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Im Schlaf Geld verdienen: US-Unternehmen unterstützt ausgeschlafene Mitarbeiter

Wer träumt nicht davon: fürs Schlafen bezahlt werden. In den USA ist das jetzt möglich. Der Chef einer der größten amerikanischen Krankenversicherer zahlt seinen Mitarbeitern Geld, wenn diese eine bestimmte Anzahl von Nächten ausreichend Schlaf bekommen haben. Der Gedanke dahinter hat durchaus seine Berechtigung, denn Schlafmangel kann eine enorme Einschränkung der Gesundheit bedeuten – und damit letztendlich auch der Produktivität des Unternehmens.

- News von Claudia Täubner

Volkskrankheit Schlafmangel

Etwa zehn Prozent der Bevölkerung schlafen nicht genug. In unserer leistungsorientierten Gesellschaft ist Schlaf nichts weiter als eine lästige Pflicht, die erledigt werden muss, um optimal zu funktionieren. Die meisten Menschen schlafen aber viel zu wenig, um richtig „funktionieren“ zu können. Zu viel zu tun am Tag, zu viel Ablenkung am Abend durch Computer und Fernseher. Dabei ist Schlaf ein wichtiger Bestandteil beim Erhalt der Gesundheit. Schlafmangel kann erhebliche kurz- und langfristige Schäden nach sich ziehen. Einige Folgen sind beispielsweise:

kurzfristig:

  • Nachlassen der Konzentration
  • Erhöhter Appetit
  • Erhöhte Unfallgefahr
  • geschwächtes Immunsystem
  • Schädigung/Verlust von Hirngewebe
  • gesteigerte Emotionalität

langfristig:

  • Sterblichkeitsrisiko erhöht sich
  • Risiko für Herzkrankheiten steigt
  • Gewichtszunahme
  • Erhöhte Anfälligkeit für Diabetes
  • Erhöhtes Krebsrisiko
  • Erhöhte Anfälligkeit für Übergewicht
  • Erhöhtes Schlaganfall-Risiko
  • Höheres Demenz-Risiko
Schlafmangel beeinflusst den Körper
Studien zufolge ändern sich bereits nach einer Woche zu wenig Schlaf mehr als 700 Gene im menschlichen Körper.

Wie viel Schlaf ist gesund?

Viele Menschen können gar nicht mehr einschätzen, wie viel Schlaf sie wirklich brauchen, weil das Gefühl der Ermüdung auf Dauer zum Normalzustand geworden ist. Generell braucht ein erwachsener Mensch im Schnitt etwa 7 Stunden Schlaf, damit Körper und Geist optimal funktionieren. Bei Kindern ist das benötigte Schlafpensum höher, Säuglinge bis 3 Monaten benötigen  beispielsweise etwa 16 bis 18 Stunden, Teenager im Alter von 14 bis 16 Jahren etwa 9 Stunden.  Allerdings ist dies nicht bei jedem Menschen gleich. Wo einige mit fünf Stunden optimal ausgeruht sind, braucht manch anderer acht oder neun Stunden, um fit zu sein. Der Grund hierfür liegt in den genetischen Unterschieden der Menschen.

Aetna: Produktivitätssteigerung durch Entspannung

Das Problem des Schlafmangels hat auch der US-amerikanische Krankenversicherer Aetna erkannt. Die Mitarbeiter des Unternehmens bekommen deshalb 25 Dollar pro Nacht oder bis zu 500 Dollar pro Jahr, wenn sie mindestens 20 Nächte hintereinander 7 Stunden schlafen. Das Unternehmen will durch diese Maßnahme seine Produktivität steigern, denn fitte Angestellte sind produktiver als ihre unausgeschlafenen Kollegen. Das Schlaf-Bonusprogramm soll laut dem Chef des Unternehmens, Mark Bertolini, bis zu 3000 Dollar pro Mitarbeiter wert sein.

