebsrisiken dar. Denn mit dem Fernbleiben des einzigen Ansprechpartners werden Geschäftspartner zunehmend verunsichert. Des Weiteren tendieren Banken zur Kürzung des Überziehungskredits und Leistungsträger befürchten einen Verkauf des Unternehmens.

Ohne Chef geht es oft nicht mehr weiter
Ohne entsprechende Führung fehlt es den Unternehmen oft an den einfachsten Dingen wie zum Beispiel Zugangsdaten, Passwörter, technische Produkt- und Maschinendaten und notwendige Vollmachten. Experten zufolge zerbrechen nahezu acht Prozent der Unternehmen an der Fortsetzung ihrer Geschäftstätigkeit.

Betrieb ist stillgelegt bis Position wieder besetzt ist

Besitzt der Verstorbene auch kein rechtsgültiges Testament, scheint das Chaos so gut wie perfekt. In dem Zusammenhang ist der Betrieb lahmgelegt, bis eine handlungsbefugte Person die Verantwortung der Geschäftsführung einnimmt. In dem Fall sind es meist Angehörige wie Sohn, Tochter oder Witwe, die häufig keinerlei branchenspezifische Kenntnisse besitzen.

Vorsorgliche Maßnahmen des Risikomanagement

Diese Unglückssituationen zeigen, dass sich jedes Unternehmen mit den Aspekten des Risikomanagements auseinandersetzen sollte. Hierfür müssen zunächst einzelne Risiken anhand folgender Fragestellungen identifiziert werden:

  • Wovon hängt das Eintreten eines Risikoereignisses ab?
  • Lassen sich Frühindikatoren ableiten?
  • Welche Auswirkungen hat das Eintreten auf das Geschäft?
Dokumente des Notfallhandbuchs müssen aufeinander abgestimmt sein
Im Anschluss daran, ist es sinnvoll ein Notfallhandbuch anzulegen, dass sämtliche Informationen zu Zuständigkeiten und Vertretungen enthält. Darüber hinaus gibt es Auskunft über Generalvollmachten für Ehegatten oder Kinder und ist mit einer Liste bestückt, die alle wichtigen Passwörter und Zugangsdaten enthält. Ebenso Bestandteil des Notfallplans bilden das Testament und die Vorsorgevollmacht. Hinzu kommt beim Unternehmer häufig auch ein Ehevertrag und Pflichtteilsverzichte. In dem Fall haben Unternehmer mit der Besonderheit zu kämpfen, dass alles genau aufeinander abgestimmt sein muss. Ist dem nicht so und das Testament passt nicht zum Gesellschaftsvertrag, hat das gravierende Folgen. Stimmen Testament und Gesellschaftsvertrag nicht überein, kann es sein, dass die vorgesehenen Nachlassempfänger das Unternehmen nicht erben.

Vertretung für den Ernstfall benennen

Ist das Unternehmen auf eine einzelne Person zugeschnitten, sodass sämtliche Außenvertretungen auch von derselben Person ausgehen, dann sollten etwaige Vorsorgemaßnahmen getroffen werden. In dem Zusammenhang ist es ratsam, einen Prokuristen zu bestellen. Alternativ kann innerhalb der Vorsorgevollmacht festgelegt werden, dass die Bevollmächtigten Ersatz bestellen können.

Vorsorgevollmacht sorgt für eine ehrenwürdige Vertretung des Unternehmers

Insbesondere die Erteilung einer Vorsorgevollmacht spielt bei der Risikovorsorge des Unternehmers eine entscheidende Rolle. Wird dem Unternehmer im Laufe seines Lebens Handlungsunfähigkeit bescheinigt und er lebt noch, würde bei fehlender Regelung ein vom Gericht ausgesuchter Betreuer die anstehenden Rechtsangelegenheiten wahrnehmen. Dieser Zustand könnte über alle Ebenen hinweg für Unsicherheit sorgen. Der Vorteil einer Vorsorgevollmacht besteht darin, dass sie über den Tod hinaus gültig ist. Dadurch wird der Erbe des Unternehmens gleichzeitig Bevollmächtigter aus der Vorsorgevollmacht und man entgeht sämtlichen administrativen Botengängen, die mit der Beschaffung eines Erbscheins in Verbindung stehen. Hinzu kommt, dass Banken verlangen können, dass Vollmachten auf ihre eigenen Formulare erteilt werden. Vor diesem Hintergrund sollten parallel zur Vorsorgevollmacht auch entsprechende Bankformulare ausgefüllt werden.

Arbeitsverhältnis bleibt auch nach dem Tod fortbestehen

Verstirbt ein Arbeitgeber, darf den angestellten Arbeitnehmern nicht einfach so gekündigt werden. Schließlich führt der Tod eines Arbeitgebers nicht dazu, dass bis dahin bestehende Arbeitsverhältnisse einfach erlöschen. Stattdessen tritt der Erbe des Arbeitgebers in die Fußstapfen des Verstorbenen, sodass die Arbeitsverhältnisse zu denselben Rechten und Pflichten bestehen bleiben wie zuvor. Dahingehend sind die Erben für rückständige und zukünftige Lohnzahlungen verantwortlich.

Spezialfall: Persönlichen Assistenten kann gekündigt werden

Anders gestaltet sich der Sachverhalt, wenn das Arbeitsverhältnis untrennbar mit der Person des Arbeitgebers in Verbindung steht. Diese Art der Anstellung ist beispielsweise bei persönlichen Assistenten der Fall. Hierbei ist die Kündigung durchaus gerechtfertigt. Mit dem Tod des Arbeitgebers entfällt zwar nicht der Arbeitsplatz, jedoch kann dieser ein wichtiger Grund für eine Kündigung sein.

Für Arbeitnehmer ist schneller Handlungsbedarf zu empfehlen

Verstirbt der Arbeitgeber sollten Arbeitnehmer sich daran machen, die jeweiligen Erben ausfindig zu machen. In dem Zusammenhang sollte auch Kontakt zu ihnen aufgenommen werden. Bestehen Unklarheiten bezüglich der Erben, entsteht unter Umständen die unangenehme Situation, dass kein Arbeitsgeld seitens der Bundesagentur für Arbeit fließt. Schließlich beruft sich die Bundesagentur für Arbeit auf den Rechtsstand, dass das Arbeitsverhältnis durch den Tod des Arbeitgebers nicht beendet wurde. Andererseits kann der Umstand eintreten, dass seitens der Erben keine Gehaltszahlungen fließen. Daher sollten Arbeitnehmer zum schnellen Handeln aufgefordert werden. Wenn es zu Unklarheiten kommt, kann es nicht verkehrt sein, einen Fachanwalt für Arbeitsrecht (zur Rechtsschutzversicherung) zu Rate zu ziehen.

Fazit

Möchte ein Arbeitgeber sein Unternehmen im Ernstfall bestens abgesichert wissen, sollte er vorsorgliche Maßnahmen treffen. Neben der Anfertigung eines Notfallhandbuchs, sollte er sich auch um die Erstellung einer Vorsorgevollmacht kümmern. Somit entgeht er dem Risiko, dass sämtliche zukünftige Entscheidungen von einer fremden Person, wie einem Betreuer ausgehen.

Dieser Artikel wurde zuletzt am 14.01.2019 aktualisiert und ursprünglich am 12.07.2017 veröffentlicht.
Über den Autor
Mario Müller
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