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Wann ist ein Mann ein… Pferd?

Nicht nur in Deutschland, auch in der Schweiz steigen die Beiträge zur Krankenversicherung. Ein Schweizer Versicherter empfand dies als derartige Belastung, dass er keinen anderen Ausweg sah, als bei einer Pferdeversicherungs-Genossenschaft anzufragen, ob er sich dort als Pferd versichern lassen könne. Seine Begründung war durchaus plausibel: Nicht nur, dass er angab authentisch wiehern zu können, auch sein Äußeres weise einige Ähnlichkeiten mit den behuften Vierbeinern auf. 

Mittel gegen Prämienerhöhung

Die Geschäftsführerin der Schweizer Pferdeversicherung-Genossenschaft Wigoltingen staunte nicht schlecht, als sie die schriftliche Anfrage des Antragstellers las. Im Brief beklagte dieser, dass seine Krankenversicherung erneut die Prämien angehoben habe: „Meine Versicherung ist leider schon wieder ein paar Fränkli gestiegen, und langsam aber sicher wird mir das zu blöd. Nun habe ich auf Ihrer Webseite gelesen, dass Sie Pferde aller Gattungen gegen Unfälle und Tod versichern. Aus diesem Grund möchte ich Sie jetzt fragen, ob es wohl möglich wäre, dass ich mich bei Ihnen versichern lasse.“

„Ich kann ganz laut und authentisch wiehern“

Um seine Argumentation zu unterstreichen, lieferte er mehrere Gründe, um die Versicherung davon zu überzeugen, dass er in die Police aufgenommen werden kann.“Mir ist schon klar, dass ich vermutlich streng zoologisch gesehen nicht zu einer Rössli-Gattung gehöre, aber ich kann ganz laut und authentisch wiehern, und auch rein optisch ist eine gewisse Ähnlichkeit mit Pferden nicht zu leugnen“, so der Mann. „In Erwartung Ihrer fachkundigen Antwort. Es grüsst Sie zweimal laut wiehernd: Gottfried Chummer, Brucheggweg 18, Steffisburg.“

Geschäftsführerin forderte Gesundheitszeugnis

Die Geschäftsführerin der Versicherung reagierte professionell. Sie antwortete ihm höflich und interessiert: „Grundsätzlich nehmen wir tatsächlich Pferde aller Gattungen in unserer Versicherung auf. Sie benötigen dazu ein Gesundheitszeugnis eines anerkannten Tierarztes.“ Um alle Unklarheiten zu beseitigen, riet sie die Antragsteller, dass er auf allen Vieren vortragen solle und verabschiedete sich „In Erwartung Ihres Antrags und des Gesundheitszeugnisses.“

Die Hintergründe des Briefes

Urheber des Pferde-Briefes aus dem Jahr 2012 ist der 25-jährige Flavio Carrera, alias Günter Friedrich Struchen. Er studierte Meeresbiologie und Philosophie an der Uni Bern und arbeitet derzeit in Thun als Gymnasiallehrer. Nicht nur der Versicherungs-Genossenschaft schrieb der Berner, auch viele andere Menschen und Institutionen erhielten von ihm Post. Und diese Briefe sind nun gesammelt in dem Buch mit dem Titel „Von bewusstlosen Nilpferden und Titan-Badeanzügen“ nachzulesen. Über 100 Briefwechsel führte Struchen. Sein Ziel war es dabei immer, die Leute zu erheitern. Sowohl die Angeschriebenen als auch die Leser des Buches.

Der Schokoladenbären-Eklat

Nur einmal gab es einen etwas kritischeren Fall mit der Firma Lindt und Sprüngli, nämlich als sich er und sein Bruder als Entführer des Lindt’schen Schokoladenbären ausgaben. Die Brüder bastelten einen Erpresserbrief aus Zeitungsschnipseln, indem sie als Lösegeld für den Bären 1000 Lindor-Kugeln forderten. Kurze Zeit später erhielten sie einen Anruf von Mitarbeitern der Firma, die nicht genau wussten, wie sie mit der Situation umgehen sollten. Unter den Mitarbeitern stand zur Debatte, ob sie die Polizei einschalten sollten. Nachdem die Brüder ihre Aktion aufgeklärt hatten, sorgte sie jedoch für allgemeine Heiterkeit und die Brüder bekamen tatsächlich ein paar Lindor-Kugeln geschenkt – zwar nicht tausend, aber immerhin.

Dieser Artikel wurde zuletzt am 19.12.2016 aktualisiert.
Über den Autor
Claudia Täubner
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