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Mitflugzentralen auch 2017 noch am Markt? Strenge Pläne aus Frankreich

Anders als Plattformdienste wie Uber oder Airbnb sahen sich Mitflugzentralen bisher keinen langen Diskussionen und auch keinen gewaltsamen politischen Kämpfen ausgesetzt. Die strengere Regulierung des Luftverkehrs dürfte sie davor bewahrt haben.

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Gelegenheitsflieger

Seit zwei Jahren ist es, dank einer Gesetzesänderung, in Deutschland Privatpiloten gestattet, sich auf ihren Flügen begleiten zu lassen. Privatfliegern bietet sich seitdem die Möglichkeit, ihr teures Hobby ein wenig erschwinglicher zu machen. Mitflugzentralen wie Wingly, Skyuber, Flyt und andere mehr arbeiten nach dem Vorbild bereits bekannter Plattformanbieter. Wer ein kleines Privatflugzeug sein Eigen nennt und ohnehin einen Flug plant, der kann sich online die passende Begleitung vermitteln lassen.

Fliegen mit Kostenbeteiligung

Am Beispiel von Wingly wird deutlich, dass auch im Flugverkehr derartige Geschäftsmodelle mit Gegenwind zu rechnen haben. Das start-up-Unternehmen wurde Mitte letzten Jahres zunächst in Paris gegründet. Als sie dort  in der Öffentlichkeit wahrgenommen wurden, reagierte prompt eine in Frankreich für den Luftverkehr zuständige Gewerkschaft. Deren Vorwurf, kommerzielle Flüge anzubieten, wies der Wingly-Mitbegründer Lars Klein gegenüber der Süddeutschen Zeitung zurück. Die Kunden beteiligten sich lediglich an den ohnehin anfallenden Kosten. Die Piloten erhielten kein Entgelt. Gegenüber der Welt erklärte das Luftfahrt-Bundesamt, dass gemäß einer EU-Verordnung von 2012 Flüge auf Kostenbeteiligungsbasis in keinem Fall als kommerziell zu werten seien.

Uber den Wolken?

In Deutschland ist das Vermitteln von Privatflügen gestattet, sofern es sich um Flüge auf eigene Kosten in kleinen Maschinen handelt. Im europäischen Kontext muss das allerdings nicht so bleiben. Schließlich ist davon auszugehen, dass sich die französischen Stellen in Europa für eine Übernahme ihrer Vorstellungen einsetzen werden.

Die Privatflieger machen nun die gleiche Entwicklung durch wie sie andere Branchen bereits durchliefen. Zuvor informell und spontan miteinander verbundene Nachfrage und Angebot für eine Dienstleistung werden von neuen Unternehmen als formeller Markt organisiert. Weil Unternehmen für ihr Wachstum auf öffentliche Aufmerksamkeit nicht verzichten können, werden auch Interessengruppen und Regulierungsbehörden auf das Thema gestoßen. Für die Anbieter und die Vermittler wirken die auf den Plan gerufenen Bedenkenträger irritierend. Für den Kunden jedoch kann das ein Vorteil sein.

Regulierung schafft Qualität und Sicherheit auf beiden Seiten

So können tarifliche Vereinbarungen und staatliche Regulierungen die Sicherheit für den Verbraucher und sein Vertrauen in den Anbieter erhöhen. Er kann von derlei Beschränkungen profitieren, wenn sie helfen, ein gewisses Qualitätsniveau zu gewährleisten. Die Plattformbetreiber können sich wiederum auf für sie günstige Regeln berufen. Von sinnvoller, weil gebotener, Regulierung profitiert somit der gesamte Markt.

Versicherungspflicht für Piloten

Will der Verbraucher aber auf Nummer sicher gehen, kann er nicht nur den Piloten selbst um Informationen bitten. In der Luftfahrzeugrolle findet man gemäß §64 Abs 4 LuftVG die Angaben über die Haftpflichtversicherung für jedes registrierte Flugzeug.

Denn in Deutschland herrscht, analog zur Kfz-Haftpflichtversicherung, auch für Piloten Versicherungspflicht. Die Plattform Wingly weist beispielsweise darauf hin, dass für jeden bei ihnen gelisteten Flug von den Piloten eine Haftpflichtversicherung verlangt wird.

Luftfahrt-Haftpflichtversicherung

Für den Fall, dass im Zusammenhang mit einem Flug dem Fahrzeug, den Insassen, dem Gepäck oder Dritten ein Schaden entsteht, ist eine gesonderte Luftfahrt-Haftpflichtversicherung abzuschließen.

Die R+V bietet beispielsweise mit ihrer Luftfahrthaftpflichtversicherung Versicherungsschutz für Haftungsrisiken, die sich aus dem Betrieb von Sport-, Segel- und kleinen Motorflugzeugen ergeben.