Diese neue Methode der Produktivitätssteigerung ist nicht erste, die der Aetna Chef in seinem Unternehmen durchführt. 2004 entdeckte Bertolini Yoga und Meditation für sich, nachdem er durch einen Skiunfall fast gestorben wäre. Die durch die Praktiken gefundene Heilung gab er prompt an seine Mitarbeiter weiter. Bei Aetna können die Mitarbeiter seither kostenlos Yoga- und Meditationskurse besuchen. Und das offensichtlich mit Erfolg: Mitarbeiter, die an diesen Kursen teilgenommen haben, sind laut einer Messung der Herzfrequenz und des Cortisolspiegels etwa 28 Prozent weniger gestresst.

Tipps für einen erholsamen Schlaf

Sport: Wer sich am Tag ausreichend auspowert, kann abends besser zur Ruhe kommen. Gerade wenn man den ganzen Tag sitzt, beispielsweise bei einem Bürojob oder im Studium, ist der Körper nicht ausgelastet und dies hat Auswirkungen auf Stoffwechsel und das Herz-Kreislauf-System. Allerdings sollte der Sport nicht direkt vor dem Schlafengehen getrieben werden, das kann durch die anregende Wirkung zu mehr Schlafstörungen führen.

Ausreichend Trinken: Dehydrierung kann ein Grund für Schlafmangel sein. Deshalb sollte darauf geachtet werden, dass den Tag über genug getrunken wird. Aber auch hier gilt, möglichst nicht zu zu viel vor dem Schlafengehen trinken, denn eine volle Blase kann den Schlaf stören.

Fernsehen: Vor dem Zubettgehen sollte auf die Benutzung technischer Geräte wie Fernseher oder Smartphone verzichtet werden. Denn wenn man einmal angefangen hat, fällt das Aufhören meist schwer. Zudem kann das helle Licht des Fernsehers zu einer erhöhten Wachheit führen: Durch das Licht des Computers und des Fernsehers wird das Schlafhormon Serotonin unterdrückt.

Farben: Die farbliche Gestaltung des Schlafplatzes hat besonders auf sensiblere Menschen einen erheblichen Einfluss. Durch die Farbwahl der Bettwäsche und der Wand kann daher bewusst Einfluss auf das Schlafverhalten genommen werden. Rot wirkt eher anregend, während blau eine beruhigende Wirkung zugeschrieben wird.

Schlafüberwachung per Self-Tracking

Doch auch das im Schlaf verdiente Geld hat seinen Preis, den des Datenschutzes. Auf die Nachfrage hin, wie denn überprüft werde, dass der Mitarbeiter auch wirklich sein Schlafpensum einhält, erklärt der CEO, dass der am Programm teilnehmende Mitarbeiter seinen Schlaf über Tracking-Armbänder überwachen lässt. Die Schlaf-Daten würden dann vom Mitarbeiter auf die Firmenwebsite geladen. Auf die Nachfrage hin, wie denn überprüft werde, ob die Schlafdaten auch tatsächlich zum entsprechenden Mitarbeiter gehören, wurde auf die „positiven Absichten“ der Angestellten verwiesen.

Datenschützer kritisieren Tracking-Armbänder

Die Datenfreigabe per Self-Tracking ist vielen Datenschützern schon lange ein Dorn im Auge. Immer öfter geht der Trend dahin, seine Krankenkasse an dem eigenen Leben bzw. Körper teilhaben zu lassen. Bei vielen Apps haben die Benutzer gar keine Ahnung, von wem sie stammen und wohin die gesammelten Daten wirklich gehen. Und wer sein Tracking-Gerät mit der Krankenkasse verbindet, der kann möglicherweise doch in Zukunft einmal Gefahr laufen, als Sportmuffel enttarnt zu werden.

Dieser Artikel wurde zuletzt am 02.05.2019 aktualisiert.
Über den Autor
Claudia Täubner
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